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Kategorie: Lifestyle (Seite 1 von 4)

„Pouring The Whiskey“ – Vanessa S. | Kurzgeschichten über das Thema Trennung (Kapitel 2)

Wenn Liebe allein nicht reicht, was dann?

Nashville, Tennessee, The Cold Rose Bar

Kapitel zwei

Jack, 29

Ich starre die junge Frau vor mir an, die gerade entweder zu viel oder zu wenig Selbstbewusstsein besitzt. Als Barkeeper steht es mir nicht zu, den Menschen zu sagen, dass sie bestimmte Getränke nicht trinken sollten, es sei denn, sie sind minderjährig, aber Himmel, diese Frau wog wahrscheinlich kaum mehr als ein Teenager.

»Wie bitte?«, frage ich und lache nervös.

»Einen Whiskey, bitte.« Ihre langen, schwarzen Locken hüpfen auf ihren Schultern herum. Eindeutig zu viel Selbstbewusstsein.

Ich nicke langsam und versuche, meinen fixierten Blick auf diese Frau loszuwerden. Es fällt mir schwer und ich muss auf dem Absatz kehrt machen und kräftig durchatmen. Ich wusste, dass es passieren würde.

Ich täusche vor, eine weitere Flasche Whiskey aus dem Lager zu holen, dabei muss ich mich kurz bewegen, um herauszufinden, was zur Hölle da eben in mir passiert ist. Verdammt. Ich habe eine schöne Frau gesehen, und jetzt?

Wahrscheinlich fühle ich mich so schuldig, weil die Trennung von Marissa erst zwei Monate her war. In den acht Monaten, in denen wir einander mehr ausgehalten statt geliebt haben, kam ich trotzdem nicht um den Gedanken herum, mir eine Zukunft mit ihr auszumalen. Ihre Tochter Amy, ist auch einer der Gründe gewesen, weil sie einfach ein putziger kleiner Quälgeist ist, den man liebhaben muss. Ich frage mich, von wem sie das hat, schließlich ist ihr Vater verschwunden wie ein Geist und ihre Mutter nach besagten zwei Monaten zu ihm zurückgekehrt.

Vier Jahre nachdem sie getrennt waren. Zwei Jahre war sie allein mit Amy. Und acht Monate hat sie aufgegeben, um dem Mann eine Chance zu geben, der sein einfachstes Versprechen – nämlich da zu sein – einfach gebrochen hat wie einen Ast.

Nichtsdestotrotz hole ich eine Flasche Whiskey und rase zurück zur Theke. Während ich die Frauen auf der anderen Seite bediene, um ihnen noch eine Runde auszugeben, erwische ich mich dabei, wie ich die Frau, die eben hierhergekommen ist, ansehe. Und zwar immer wieder. Wie ein Verrückter.

»Jack!«, rief jemand. Ich drehte mich um und entdeckte Paul, der mich zu sich winkte. Er zog sich seinen Cowboyhut auf und stand bereits auf, grub nach seinem Portemonnaie. Ich ging zu ihm, sagte ihm den Preis und kassierte das Geld ein.

»Eines noch«, sagt er und bedeutet mir, mich ebenfalls über die Theke zu beugen. »Ich glaube, das ist sie.«

Ich sehe ihn perplex an und lehne mich zurück. Er klopft mir auf die Schulter und dreht sich dann und geht, lacht dabei. Ich spiele mit dem Geld in der Hand, dann stopfe ich es in die Kasse und gehe zur Frau zurück.

Ich wage es nicht, sie anzusehen, denn ich ahne bereits, dass ich sie ansonsten anstarren würde. Ich stelle schweigend das Glas vor sie, öffne eine brandneue Flasche und möchte einschenken. Die Zeit scheint stehen zu bleiben.

»Warum Whiskey?«, höre ich mich fragen.   

Ihre eisblauen Augen blitzen hervor, treffen mich direkt in die Seele. Heilige Scheiße, ich glaube definitiv nicht an Liebe auf den ersten Blick, aber heilige Scheiße, wenn es sich so anfühlt, dann verstehe ich absolut, wenn Menschen davon erzählen.

Sie denkt einen Moment lang über meine Frage nach, schluckt sichtbar. »Liebeskummer.«

»Warum?«

Ich haue mir innerlich gegen die Stirn – wie konnte ich nur? Habe ich alle Manieren und meine Professionalität drüben im Lagerraum gelassen?

Ich schenke ihr den Whiskey ein und schiebe das Glas mit dem Finger auf sie zu. Ich beginne mich zu fragen, ob sie tatsächlich trinken wird. Und bevor ich den Gedanken zu Ende denken kann, schnappt sie sich das Glas, hält es an ihre Lippen, legt den Kopf nach hinten und trinkt alles aus.

»Er hat mir seit zwei Monaten keine Antwort mehr geschrieben« Sie haut das Glas auf den Tisch, sieht mich todernst an, rollt aber dann mit den Augen. »Nein, er ist nicht tot, er ist…«

»Ein Vollidiot«, murmle ich und finde den Mut, ihr Gesicht von der Nähe zu betrachten. Sie hat volle rote Lippen, eisblaue Augen, dunkle Locken. Ihre Nase ist klein und stupsig, ihre Kieferlinie definiert und scharf, verleiht ihr dadurch eine ganz persönliche, anziehende Femininität. Ich versinke wieder in ihren Augen, erst dann bemerke ich, dass sie langsam anfängt zu lächeln und meinen intensiven Blick zu erwidern.

»Ja, ein Vollidiot.«

Billy, 25

Owen Pittmann, dann Jonathan Pittmann und Ashley Pittmann. Ich habe mir immerzu Gedanken gemacht, wie unsere Kinder heißen würden. Manchmal zu oft, und eigentlich umsonst. Nichts ist schmerzvoller als auf ein Knie zu fallen und danach zu fragen, ob sie den Bund der Ehe eingehen möchte, wenn man danach – wie ich – auf eine Bar zusteuert.

Veronica Pittmann hätte sie geheißen.

Ich wusste, dass sie den Namen ihres Partners annehmen wollte – ich kenne sie seit ich sieben bin.

Unsere Namen wären in goldgeschwungener Schrift auf weißes Papier geprägt worden, unsere Ringe wären Gold gewesen, und wir hätten die Jahre überstanden, bis hin zur Goldenen Hochzeit. Alles davon.

Ich laufe in die Bar, mein Blick ist starr auf die Theke gerichtet, und in meinem Kopf schwirrt nur ein Gedanke, Bourbon, pur. Ein junger Barkeeper bedient eine junge Frau und ich hätte sofort umdrehen können, weil das allein reicht, um Salz in die frisch geschnittene Wunde meines Herzens zu streuen.

Ich beiße die Zähne zusammen, und als der Barkeeper bei mir ist, order ich meinen Bourbon.

»Moment, nein«, sage ich und überlege kurz. »Whiskey, keinen Bourbon.«

Er nickt und schenkt mir meinen Whiskey ein.

Ich trinke.

Menschen scheinen die Behauptung zu mögen, dass Liebe allein nicht ausreichen würde, um eine Beziehung halten zu können. Aber, wenn Liebe allein nicht reicht, was dann? Wo soll es mich noch hinführen, wenn nicht zu ihr?

Die Szene von heute spielt sich in meinem Kopf ab. Ich habe alles geplant gehabt, Rosen gekauft, Rosenblätter und beides im Schlafzimmer und im Wohnungsflur verteilt. 127 Kerzen gekauft, alle angezündet. Die Schatulle überprüft, in denen der goldene Ring saß.

Sie kam rein, ich wartete.

Sie zog ihren Mantel aus, ihr Gesicht wirkte überrascht und gleichermaßen gequält.

Ich nahm ihre Hand, führte sie zu mir.

Sank auf mein Knie, blickte hinauf.

Fragte sie.

Und sie zögerte.

Löste ihre Hand von meiner, um sie vor ihr Gesicht zu halten, ihre Augen zu verbergen, weil sie angefangen hatte, zu weinen.

Schmerzlich zu weinen.

Minuten später versicherte sie mir, sie wollte noch weiterhin mit mir zusammenbleiben, doch ich hatte mir meine Schlüssel geschnappt und war hinausgefahren. Durch die Natur, durch die Felder, die Orte unserer gemeinsamen Kindheit.

Und hier gelandet.

Und am allerliebsten wäre ich hier für immer geblieben.

Ende von Kapitel 2.

„Pouring the Whiskey“ – Vanessa S. | Kurzgeschichten über das Thema Trennung (Kapitel 1)

Wenn Liebe allein nicht reicht, was dann?

Nashville, Tennessee, The Cold Rose Bar

Kapitel eins

Paul, 42

Die Empfindung des größten Triumphs fühlt sich atemberaubender an, sobald man ihn nicht mehr hat. Wir Menschen sind vom Tod oft nur Sekunden entfernt, und wenn wir Glück haben, sehr viele, lange Sekunden. Und mit jedem Jahr, den wir dem Tod näherkommen, verlangen wir den Triumph bei uns zu haben. Für mich war und wird der beste Triumph meines Lebens eines sein: Stephanie Miller.

Fünf Jahre sind vergangen, seid ich besagten Triumph habe fallen lassen, und noch immer lasse ich die Kaffeemaschine am Abend an. Noch immer möchte ich vor dem Händewaschen meinen Ring ausziehen. Noch immer drehe ich meinen Kopf beim Aufstehen nach links, um zu erwarten, dass ich ihr schönes Gesicht sehe.

Es sind die kleinen Dinge, die wirklich wehtun.

Möge man behaupten, Liebe vergeht irgendwann, wenn sie nur ins Leere trifft, spricht man nicht über den Mittevierzigjährigen, der durch seine Sturheit und vielleicht auch seinen Stolz die Frau fürs Leben verloren hat.

Die Bar, in der ich sitze, hat eine gemütliche, fast schon schläfrige Atmosphäre. Die Wände sind zugekleistert mit Erinnerungsstücken, mit Bildern von für mich fremden Personen. Auf den Tischen stehen keine Kerzen, sondern Rosen. Die Lichter an der Decke hängen in Öllampen hinunter, um im Hintergrund spielt ein Dolly Parton-Song, den ich nur erkannt habe, weil er seit Stunden läuft. Andernfalls hätte ich niemals herausgefunden, dass Dolly Parton singt. Vielleicht liegt es auch an dem Whiskey, dessen letzter Schluck seit Minuten im Glas auf mich wartet.

Meine Kehle ist verdammt trocken, und ich lecke mir über die Lippen, bevor ich austrinke und dann ohne die Miene zu verziehen, das leere Glas zurückstelle. Ich bilde mir ein, den Schatten auf meinem Ringfinger noch immer zu sehen und schüttle dann den Kopf.

Lache leise.

Und bestelle noch eine Runde.

»Wie Sie wünschen, Sir«, sagt der Barkeeper und holt den Whiskey unterm Tresen hervor. Er ist ein junger, lieber Mann, dichtes schwarzes Haar und ein unkompliziertes Lächeln. Ein Frauenmagnet, der anscheinend überhaupt nicht interessiert ist, Bekanntschaften mit Frauen zu machen. Die Mädchen auf der anderen Seite der Bar starren ihn schon die gesamte Zeit an. Sie wagen verschiedene Flirtversuche, alle davon gehen daneben.

Er schenkt mir den Whiskey ein, und stützt sich an der Theke ab.

»Kann ich noch etwas für Sie tun?«

»Meinetwegen können Sie Feierabend machen.«

Der Barkeeper lacht. »Ich gebe es meinem Chef weiter.«

Ich schwenke den Whiskey in meinem Glas hin und her. Mein Blick ist auf die bernsteinfarbene Flüssigkeit gerichtet.

»Wie weit würden Sie gehen, wenn der Teufel vor Ihnen steht und Ihnen mitteilt, Ihre Frau wieder zurückzubringen, wenn Sie ihm Ihre Seele verkaufen?«, frage ich.

»Ist Ihre Frau tot?«, entgegnet er. Ich mag ihn, er ist direkt, redet nicht zu viel um den heißen Brei herum.

Ich schüttle den Kopf. »Geschieden.«

Er nimmt sich selbst ein Glas, schenkt aber keinen Whiskey ein, zu meiner Überraschung ist es Mineralwasser. Ein komisches Bild für meine Augen, aber immerhin ist er vernünftig. Greift nicht sofort zur Flasche, scheint sich unter Kontrolle zu haben.

Darauf trinke ich einen.

»Ich würde sehr weit gehen«, erklärt er und trinkt ebenfalls einen Schluck. »Aber würde ich meine Seele verkaufen, obwohl ich geschieden bin? Nein. Nein, tatsächlich nicht, Sir.«

Ich fange an zu lachen. »Daran merkt man, dass du noch nicht verheiratet warst.«

Er lässt sich vom Lachen anstecken.

»Wie heißt du?«

»Jack.«

»Also, Jack, ich bin Paul. Hör zu, wenn du noch nicht dieser einen Frau begegnet bist, die dich dazu bringen kann, alles zu machen – alles, Jack – dann ist der Pakt mit dem Teufel weit weg. Aber wenn, dann Gnade dir Gott. Denn dann tust du alles.«

Jack bedient zwischendurch die Mädchen, dann einen anderen Mann und kommt wieder zu mir. Ich lache erneut als ich sehe wie die Mädchen ihm hinterherstarren, und noch nicht geschnallt haben, dass der junge Mann keinen Finger rühren wird, sie genauso anzuschmachten. Ich frage mich, ob sie ihm überhaupt auffallen.

Er stößt ein Seufzen aus und trinkt den Rest seines Mineralwassers aus. »Und Sie, Paul? Haben Sie alles getan?«

»Nein«, sage ich sofort.

Jack runzelt die Stirn. »Und für die Frau, für die Sie nichts gemacht haben, würden Sie einen Pakt mit dem Teufel eingehen?«

Wie erklärt man einem Kind, das noch nie ein Fahrrad gesehen hat, was eines ist, oder wie man es fährt? Die Schwierigkeit liegt darin, nichts zu sagen. Denn einiges davon muss man selbst herausfinden, einiges ist nur durch die eigene Erfahrung wirklich nützlich. Wie das Fahrradfahren selbst, wie das Schwimmen, wie das Leben, wie das Lieben.

Wie alles.

Aber ich kann meinen neu gefundenen Freund Jack nicht ohne Rat zurücklassen.

Ich trinke meinen Whiskey aus und knalle das Glas, ohne Angst vor einem Schaden, auf den Tisch. Es brennt in meiner Kehle.  

»Vielleicht siehst du deine Liebe des Lebens noch heute, dann wirst du wissen, was es heißt, alles zu riskieren, aber nichts zu geben.«

Anastasia, 21

Verliebt man sich, so scheint es als flüchtet man aus dem Tag-ein-Tag-aus-Gedränge, und ob die Welt sich weiter dreht ist eine andere Sache. Ernüchternd wird es, wenn das Verliebt sein so schlagartig in Trauer umgewandelt wird, dass man keine Zeit hat, es zu verneinen, oder wütend zu sein.

Dann sieht man erst, dass die Welt sich weiterdreht.

Oh, und sie hat sich die gesamte Zeit schon weitergedreht.

Wie festgewachsen halte ich mein Smartphone in der Hand und wechsle meinen Blick vom schwarzen Bildschirm zu der Bar, die vor mir steht. Ich überlege schon seit drei Minuten, ob ich durch die Türe gehen und mich hineinsetzen soll. Meine Gedanken sind befleckt von Sorgen. Wie würde ich aussehen? Ein junges Mädchen sitzt in einer Bar und trinkt schon seit langem viel zu viel Alkohol.

Wegen einem Typen, der mir nicht geantwortet hat.

Nachdem er eine Woche Zeit gehabt hatte.

Und, nachdem wir zwei lange Monate miteinander verbracht haben als würden wir einander länger kennen. Wie verarbeitet man so etwas, wenn das Herz und der Kopf sich einig waren, diese Person nicht mehr loslassen zu wollen?

Die Wahrheit ist, ich habe ihn nie gehalten.

Noch nicht einmal annähernd.

»Miss?« Ein junger Mann kommt auf mich zu.

Ich hebe die Brauen und sehe ihn erwartungsvoll an. Ich stehe mitten auf dem Weg, aber er könnte genauso um mich herumlaufen. Er sieht nett aus. Braune Haare, braune Augen, ein typisch amerikanisches Gesicht und ein kariertes geöffnetes Hemd auf seinen Schultern. Wirklich, sehr nett.

»Ja?« Ich lächle ihn an.

Wer weiß, vielleicht ist er ja mein Mr Right?

»Sie stehen vor meinem Wagen.«

Wer weiß, vielleicht brauche ich doch die riesige Menge Alkohol?

»Natürlich. Tut mir leid.« Ich stelle mich auf die Seite, und stecke dann mein Handy seufzend in die Hosentasche. Was bleibt mir jetzt noch übrig?

Ich tue das einzig Richtige und gehe in die Bar.

Sie macht ihrem Name alle Ehre. The Cold Rose. Auf den Tischen sind Rosen, oben Öllampen. Es spielt Country-Music, und die Hälfte der Menschen registriert mich nicht einmal. Um aber nicht unnötig aufzufallen, gehe ich an die Bar und setze mich auf einen Hocker.

Es riecht nach Alkohol und Parfüm.

Ich ziehe meine Lederjacke aus und lege sie neben mich auf den Tresen. Der Barkeeper würde gleich kommen, und ich war fest entschlossen, etwas auszuprobieren, was ich vorher noch nicht getan hatte.

Ich war einundzwanzig.

Hatte Liebeskummer.

Eine Reihe an Erfahrungen offen, die ich machen wollte.

»Und für Sie?«, fragte der Barkeeper.

Ich leckte mir über die Lippen, versteckte mein Lächeln. Es war wahnsinnig, aber so war ich nun mal.

»Ich möchte bitte einen Whiskey.«

Ende von Kapitel 1.

„Two to Toulouse“: Gabriels Witze der Woche

Ein alte Frau kommt in eine Apotheke und sagt: Ich hätte gerne ein „Omi-razol“.

Eine Familie hält an einer Autobahnraststätte, um etwas zu trinken.
In der Raststätte sitzen drei ältere Herren beisammen, die auch etwas trinken.
Dann kommen Jugendliche herein, und es ist mit der Ruhe vorbei.
Einer der Herren steht auf und spricht einen Jugendlichen an: „Sie werden draußen erwartet, Junge.“ Darauf der Jugendliche: „Von wem?“ Der ältere Herr: „Von allen hier drinnen.“

Ein Engländer steht am Bahnschalter und sagt: „Two to Toulouse.“
Darauf der Bahnbeamte: „Tut mir leid, ich weiß nicht was Sie wollen.“
Der Engländer wiederholt: „Two to Toulouse.“
Daraufhin der Bahnbeamte: „Tä-tärä-tätä.“

Ein in die Jahre gekommener Jäger geht noch in den Wald um zu jagen. Anschließend geht er ins Wirtshaus und trifft dort den Dorfarzt.
Voller Stolz fragt der Jäger: „Herr Doktor, wissen Sie schon, wie viel ich heute getroffen habe?“
Daraufhin der Doktor: „Ja, die waren alle bei mir in der Sprechstunde.“

Wie nennt man das Foto einer betrunkenen Person?

„Schnapsschuss“.

Wie nennt man eine Aufführung hinter Absperrband?

„Sperr-formance“.

Wie nennt man essbare Schuhe?

Snickers.

Eine Dame sucht aufgeregt nach ihrem Hund.

Die Nachbarin sagt, als sie den Hund um die Ecke kommen sieht: Jetzt machen Sie doch kein solches Spektakel! Hier ist er doch, Ihr „Spek-Dackel“.

Ideen: Gabriel T.

Selbsterfolg durch Achtsamkeit? Ein Interview mit Herrn Braun über Entschleunigung im Alltag

„Achtsamkeit“. Ein Begriff, der nicht ins tägliche Vokabular passt und doch begegnet er uns seit einigen Wochen vermehrt auch in der Schule. Grund dafür ist vor allem der von Psychologie-Lehrer Herr Braun gegründete Instagram-Account „psychologie_lounge“, der sich primär mit jenem Thema auseinandersetzt. Was es mit diesem Begriff auf sich hat und wie Achtsamkeit unser Leben positiv beeinflussen kann, das verrät Herr Braun uns im Interview.

friedo: Was ist Achtsamkeit?

Herr Braun: Achtsamkeit ist eine Methode, in der man sich aus dem Alltag heraus, mehr auf die wesentlichen Dinge konzentrieren kann. Genauer gesagt, versucht man den Stress, den man verspürt, ein wenig zu entschleunigen und mehr Ruhe in Körper und Kopf einziehen zu lassen, damit sich beides erholen kann.

friedo: Ist dieses Projekt aus Eigeninitiative oder zusammen mit Schüler:innen entstanden?

Herr Braun: Im Rahmen des Unterrichts ist diese Idee entstanden. In der 13. Klasse behandeln wir das Thema „Klinische Psychologie“, in der es um Therapie und Therapietechniken geht und in diesem Zusammenhang haben wir gemeinsam überlegt, wie eine solche typische Technik aussehen könnte und eine dieser Techniken ist eben Achtsamkeitstraining. Im Rahmen dieser 30 Tage „Achtsamkeitschallenge“ haben wir uns eben überlegt, wie man so etwas in der Realität umsetzen kann.

friedo: Sie haben es ja bereits angesprochen. Haben Sie bereits geplant, was auf die 30 Tage „Achtsamkeitschallenge“ auf ihrem Instagram Account folgen soll?

Herr Braun: Tatsächlich gibt es einen Plan, ja. Ich habe vor die ganze Schule, wenn möglich sogar mehrere, mit anderen „Challenges“ zu versorgen, wie zum Beispiel die „Glückschallenge“. Oder auch konkret fürs Abitur, habe ich zusammen mit einer Praktikantin geplant, Lerntipps zur Vorbereitung in den „Stories“ auf Instagram zu veröffentlichen.

friedo: Inwiefern kann Achtsamkeit das Leben der Schüler:innen und Lehrkräfte oder allgemein den Alltag positiv beeinflussen?

Herr Braun: Ganz einfach: Man wird nicht so schnell krank oder psychisch überfordert, sofern Achtsamkeit den ganzen Körper beruhigt, den Blutdruck senkt oder Stresshormone weniger ausgeschüttet werden. Das alles fördert unser Gesamtbefinden und unsere Motivation, denn man verspürt mehr Energie, um neue Sachen anzutragen. So kann Achtsamkeit unserem Leben in vielen Bereichen Hilfe leisten.

friedo: Leben Sie selbst achtsam?

Herr Braun: Ja, die Übungen, die ich hochlade, die mache ich auch selbst. Lange Zeit habe ich „Taijiquan“ (Tai Chi) mit einem Großmeister aus China gemacht und viele der Achtsamkeitsübungen habe ich auch aus dem Tai Chi, beziehungsweise dem „Qigong“ übernommen.

friedo: Jetzt noch eine persönliche Frage an Sie als Psychologielehrer: Nehmen Sie an, Sie wurden fälschlicherweise in eine Psychatrie eingewiesen, wie würden Sie versuchen zu überzeugen, dass sie gesunder, mentaler Verfassung sind?

Herr Braun: (lacht) Die Frage ist doch vor allem, wenn ich als undiagnostizierter Patient in einer solchen Psychiatrie lande, bin ich doch der Einzige in einer Welt Andersdenkender und ich glaube, dass ich mich an diese Welt erst einmal anpassen muss.

Interview: Janina W.

„Dear Diary“ | Wie das Tagebuchschreiben mir half, mich selbst besser zu verstehen

Tagebücher sind verbreiteter und populärer als wir denken

Worte aufzuschreiben, die nicht fiktiv, sondern persönlich in uns „verankert“ sind, haben in unserer Geschichte und in den heutigen Medien einen ganz eigenen Platz. So muss man nur zurückdenken, und man sieht viele Menschen, die in vergangenen Zeiten über ihre Erfahrungen berichtet haben wie Anne Frank oder Franz Kafka. In den Medien gibt es beispielsweise Gregs Tagebuch, das von Jeff Kinney, in denen Greg die Probleme aufschreibt, die ihn als heranwachsenden Jungen beschäftigen.

Kein Zwang

Viele Menschen beginnen, Tagebuch zu führen. Die Gründe sind unterschiedlich, meistens jedoch wollen die Schreiber*innen sich selbst besser kennenlernen. Aber wie oft habe ich schon erlebt, dass viele nach den ersten zehn Seiten aufgeben. Für viele beginnt das Schreiben als Ritual, als Routine und wird dann zu einem Zwang. Ich muss diese Seite vollschreiben, ich muss solange schreiben, bis meine Fingerknöchel knacksen, ich muss… ich muss… Stopp. Eigentlich muss man gar nichts.

Es muss nicht mal regelmäßig sein, solange man schreibt, wie man es braucht. Von dem her sollte man sich nicht selbst im Weg stehen und sich zwingen, zu schreiben, wenn man es nicht möchte. Tagebuchschreiben sollte als Therapie genutzt werden, man sollte alles, was die Seele verstopft, einfach mal unbeschwert loswerden. Das Einzige, was vielleicht beachtet werden sollte, ist, dass man nicht zu negativ über sich selbst schreibt. Mit dem Schreiben tut man sich zu aller erst selbst einen Gefallen.

Die Reise zwischen den Zeilen

Ich persönlich fing mit dreizehn an, Tagebuch zu schreiben. Meine Sorgen von damals hingen sehr an der Schule, an Noten, an anderen Menschen. Damals bedeutete es für mich schon eine große Angst, wenn ich eine schlechte Note mit nach Hause brachte und wusste, dass niemand davon begeistert sein würde. Als ich das letzte Mal über die Seiten geblättert habe, ist mir aufgefallen, wie viel ich doch gelernt habe. Meine Sorgen jetzt gelten zwar auch oft der Schule, aber statt mir jetzt den Kopf zu zerbrechen, wie schlecht die letzte Arbeit lief, beginne ich, ruhig darüber nachzudenken, wie die nächste besser werden könnte.

Von dem her sollte sich jeder bewusst werden, dass das Tagebuchschreiben helfen kann, zu sehen, wo man angefangen hat, und wo man jetzt ist. Die Sachen, die uns früher beschäftigt haben, werden wie kleine Meilensteine gesehen, weil sie uns geholfen haben, dort zu sein, wo wir jetzt sind. Es ist eine Reise zwischen den Zeilen; die Reise für uns als Persönlichkeit.

Und wie fange ich an?

Am besten jetzt.

Es reichen immer die „Basics“, um es auszuprobieren. Ein Notizbuch und ein Stift und ein bisschen Zeit. Vielleicht hört ihr nebenbei Musik oder geht nach draußen oder trinkt einen Tee? Lasst eurer Kreativität freien Lauf, probiert euch aus. Ihr liebt es, zu zeichnen? Dann zeichnet in die Seiten rein. Klebt, unterstreicht, schneidet – was auch immer. Denkt immer daran, dass ihr euch selbst einen Gefallen tun wollt!

Text: Vanessa S.

Produktivität im Alltag: 5 Dinge, die man während des Zähneputzens machen kann! 

Andere verschwenden ihre Zeit, doch mit diesen Lifehacks wird das Zähneputzen zu den produktivsten Minuten deines Tages!

Jeder von uns macht es: Zähneputzen (hoffentlich!). Wer die Minuten dann lieber auf dem Handy verbringt, aber eigentlich etwas anderes machen möchte, für den gibt es in diesem Artikel fünf Alternativen, die er/sie währenddessen machen kann. Vielleicht schafft man auch alle fünf, wer weiß?

1. Kopfrechnen!

Wer kann mich verstehen? Mathematik allein ist schon ein Problem, doch wenn es ums Kopfrechnen geht, sind alle Fähigkeiten eingerostet. Wenn man die drei bis vier Minuten damit verbringt, nur zu putzen, kann man währenddessen auch etwas rechnen. Und wer weiß, vielleicht spart man es sich dann irgendwann, den Taschenrechner zu zücken, weil man sich doch sehr sicher ist?

Hier ein paar Beispielaufgaben:

36 + 21 =

15 + 42 =

56 x 89 =

127 + 129 =

2003 + 12 =

56.293 + 98334 =

45.219 – 23.774 =

19.891 x 44 =

72.755 – 55 =

1.000.070 x 25.458.493 =

2. Balancieren üben!

Versuche dich auf ein Bein zu stellen und das Gleichgewicht zu halten. Fixiere dich am besten auf einen Punkt. Vielleicht putzt du zwei Minuten auf dem rechten, zwei Minuten auf dem linken Bein. Wenn du das regelmäßig (oder vielleicht jeden Tag) übst und wiederholst, kannst du die Balance gut halten und mehr Körpersicherheit bekommen. Bald wirst du dann nicht mehr so viel wackeln und kannst dir locker auf einem Bein die Zähne putzen 🙂

3. Den nächsten Tag planen!

Fallen dir auch wichtige Termine oder Erinnerungen ein, während du dir die Zähne schrubbst? Dann ab in den Kalender! Und wenn du schon dabei bist, kannst du dir auch ganz einfach den nächsten Tag planen und musst das nicht noch machen, wenn du aufstehst oder dich Schlafen legst. Mache ich sehr oft und ist unglaublich empfehlenswert!

4. Aufräumen!

Sobald man die Zahnbürste im Mund hat, möchte man am liebsten nur noch putzen und warten. Aber es ist erstaunlich zu sehen, wie viel nebenbei erledigt werden kann. Man räumt schmutzige Kleidung in die Wäsche oder kann benutzte Gläser wegräumen. Das bedeutet im Umkehrschluss mehr Platz, mehr Ordnung und mehr Zeit für andere Dinge.

5. Dehnen und Bewegen!

Wenn man schon nicht wirklich etwas zu tun hat, kann man die Zeit auch nutzen, um seine Beine oder den Rücken zu dehnen. Oder sich allgemein ein wenig dabei zu bewegen. So steht man nicht nur herum und wartet, sondern tut auch etwas Gutes für seinen Körper. Am besten man setzt sich einen Timer und macht einige Übungen. Wer in der Früh noch nicht richtig wach ist, kann damit sicherlich Routine gewinnen.

Text: Vanessa S.

»Der Abend der Vielfalt« | Die wunderschöne „Open Mind Night“ der FOS/BOS

Die „Open Mind Night“ der FOS/BOS Friedberg fand am vergangenen Donnerstag in der Aula der Schule statt und begeisterte das Publikum aus SchülerIinnen und Lehrkräften.

Unter einem zahlreichen (getesteten und geschützten) Publikum wurde unsere „Open Mind Night“ von allen SchülerInnen und Lehrkräften inszeniert und durch unsere Haupt-Moderatoren Michele und Andy durch den Abend geleitet. Die Teilnehmer konnten ihre Talente in Gedichten, Tanzbewegungen, Filmen und Musik präsentieren und jeden einzelnen von uns begeistern. Wir wurden durch ein Kaleidoskop aus Eindrücken, Farben, Stimmungen und allen voran dem Grundsatz der Vielfalt und Toleranz geleitet, welches viele inspirierende Augenblicke schaffen konnte.

Jeder von uns hatte die Möglichkeit, sich mit der Frage auseinander zu setzen, inwiefern Alltagsrassismus, fehlende Toleranz und unter anderem auch sexuelle Gewalt den Alltag beeinflussen. Die Talente zeigten, dass diese schwerwiegenden Themen in einer schönen Darstellungsweise jeden erreichen und vor allem etwas bewegen können. Die berührenden Texte zogen uns in den Bann, die erstaunlich gut ausgearbeiteten Filme der SchülerInnen konfrontierten uns mit Themen wie Rassismus und Drogen.

Unsere „Open Mind Night“ wurde von jedem Gast wertgeschätzt, und wir bedanken uns nochmal herzlich bei allen Beteiligten für ihre Arbeit, ihre Ausarbeitung und für diesen wunderschönen, vielfältigen Abend!

Text: Vanessa S.

»Ich hasse meinen Bauch, meine Arme, meine… ARGH… ich hasse meinen Körper!« | Bodypositivity und der Grundstein für unser Selbstwertgefühl

»There’s always some standard of beauty that you’re not meeting. `Cause if you’re thin enough, then you don’t have that ass that everybody wants. But if you have enough weight on you to have an ass, then your stomach isn’t flat enough. It’s all just…f*cking impossbile.« – Taylor Swift, 2019 (in ihrer Dokumentation: Miss Americana)

Was ist Bodypositivity?

 Bodypositivity ist ein Oberbegriff, um unrealistische und diskriminierende Schönheitsideale abzuschaffen und ein breiter gefächertes Spektrum an Körperidealen, Körperformen und allem, was damit zusammenhängt, zu normalisieren. Während in Medien weiterhin Muskeln, straffe Haut und die richtige Prozentzahl an Fett gezeigt wird, setzt Bodypositivity auf Realität: Cellulite, hängende Haut, keine perfekten Formen und abgemessene Größen, nein, alles ist natürlich, solange der Körper gesund ist.

Denn leider verbinden viele Menschen gesund zu sein damit, einen dünnen Körper zu haben. Dabei ist das völliger, tut mir leid, völliger Bullsh*t. Klar, viele Menschen, die einen dünnen Körper haben sind gesund, aber halt eben nicht alle (!). Das bedeutet, nur weil jemand keinen absolut flachen Bauch hat und nicht die Maße eines Werbegesichts hat, muss er oder sie nicht zwangsläufig ungesund sein.

Warum brauchen wir Bodypositivity?

Viele Probleme mit dem eigenen Körper werden von Medien transportiert. Und das ist nichts Neues, und liegt auch nicht an der Generation Z. Körperideale verändern sich über Jahre, Jahrzehnte und sind in verschiedenen Kulturen verschieden definiert. In der italienischen Renaissance war es gern gesehen, wenn Frauen deutlich mehr Kurven hatten als heutzutage, weil es für Wohlstand und Reichtum sprach. Und Männer haben genauso unterschiedliche Ansprüche im Laufe unserer Zeit gehabt: von athletischen Körpern in der Antike bis hin zu Dad Bods (Also nicht dünn, nicht dick, eine Körperform, die vor allem an Männern mittleren Alters gesehen wird). Jedes Geschlecht ist durch verschiedene Epochen geschritten und mit vielen Vorlagen konfrontiert worden.

Und was passiert, wenn wir versuchen, in eine Vorlage zu passen, die nicht zu uns passt? Wir entwickeln Ängste, unsere Psyche leidet darunter und wir stehen in den Startlöchern, an einer Essstörung zu leiden. Wenn wir aber sagen, dass jeder Körper (bis zu einem gewissen Grad, was die Gesundheit angeht) akzeptiert sein sollte, könnten diese Probleme verblassen.  

Was ist toxische Bodypositivity?

Toxisch ist Bodypositivity vor allem dann, wenn es ungesunde Aspekte verschönert. Nein, Bodypositivity ist nicht mehr gut, wenn jemand über 200 Kilo wiegt und gesundheitliche Probleme davonträgt. Dann hilft es schließlich nicht mehr zu sagen: „Fühl dich wohl in deinem Körper, du bist gut wie du bist! Akzeptiere deinen Körper!“ – denn sie verharmlosen, dass dieser Mensch deswegen schlimmstenfalls nicht lange genug lebt. Genauso gilt es anders herum, das heißt, wenn jemand untergewichtig ist.

In beiden (und anderen Fällen) sollte genau differenziert werden, was Bodypositivity ist und was euphemistisch ist. Bodypositivity unterstützt vor allem die „normalen“ Körperformen, die von der Gesellschaft als unästhetisch angesehen werden. Aber wenn jemand zum Beispiel kaum laufen kann, oder nicht mehr die nötige Kraft dazu hat, steht das Ästhetische erstmal außen vor. Dann ist es wichtig, zunächst einen gesunden Körper zu haben, in dem man sich wohlfühlen kann, bevor man ein Bewusstsein dafür entwickelt.

Kommentar: Vanessa S.

Zwischen Boomern, Millennials und Digital Natives – was verbindet unsere Generationen? | Ein Generationenvergleich

Was sind Generationen?

Eine Generation fasst eine große Menschengruppe zusammen, die durch ihr Alter und durch äußere Einflüsse in der Gesellschaft geprägt werden.

Beispiele für Generationen:

Generation Silent (1928-1945): Die stille Generation wurde vom 2. Weltkrieg geprägt. Im Dritten Reich war es sehr gefährlich, seine freien Gedanken zu äußern. Aber in dieser Generation wurde viel wieder aufgebaut, und das Beste aus der schlimmen Situation gemacht.

Generation (Baby) Boomer (1945-1964): In dieser Generation (mit hohen Geburtszahlen) gab es weniger heftige Krisen, die Friedensbewegung sowie einen hohen wirtschaftlichen Aufschwung.

Generation X | Slacker (1965-1980): Durch einen großen technischen Fortschritt, Umweltkatastrophen, sowie den ersten Jahren der Doppelverdiener (beide Eltern verdienen) wurde diese Generation geprägt. Zudem ist die Gen X auch die erste Generation ohne wirkliche Kriegseinflüsse.

Digital Natives:

Generation Y | Millennials (1981-1996): Die erste Generation der Digital Natives, welche von viel Unsicherheit geprägt ist – deswegen auch Gen »Why/Y« genannt. Die Millennials werden vor allem durch den Hang zur Selbstverwirklichung und die große Bedeutung der Freizeit definiert.

Generation Z | Zoomer (1997-2009): Diese Generation folgt nach der Generation Y und ist somit mit dem Internet und den sozialen Medien großgeworden. Zwischen den Zoomern gibt es viele Einzelgänger, die ihr Wissen vor allem durch das Internet bekommen und verbreiten. Die Generation, die während der Corona Pandemie ins Arbeitsleben gestiegen ist, wird auch Generation Lockdown genannt.

Generation Alpha (ab 2010): Sie wachsen mit den Technologien des 21. Jahrhunderts auf, werden mit den Folgen des Klimawandels und der zurückhaltenden Politik zu kämpfen haben. Weitere digitale Fortschritte werden hautnah erlebt.

Was bedeuten die gegenwärtigen Generationen für die Gesellschaft?

Was in den Generationen eine große Bedeutung hat, wird zur Ideologie. Sie vertreten bestimmte Werte, verfolgen bestimmte Ziele und wissen, was richtig zu sein scheint. Nur ändern sich diese Aspekte schneller als gedacht. Sie vermischen sich. Die Politik möchte das Band aufrechterhalten, indem es alle Wünsche und Anregungen durchzusetzen versucht – was natürlich nicht klappt und wodurch eine Gesellschaft schnell gespalten werden kann.

Traditionen und kulturelle Einflüsse scheinen größtenteils erhalten zu bleiben, meistens sind dies die Angelpunkte, in denen alle Generationen aufeinandertreffen. Für uns bleiben einige Fragen offen, welche von den späteren Generationen beantwortet werden können.

Wird es immer einen Konflikt zwischen Alt und Jung geben? Wie wird die Digitalisierung später ein- und umgesetzt werden? Wo befinden wir uns in einigen Jahren?

Unser Job ist es, irgendwann den Weg zu räumen, und den Pfad, den wir gegangen sind ohne Folgen für die nächste Generation zu verlassen. Bis dahin sollten wir vielleicht kurz stehenbleiben und uns fragen, was wir jetzt für ein besseres „Später“ tun können.

Text: Vanessa S.

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