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Cosplay – Hobby, Lifestyle, Kultur

Wenn man auf viel auf Social Media unterwegs ist, ist man ihnen sicher schon das ein oder andere Mal begegnet: Menschen, die sich verkleiden und in eine Rolle schlüpfen. Damit sind nicht die Leute gemeint, die sich einmal im Jahr auf Karnevalsumzügen oder Halloweenparties tummeln – die sogenannten „Cosplayer“ werfen sich das ganze Jahr über in Schale, einige sogar beruflich.

Die Cosplay-Community ist über die letzten Jahre stark gewachsen. Das Wort kommt aus dem Englischen. „Costume“ und „play“ wurden zu Cosplay. Wie der Name schon andeutet, geht es dabei nicht ausschließlich um die Kostüme, das Aussehen wie der Charakter, den man darstellt; Cosplayer versuchen, auch ihr Verhalten und ihre Körpersprache der jeweiligen Figur anzupassen. Gerade auf sogenannten „Cosplay-Conventions“, wo sich – je nach Größe der Convention – Menschen aus der ganzen Welt treffen, um sich auszutauschen, Bilder zu schießen und ihre besten Kostüme zur Schau zu stellen, fühlt man sich oftmals wie in einem riesigen, bunten Theater.

Angefangen hat das Cosplay in Japan, wo es mit der Entstehung von Anime und Manga – japanischen Zeichentrickfilmen und Comics – schnell an Popularität gewann. In den 1990er Jahren kam es dann auch nach Europa und in die USA. Anfangs war Cosplay mehr oder weniger auf Anime und Manga beschränkt, schnell entwickelte es sich jedoch auch zu einem Trend in der Gaming-Community und auch Filmfans fanden bald Gefallen daran. Inzwischen gibt es so gut wie keine Grenzen. Jeder kann jeden Charakter darstellen – sogenannte Crossplayer, die sich als Charaktere von anderem Geschlecht verkleiden, sind das beste Beispiel dafür.

Viele Cosplayer – vor allem solche, die schon seit mehreren Jahren dabei sind – machen ihre Kostüme selbst. Es wird genäht, geklebt, geschnitzt und seit einiger Zeit auch immer mehr mit 3D-Druckern gearbeitet. Doch es gibt auch Cosplay-Shops im Internet, die teils sehr detailgetreue Kostüme und Requisiten („Props“ genannt) anbieten. Außerdem sind sogenannte „Closet-Cosplayer“ ein Teil der Community – sie verwenden ausschließlich Dinge, die sie in ihrem Kleiderschrank haben oder kaufen Alltagskleidung, um sie für ihre Cosplays umzufunktionieren. Auch die berühmt-berüchtigten „Furries“, also Menschen, die vermenschlichte Versionen von Tieren darstellen, gehören dazu. Doch obwohl die Cosplay-Gemeinschaft sehr bunt gemischt ist, herrscht doch eine gewisse Einigkeit. Es ist eben schön, andere Menschen zu haben, die genauso verrückt sind, wie man selbst.

Ich selbst bin seit zirka Ende 2016 Cosplayerin. Dabei war der Einstieg leichter als gedacht: Im Internet ist es leicht, bestimmte Gruppen von Cosplayern zu finden und die meisten sind immer froh, neue Mitglieder zu begrüßen und einweisen zu können. Angefangen habe ich mit Closet-Cosplay, inzwischen versuche ich immer mehr, meine Kostüme und Props selbst zu machen. Im April 2019 war ich dann das erste Mal auf einer Convention – und dann gleich auf der grüßten Convention Bayerns, der „Animuc“. Aber gerade die Größe der Convention macht den Charme aus. Aus ganz Europa und teils sogar Amerika fanden sich Cosplayer zusammen, Fotografen liefen durch die Menge und suchten nach Cosplayern, die sie nach ein paar Fotos fragen konnten. Dazwischen sah man immer mal wieder auch „normale“ Menschen, die sich die Kostüme ansahen und nach Fotos mit ihren Lieblingscharakteren fragten. Auf der Animuc habe ich das erste Mal gemerkt, was es bedeutet, Cosplayer zu sein: Damals war ich noch sehr unerfahren, es war das erste Mal, dass ich meine Kostüme überhaupt irgendwem zeigte, abgesehen von meinem näheren Umfeld; trotzdem wurde ich von Menschen, die teils Profis sind, herzlich aufgenommen. Der Zusammenhalt in der Community war deutlich spürbar, man kam ins Gespräch mit Menschen, die man vorher nie gesehen hatte und irgendwie waren alle Freunde.

Leider hat Corona auch Cosplayer hart getroffen. Conventions mussten ausfallen, Fototermine waren kaum mehr möglich und sind inzwischen vollständig gestrichen und vor allem professionelle Cosplayer hatten mit Verlusten zu kämpfen. Die Herstellung und Beschaffung von Kostümen ist nicht billig und ohne Fototermine hat man kaum eine Möglichkeit, Geld zu verdienen. Viele Profis benutzen jetzt Selbstauslöser und verkaufen Ausdrucke über Internetshops. Die beliebte App TikTok – die als App für Cosplayer begann und nun weltweit von allen möglichen Menschen benutzt wird – hat einen sogenannten „Creator-Fund“ eingerichtet, durch den man mit einer gewissen Anzahl von Views und Likes etwas Geld verdienen kann. Trotzdem: Das Virus hat die Cosplay-Community genauso erwischt, wie jede andere kreative Berufsgruppe.

Es bleibt nur zu hoffen, dass man sich bald wieder mit Fotografen treffen kann, um die Einnahmen zu steigern. Und auch für Cosplayer, die es nur als Hobby betreiben, wird es sicher eine Erleichterung sein, wieder auf Shootings zu gehen und sich mit Freunden aus der Community zu treffen.

Text: Gina H.

Krisenjahr 2020? | 20 gute Aspekte trotz Pandemie

Wenn wir irgendwann an Corona zurückdenken, werden die negativen Aspekte deutlich mehr wiegen als die positiven (nein, damit meine ich nicht die Corona-Tests). Es klingt zynisch, das zu sagen – Aber mal ganz ehrlich, wir sollten weder das Jahr 2020 per se zum „Albtraum-Jahr“ erklären, noch so darauf beharren, Tag für Tag nur noch das Schlimme in der aktuellen Krise zu sehen. Deshalb 20 gute Aspekte trotz Pandemie:

  1. Du hast vielleicht an deine Freunde/Verwandten gedacht, vielleicht mit ihnen telefoniert und geskypt und wieder Kontakt aufgenommen.
  2. Du hast dich vielleicht viel mehr für Politik interessiert als sonst und eher die Nachrichten verfolgt.
  3. Du hast bestimmt Zeit für dich selbst gehabt, was in stressigen Phasen die beste Medizin sein kann.
  4. Du hast vielleicht öfter etwas mit deiner Familie/ engsten Freunden (natürlich auf Abstand und mit Maske) unternehmen können.
  5. Du hast vielleicht nicht jeden Tag die Sonne gesehen, aber dich vielleicht dafür interessiert, warum sie scheint? Oder warum andere Dinge sind, wie sie sind, und „Dr. Google“ genutzt.
  6. Du hast vielleicht Sport gemacht (oder zugenommen. Was auch nicht schlimm ist, weil alles, sobald die Pandemie vorbei ist, schneller weg ist, als du denken kannst).
  7. Du hast vielleicht reflektieren können.
  8. Du bist vielleicht kreativer geworden.
  9. Und bestimmt hast du mehr geschlafen als sonst (Ja, ich auch).
  10. Du bist flexibler geworden, weil du zusehen musstest, deine Schule/Hobbys/Sonstiges auch ohne deinen normalen Alltag zu meistern.
  11. Du hast bestimmt etwas über dich herausgefunden, was du vorher nicht wusstest (oder über andere, wer weiß?).
  12. Du hast vielleicht Wege gefunden, dich trotzdem noch ausreichend an der frischen Luft zu bewegen.
  13. Du hast vielleicht eine neue Serie angefangen und bist richtig froh deswegen.
  14. Du konntest vielleicht Projekte umsetzen, für die du sonst keine Zeit gehabt hättest.
  15. Du hast bestimmt per Videochat oder Telefon mit deinen Freunden gequatscht und bist bis spät in die Nacht aufgeblieben, weil du ja nirgendwo hin musstest (Ja, ich auch).
  16. Du musstest zwar auf Umarmungen verzichten, kannst dich aber darauf freuen, deine Liebsten bald wieder in die Arme zu schließen.
  17. Du musstest Wege finden, deine Langeweile zu bekämpfen.
  18. Du kannst später über etwas Einzigartiges erzählen.
  19. Du bist selbstloser geworden, um kranke Menschen vor dem Tod zu schützen!
  20. Du weißt jetzt, was es heißt, monatelang allein zu sein und kannst stolz sein, es bis hierhin gemeistert zu haben!

Idee/Text: Vanessa S.

Poem: “Running in the deep dark that feels like home“

A flower in the field all alone may not be the one to grow.

She is trying hard to achieve the one important thing in her life, but all she has is the past that hurts and makes her cry.

The one thing in her life everyone tells her around is to be the good flower that grows till she dies.

She listens and obeys everyone around, but herself, she wants to grow, wants to show that she can be the biggest flower around.

What she doesn’t realize is that she’s slowly falling apart, losing herself, her own words, trying not to give up and disappoint everyone else.

What this little big flower doesn’t realize is that these words are made up by herself; she’s the one trying to impress everyone else – all the other flowers that don’t even know.

She’s trying to cover up her scars from the past by improving her own self, trying to grow to the sky not understanding it’s hurting herself.

She’s trying to hide from her own thoughts, not listening to her mind that tells her it’s enough; she’s running away, running away from her own, escaping the light that is right behind her, running in the deep dark that feels like home.

That flower that is lost in her own, that doesn’t want to perceive all the others around, wanting to help, wanting to show that she’s expecting too much, wanting to get herself back on the ground, feeling helpless cause all she sees is the failure she doesn’t want to come. 

All the love and trust she gets, not wanting to disappoint them, wanting to show the other flowers that she’s able to get above everyone else – herself not being aware of how much she’s destroying herself, not realizing that she will never reach the sky if she keeps pushing like that.

The one flower in the field that feels all alone, stuck in her own thoughts and expectations not being able to grow. 

She’s her own biggest enemy, trying to hide her face, scars and thoughts not showing her weaknesses, her failure she deep down has.

That one flower that has all the help to grow: the sun, the rain, the soil and still: feels like she has to do it on her own.

This stupid flower that deep down knows it’s enough, that she’s doing good, that she will reach the sky if she just wouldn’t hide in the dark.

That broken flower that will never be able to grow cause she’s standing right in front of her own, inhibiting her own silhouette, forgetting all the happiness she truly has.

Keeping her own expectations high, lost in her thoughts, losing her own self just because she wants to be bigger than everyone else. 

The flower that won’t grow as long as she doesn’t see the problem that’s surrounding herself, the darkness that she is in that will never let her go.

That one little, big flower that may seem all alone not realizing that if she would know, would become the biggest flower and help others to grow. 

the end.

text by michele h. 

Lektüre „Auerhaus“: Die Welt nimmt wieder Farbe an

Im Deutschunterricht haben wir vor kurzem angefangen, eine Lektüre zu lesen, doch bevor wir zum eigentlichen Lesen gekommen sind, hat uns die Lehrkraft eine Aufgabe gegeben: „Lest den Klappentext von Auerhaus und schreibt ein Gedicht über eure Erwartungen an das Buch.“ Ich habe lange überlegt, was denn nun meine Erwartungen sind, und nachdem ich mir den Klappentext einige Male angeschaut habe, entschied ich mich, ein Gedicht über Frieders Gedanken zu schreiben, einer der Hauptcharaktere des Buches, welcher nicht so recht weiß, wieso er noch leben sollte.

immer wieder erblicken wir die farben dieser welt,
erwartungsvoll auf das geschehen des neuen tages,
jeder versucht zwanghaft nach einem farbton zu greifen,
doch ich sehe mittlerweile alles schwarz-weiß auf diesem feld.

wieso wacht man jeden tag aufs neue auf,
wenn die blumen verwelkt, und die lichter kaputt sind?
wenn selbst die sonne ermüdet fortgeht.
was gibt es da draußen, was mich noch hält?

ich erinnere mich.

wenn die sonne langsam untergeht und man noch in der ferne die vögel singen hört,
die umarmung des wassers an einem warmen sommerabend,
duft von frischem brot der bäckerei,
der süße geschmack selbstgemachter marmelade.

und du.
die berührung deiner liebe die mein herz erwärmt.
die zärtlichen worte die deinem mund entweichen.
und den halt, den die arme meiner liebsten mir geben.
sie möchten, dass ich bleibe.

die welt nimmt langsam wieder farbe an.

Text von unserer Autorin Irina M.

Kommentar: „Die Länge des Rockes“

Die Länge des Rockes, eine Rechtfertigung für Sexismus?
Wie kurz darf er sein? Diese Frage hat sich jede Frau schon einmal gestellt. Der Rock gilt mal als schick, mal als »nuttig«. Das hat nicht immer nur mit der Länge des Kleidungsstücks zu tun, sondern auch mit dem Anlass, zu welchem eine Frau die Klamotte auswählt. Wenn eine Frau sexuell belästigt wird, hört man in Deutschland manchmal den Satz: »Na, die hat es ja aber auch drauf angelegt. So wie die herum gelaufen ist.« Damit werden die Opfer verhöhnt
und die Straftaten verharmlost.


»Durchsichtige Tops oder Blusen, kurze Shorts oder Miniröcke könnten zu
Missverständnissen führen.«
Was ist dran?
Grundsätzlich ist es sehr nachvollziehbar, dass Eltern ihre Kinder schützen möchten und sich hier in der Verantwortung sehen. Diese gesteigerte Sensibilität ist zu begrüßen. Deshalb ließe sich argumentieren, dass es sich bei solchen Warnungen um vielleicht unglücklich formulierte, aber dennoch sehr gut gemeinte Ratschläge handelt, die Mädchen und Frauen schützen sollen.
Auch wenn die gute Absicht gar nicht schlecht geredet werden soll, sind die Ratschläge trotzdem kritisch zu sehen.


Das grundsätzliche Problem bei diesen „Ratschlägen“ ist, dass sie ein bestimmtes
Erklärungsmodell für sexualisierte Gewalt akzeptieren, das nicht nur sachlich falsch ist, sondern auch hoch problematische Folgen hat. Es war und ist ein zentrales Anliegen der Frauenbewegungen, die Erklärungen für sexualisierte Gewalt zu hinterfragen und aufzuzeigen, dass sie Einfluss darauf nehmen, ob Opfer überhaupt als solche gesehen werden, wie mit ihnen umgegangen wird und was als (strafrechtlich relevante) Tat gilt.


Eines der verbreitetsten und problematischsten Erklärungsmuster nimmt als Ursache für sexualisierte Gewalt nicht den Täter, sondern das Opfer in den Fokus: Das Opfer selbst habe durch bestimmte Faktoren wie etwa den Kleidungsstil, sexualisierte Gewalt ausgelöst, so die Annahme. Dem Opfer wird eingeredet, es hätte eine Mit- oder sogar Hauptschuld daran, dass ihm Gewalt angetan wurde. Das führt nicht nur dazu, dass Betroffene sehr häufig nicht die Hilfe und Unterstützung bekommen, die sie benötigen, sondern auch dazu, dass viele Opfer
die Schuld bei sich suchen und sich nicht trauen, über ihre Erlebnisse zu sprechen oder sie zur Anzeige zu bringen.


Der Täter wiederum wird entlastet, da er argumentieren kann, er habe sich aufgrund der Kleidung oder des Verhaltens des Opfers nicht beherrschen können. Gleichzeitig werden, meist zu Unrecht als animalistische Täter dargestellt.
Auch die Forschung hat sich mit dieser Art von Erklärungsmustern beschäftigt. Es gibt keine Studie, die belegt, dass eine bestimmte Kleidung, etwa ein kurzer Rock, das Risiko, sexualisierte Gewalt zu erleben, tatsächlich erhöht.
Was Studien belegen können, ist das Ausmaß sexualisierter Gewalt gegen Frauen. In einer EU-weiten Umfrage kam die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte 2014 zufolgenden Ergebnissen: Jede zehnte Frau in der EU hat, seitdem sie 15 Jahre alt ist, sexualisierte Gewalt erfahren, jede zwanzigste wurde vergewaltigt.


Ist das in der heutigen Zeit wirklich noch vertretbar?
In den letzten Jahren wurden mit Kampagnen, wie zum Beispiel „#metoo“ oder Joko und Klaas „Männerwelten“, auf diese Problematik aufmerksam gemacht und viel diskutiert. Für mich steht fest, dass Kleidung keinen Grund und auch keine Einladung für sexuelle Gewalt darstellen sollte.
Deshalb: NEIN, die Länge des Rockes ist keine Rechtfertigung für Sexismus!

Text von Anna K., 11SB, Anleitung durch Frau Seemiller


„Lasst euch von Corona nicht unterkriegen!“ – Interview mit den Schülersprechern und der Schülersprecherin 2020/2021

Im aktuellen spannenden Schuljahr 2020/21 sind Marie Grabmann (F12SA), Felix Gal (F12WB), Michelle Hargersheimer (F12GD) und Thomas Berchtold (F13T) als Schülersprecher*innen gewählt geworden. Friedo meint: Herzlichen Glückwunsch!

In einem kurzen Interview beantworteten die Wahlsieger und die Wahlsiegerin Fragen von Autorin Silan P.

  1. Warum hast du dich als Schülersprecher*in aufstellen lassen?

Marie: Ich möchte die Interessen der Schüler vertreten, eine gute Kommunikationsbasis zwischen den Schülern und Lehrern schaffen und dazu beitragen, dass es ein legendäres Jahr wird. (Anmerkung der Autorin: 🤗🥳)

Felix: Ich wollte selbst an Projekten, die die SMV organisiert, mitwirken.

Michelle: Gute Frage. Auf gut Glück? Ich bin ehrlich gesagt nicht mit einer hohen Gewinnchance hingegangen, weil wirklich alle aufgestellten Kandidaten das Potenzial zum Schülersprecher*in gehabt hätten.
Ich wusste, dass meine Klasse zu „200%“ hinter mir steht; die Klasse hat dann letztendlich auch die Memes verteilt, damit mich auch ja genug Leute wählen.
Aber „basically“: ich bin ein Organisationsmensch und mag es Verantwortung zu übernehmen. Als Schülersprecherin hat man diese ganzen Sachen genügend. War wahrscheinlich auch die „Challenge“, die da dabei ist.

Thomas: Weil ich unheimlich gerne Verantwortung übernehme. Ich war in meiner Schullaufbahn bereits zwei Jahre aktiver Schülersprecher und auch sonst sehr engagiert – wenn ich das so von mir selbst behaupten darf. Aber vor allem will ich euch Schülerinnen und Schüler repräsentieren.

2. Ist das Amt so wie vorgestellt oder doch anders – wenn ja, wieso?

Marie: Joa, ich habe mir das Amt schon ungefähr so vorgestellt.

Felix: Nein, es ist etwas anstrengender als ich gedacht hab. Man muss sehr viel organisieren und sich mit den anderen Schülersprechern austauschen.

Michelle: Wusste ehrlich gesagt nicht, was auf mich zukommt. Hatte bisher noch nie wirklich was mit der SMV zutun. Aber es macht definitiv Spaß, in der Gruppe in der wir uns als SMV befinden, zu organisieren und über die verschiedensten Themen zu „brainstormen“.
Das Einzige, was mich vielleicht ein wenig überrascht hat, ist, dass wir als Schülersprecher tatsächlich so viel Mitspracherecht haben. Ist ziemlich cool.

Thomas: An sich so wie vorgestellt. Schade ist es, dass wir uns so sehr mit Corona rumschlagen müssen. Aber wenn ich mir noch etwas wünschen würde, dann wäre es, dass mehr Schülerinnen und Schüler auf uns zu kommen und Ideen sowie Wünsche an uns weiter geben.

3. Was machst du als Schülersprecher*in?

Marie: An verschiedenen Sitzungen und Treffen wie beispielsweise Bezirksaussprachetagung oder Schulforumssitzung teilnehmen. Außerdem überlegen wir uns, wie unterschiedliche Ideen und Aktionen umsetzbar sind. Wir freuen uns auch mega über eure Vorschläge! (Anmerkung der Autorin: 🥰🙌🏻)

Felix: Also eigentlich machen wir vier Schülersprecher und die zwei Verbindungslehrer Pütz und Binner alles gemeinsam. Wir teilen organisatorische Aufgaben auf, sodass jeder einen Teil macht. Zum Beispiel reden wir sehr viel mit der Schulleitung oder kümmern uns um Tage wie den Weihnachtsaktionstag.

Michelle: In unserem Team ist das nicht so, dass jeder eine bestimmte Aufgabe hat oder irgendjemand für etwas Bestimmtes verantwortlich ist. Die Kommunikation zwischen Verbindungslehrer und Schülersprecher ist deswegen echt wichtig. Wir besprechen aktuelle Themen, die die Schüler interessieren zusammen und versuchen, bestimmte Anliegen umzusetzen und versuchen, eigentlich viel für die Gemeinschaft zu organisieren. Der Dezember ist, glaube ich, ein gutes Beispiel dafür.

Thomas: Organisation und Schülervertretung. Im Dezember drehte sich viel um den Weihnachtsaktionstag, die Nikolausaktion und zuletzt Geschenke mit Herz. Wenn es größere Themen gibt wie die Handygarage oder die 2. Mittagspause letztes Jahr dann dürfen wir da auch mitreden.

4. Macht es dir Spaß Schülersprecher*in zu sein?

Marie: Jaaa, es macht mir echt richtig viel Spaß, denn allgemein ist das komplette SMV-Team wirklich eine richtig coole Truppe und ich bin mega froh, dass meine SMV-Kollegen so nette, liebe und engagierte Menschen sind. (Autorin: 😍)

Felix: Ja, weil die anderen Schülersprecher zusammen mit Herrn Pütz und Frau Binner extrem nett sind und es deshalb sehr viel Spaß macht, mit ihnen zu arbeiten.

Michelle: Definitiv. Es ist echt krass, wenn man weiß, dass man einer derjenigen ist, der quasi die Schüler in „Schülersachen“ und ihren Anliegen vertritt. Außerdem ist es cool zu wissen, dass Schüler mich bewusst gewählt haben, der Gedanke ist einfach crazy, aber stärkt auch so ein bisschen das Selbstbewusstsein.
Oh und ich liebe es Sachen zu organisieren und dann das Endergebnis davon zu sehen. Macht ziemlich Spaß, wenn man die meisten Leute dann damit zufriedenstellen kann. Vor allem, weil es halt so viel Zeit in Anspruch nimmt.

Thomas: Ja! Wie gesagt, übernehme ich sehr gerne Verantwortung und ich setze mich auch unheimlich gerne für bestimmte Interessen ein – und wenn sich diese mit meinen decken, ist das ja auch um so besser!

5. Was hast du als Schülersprecher*in vor, an unserer Schule zu verändern?

Marie: An der Schule direkt würde mir jetzt spontan gar nichts einfallen, was ich konkret verändern möchte. Jedoch möchte ich das pessimistische Denken, das in einigen Köpfen sehr stark verankert ist, verändern. Unser Ziel darf es nicht nur sein, die Schulzeit in der aktuell recht schwierigen Zeit irgendwie überstehen zu wollen. Stattdessen sollten wir die gemeinsame Zeit nutzen und versuchen, das Beste daraus zu machen. (Silan: ☺️✨)

Felix: Die Schule sollte ein Ort sein, wo jeder gerne hin gehen möchte. Sie ist schon sehr gut, aber man kann immer etwas verbessern.

Michelle: Also definitiv solche Sachen wie Gemeinschaft trotz Corona. Also Veranstaltungen, die trotz der schwierigen Zeit stattfinden können.
Ich hab ehrlich gesagt, ein Problem damit, konkrete Angaben zu machen, was ich ändern möchte. Wie in meiner Bewerbung schon erwähnt, finde ich das immer schwierig, so vorausschauend zu denken, vor allem was „Dinge verändern“ in der Schule angeht. Vor allem in so einer ungewissen Zeit. Es ist so, dass viele Aspekte für eine Umsetzung so einer Sache erstmal „approved“ werden müssen. Es ist deutlich schwerer, Dinge – auch organisatorisch – durchzusetzen als gedacht.

Thomas: Seine „Agenda“ sollte man nicht zu sehr preisgeben, aber ich will so viel schon mal „anteasern“: Herr Pütz hat da eine wundervolle Idee, die ich absolut unterstütze.

6. Etwas Positives/Negatives über die Schule

Marie: Ich finde es schade, dass es eigentlich unmöglich ist, jeden Schüler persönlich zu kennen, weil wir einfach so viele Schüler sind. Trotzdem denke ich, dass wir eine ziemlich gute Schulgemeinschaft haben. Wir können uns wirklich glücklich schätzen, auf so eine gute Schule gehen zu dürfen.

Felix: Ich will unsere Schulleitung loben. Man kann zum Beispiel mit Frau Scroggie sehr gut reden. Sie hört sich die Argumente von uns an und versucht, immer einen Kompromiss zu finden, der für alle passt. Und das seh nicht nur ich so, sondern auch die anderen Schülersprecher.

Michelle: Das Positive sind die Lehrer. Also, zumindest die, die ich kenne. Wir haben wirklich Glück an dieser Schule. Die meisten Lehrer sind sehr verständnisvoll, was Probleme oder Anliegen der Schüler angeht. Hab’ das Gefühl, dass das immer so klein von manchen Schülern gemacht wird oder einfach nicht gesehen wird, aber wir dürfen uns wirklich glücklich schätzen, dass wir überwiegend coole Lehrer an der Schule haben; manche würden da aber wahrscheinlich nicht so ganz zustimmen.
Etwas Negatives wäre vielleicht, dass es nicht immer warmes Wasser in der Toilette gibt, wird sich aber wahrscheinlich auch nicht ändern.

Thomas: Es ist eine wundervolle Schule! Die Schulart an sich, mit der hier vorhandenen Altersgruppe, ist schon unheimlich angenehm. Und dann noch die Lehrer, die ich unheimlich sympathisch finde. Was ich negativ finde… Schwer zu sagen, und ich will jetzt keinen „Beef“ anfangen. Sagen wir, dass manche Regelungen sehr streng sind.

7. Eine kleine Nachricht an die Schüler*innen

Marie: Es ist mir eine Ehre, dieses Jahr Schülersprecherin sein zu dürfen. Ich werde versuchen, immer positiv und motiviert an die Sache ran zu gehen, es hängt aber auch von euren Ideen und eurem Engagement ab, wie cool dieses Jahr wird. Danke im Voraus! (Silan: 🥰)

Felix: Lasst euch von Corona nicht unterkriegen. Wir müssen noch ein bisschen durchhalten bis alles wieder normal ist. Und denkt dran :
Ma hat Ma Glück,
Ma hat Ma Pech,
Mahatma Gandhi.

Michelle: Ein kluger Mann, dem ich sehr dankbar bin und mir sehr wichtig ist, hat mal zu mir gesagt: non scholae sed vitae discimus.
Musste dann googeln, um zu wissen, was er mir damit sagen wollte. Kann nämlich kein Lateinisch.
Im Endeffekt hat sich rausgestellt, dass er recht hatte.

Thomas: Bitte, kommt zu uns! Wir sind eure Stimme und der beste Weg für euch, etwas an dieser Schule zu ändern!

Das Interview führte unsere Autorin Silan P. Silan verwendet auch gerne Emoticons.

Übertritt in die 13. Klasse: Wirklich so stressig?

Johanna:

„Das Niveau in der 13. Klasse hat im Vergleich zum Wechsel von 11. zu 12. Klasse nochmals zugenommen. Insgesamt hat man weniger Fächer und weniger Stunden (weshalb man morgens regelmäßig länger schlafen kann), allerdings wird auch in den einzelnen Fächer durchschnittlich mehr von den Schülern erwartet.

Vergleiche ich meine unterschiedlichen Erschöpfungslevel, so fällt auf, dass ich bereits am Anfang der 13. Klasse müde und unkonzentriert war. In der 11. und 12. Klasse fand dieser enorme Kräfteverschleiß erst gegen Mitte/Ende des ersten Halbjahres statt. Diese Entwicklung begünstigt das Corona-Virus, das zusätzlichen Stress auslöst.

Ich denke, dass sich durch diese noch nie dagewesene Zeit viel im Schulbetrieb geändert hat und die 13. Klasse vermutlich nicht so kräftezehrend wäre, wenn wir die gleichen Bedingungen beziehungsweise Voraussetzungen hätten, wie die Jahrgänge zuvor.“

Michelle:

„Der Übertritt in die 13. Klasse war definitiv anspruchsvoller als ich es erwartet habe.

Es herrscht von Anfang an ein Arbeitsklima mit spürbar höherem Niveau, man hat direkt von Beginn an viel zu tun, da allein die Seminararbeit sehr viel Zeit in Anspruch nimmt und das Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit ist nun mal komplettes Neuland für einen ehemaligen 12.-Klässler.

 Aber keine Sorge, man wird Schritt für Schritt an alles herangeführt, sodass man souverän und gekonnt die Seminararbeit verfassen kann.

Des Weiteren habe ich vor allem in den Fächern Englisch und Deutsch einen Anzug des Niveaus wahrgenommen. Es empfiehlt sich sehr in seiner Freizeit englischsprachige Bücher zu lesen, um seine Kompetenzen im Textverständnis und ebenfalls das Vokabular zu verbessern.

Ich persönlich finde das Fach Mathe in der 13. Klasse entspannter im Vergleich zur 12. Klasse, denn das Themengebiet der Stochastik fällt komplett aus dem Lehrplan und wurde glücklicherweise durch das Themengebiet ,Geometrie‘ ersetzt.“

Erfahrungen von unseren Autorinnen Johanna S. und Michelle W.

Allem in allem merkt man das man sich nun im End Level der Fachoberschule befindet und deshalb ist es von großem Vorteil, wenn man nochmal all seine Disziplin, Durchhaltevermögen und vor allem Motivation zusammennimmt um am Ende erfolgreich und glücklich das letzte Schuljahr beendeT

Update zum Distanzunterricht: Learning by doing!

Meine Erfahrungen im Distanzunterricht sind überwiegend positiv.

Dennoch gibt es definitiv auch gewisse Nachteile, die hoffentlich mit dem Fortschritt der digitalen Technik und Infrastruktur behoben werden können. Es kommt häufig vor, dass die Verbindung während einer Microsoft Teams-Sitzung abbricht oder gar so schlecht ist, dass ich die Stimme der Lehrer bzw. der Schüler verzerrt oder nur ganz schlecht höre. Da ich in einem Wohngebiet mit guter Internetverbindung wohne, ärgert mich das ein wenig, da ich den Unterricht nicht in seiner vollen Qualität erlebe.

Seitdem ich im Distanzunterricht bin, habe ich auch zunehmend physische Beschwerden, wie Kopfschmerzen und Rückenschmerzen.

 Die Kopfschmerzen kommen wahrscheinlich von dem hellen Bildschirm, da ich es nicht gewohnt bin, so lange und vor allem voll konzentriert vor einem Bildschirm zu sitzen.

Das größte Manko am Distanzunterricht ist definitiv das Fehlen der Klassenkameraden. Es ist einfach kein Vergleich zum „Face to Face-Unterricht“, dort herrscht ständiger sozialer Austausch und man hat gleichzeitig auch einen routinierteren Alltag.

Nichtsdestotrotz bin ich mehr als dankbar für diese Option.

Auch wenn es sicherlich viel Verbesserungspotential am bayerischen Digitalisierungskonzept gibt, bin ich mit dem jetzigen Stand zufrieden und sehe es als großes Privileg den Unterricht auf diese Weise fortzuführen.

Schwere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Und momentan leben wir einfach nch dem Motto: Learning by doing !

Text: Michelle W.

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