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„Zu schnell geflüchtet, um Fuß zu fassen“: Die Gedichte der „Open Mind Night“ an der FOS/BOS Friedberg

Im Folgenden werden nach und nach Gedichte und „Slams“ der „Open Mind Night“ 2022 veröffentlicht.

Winter – Vanessa S.

Meine ersten Schritte gelangen mir mit seiner Hand,

mein erstes Königreich bauten wir aus Sand.

Das erste Mal bin ich gefallen, er fing mich auf,

wir spielten zusammen,

und er nahm seine wichtige Zeit in Kauf.

Tausende Erinnerungen, hunderte Tränen,

tausendmal gelacht, zwischen Wünschen und Plänen.

So viel gewollt, so viel getan und erreicht,

er hat mir gezeigt, das schönste Ziel ist nie leicht.

Jahre spulten vor, ich wurde gut und richtig,

ich habe nichts davon gewusst, als wäre es unwichtig.

Er brachte jeden zum Lachen, verfolgte sein Leben,

dachte, dass sei sein Wille, sein bestimmtes Streben.

Er sagte: „Das Leben wirft Steine auf dich,

versuche auszuweichen, such‘ das Licht.“

Aber das erklärte meine Sorge nicht.

Bis ich verstand, jedes Jahr kommt der Winter.

Doch für ihn jeden Tag.

Egal, was er tat, er schob sein Leid zurück,

was er erreichte, erreichte er mit Arbeit, nicht mit Glück.

Er unterstützte, doch ihn unterstützte niemand,

immer am Lachen, aber den Rücken an der Wand.

Immer am Lachen, aber so oft im Stich gelassen,

Zu schnell geflüchtet, um Fuß zu fassen.

Aber das erklärte meine Angst nicht.

Bis ich verstand, jedes Jahr kommt der Winter.

Doch für ihn jeden Tag.

Was andere zu ihm sagten, erwähnte er nie,

er hörte mir aber immer zu, ich frage mich wie.

Was er durchmachte, war nicht fair,

er hielt durch, als wäre es nicht schwer.

Er erzählt, ich falle auseinander wie eine Perlenkette,

und zerbreche wie Glas.

Aber das erklärte meine Panik nicht.

Bis ich verstand, jedes Jahr kommt der Winter.

Doch für ihn jeden Tag.

Er steht auf, er macht weiter und er gewinnt,

Er sieht die Freude wie ein Kind.

Er ist talentiert, reflektiert und prägt,

Dass er jeden um sich herum rettet, bleibt unerwähnt.

Sieht denn niemand, was für ein Held er ist?

Er malt alles so bunt, doch in ihm ist es trist.

Aber das erklärt meine Hoffnung nicht,

bis ich verstand, jedes Jahr kommt der Winter.

Doch für ihn jeden Tag.

Deine ersten Schritte gelangen ohne Hand,

dein erstes Königreich zerfiel in Sand.

Das erste Mal bist du gefallen, keiner fing dich auf.

Aber ich bin hier,

nehme alles für immer in Kauf.

Bin eine Soldatin und hole dich zurück ins Leben,

und werde die Welt von deinen Schultern heben.

Für dich kommt der Winter jeden Tag.

Dann lass uns vorerst einen Schneemann bauen.

Mens sana in corpore sano | Wie sehr strapazieren mentale Gesundheit und Stress und unsere Zukunft?

Mens sana in corpore sano; ein gesunder Geist in einem gesunden Körper. Denn schließlich ist unser Organismus und unser Kopf verknüpft, nicht selten sind wir anfälliger für Krankheiten, wenn wir die mentale Gesundheit vernachlässigen, ein hohes Stresslevel haben und uns Sorgen plagen. Da bleibt eine Frage definitiv offen: Was tun wir, wenn unsere mentale Gesundheit die Zukunft beeinflusst?

Mentale Gesundheit und wo sie zu finden ist

Im Wörterbuch wird mental als geistig definiert, den Bereich des Verstandes betreffend. Unter Gesundheit findet man gesund sein, sich wohlfühlen. Setzt man beides zusammen, kommt man auf geistiges Wohlbefinden. Und eben das ist, was wir im Laufe des Alltags vernachlässigen. Wir finden mentale Gesundheit in uns selbst, gerade dann, wenn der Körper einen fast schon vom Schreibtisch wegzieht, nachdem man stundenlang auf einen Bildschirm gestarrt und kaum zu Ruhe gefunden hat. Er signalisiert uns, dass die Dinge nicht richtig sind, indem er Schlaf verlangt, Zucker oder vielleicht einfach eine Pause. Das Wichtige hierbei ist, auf seinen Körper zu hören und ihm eine nötige Rast zu gönnen. Wir sind Menschen, wir können nicht mit vier Stunden Schlaf auskommen, und Stress können wir nicht jeden Tag bewältigen sondern nur in Ausnahmesituationen.

Stress und seine schlimmeren Folgen

Cortisol, ein körpereigenes Hormon, wird vermehrt bei Stress freigesetzt. Eigentlich eine gute Sache – so schaffen wir es zum Beispiel rechtzeitig die Hausarbeit abzugeben, das Referat fertig zu machen oder alle Aufgaben des Tages in zwei Stunden zu bewältigen. Wenn wir jedoch einen dauerhaften Cortisol-Ausschuss haben, kann das zu verschiedenen Krankheiten führen: Bluthochdruck, Herzerkrankungen und Schlafstörungen sind nur drei der Übeltäter.

Doch wie kommt es überhaupt dazu, dass wir gestresst sind? Nun, viele von uns haben nun mal stressige Jobs oder befinden sich in einer Stressphase, was sich auf das gesamte Leben auswirkt, zum Beispiel ein*e Arzt*in oder der Prüfling im letzten Semester, oder wir haben oft genug Phasen im Leben, in denen Ruhe ein Fremdwort zu sein scheint. Wir vernachlässigen Pausen, wodurch wir uns automatisch weniger Zeit für uns selbst nehmen. Und hier kommt die mentale Gesundheit ins Spiel, wenn wir sie ignorieren, beschert sie uns ein paar nicht erstrebenswerte Folgen: wir sind unruhiger, unglücklicher, trauriger und wenn wir nicht aufpassen, können Erkrankungen wie Panikattacken und Depressionen auf der Tagesordnung stehen.

Und… Unsere Zukunft?

Ja, was ist denn eine Zukunft voller Stress? Eine stressige Zukunft? Nein, eine unglückliche Zukunft. Wenn wir uns mit Arbeit eindecken und kaum noch Luft bekommen, können wir nicht erwarten, dass sich das Kommende ändert. Wir müssen jetzt handeln, unsere mentale Gesundheit jetzt beachten und unseren Stress jetzt reduzieren. Im Internet und in Fachbüchern gibt es genug Hinweise, Tipps und Regeln, wie man mentale Gesundheit beachten und seinen Stress bewerkstelligen kann. Denn unsere Zukunft hängt von unserem Jetzt ab.

Es ist essentiell, auf sich zu achten, und nicht nur seinen Körper, sondern auch seinen Geist zu entgiften. Nicht jedes Problem muss sofort gelöst werden, wir leben alle mehr im Einklang und in Harmonie mit uns selbst, wenn wir auf unsere mentale Gesundheit achten und uns bewusst Pausen gönnen. Denn für unsere Zukunft brauchen wir einen gesunden Körper und einen gesunden Geist.

Text: Vanessa S.

„Dear Diary“ | Wie das Tagebuchschreiben mir half, mich selbst besser zu verstehen

Tagebücher sind verbreiteter und populärer als wir denken

Worte aufzuschreiben, die nicht fiktiv, sondern persönlich in uns „verankert“ sind, haben in unserer Geschichte und in den heutigen Medien einen ganz eigenen Platz. So muss man nur zurückdenken, und man sieht viele Menschen, die in vergangenen Zeiten über ihre Erfahrungen berichtet haben wie Anne Frank oder Franz Kafka. In den Medien gibt es beispielsweise Gregs Tagebuch, das von Jeff Kinney, in denen Greg die Probleme aufschreibt, die ihn als heranwachsenden Jungen beschäftigen.

Kein Zwang

Viele Menschen beginnen, Tagebuch zu führen. Die Gründe sind unterschiedlich, meistens jedoch wollen die Schreiber*innen sich selbst besser kennenlernen. Aber wie oft habe ich schon erlebt, dass viele nach den ersten zehn Seiten aufgeben. Für viele beginnt das Schreiben als Ritual, als Routine und wird dann zu einem Zwang. Ich muss diese Seite vollschreiben, ich muss solange schreiben, bis meine Fingerknöchel knacksen, ich muss… ich muss… Stopp. Eigentlich muss man gar nichts.

Es muss nicht mal regelmäßig sein, solange man schreibt, wie man es braucht. Von dem her sollte man sich nicht selbst im Weg stehen und sich zwingen, zu schreiben, wenn man es nicht möchte. Tagebuchschreiben sollte als Therapie genutzt werden, man sollte alles, was die Seele verstopft, einfach mal unbeschwert loswerden. Das Einzige, was vielleicht beachtet werden sollte, ist, dass man nicht zu negativ über sich selbst schreibt. Mit dem Schreiben tut man sich zu aller erst selbst einen Gefallen.

Die Reise zwischen den Zeilen

Ich persönlich fing mit dreizehn an, Tagebuch zu schreiben. Meine Sorgen von damals hingen sehr an der Schule, an Noten, an anderen Menschen. Damals bedeutete es für mich schon eine große Angst, wenn ich eine schlechte Note mit nach Hause brachte und wusste, dass niemand davon begeistert sein würde. Als ich das letzte Mal über die Seiten geblättert habe, ist mir aufgefallen, wie viel ich doch gelernt habe. Meine Sorgen jetzt gelten zwar auch oft der Schule, aber statt mir jetzt den Kopf zu zerbrechen, wie schlecht die letzte Arbeit lief, beginne ich, ruhig darüber nachzudenken, wie die nächste besser werden könnte.

Von dem her sollte sich jeder bewusst werden, dass das Tagebuchschreiben helfen kann, zu sehen, wo man angefangen hat, und wo man jetzt ist. Die Sachen, die uns früher beschäftigt haben, werden wie kleine Meilensteine gesehen, weil sie uns geholfen haben, dort zu sein, wo wir jetzt sind. Es ist eine Reise zwischen den Zeilen; die Reise für uns als Persönlichkeit.

Und wie fange ich an?

Am besten jetzt.

Es reichen immer die „Basics“, um es auszuprobieren. Ein Notizbuch und ein Stift und ein bisschen Zeit. Vielleicht hört ihr nebenbei Musik oder geht nach draußen oder trinkt einen Tee? Lasst eurer Kreativität freien Lauf, probiert euch aus. Ihr liebt es, zu zeichnen? Dann zeichnet in die Seiten rein. Klebt, unterstreicht, schneidet – was auch immer. Denkt immer daran, dass ihr euch selbst einen Gefallen tun wollt!

Text: Vanessa S.

Produktivität im Alltag: 5 Dinge, die man während des Zähneputzens machen kann! 

Andere verschwenden ihre Zeit, doch mit diesen Lifehacks wird das Zähneputzen zu den produktivsten Minuten deines Tages!

Jeder von uns macht es: Zähneputzen (hoffentlich!). Wer die Minuten dann lieber auf dem Handy verbringt, aber eigentlich etwas anderes machen möchte, für den gibt es in diesem Artikel fünf Alternativen, die er/sie währenddessen machen kann. Vielleicht schafft man auch alle fünf, wer weiß?

1. Kopfrechnen!

Wer kann mich verstehen? Mathematik allein ist schon ein Problem, doch wenn es ums Kopfrechnen geht, sind alle Fähigkeiten eingerostet. Wenn man die drei bis vier Minuten damit verbringt, nur zu putzen, kann man währenddessen auch etwas rechnen. Und wer weiß, vielleicht spart man es sich dann irgendwann, den Taschenrechner zu zücken, weil man sich doch sehr sicher ist?

Hier ein paar Beispielaufgaben:

36 + 21 =

15 + 42 =

56 x 89 =

127 + 129 =

2003 + 12 =

56.293 + 98334 =

45.219 – 23.774 =

19.891 x 44 =

72.755 – 55 =

1.000.070 x 25.458.493 =

2. Balancieren üben!

Versuche dich auf ein Bein zu stellen und das Gleichgewicht zu halten. Fixiere dich am besten auf einen Punkt. Vielleicht putzt du zwei Minuten auf dem rechten, zwei Minuten auf dem linken Bein. Wenn du das regelmäßig (oder vielleicht jeden Tag) übst und wiederholst, kannst du die Balance gut halten und mehr Körpersicherheit bekommen. Bald wirst du dann nicht mehr so viel wackeln und kannst dir locker auf einem Bein die Zähne putzen 🙂

3. Den nächsten Tag planen!

Fallen dir auch wichtige Termine oder Erinnerungen ein, während du dir die Zähne schrubbst? Dann ab in den Kalender! Und wenn du schon dabei bist, kannst du dir auch ganz einfach den nächsten Tag planen und musst das nicht noch machen, wenn du aufstehst oder dich Schlafen legst. Mache ich sehr oft und ist unglaublich empfehlenswert!

4. Aufräumen!

Sobald man die Zahnbürste im Mund hat, möchte man am liebsten nur noch putzen und warten. Aber es ist erstaunlich zu sehen, wie viel nebenbei erledigt werden kann. Man räumt schmutzige Kleidung in die Wäsche oder kann benutzte Gläser wegräumen. Das bedeutet im Umkehrschluss mehr Platz, mehr Ordnung und mehr Zeit für andere Dinge.

5. Dehnen und Bewegen!

Wenn man schon nicht wirklich etwas zu tun hat, kann man die Zeit auch nutzen, um seine Beine oder den Rücken zu dehnen. Oder sich allgemein ein wenig dabei zu bewegen. So steht man nicht nur herum und wartet, sondern tut auch etwas Gutes für seinen Körper. Am besten man setzt sich einen Timer und macht einige Übungen. Wer in der Früh noch nicht richtig wach ist, kann damit sicherlich Routine gewinnen.

Text: Vanessa S.

»Der Abend der Vielfalt« | Die wunderschöne „Open Mind Night“ der FOS/BOS

Die „Open Mind Night“ der FOS/BOS Friedberg fand am vergangenen Donnerstag in der Aula der Schule statt und begeisterte das Publikum aus SchülerIinnen und Lehrkräften.

Unter einem zahlreichen (getesteten und geschützten) Publikum wurde unsere „Open Mind Night“ von allen SchülerInnen und Lehrkräften inszeniert und durch unsere Haupt-Moderatoren Michele und Andy durch den Abend geleitet. Die Teilnehmer konnten ihre Talente in Gedichten, Tanzbewegungen, Filmen und Musik präsentieren und jeden einzelnen von uns begeistern. Wir wurden durch ein Kaleidoskop aus Eindrücken, Farben, Stimmungen und allen voran dem Grundsatz der Vielfalt und Toleranz geleitet, welches viele inspirierende Augenblicke schaffen konnte.

Jeder von uns hatte die Möglichkeit, sich mit der Frage auseinander zu setzen, inwiefern Alltagsrassismus, fehlende Toleranz und unter anderem auch sexuelle Gewalt den Alltag beeinflussen. Die Talente zeigten, dass diese schwerwiegenden Themen in einer schönen Darstellungsweise jeden erreichen und vor allem etwas bewegen können. Die berührenden Texte zogen uns in den Bann, die erstaunlich gut ausgearbeiteten Filme der SchülerInnen konfrontierten uns mit Themen wie Rassismus und Drogen.

Unsere „Open Mind Night“ wurde von jedem Gast wertgeschätzt, und wir bedanken uns nochmal herzlich bei allen Beteiligten für ihre Arbeit, ihre Ausarbeitung und für diesen wunderschönen, vielfältigen Abend!

Text: Vanessa S.

Zwischen Boomern, Millennials und Digital Natives – was verbindet unsere Generationen? | Ein Generationenvergleich

Was sind Generationen?

Eine Generation fasst eine große Menschengruppe zusammen, die durch ihr Alter und durch äußere Einflüsse in der Gesellschaft geprägt werden.

Beispiele für Generationen:

Generation Silent (1928-1945): Die stille Generation wurde vom 2. Weltkrieg geprägt. Im Dritten Reich war es sehr gefährlich, seine freien Gedanken zu äußern. Aber in dieser Generation wurde viel wieder aufgebaut, und das Beste aus der schlimmen Situation gemacht.

Generation (Baby) Boomer (1945-1964): In dieser Generation (mit hohen Geburtszahlen) gab es weniger heftige Krisen, die Friedensbewegung sowie einen hohen wirtschaftlichen Aufschwung.

Generation X | Slacker (1965-1980): Durch einen großen technischen Fortschritt, Umweltkatastrophen, sowie den ersten Jahren der Doppelverdiener (beide Eltern verdienen) wurde diese Generation geprägt. Zudem ist die Gen X auch die erste Generation ohne wirkliche Kriegseinflüsse.

Digital Natives:

Generation Y | Millennials (1981-1996): Die erste Generation der Digital Natives, welche von viel Unsicherheit geprägt ist – deswegen auch Gen »Why/Y« genannt. Die Millennials werden vor allem durch den Hang zur Selbstverwirklichung und die große Bedeutung der Freizeit definiert.

Generation Z | Zoomer (1997-2009): Diese Generation folgt nach der Generation Y und ist somit mit dem Internet und den sozialen Medien großgeworden. Zwischen den Zoomern gibt es viele Einzelgänger, die ihr Wissen vor allem durch das Internet bekommen und verbreiten. Die Generation, die während der Corona Pandemie ins Arbeitsleben gestiegen ist, wird auch Generation Lockdown genannt.

Generation Alpha (ab 2010): Sie wachsen mit den Technologien des 21. Jahrhunderts auf, werden mit den Folgen des Klimawandels und der zurückhaltenden Politik zu kämpfen haben. Weitere digitale Fortschritte werden hautnah erlebt.

Was bedeuten die gegenwärtigen Generationen für die Gesellschaft?

Was in den Generationen eine große Bedeutung hat, wird zur Ideologie. Sie vertreten bestimmte Werte, verfolgen bestimmte Ziele und wissen, was richtig zu sein scheint. Nur ändern sich diese Aspekte schneller als gedacht. Sie vermischen sich. Die Politik möchte das Band aufrechterhalten, indem es alle Wünsche und Anregungen durchzusetzen versucht – was natürlich nicht klappt und wodurch eine Gesellschaft schnell gespalten werden kann.

Traditionen und kulturelle Einflüsse scheinen größtenteils erhalten zu bleiben, meistens sind dies die Angelpunkte, in denen alle Generationen aufeinandertreffen. Für uns bleiben einige Fragen offen, welche von den späteren Generationen beantwortet werden können.

Wird es immer einen Konflikt zwischen Alt und Jung geben? Wie wird die Digitalisierung später ein- und umgesetzt werden? Wo befinden wir uns in einigen Jahren?

Unser Job ist es, irgendwann den Weg zu räumen, und den Pfad, den wir gegangen sind ohne Folgen für die nächste Generation zu verlassen. Bis dahin sollten wir vielleicht kurz stehenbleiben und uns fragen, was wir jetzt für ein besseres „Später“ tun können.

Text: Vanessa S.

„Warum bin ich morgens nicht so fit?“ | Die Unterschiede zwischen Eulen und Lerchen

Wo liegt der Unterschied?

Auf der Welt gibt es ungefähr genauso viele sogenannte „Eulen“ und „Lerchen“, zwei Begriffe für verschiedene Schlafzyklen mit ihrem jeweilig speziellen Energielevel. Sie sind zu bestimmten Zeiten am Tag produktiver, Eulen nachts, Lerchen früh morgens. Diese Zyklen verändern sich oft im Laufe des Lebens, so kann sich eine Lerche plötzlich dabei erwischen, spät nachts kreativ zu sein und umgekehrt. Die Veranlagung dazu ist genetisch bedingt und wird durch früh am Tag beginnende Jobs in der Gesellschaft nicht gerade willkommen geheißen.

Was zeichnet Nachteulen aus?

Charles Darwin und Winston Churchill zählen zu den berühmtesten Nachteulen der Geschichte. Und obwohl man nachweislich intelligenter ist und eine größere soziale Kompetenz hat, ist die späte Stunde für die meist kreativ veranlagten Menschen mit einem enormen Nachteil verbunden: Die Gesundheit. Nicht nur Diabetes und zahlreiche Herzkrankheiten stehen im Zusammenhang, auch Schlafstörungen sind ein Risiko.

Man sagt, nach 2 Uhr morgens gibt es keinen Nutzen mehr, wach zu bleiben und man sollte sich eher dazu entscheiden, Schlafen zu gehen. Jedoch scheint die verzögerte innere Uhr einen entscheidenden Vorteil mit sich zu bringen: Man ist kreativer, hat einen stärkeren Strom an Ideen und ist meistens auch noch sehr emotional, da die physische Erschöpfung dazu beiträgt, seinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Und, als Eule kann man auch besser zwischen den beiden Arten (also Nachteule und Lerche) wechseln und seinen Zyklus anpassen.

Wer zählt als Lerche?

Diejenigen, die die ersten Sonnenstrahlen des Tages mit einem Lächeln begrüßen. Sie springen hellwach aus den Federn und verfolgen ihre Routinen, machen sich fertig, um in die Arbeit oder Schule zu gehen, und haben bis zum Vormittag so gut wie die Hälfte ihrer Aufgaben erledigt. Sie scheinen mehr Selbstkontrolle zu haben und sind nachweislich auch glücklicher. Lerchen leben länger und bekommen weniger Krankheiten, und zusätzlich haben sie mehr Erfolg in ihrem Berufsleben. Durch die erledigten Aufgaben am Morgen bleibt am Nachmittag mehr Zeit für Hobbys.

Die 4 Uhr-Morgen-Routinen der meisten Self made-Millionäre beruhen auf Bewegung und Meditation. Am Morgen bleibt mehr ruhige Zeit für einen selbst, die schwierigsten Aufgaben werden erledigt und die Chance, zu prokrastinieren ist sehr gering. Dadurch wird eine passende, strenge Form um den Tag gelegt und alles verläuft mehr nach Plan.

Ich bin definitiv beides, und kann glücklicherweise wechseln und brauche nur wenige Tage, um meine Routinen anzupassen. Und wer bist du? Eule oder Lerche?

Text: Vanessa S.

2022 wird mein Jahr! | 10 Tipps zur Organisation

Viele dieser Tipps werden euch schon zum Hals raushängen oder den ein oder anderen zum Augenrollen bringen. Aber es ist hilfreich, öfter dieselben Tipps zu hören, weil sie einfach nur zeigen, dass sie wirksam sind. Und bevor man für die folgenden 365 Tage wieder nur geblufft hat – hier, 10 Tipps, die man einhalten sollte, wenn die Jahresvorsätze wirklich klappen sollen.

1. Ziele aufschreiben, tracken und visualisieren!

Du hast das Ziel, dich um eine Note zu verbessern? Schreib es auf! Das ist das Wichtigste, dadurch siehst du dein Ziel und denkst nicht nur daran. Danach kannst du dir Gedanken machen, wie du dein Ziel erreichen kannst. Du müsstest dafür jeden Tag eine halbe Stunde deine Notizen lernen? Dann mach daraus einen Tracker! Und sobald du mehrere Wochen am Stück daran arbeitest, wirst du auch Erfolge sehen.

Oder du machst dir eine Pinnwand oder eine Fotowand mit Dingen, die dich inspirieren. Du willst ein gutes Abitur, um später zu studieren? Suche Bilder von deiner Traum-Universität oder deinem späteren Job. Schau immer wieder drauf, wenn du das Gefühl hast, mit deinen Trackern nicht weit genug zu kommen.

2. Gleichgesinnte suchen!

Stichwort: Lerngruppen! Oder je nach dem, was das Ziel ist, versuche Menschen in deinem Umfeld zu finden, die dasselbe Ziel haben. Trefft euch, macht Videochats und sprecht über oder arbeitet an euren Zielen. So fühlt ihr euch vielleicht seltener alleine und könnt euch unterstützen. Damit schafft man unvergessliche Erinnerungen und eine schöne Zeit.

3. Wissen, was genau man erreichen möchte und vor allem… WARUM!

Du willst abnehmen…, aber… warum? Warum? Um dich wohler zu fühlen, oder um gesünder zu sein? Vielleicht als Ventil, damit du nicht mehr immer nur am Schreibtisch sitzt? Versuche möglichst viele gute Gründe zu finden, deine Ziele zu erreichen. Du kannst auch tiefer gehen und sagen, du möchtest beispielsweise ein gutes Abitur, damit du folgenden Beruf erlernst und somit mehr Sicherheit im späteren Leben hast. So lösen sich viele stressige Momente. Du kennst dein Warum, wenn dein Ich kann das nicht, wieder eingreift.

4. In sich selbst investieren und nicht zu hart zu sich sein!

In deinem Leben ereignen sich viele interessante, neue, ungeplante, stressige und nervenzerstörende Dinge. Deshalb solltest du auch darauf achten, dich als Mensch und niemals als Roboter zu sehen. Dich fragt dein Crush nach einem Date? Dann geh doch lieber hin, statt zu sagen, du musst an deinen Zielen arbeiten. Versuche eine gute Work-Life-Balance zu schaffen, und nicht nur zu arbeiten oder zu leben. Und wenn es mal chaotisch wird, sei flexibel und lehn dich zurück. Du kannst manchmal nicht alles schaffen und alles retten. 

5. Ein Brief an das „zukünftige Ich“!

Liebes „zukünftiges Ich“, dieses Jahr habe ich viel erreicht, worauf ich sehr stolz bin. (…)

Einen Brief an das „künftige Ich“ zu schreiben, kann dir vor allem dabei helfen, zu sehen, was du noch verändern möchtest. Häufig sind es kleine Dinge, wie mehr Wasser zu trinken oder weniger am Smartphone zu sein. Aber auch hier gilt wieder: nicht zu sehr verkopfen, wenn einige Dinge einfach nicht klappen! 🙂

6. Motivation aus Filmen, Bücher oder Songs!

Wenn die Motivation am Ende ist, und deine Disziplin ein wenig Hilfe gebrauchen könnte, lohnt es sich, auf nicht nur deine Ziele zu schauen, sondern darauf, wie andere Menschen ihre Ziele erreicht haben. Mich persönlich motivieren immer Filme wie „Rocky“ oder sonstige Sportfilme. Es gibt genügend Filme, Bücher und Songs, die dir dabei helfen könnten, einen tieferen Anker zu setzen, wenn du demotiviert wirst.

7. Belohnungen für kleine Schritte!

Du hast es geschafft, einen Monat lang Sport zu machen? Her mit dem Netflix-Abend! Du hast dich um eine Note verbessert? Hol dir, was du schon lange von deiner Wunschliste streichen wolltest. Kleine Belohnungen geben dir Lichtblicke auf dein Ziel.

8. Ordnung auf dem Schreibtisch = weniger Chaos im Kopf!

Wie oft muss ich mir in den Hintern treten, um meinen Schreibtisch sauber zu halten? Besonders dann, wenn mein Kopf sowieso schon schwirrt? Tut es. Setzt euch einen Timer und räumt auf. Es lenkt ab und hilft, die Gedanken auf das Wesentliche zu fokussieren.

9. Einen Ventil suchen!

Sport oder Kunst kann helfen, wenn euer Ziel sehr viel von eurem Kopf einnimmt. Ich arbeite auch viel am Schreibtisch, viel mit meinem Kopf. Da hilft Sport und Kunst enorm. Oder verbringt Zeit mit eueren Liebsten! Solange ihr manchmal abschalten könnt, und die Sorgen vergessen könnt, ist alles erlaubt. Und es ist sogar einfach produktiver, einmal einen Nachmittag draußen und mit Freunden zu sein, statt zu grübeln und sich zu Tode zu arbeiten.

10. An sich glauben!

Selbst, wenn alles zusammenfällt: aufstehen, aufsammeln und weitermachen. Neue Dinge probieren, sich in seinem Themengebiet auskennen. Nie, nie, nie, nie, nie an sich zweifeln und deswegen aufgeben. Das macht mehr kaputt als ein paar versäumte Wochen.

Mit diesen Tipps alleine wird 2022 nicht dein Jahr. Aber du kannst dir diese (oder andere Tipps) zu Herzen nehmen und befolgen. Das Wichtigste ist, dass du wissen solltest, dass nicht jeder Monat, jede Woche oder jeder Tag super laufen wird. Die Menge macht das Gift, und einige Aussetzer sind nicht schlimm. Ich kenne das auch, viele Monate bei mir sind super produktiv und ich habe das Gefühl, die Welt liegt in meinen Handflächen – aber dann, einige Zeit später steht sie fordernd auf meinen Schultern. Einfach nicht den Kopf verlieren, ihr bekommt das hin!

Auf ein erfolgreiches 2022!

Text: Vanessa S.

»You were asking for it, darling« | Victim blaming

TRIGGER WARNUNG: VERGEWALTIGUNG UND MISSBRAUCH     

»This is what we are here to tell her – if a bus containing iron rods and rapists is plying openly in the city with no rules and regulations, if it can pick up passengers at any time, anywhere – then Madam, you are responsible for it, it is one one elses’s responsibility – it is yours.« – Kavita Krishnan, eine kommunistische Politikerin aus Indien, in ihrer Rede „Freedom without fear“ im Dezember 2013

Was ist Victim blaming?

Unter „Victim Blaming“ versteht man die Suche nach provokativem Verhalten, welches eine Straftat in den Köpfen vieler Menschen verteidigt. Jemand rastet aus? Was hast du gesagt? Du wirst geschlagen? Warum? Und der wohl schlimmste Punkt des Victim Blamings… Du wurdest vergewaltigt? Was verdammt noch mal hast du getragen?

»(…)If she was out at 3 a.m. in the morning, she was being too adventurous‘ We are here to tell her that woman have tjhe very right to be adventurous. We will be adventurous. We will be reckless. We will be rash. We will do nothing for our safety. Don’t you dare tell us how to dress, when to got out at night, in the day, or how to walk or how many escorts we need!(…)«, so Kavita Krishnan.

Wo liegt der Ursprung?

Seit ungefähr 1970 hat sich unter Verteidiger*innen in Vergewaltigungsprozessen eine Taktik durchgesetzt, die sich viele Male als äußerst effektiv erwiesen hat. 1999 gab es beispielsweise einen Freispruch in Italien, da das Opfer Jeans trug, und diese laut dem Richter so schwer aufgingen, dass es sich nur um einvernehmlichen Geschlechtsverkehr gehandelt haben könnte. Victim Blaming gibt es auch bei Narzissten, bei häuslicher Gewalt oder auch bei Rassismus. Und auch gegenüber Männern wird Victim Blaming ausgeübt, ist aber doch sehr gezielt an Frauen gerichtet. Mütter raten ihren Töchtern, sich für ein anderes Outfit zu entscheiden, oder vergewaltigte Frauen bekommen oft die Frage gestellt, was sie anhatten. Und ist die Antwort darauf Futter, dann kommt: »Aber genau das wolltest du doch?«

Dabei liegt das Problem nicht bei denjenigen, die sich so anziehen wie sie möchten, sondern bei denjenigen, die vergewaltigen.

»(…)If she simply wants to go out at night, if she wants to go out and buy a cigarette or go for a walk on the road – is this a crime for women?(…)«, meint Kavita Krishnan.

Warum ist es schädlich?

#THISISNOTCONSENT ist ein Hashtag, unter dem Bilder von Unterwäsche gepostet wurden. Die Symbolik steckt direkt dahinter: Kleidung ist kein Grund, jemandem sexuelle Gewalt zuzufügen. Und das ist der springende Punkt.

Es gibt keinen Grund, jemandem sexuelle Gewalt zuzufügen.

Wie viele Menschen gibt es, die vergewaltigt werden, und ganz normale Klamotten haben? Wie viele Kinder wurden missbraucht und hatten Kinderklamotten an? Egal, wie viel Haut und wenig Stoff es gibt, ein „Nein“ bedeutet auch ein „Nein“. Es ist zusätzlich traumatisierend für Menschen, ihnen vorzuwerfen, schuld an einer Situation zu sein, für die sie schlichtweg nichts können. Und wer plant, solche Anschuldigungen auszusprechen, sollte definitiv seine Zunge hüten.

»(…) I am saying this because I feel that the word ’safety‘ with regard to women has been used far too much – all us women know that this ’safety‘ refers to, we have heard our parents use it, we have heard our communities, our principals, our wardens use it. Women know what ’safety‘ refers to. It means – you behave yourself. You get back into the house. You don’t dress in a particular way. Do not live by your freedom, and this means that you are safe. (…)«, zeigt sich Kavita Krishnan kritisch.

Text: Vanessa S.

„Ihr hasst alle Männer!“ – Wo der Feminismus anfängt, wo er endet und warum das Dazwischen so wichtig ist

Was bedeutet Feminismus und was ist Misogynie?

Unter Feminismus versteht man das Ziel, die Gleichberechtigung zu einem wichtigen Baustein unseres täglichen Miteinanders zu machen. Feminismus per se ist kein Frauen- oder Männerproblem, jeder ist mit inbegriffen. Für Gleichberechtigung kämpfen, sodass es keine Ausgrenzung mehr gibt, beziehungsweise die Entstehungen von allen Stigmata innerhalb der Geschlechter verdorrt.

Misogynie wird als Minderwertigkeit der Frau definiert, was man auch früher oft sehen konnte: Hexenverfolgungen zum Beispiel. Das bedeutet, dass die Weiblichkeit als etwas Schlechtes, Minderwertiges gesehen wurde – in Form von Geringschätzung. Kurz gesagt, einfach Hass gegenüber Frauen.

Wo fängt es an?

„Ihr hasst alle Männer“ – „Frauen gehören in die Küche!“ – „Was wollt ihr denn noch, ihr habt doch schon Rechte!“ sind perfekte Beispiele für Sätze, die den Feminismus in einem schlechten Licht dastehen lassen. Der Anfang lässt sich auf einem Hauptproblem aufzeichnen: Dass wir Menschen überhaupt Behauptungen an den Kopf werfen, um sie zu erniedrigen, sie bloßzustellen oder in eine Schublade zu stecken grenzt an Diskriminierung, an Sexismus und auch Rassismus – es ist also nicht nur der Feminismus, der für ein gesundes Miteinander essentiell ist. Es fängt mit kleinen Dingen an: im Kindergarten dürfen die Mädchen keine schwereren Sachen tragen, weil Jungs ja stärker und sie schwächer sind. Schaut man Jahre später hin, hat sich das Problem hochgeschaukelt und die inzwischen jungen Frauen werden in ihrem Job unfair bezahlt (siehe unten) oder in ihrer Bewerbung nach Anzahl des Nachwuchs befragt. Das bringt einen großen Stein ins Rollen, nämlich…

Was liegt denn nun dazwischen?

… den Feminismus. Das Streben nach Gleichberechtigung. Man möchte, dass insbesondere Frauen eine Wahl gelassen wird. Sie sollen nicht in eine Schublade gesteckt werden. Man soll nicht sagen, entweder sie machen Karriere oder sie bekommen Kinder, sondern lässt ihnen die Wahl das Lebensmodell zu wählen, das sie möchten. Ob eine Frau sich die Beine rasiert oder nicht, ist egal – sie soll machen, was sie will und wie sie sich wohl fühlt. Sie hat ein Recht auf Selbstbestimmung, auf ihr Leben. Auf ihren Körper. Auf alles, was sie betrifft und für das sie Verantwortung trägt. Und es soll nicht heißen, dass Frauen mehr dürfen sollen als Männer, sondern, dass sie genau dieselben Dinge tun dürfen, für die sie sonst ausgegrenzt werden oder Diskriminierung erfahren.

Aber nicht alle in den Medien präsentierten Bilder sind auch das Ebenbild des Feminismus, es gibt zahlreiche Beweggründe, die nichts mit dem Feminismus zu tun haben, so wären da beispielsweise…

Wo endet es?

… der Hass gegen ein spezifisches Geschlecht, in dem Fall gegenüber Männern. Denn wenn es Misogynie gibt, gibt es auch Misandrie – also die Verachtung und Abneigung gegen Männlichkeit. Feminismus heißt Männer und Frauen, nicht nur Frauen.

Warum wird Feminismus kritisiert?

Ein packender Wendepunkt der Kritik liegt häufig an einem Mythos. Behauptet ein Mann in einer Gruppe von anderen Männern, dass er Feminist sei, ist die Reaktion das Entscheidende. Sind alle zufrieden, ist es ihnen gleichgültig oder sehen sie in ihm nun einen schwächeren Mann? Die wahre Meinung eines anderen Menschen trifft man in Gedanken. Und hier noch angemerkt: Männer können sehr wohl Feministen sein, jeder kann es!

Dieser Punkt geht Hand in Hand mit der erwähnten Misogynie, die leider normalisiert wurde. Ideologien finden schnellen Anklang in den Köpfen der Gesellschaft. Sie erniedrigen ein Geschlecht oder bringen die Menschen dazu, gegen Menschen ihres eigenen Geschlechts zu sein. Frauen machen einander fertig, Männern tun dasselbe. Die Spaltung geht weiter, der Hass wird ins Unermessliche gezogen, ohne darauf zu achten, wen man mit sich zieht: Kinder zum Beispiel. Zu sagen, „Eine Frau gehört in die Küche“, oder „Frauen sind schwächer als Männer“ sind nicht nur sexistisch (dazu gibt es bei Friedo bereits einen Artikel!), sondern suggeriert auch, dass es in Ordnung wäre, diese Dinge zu behaupten. Denn man kann meinen und sagen, was man möchte, aber wenn Mädchen zu hören bekommen, sie seien schwächer als Jungs, wird sich ein Teil von ihnen nie weiterentwickeln, und sie denken ihr Leben lang, sie seien schwächer.

Kritischer Begriff

Powerfrau: Warum Powerfrau, wenn es doch etwas Gutes darstellen soll? Nun ja, schon mal von „Powermann“ gehört? Nein? Dafür Schuld ist häufig die Assoziation mit dem Geschlecht. Frauen sind ja nicht stark, sie sind nicht von aus Haus Powerfrauen, sondern erst, wenn sie hart genug arbeiten. Am besten, indem sie die Kinder und den Job und alles dazwischen so gut balancieren, dass sie noch aufrecht stehen kann. Und wenn sie umfällt?

Dann ist sie keine Powerfrau.

Deshalb lieber davon absehen, diesen oder ähnliche Begrifflichkeiten zu benutzen, und lieber die Leistung loben, statt das Geschlecht miteinzubeziehen. Eine gute Leistung ist wichtiger als das Geschlecht.

Gibt es nicht schon noch Gleichberechtigung?

Man muss sich nur den bereinigten Gender Pay Gap ansehen, um diese Frage beantworten zu müssen. Nein, es gibt noch keine volle Gleichberechtigung.

Solange Frauen gefragt werden, was sie anhatten, wenn sie angefasst wurden, braucht es Feminismus. Solange sie nicht dasselbe Gehalt bekommen wie ihr männlicher Kollege für denselben Job, braucht es Feminismus. Und solange es Menschen gibt, die bei dem Wort Feminismus die Augen rollen, braucht es Feminismus.

Kommentar: Vanessa S.

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