Umweltschule: Die FOSBOS Friedberg geht Müll sammeln

Am Freitag, den 27. März 2026, haben wir von der Beruflichen Oberschule Friedberg an der Aktion „Saubere Stadt“ teilgenommen. Insgesamt waren elf Klassen dabei und haben gemeinsam ein Zeichen für Umweltschutz gesetzt.

Zwischen der ersten und sechsten Stunde sind wir klassenweise in unsere zugeteilten Gebiete gegangen und haben Müll gesammelt. Ausgestattet mit Müllsäcken, die von der Stadt gestellt und von Organisatorin Frau Hubl verteilt wurden, haben wir Straßenränder, Grünflächen und Gehwege sauber gemacht. Jede Klasse war etwa 45 bis 90 Minuten unterwegs.

Dabei wurde schnell klar, wie viel Müll sich im Alltag ansammelt. Vor allem Verpackungen, Plastik und Zigarettenreste lagen überall herum. Die Aktion hat also nicht nur dafür gesorgt, dass es sauberer wurde, sondern auch gezeigt, wie groß das Problem eigentlich ist.

Denn Müll entsteht nicht erst draußen, sondern schon beim Konsum. Wer bewusster einkauft und nur das kauft, was wirklich gebraucht wird, produziert automatisch weniger Abfall. Genau darauf hat die Aktion aufmerksam gemacht. Es ging nicht nur ums Aufräumen, sondern auch darum, das eigene Verhalten zu hinterfragen.

Neben dem Umweltaspekt war die Aktion natürlich auch eine willkommene Abwechslung zum normalen Unterricht im Klassenzimmer. Für einen kleinen Snack danach war auch gesorgt, Frau Hubl hat Brezen und Apfelschorle verteilt.

Die Teilnahme war freiwillig, trotzdem haben viele Klassen mitgemacht. Das Team
der Umweltbeauftragten bedankt sich hiermit bei allen Klassen die mitgewirkt haben. Danke an die 11GA, 12TC, 12WD, 12WE, 12GB, 12SC, 12SD, 13G, 13SA, 13SB, B13 und an alle Lehrkräfte, die ihren Unterricht dafür geopfert haben! Selbstverständlich gilt unser Dank auch Frau Hubl, ohne die die ganze Aktion nicht möglich gewesen wäre, und natürlich auch dem Hausmeister Richard Lindermeir, der wie immer tatkräftig unterstützt hat!

Text: Julia M.

Auerhaus: alles nur Theater?

„Our house, in the middle of our street“: So begann nicht nur der bekannte Song von Madness, sondern auch das Theaterstück „Auerhaus“, aufgeführt von der Theatergruppe der FOS Friedberg. Am 25. und 26. März diesen Jahres brachte die Gruppe um Frau Seemiller und Frau Wöhrl das Stück auf die Bühne und nahm das Publikum mit in die Lebenswelt einer ungewöhnlichen WG.

Im Zentrum standen Themen, die kaum unterschiedlicher hätten sein können: Freundschaft und Suizid. Eine Freundesgruppe zieht gemeinsam in ein Haus, um ihren selbstmordgefährdeten Freund Frieder zu unterstützen. Ihr Ziel war klar: Sie wollten ihm helfen. Doch der Alltag stellte sie vor Herausforderungen, die sie an ihre Grenzen gebracht haben. Die Handlung wirkte auf den ersten Blick ruhig, entwickelte aber schnell eine emotionale Spannung.

Es ging um Freundschaft, Verantwortung und die Frage, wie viel ein Mensch für einen anderen tragen kann. Es wurde deutlich, dass jede Figur mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen hatte und niemand fehlerfrei gehandelt hat. Genau das machte die Geschichte so greifbar.



Obwohl es sich bei den Schauspielern um Anfänger handelte, konnten sie das gesamte Publikum in ihren Bann ziehen. Die Darsteller wirkten alle authentisch und brachten die unterschiedlichen Charaktere zur Geltung. Viele der Szenen bleiben auch nach dem Stück im Gedächtnis, vor allem die, in denen stille Momente mehr gesagt haben als große Worte.

Hinter der Aufführung steckte für alle Beteiligten viel Arbeit: Nicht nur mussten die Schauspieler ihren Text, Körpersprache und Mimik lernen, auch das Bühnenumbau-Team, die Künstler und die Techniker kamen nach monatelangen Proben an ihre Grenzen. Doch der Einsatz hat sich ausgezahlt und war für das gesamte Publikum erkennbar, denn die zahlreichen Gespräche am Ende zeigten, dass die Zuschauer begeistert von den talentierten Mitgliedern der Theater Gruppe waren.

„Auerhaus“ war kein leichtes Stück. Es behandelte mehrere sensible Themen, schaffte es aber mit jeden einzelnen davon respektvoll und nachvollziehbar umzugehen. Die Theatergruppe der FOS Friedberg schaffte es, die Geschichte ehrlich und authentisch zu erzählen und das Publikum zum Nachdenken zu bringen. Die Aufführung richtete sich insbesondere an jene, die sich für tiefere Themen interessierten, auch ohne ein klischeehaftes „Happy End“ leben können, und bereit waren sich auf eine emotionale, tiefgründige Geschichte einzulassen. Insgesamt war es eine gelungene Inszenierung, welche gezeigt hat, wie viel durch Zusammenarbeit zwischen Schülern und engagierten Lehrkräften möglich ist.

Text: Julia M.

Wusstet ihr eigentlich, dass…

… unser Mathe-, Sport- und Bilologielehrer Herr Zink…

… sich selbst als zuverlässig, gut gelaunt und freundlich beschreibt,

… meistens gut in Mathe war, in der 10. Klasse aber auch mal ne 5 hatte,

… früher gern Basketball gespielt hat, es inzwischen aber nur noch einmal wöchentlich ins Gym schafft,

… wenn er kein Lehrer geworden wäre, vermutlich „irgendwas Biotechnisches oder Biomedizinisches“ geworden wäre,

… wenn er ein Tier wäre, ein „Adler, der alles von oben überblickt“, weil er mal gehört hat, das sei eine gute Antwort auf diese Frage in einem Bewerbungsgespräch,

… sehr viele Fragen von Schülerinnen und Schülern nicht mehr hören kann, am meisten „Was machen wir heute in Sport?“, „Was kommt in der Schulaufgabe oder Kurzarbeit dran?“ und „Können Sie mal kurz herkommen?“

… nicht denkt, dass Mathematiker faul sind – „die machen halt das Pareto-Prinzip“,

… sich in seiner Freizeit hauptsächlich um sein Kind kümmert, zusammen mit seiner Partnerin kocht und Spieleabende mit Games wie „Nobody’s perfect“ verbringt,

… sehr verschiedene Musik hört, hauptsächlich aber Mainstream,

… wenn er ein alkoholisches Getränk wäre, am ehesten ein Tequila, aber „nur wegen der Orangenscheibe“,

… Stochastik lieber als Analysis mag, weil das nicht so realitätsfern ist,

… und seinen Schülerinnen und Schülern raten würde, immer geduldig mit sich selbst zu sein?

Interview/Foto: Julia M.