Herzlich Willkommen, liebe Leserinnen und Leser!

Kategorie: Lifestyle (Seite 1 von 3)

Was jetzt? „Schüler:innen“ oder einfach nur „Schüler“? | Warum Gendern wichtig ist

Was ist Gendern?

Gendern ist das Berücksichtigen von allen Geschlechtern innerhalb der (deutschen) Sprache. So wird durch das Gendern aus Lehrern das Lehrer:innen (oder in einigen Fällen auch einfach: Lehrerinnen und Lehrer). Theoretisch könnte man auch Lehrkraft sagen, das wäre neutral.

Die Kritik und Befürwortung:

Oftmals wird das Gendern als irreführend und problematisch bezeichnet, weil es Texte nicht nur länger macht, sondern durch das Sternchen (*), den Unterstrich (_) oder den großgeschriebenen Vokal „I“ dem Text die flüssigen Satzmelodien nimmt. Die sogenannte Bezeichnung Glottisschlag beschreibt die Pause zwischen den Bezeichnungen. Also z.B. Forscher Glottisschlag innen.

Was viele außerdem am Gendern kritisieren, wäre die Betonung des Geschlechts, was paradoxerweise das gegenteilige Ziel des Genderns ist. Es macht nämlich einen Unterschied, ob man Studierende oder Studentinnen und Studenten sagt. Beim ersterem ist nicht wichtig, welches Geschlecht die Studierenden haben, beim zweiten wird das Geschlecht hervorgehoben. Und das könnte ein Problem sein, denn ist es tatsächlich wichtig, welchem Geschlecht man sich zugehörig fühlt, wenn man studiert? Das generische Maskulinum bezieht in der Theorie schließlich alle mit ein, Frauen und Männer.

Aber das ist sehr umstritten. Im Kopf von vielen Menschen herrscht ein stark geprägtes Rollenbild. Man kann es häufig an sich selbst erkennen: wenn wir Physiker hören, denken wir dann an Männer? An Frauen? An Männer und Frauen? Selten herrscht in uns die Vorstellung vor, dass wir mit Physikern Männer und Frauen meinen, sondern viel eher nur Männer. Das generische Maskulinum, welches in der Pluralform alle Geschlechter berücksichtigen soll, stammt aus einer Zeit, in der Frauen als minderwertiger angesehen wurden – etwas, was zwar durch die Sprache allein nicht komplett rückgängig gemacht werden kann, aber trotzdem bis heute aktuell ist.

Durch das Gendern wird erstmals auf beide Geschlechter und ihre Wichtigkeit Wert gelegt, weil es dann nicht mehr Physiker sondern Physiker:innen heißt. Und wenn man Physiker:innen liest, stolpert man über die Worte (der vorhin erwähnte Glottisschlag), was aber nicht zwangsläufig schlecht sein muss. So wird die weibliche Bezeichnung gesehen und bemerkt, man kann sich viel eher einen Raum mit vielfältigen Forschungskräften vorstellen, und nicht nur viele weißgekleidete Männer.

Warum soll Gendern jetzt wichtig sein?

Niemand hat behauptet, dass Gendern die Probleme der Ungleichheit wie durch ein Fingerschnipsen ausmerzen wird. Aber eine genderfreundliche Bezeichnung kann große Wirkung haben, wenn wir etwas bewegen wollen. Auch hierzulande schwirren Vorurteile und Rollenbilder in Gesprächen umher, beeinflussen unser Denken und das Handeln.

1. Mit Gendern stolpern wir bewusst über die harte Betonung in den Worten und registrieren das Gelesene („Ah, okay. Lehrer:innen, also nicht nur Männer sondern tatsächlich auch Frauen!“). Es kann helfen, Menschen nochmals daran zu erinnern, dass beide Geschlechter in allen Berufen arbeiten können.

2. Das Selbstvertrauen der einzelnen Person wächst. Es gibt schließlich auch genug weiter Beispiele in anderer Richtung: Köchin, Bäckerin, ganz klassisch Putzfrau statt Putzkraft. Wenn wir so stereotypisch an Bezeichnungen festhalten, lassen wir zu, dass die Geschlechter sich nicht vollständig ausleben können. Ich persönlich habe in der Grundschule öfters erlebt, dass Mädchen nicht zugetraut wurde, Mathe zu können, obwohl viele von ihnen begabte Mathematikerinnen sind. Dieselben Mädchen haben sich seltener gemeldet. Das Klischee ist nach wie vor präsent, weil nicht genug Menschen darüber nachdenken. Wenn wir stattdessen sagen würden Mathematiker:innen oder Physiker:innen oder Bäcker:innen kann man sehen, dass beide Varianten möglich sind und so trauen sich mehr Menschen in mehr Berufe.

3. Man zeigt, dass nicht alles, was alt ist, gut ist. Es gibt viele Dinge, die in der Vergangenheit als richtig angesehen wurden, obwohl sie unsere heutigen Werte hundertprozentig in Frage stellen würden. Nur, weil man seit geraumer Zeit so gesprochen hat, heißt es noch lange nicht, dass es richtig sein muss. Fakt ist, wir können Menschengruppen ausschließen, wenn wir sie nicht einbeziehen, und das hat nichts damit zu tun, dass man politisch korrekt wäre – das hat einfach etwas mit Respekt zu tun und das wird oft unterschätzt. Auf der Welt muss es meiner Meinung nach ohnehin in vielen Bereichen ein klares Umdenken geben (Rassismus, Sexismus, etc.).

Persönliches Fazit

Für mich überwiegt die Befürwortung gegenüber der Kritik, weil das Gendern meiner Meinung nach unkompliziert ist und es niemandem schaden kann, wenn man sie benutzt. Mir ist es oft passiert, dass ich mich nicht angesprochen gefühlt habe, weil nur das generische Maskulinum benutzt wurde, und es hat viele Dinge deutlich einfacher gemacht, wenn diese entweder gegendert oder neutral bezeichnet wurde.

Allerdings finde ich auch, dass sich jeder seine eigene Meinung zum Gendern bilden muss. Es nützt nichts, jemandem aufzwingen zu wollen, genderneutral zu sprechen, wenn die Person eine ganz andere Denkweise zu diesem Thema hat.

Hierbei hilft wie so oft: Comunication is key!

Kommentar: Vanessa S.

Alternative Musik – Alles außer „normal“ und Mainstream

Seit den 1970ern Jahren kennt man Musik, die sich aus dem „Underground“ entwickelt unter dem Sammelbegriff Alternative. Dieser Sammelbegriff weitet sich dabei stetig aus; zunächst zählten nur D.I.Y.- Underground- und Independent-Musik dazu, heutzutage gibt es mehr Musikrichtungen als man zählen kann.

Vor allem Punk trägt zur Vielfalt der alternativen Musik bei. Die Sex Pistols, The Velvet Underground und Patti Reeds gelten als Mitbegründer der alternativen Musikszene. Auch in der Post-Punk-Ära (zwischen 1978 und 1984) erlebte die Szene einen weiteren Aufschwung. Emo- und Punkrock, Indie und Metal sind heute mitunter die größten Bereiche in der alternativen Schiene.

Emo

Emo (ursprünglich Emotional Hardcore) ist eine Subkultur, beziehungsweise ein Subgenre des Hardcore Punks. Seit den 90er-Jahren wird der Begriff Emo auch immer stärker für einige Bands aus dem Indie-Rock verwendet, heute ist der Übergang teils fließend. Geprägt wurde der Stil in den 90ern von Bands wie Policy of 3, Indian Summer oder Still Life; in den frühen 2000ern galt die US-amerikanische Alternative-Rock-Band My Chemical Romance als besonders prägend. Auch heute, 11 Jahre nach der Veröffentlichung wird ihr Song Welcome To The Black Parade oft als Beispiel für Emo-Rock verwendet. Als die Band nach sechs Jahren ihr Comeback ankündigte, war die Freude in der Emo-Community besonders groß.

Generell ist Emo-Musik schwierig festzulegen. Dennoch haben alle Lieder, die in diese Kategorie fallen, ein paar wichtige Gemeinsamkeiten:

Zum einen geht es inhaltlich um Gefühle wie Trauer oder Verzweiflung. Auch Liebeskummer oder ähnliches ist oft Thema der Songs.

Der Stil des Gesangs selbst reicht von leisen, fast geflüsterten Passagen zu aggressivem Schreien der Texte. Viele Emo-Rock-Songs zeichnen sich durch den starken Kontrast aus; in einem Moment wird traurig und melancholisch gesungen, im nächsten schreit der Sänger die Verse heraus. Die Emotionalität steht auch hier im Vordergrund. Beispiele für den Wechsel von geschrienen Momenten und melancholischem Gesang sind bereits erwähntes Welcome To The Black Parade von My Chemical Romance, The Kill (Bury Me) von Thirty Seconds To Mars oder Say This Sooner von The Almost.

Punk

Punkrock entwickelte sich Mitte der 1970er zusammen mit der Subkultur Punk. Die Ideale der Kultur spiegeln sich auch in der Musik wider: Auflehnung gegen gesellschaftliche Regeln und Werte, das Ablehnen von „Normalität“ und eine generelle Anti-Establishment-Mentalität. Stilistisch hält Punkrock sich meistens an den traditionellen Rock, wobei jedoch die Gitarrenverstärker oft übersteuert werden. Die Texte sind gesellschaftskritisch, politisch und teils nihilistisch, wobei kein Blatt vor den Mund genommen wird – Provokation ist das Ziel.

Der Stil wurde vor allem von MC5 (Motor City Five) und The Stooges geprägt, bis heute gelten Bands wie die Sex Pistols, die Ramones, Blondie und The Clash als die einflussreichsten Punkrocker.

Aus dem Punk entstanden später viele andere Musikstile und Subgenres. Grunge, Thrash-Metal, Crust- und Grindcore, sie alle entwickelten sich aus dem Punkrock.

Einige der größten Punkrock-Hymnen sind Anarchy In The UK von den Sex Pistols, Kick Out The Jams von MC5 und Pet Sematary von den Ramones.

Mischformen

Während bei einigen Musikern das Genre ganz klar ist, streiten sich einige Fans heute über das Genre beliebter alternativer Musiker. Ein Beispiel hierfür ist der momentan sehr beliebte Sänger Corpse Husband (CORPSE). Seine Musik wird allgemein dem Trap Metal zugeordnet, ein Genre das Hip Hop und Heavy Metal verbindet, jedoch finden sich auch starke Einflüsse aus dem Emorock in seinen Liedern. Der Gesangsstil in Liedern wie Cat Girls Are Ruining My Life! oder Never Satisfied spricht eher für Trap Metal, die Texte gehen jedoch eher in die gefühlsstarke Richtung des Emo. Corpse selbst legt sich auf kein eindeutiges Genre fest; er macht einfach die Musik, die ihm gefällt.

In einer ähnlichen Situation befindet sich der Musiker Istasha. Er wird allgemein meist dem Indie-Rock zugeordnet, Lieder wie Brickwall Brickwall Brickwall passen jedoch eher in das Trap Metal Subgenre. Auch er legt sich selbst nicht fest, sondern macht die Musik, die am besten zu ihm passt. Natürlich gibt es unzählige alternative Subgenres, die alle ihre eigenen Geschichten und Hintergründe haben. Eins haben jedoch alle gemeinsam: Die Musik ist für viele ein Mittel, um ihre Identität zu festigen und sich mit anderen verbunden zu fühlen. Subkulturen wie Emo oder Goth basieren größtenteils auf Musik und Melodien. Auch wenn die Grenzen oft fließend sind, so hat jeder alternative Musiker irgendwo seinen Platz und seine Daseinsberechtigung – genauso wie jeder Fan besagter Musiker.

Text: Gina H.

„Die Geschichte eures Lebens im Bullet Journal“: Selbstgemalte Kalender sorgen für Ordnung und Inspiration

„Each Bullet Journal becomes another volume in the story of your life.“ – Ryder Caroll, Autor von „The bullet journal method

Kommt es nur mir so vor, oder sind die Kalender, die man sich kaufen kann, teilweise so grau, dass sie einen beschwerlichen Tag eher länger erscheinen lassen als er ist?

Ich bin mir sicher, dass jeder schon mal in dieser Situation war: man kauft sich einen Kalender oder ein Hausaufgabenheft, und keine zwei Wochen später verirrt es sich irgendwo im Rucksack, ist total zerknickt oder hat einen Wasserschaden (oder ich bin einfach ein Tollpatsch gewesen).

Vor ungefähr zwei Jahren bin ich auf ein Kalender-System gestoßen, das meine Organisation und Struktur nicht nur verbessert hat, sondern mir half, eine Reihe an passenden Routinen in meinem Alltag zu entwickeln: Die Rede ist vom Konzept des Bullet Journaling!

Das Bullet Journal ist ein (meist gepunktetes) Notizbuch, in das Listen, Wochentage und ganze Monate nach einigen Prioritäten gestaltet werden und die persönlichen Bedürfnisse des Einzelnen miteinbeziehen. Deshalb ist das Bullet Journal für jede Altersgruppe geeignet. Wie oft erlebt man es zum Beispiel, dass man sich als erwachsene Person ein Notizbuch holt, indem beispielsweise Stundenpläne oder Ähnliches vorgedruckt sind– tja, dieses Problem hat man mit einem Bullet Journal nicht.

Kocht man beispielsweise sehr gerne, kann man sich Seiten mit Platz für Rezepte machen. Eine Notenliste für SchülerInnen oder einen Periodentracker für die weibliche Menstruation. Man schreibt und gestaltet, was einem selbst wichtig ist.

Ideen hierfür wären: Film- bzw. Buchlisten, ein „Mood-Tracker“ (wie man sich jeden Tag fühlt), ein „Habit-Tracker“ (um seine Gewohnheiten im Blick zu behalten), Playlists (wer es gerne schriftlich macht wie ich) oder Ziele für den jeweiligen Tag oder Monat.

Als leidenschaftliche Bulletjournalerin kann ich aus Erfahrung sagen: Wenn man Bilder von Bullet Journals im Internet sucht, kann es fast schon erschreckend sein, wie viele Möglichkeiten es gibt. Und ganz wichtig: man muss nicht zeichnen, wenn man nicht möchte, man kann auch einfach nur schreiben, schließlich guckt niemand sonst rein (außer die Leute sind interessiert an eurem Bullet Journal wie zwei meiner engsten Freundinnen, die regelmäßig die Seiten durchblättern (Shoutout an dieser Stelle!).

Der einzige Nachteil: Man ist selbst dafür verantwortlich, für die ordentliche Verwendung des Kalenders zu sorgen und ihn zu führen. Aber sobald man einmal im Konzept drin ist, gelingt es wie von selbst – und seid nicht so streng zu euch, wenn ihr einige Monate lang nichts reinschreibt. Hauptsache, ihr findet einen Rhythmus und könnt das Journaling genauso wertschätzen, wie viele andere Menschen auch.

In diesem Sinne: ran an die Stifte, und auf ins Planen!

Text: Vanessa S.

„Wattpad“: Mit virtueller Schreibfeder und Tinte

„After Passion“, „The Kissing Booth“, „Chasing Red“ – die ersten beiden Buchtitel sind nicht nur als Filme erschienen und sind damit erfolgreich, sondern haben auch eine stabile Fangemeinde, die sich über den Erdball erstreckt. Dabei liegen dahinter ganz andere Wege als bei den Autoren, die mit ihren Ideen von den Notizheften ins Bücherregal gesprungen sind und zum Schluss auf die Leinwand; Stephen King, J. K. Rowling, Stephenie Meyer, J. R. R. Tolkien, Nicholas Sparks, Jeff Kinney, Mary Shelley, um hier ein paar traditionelle Beispiele zu nennen. Doch welche Rolle spielte hierbei die Online-Plattform „Wattpad“?

Wattpad als virtuelle Bibliothek

Wattpad wird als virtuelle Bibliothek bezeichnet, in der sowohl Leser als auch Schreiber ihre eigenen Ideen veröffentlichen können. Neben den Bewertungen, den Kommentaren und der Covergestaltung ähnelt es tatsächlich einer Buchveröffentlichung (von Verlagsvertrag, Marketing und Abrechnungen mal abgesehen). Die Kapitel sind kurz, die Prämissen teils ausgereift, teils bruchstückhaft und die Fantasie grenzenlos.

Was in den Köpfen von vielen abgeht, wird zu „Papier“ gebracht. Und das kann im schlimmsten Fall für den Autoren einen Shitstorm zur Folge haben, gerade, wenn es um noch subjektivere Dinge geht, wie etwa Fanfictions oder Gedichte. Ich selbst habe schon bemerkt, dass Wattpad deswegen oft von sogenannten Literaturexperten belächelt wird. Um das zu illustrieren: wiederholende Phrasen, „Low Budget“-Cover und Vierzehnjährige, die über fiktive Erfahrungen mit ihren Lieblings-Bands schreiben.

Die Meinungen spalten sich hierbei, genauso wie die Erfolgsgeschichten hinter den virtuellen Büchern für Aufruhr sorgen. Wenn Geschichten besonders viele Leser und Fans finden, werden sie unter Umständen zu internationalen Bestsellern, können als Printausgaben gelesen und schließlich auf der Kinoleinwand gesehen werden. Was aus Langeweile begann, wurde zum Millionenbusiness im „Online-Rampenlicht“. Das passierte etwa Anna Todd mit „After Passion“ und bescherte ihr seit 2014 eine loyale Fangemeinde.

Kreativität außerhalb von Klischees

Für Menschen, die ihre Kreativität außerhalb der Klischees spielen lassen wollen, bietet Wattpad eine gute Gelegenheit, sich mit anderen auszutauschen und Feedback zu bekommen – was sehr wichtig ist, wenn man das Schreiben wirklich ernst nimmt.

Um die Informationen in mein subjektives Fazit zu packen, wage ich zu behaupten, dass Wattpad genauso vielseitig ist, wie seine Nutzer. Niemand wird gezwungen, bestimmte Geschichten zu lesen, und wenn man es tut, ist Hate und Spott unangemessen und auch nicht lustig. Hinter den Geschichten kann monatelange Arbeit stecken – Wattpad dient als Sprungbrett für diejenigen, die ganz tief in die Welt der Literatur eintauchen möchten. Und wenn es schon kein Papier verschwendet, warum sollte diese Art von Ideenaustausch „gestoppt“ werden?

Text: Vanessa S.

Watched you breathe | short story poem

This short story poem is dedicated to people who lost their loved ones during the pandemic.

The doc’s hand rested on my shoulder,

his voice made my heart freeze colder.

He says, „Sir, please be patient, at least we’re trying“.

But I saw you covered in white sheets slowly dying.

I shattered down with calamitous grief.

Watched you breathe, waited for relief,

Want no understudy, want no pain,

As I watched you breathe through the glass pane.

Emptied the last bottle of wine,

The one I kept for our valentine.

Your voice a lost and stolen symphony,

For the dwindling winter you were my apricity.

I persist as you leave.

Watched you breathe, waited for relief.

I miss my palm in yours.

Now we’re separated through hospital doors.

No umbrella could ricochet my tears.

Somehow it brings up my darkest fears.

The world stands still,

many people been ill.

»

I listened when they said: „Please, just believe“

As I watched you breathe and waited for relief.

I know, I should let you go if I ever matured

But I can’t if our love was unmoored.

Tragt eure Masken und haltet Abstand. In Zeiten wie diesen kann eine selbstgefällige Haltung und egoistisches Handeln Menschen das Leben kosten.

Text: Vanessa S.

Cosplay – Hobby, Lifestyle, Kultur

Wenn man auf viel auf Social Media unterwegs ist, ist man ihnen sicher schon das ein oder andere Mal begegnet: Menschen, die sich verkleiden und in eine Rolle schlüpfen. Damit sind nicht die Leute gemeint, die sich einmal im Jahr auf Karnevalsumzügen oder Halloweenparties tummeln – die sogenannten „Cosplayer“ werfen sich das ganze Jahr über in Schale, einige sogar beruflich.

Die Cosplay-Community ist über die letzten Jahre stark gewachsen. Das Wort kommt aus dem Englischen. „Costume“ und „play“ wurden zu Cosplay. Wie der Name schon andeutet, geht es dabei nicht ausschließlich um die Kostüme, das Aussehen wie der Charakter, den man darstellt; Cosplayer versuchen, auch ihr Verhalten und ihre Körpersprache der jeweiligen Figur anzupassen. Gerade auf sogenannten „Cosplay-Conventions“, wo sich – je nach Größe der Convention – Menschen aus der ganzen Welt treffen, um sich auszutauschen, Bilder zu schießen und ihre besten Kostüme zur Schau zu stellen, fühlt man sich oftmals wie in einem riesigen, bunten Theater.

Angefangen hat das Cosplay in Japan, wo es mit der Entstehung von Anime und Manga – japanischen Zeichentrickfilmen und Comics – schnell an Popularität gewann. In den 1990er Jahren kam es dann auch nach Europa und in die USA. Anfangs war Cosplay mehr oder weniger auf Anime und Manga beschränkt, schnell entwickelte es sich jedoch auch zu einem Trend in der Gaming-Community und auch Filmfans fanden bald Gefallen daran. Inzwischen gibt es so gut wie keine Grenzen. Jeder kann jeden Charakter darstellen – sogenannte Crossplayer, die sich als Charaktere von anderem Geschlecht verkleiden, sind das beste Beispiel dafür.

Viele Cosplayer – vor allem solche, die schon seit mehreren Jahren dabei sind – machen ihre Kostüme selbst. Es wird genäht, geklebt, geschnitzt und seit einiger Zeit auch immer mehr mit 3D-Druckern gearbeitet. Doch es gibt auch Cosplay-Shops im Internet, die teils sehr detailgetreue Kostüme und Requisiten („Props“ genannt) anbieten. Außerdem sind sogenannte „Closet-Cosplayer“ ein Teil der Community – sie verwenden ausschließlich Dinge, die sie in ihrem Kleiderschrank haben oder kaufen Alltagskleidung, um sie für ihre Cosplays umzufunktionieren. Auch die berühmt-berüchtigten „Furries“, also Menschen, die vermenschlichte Versionen von Tieren darstellen, gehören dazu. Doch obwohl die Cosplay-Gemeinschaft sehr bunt gemischt ist, herrscht doch eine gewisse Einigkeit. Es ist eben schön, andere Menschen zu haben, die genauso verrückt sind, wie man selbst.

Ich selbst bin seit zirka Ende 2016 Cosplayerin. Dabei war der Einstieg leichter als gedacht: Im Internet ist es leicht, bestimmte Gruppen von Cosplayern zu finden und die meisten sind immer froh, neue Mitglieder zu begrüßen und einweisen zu können. Angefangen habe ich mit Closet-Cosplay, inzwischen versuche ich immer mehr, meine Kostüme und Props selbst zu machen. Im April 2019 war ich dann das erste Mal auf einer Convention – und dann gleich auf der grüßten Convention Bayerns, der „Animuc“. Aber gerade die Größe der Convention macht den Charme aus. Aus ganz Europa und teils sogar Amerika fanden sich Cosplayer zusammen, Fotografen liefen durch die Menge und suchten nach Cosplayern, die sie nach ein paar Fotos fragen konnten. Dazwischen sah man immer mal wieder auch „normale“ Menschen, die sich die Kostüme ansahen und nach Fotos mit ihren Lieblingscharakteren fragten. Auf der Animuc habe ich das erste Mal gemerkt, was es bedeutet, Cosplayer zu sein: Damals war ich noch sehr unerfahren, es war das erste Mal, dass ich meine Kostüme überhaupt irgendwem zeigte, abgesehen von meinem näheren Umfeld; trotzdem wurde ich von Menschen, die teils Profis sind, herzlich aufgenommen. Der Zusammenhalt in der Community war deutlich spürbar, man kam ins Gespräch mit Menschen, die man vorher nie gesehen hatte und irgendwie waren alle Freunde.

Leider hat Corona auch Cosplayer hart getroffen. Conventions mussten ausfallen, Fototermine waren kaum mehr möglich und sind inzwischen vollständig gestrichen und vor allem professionelle Cosplayer hatten mit Verlusten zu kämpfen. Die Herstellung und Beschaffung von Kostümen ist nicht billig und ohne Fototermine hat man kaum eine Möglichkeit, Geld zu verdienen. Viele Profis benutzen jetzt Selbstauslöser und verkaufen Ausdrucke über Internetshops. Die beliebte App TikTok – die als App für Cosplayer begann und nun weltweit von allen möglichen Menschen benutzt wird – hat einen sogenannten „Creator-Fund“ eingerichtet, durch den man mit einer gewissen Anzahl von Views und Likes etwas Geld verdienen kann. Trotzdem: Das Virus hat die Cosplay-Community genauso erwischt, wie jede andere kreative Berufsgruppe.

Es bleibt nur zu hoffen, dass man sich bald wieder mit Fotografen treffen kann, um die Einnahmen zu steigern. Und auch für Cosplayer, die es nur als Hobby betreiben, wird es sicher eine Erleichterung sein, wieder auf Shootings zu gehen und sich mit Freunden aus der Community zu treffen.

Text: Gina H.

Krisenjahr 2020? | 20 gute Aspekte trotz Pandemie

Wenn wir irgendwann an Corona zurückdenken, werden die negativen Aspekte deutlich mehr wiegen als die positiven (nein, damit meine ich nicht die Corona-Tests). Es klingt zynisch, das zu sagen – Aber mal ganz ehrlich, wir sollten weder das Jahr 2020 per se zum „Albtraum-Jahr“ erklären, noch so darauf beharren, Tag für Tag nur noch das Schlimme in der aktuellen Krise zu sehen. Deshalb 20 gute Aspekte trotz Pandemie:

  1. Du hast vielleicht an deine Freunde/Verwandten gedacht, vielleicht mit ihnen telefoniert und geskypt und wieder Kontakt aufgenommen.
  2. Du hast dich vielleicht viel mehr für Politik interessiert als sonst und eher die Nachrichten verfolgt.
  3. Du hast bestimmt Zeit für dich selbst gehabt, was in stressigen Phasen die beste Medizin sein kann.
  4. Du hast vielleicht öfter etwas mit deiner Familie/ engsten Freunden (natürlich auf Abstand und mit Maske) unternehmen können.
  5. Du hast vielleicht nicht jeden Tag die Sonne gesehen, aber dich vielleicht dafür interessiert, warum sie scheint? Oder warum andere Dinge sind, wie sie sind, und „Dr. Google“ genutzt.
  6. Du hast vielleicht Sport gemacht (oder zugenommen. Was auch nicht schlimm ist, weil alles, sobald die Pandemie vorbei ist, schneller weg ist, als du denken kannst).
  7. Du hast vielleicht reflektieren können.
  8. Du bist vielleicht kreativer geworden.
  9. Und bestimmt hast du mehr geschlafen als sonst (Ja, ich auch).
  10. Du bist flexibler geworden, weil du zusehen musstest, deine Schule/Hobbys/Sonstiges auch ohne deinen normalen Alltag zu meistern.
  11. Du hast bestimmt etwas über dich herausgefunden, was du vorher nicht wusstest (oder über andere, wer weiß?).
  12. Du hast vielleicht Wege gefunden, dich trotzdem noch ausreichend an der frischen Luft zu bewegen.
  13. Du hast vielleicht eine neue Serie angefangen und bist richtig froh deswegen.
  14. Du konntest vielleicht Projekte umsetzen, für die du sonst keine Zeit gehabt hättest.
  15. Du hast bestimmt per Videochat oder Telefon mit deinen Freunden gequatscht und bist bis spät in die Nacht aufgeblieben, weil du ja nirgendwo hin musstest (Ja, ich auch).
  16. Du musstest zwar auf Umarmungen verzichten, kannst dich aber darauf freuen, deine Liebsten bald wieder in die Arme zu schließen.
  17. Du musstest Wege finden, deine Langeweile zu bekämpfen.
  18. Du kannst später über etwas Einzigartiges erzählen.
  19. Du bist selbstloser geworden, um kranke Menschen vor dem Tod zu schützen!
  20. Du weißt jetzt, was es heißt, monatelang allein zu sein und kannst stolz sein, es bis hierhin gemeistert zu haben!

Idee/Text: Vanessa S.

Zwischen Büchern, Blumen und Bildern: BOOKSTAGRAM | Die Community für Bücherfans

Je öfter wir uns verändern, desto größer scheint die Chance, am Abend vielleicht nicht mehr in den Seiten eines Buches zu versinken. Wem in der Kindheit selten vorgelesen wird, der wird auch in seinen späteren Jahren wahrscheinlich keine gedruckten Worte lesen. Doch es gibt Menschen, für welche Bücher und Geschichten und die ständige Lektüre ein fester Bestandteil geworden sind.

Viele von ihnen teilen ihre Leidenschaft niemandem mit, andere schon. Letztere sind häufig in vielen Social Media-Plattformen zu sehen, wie auf TikTok oder eben Instagram. Aber diese Communitys nennen sich dann natürlich: Booktok und Bookstagram.

Jetzt aber zur wichtigsten Frage: Warum sollte man Bilder von Büchern machen, auf Decken und mit Kerzen, Blumen und Perlen dekoriert? Alles nur für ein paar Likes? Nun ja. Das ist den Menschen dort nicht so wichtig. Der Austausch wird groß geschrieben. Ich bin selbst Teil davon und weiß genau, wie herzlich man aufgenommen wird. Die Likes sagen nichts aus, man unterhält sich trotzdem mit jedem, der vielleicht nur zwanzig davon hat.

Man macht Bilder und stellt sie hoch. Und dann? Dann stehen einem viele Wege offen: Entweder man schreibt eine Rezension zu einem Buch, das man gerade gelesen hat. Schreibt eine Leseempfehlung oder schwärmt über einen Neuzugang (= Ein neues Buch. Es ist keine Seltenheit, dass man während der Zeit mehrere Bücher ansammeln wird, ich spreche aus Erfahrung). Oder, ganz beliebt, man beschwert sich über seinen SuB (= seinen Stapel ungelesener Bücher. Auch der wird nicht gerade geringer ausfallen, sobald man beitritt). Um Bücher wirklich zu lieben, muss man kein „Bookstagrammer“ sein. Trotzdem ist der Austausch gerade das Wichtige daran. Man unterhält sich, beschwert sich und versucht sich an einem neuen Genre.

Das wohl coolste Erlebnis, das man haben kann, ist, wenn der Autor selbst über die Bilder stolpert und sich mit einem Kommentar verewigt. Für Verlage oder Selfpublisher-Autoren (Autoren, die ohne Verlag ihre Bücher veröffentlichen) ist Bookstagram häufig eine gute, kostenlose Werbung für ihre Bücher (Ich will nicht wissen, wie viele Bücher ich mir nur dank Bookstagram geholt habe).

Mittlerweile sind es Millionen von Beitägen, verteilt auf #Bookstagram oder #Bookoftheday oder #Shelfie. Viele Nutzer kommen täglich dazu und probieren es aus. Man braucht kein teures Equipment, es reicht völlig, wenn der eigene Stil durch Ausprobieren erforscht wird.

Es geht also nicht darum, einfach wahllos Bücher in die Kamera zu halten, sondern darum, seine Leidenschaft für Bücher zu teilen. Wer Interesse hat, sollte es sich unbedingt mal anschauen und einfach die Hashtags eingeben.

Text: Vanessa S.

„Superfoods“: Lebensmittel mit Superkräften

Lebensmittel mit Superkräften? Das sind Superfoods:

Vielleicht denkt man es nicht sofort, aber Hanf kann sehr gesund sein. Die Pflanze gehört zu den sogenannten Superfoods. Ihre Samen enthalten große Mengen an Antioxidanten, Proteinen, Aminosäuren und Vitaminen, wie dem wichtigen Vitamin B2. Anders als Marihuana oder Haschisch, die aus den weiblichen Blütenständen des Hanf gewonnen werden, machen Hanfsamen nicht „high“.

Aber was ist eigentlich ein Superfood?

Darunter versteht man vorwiegend exotische Obst- oder Gemüsesorten. Das besondere daran ist, dass sie überdurchschnittlich reich an Antioxidanten, Vitaminen, Mineralstoffe und Polyphenolen sind. Dementsprechend haben sie eine enorme gesundheitsfördernde Wirkung. Diese Superfoods gibt es auch in ganz verschiedenen Formen. Zum einen in ihrer natürlichen Form, zum anderen gibt es sie aber auch in Kapsel- oder Pulverform. Und natürlich – so wie alle Früchte – in Müsli, Smoothies, Riegeln und so weiter.

Was sind die Besonderheiten?

Unterschiedliche Superfoods haben unterschiedliche Besonderheiten. Einige sind zum Beispiel besonders gut für die Verdauung, Entgiftung des Körpers, stärken das Immunsystem, senken den Cholesterinspiegel oder unterstützen den Zellschutz und die Knochen. Das liegt an den gesunden Inhaltstoffen, wie Vitamine und Eiweiße.

Wie viele Superfoods gibt es?

Wie viele es gibt, steht nicht genau fest. Mittlerweile lassen sich mehr als 300 Obstsorten, Gemüse und andere Früchte auf dem Markt als Superfood bezeichnen. Die top drei Gesündesten sind Kurkuma, Quinoa und Ingwer.
Woher kommen die denn?

Die einzelnen Früchte gibt es fast überall auf der Erde. So gibt es in unserer Heimat Früchte, die sich von den exotischen Früchten sehr unterscheiden. Sie sind deshalb aber nicht schlechter oder besser. So kommt zum Beispiel die Goji-Beere aus Südosteuropa bis China, Preiselbeeren, die auch bei uns wachsen oder die Acai aus dem Regenwald in Südamerika.

Welche Nachteile gibt es?

Auch wenn Superfood sich immer erstmal gut anhört, gibt es leider auch einige Nachteile. So ist es für unseren Körper nicht gewohnt, exotische Früchte zu sich zu nehmen und kann deshalb Allergien bilden. Manchmal kommt es auch zu Überempfindlichkeitsreaktionen. Es kann auch zu Wechselwirkungen mit Medikamenten kommen. Leider fehlen auch noch viele wissenschaftliche Nachweise dafür, dass die Superfoods tatsächlich gesundheitsfördernd sind. Oft werden auch künstlich zugefügte Vitamine und Mineralstoffe oder auch Pflanzenschutzmittel verwendet. Zumeist sind die exotischen Früchte auch sehr teuer. Natürlich sollte man den Umweltaspekt auch beachten. Da Superfruits oft exotische Früchte sind, heißt das natürlich auch, dass sie teilweise um die halbe Welt fliegen. Dies wiederum schadet der Umwelt.

Um einige Nachteile zu vermeiden, empfehlen wir heimisches Superfood.

Also, was gibt es zum Beispiel für heimische Superfrüchte?

Statt der Chia-Samen aus Mittelamerika kann man zum Beispiel Nüsse oder Leinsamen essen. Beides wirkt entzündungshemmend und beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Statt den Goji-Beeren hilft auch die Hagebutte. Sie haben beide viele Vitamine und viel Eiweiß. Und, Spinat hat tatsächlich vier mal mehr Kalium und Eisen als die exotische Moringa.

Text: Nathalie und Johanna (11SA)

« Ältere Beiträge