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Kategorie: Musik und Popkultur

Cosplay – Hobby, Lifestyle, Kultur

Wenn man auf viel auf Social Media unterwegs ist, ist man ihnen sicher schon das ein oder andere Mal begegnet: Menschen, die sich verkleiden und in eine Rolle schlüpfen. Damit sind nicht die Leute gemeint, die sich einmal im Jahr auf Karnevalsumzügen oder Halloweenparties tummeln – die sogenannten „Cosplayer“ werfen sich das ganze Jahr über in Schale, einige sogar beruflich.

Die Cosplay-Community ist über die letzten Jahre stark gewachsen. Das Wort kommt aus dem Englischen. „Costume“ und „play“ wurden zu Cosplay. Wie der Name schon andeutet, geht es dabei nicht ausschließlich um die Kostüme, das Aussehen wie der Charakter, den man darstellt; Cosplayer versuchen, auch ihr Verhalten und ihre Körpersprache der jeweiligen Figur anzupassen. Gerade auf sogenannten „Cosplay-Conventions“, wo sich – je nach Größe der Convention – Menschen aus der ganzen Welt treffen, um sich auszutauschen, Bilder zu schießen und ihre besten Kostüme zur Schau zu stellen, fühlt man sich oftmals wie in einem riesigen, bunten Theater.

Angefangen hat das Cosplay in Japan, wo es mit der Entstehung von Anime und Manga – japanischen Zeichentrickfilmen und Comics – schnell an Popularität gewann. In den 1990er Jahren kam es dann auch nach Europa und in die USA. Anfangs war Cosplay mehr oder weniger auf Anime und Manga beschränkt, schnell entwickelte es sich jedoch auch zu einem Trend in der Gaming-Community und auch Filmfans fanden bald Gefallen daran. Inzwischen gibt es so gut wie keine Grenzen. Jeder kann jeden Charakter darstellen – sogenannte Crossplayer, die sich als Charaktere von anderem Geschlecht verkleiden, sind das beste Beispiel dafür.

Viele Cosplayer – vor allem solche, die schon seit mehreren Jahren dabei sind – machen ihre Kostüme selbst. Es wird genäht, geklebt, geschnitzt und seit einiger Zeit auch immer mehr mit 3D-Druckern gearbeitet. Doch es gibt auch Cosplay-Shops im Internet, die teils sehr detailgetreue Kostüme und Requisiten („Props“ genannt) anbieten. Außerdem sind sogenannte „Closet-Cosplayer“ ein Teil der Community – sie verwenden ausschließlich Dinge, die sie in ihrem Kleiderschrank haben oder kaufen Alltagskleidung, um sie für ihre Cosplays umzufunktionieren. Auch die berühmt-berüchtigten „Furries“, also Menschen, die vermenschlichte Versionen von Tieren darstellen, gehören dazu. Doch obwohl die Cosplay-Gemeinschaft sehr bunt gemischt ist, herrscht doch eine gewisse Einigkeit. Es ist eben schön, andere Menschen zu haben, die genauso verrückt sind, wie man selbst.

Ich selbst bin seit zirka Ende 2016 Cosplayerin. Dabei war der Einstieg leichter als gedacht: Im Internet ist es leicht, bestimmte Gruppen von Cosplayern zu finden und die meisten sind immer froh, neue Mitglieder zu begrüßen und einweisen zu können. Angefangen habe ich mit Closet-Cosplay, inzwischen versuche ich immer mehr, meine Kostüme und Props selbst zu machen. Im April 2019 war ich dann das erste Mal auf einer Convention – und dann gleich auf der grüßten Convention Bayerns, der „Animuc“. Aber gerade die Größe der Convention macht den Charme aus. Aus ganz Europa und teils sogar Amerika fanden sich Cosplayer zusammen, Fotografen liefen durch die Menge und suchten nach Cosplayern, die sie nach ein paar Fotos fragen konnten. Dazwischen sah man immer mal wieder auch „normale“ Menschen, die sich die Kostüme ansahen und nach Fotos mit ihren Lieblingscharakteren fragten. Auf der Animuc habe ich das erste Mal gemerkt, was es bedeutet, Cosplayer zu sein: Damals war ich noch sehr unerfahren, es war das erste Mal, dass ich meine Kostüme überhaupt irgendwem zeigte, abgesehen von meinem näheren Umfeld; trotzdem wurde ich von Menschen, die teils Profis sind, herzlich aufgenommen. Der Zusammenhalt in der Community war deutlich spürbar, man kam ins Gespräch mit Menschen, die man vorher nie gesehen hatte und irgendwie waren alle Freunde.

Leider hat Corona auch Cosplayer hart getroffen. Conventions mussten ausfallen, Fototermine waren kaum mehr möglich und sind inzwischen vollständig gestrichen und vor allem professionelle Cosplayer hatten mit Verlusten zu kämpfen. Die Herstellung und Beschaffung von Kostümen ist nicht billig und ohne Fototermine hat man kaum eine Möglichkeit, Geld zu verdienen. Viele Profis benutzen jetzt Selbstauslöser und verkaufen Ausdrucke über Internetshops. Die beliebte App TikTok – die als App für Cosplayer begann und nun weltweit von allen möglichen Menschen benutzt wird – hat einen sogenannten „Creator-Fund“ eingerichtet, durch den man mit einer gewissen Anzahl von Views und Likes etwas Geld verdienen kann. Trotzdem: Das Virus hat die Cosplay-Community genauso erwischt, wie jede andere kreative Berufsgruppe.

Es bleibt nur zu hoffen, dass man sich bald wieder mit Fotografen treffen kann, um die Einnahmen zu steigern. Und auch für Cosplayer, die es nur als Hobby betreiben, wird es sicher eine Erleichterung sein, wieder auf Shootings zu gehen und sich mit Freunden aus der Community zu treffen.

Text: Gina H.

Zwischen Büchern, Blumen und Bildern: BOOKSTAGRAM | Die Community für Bücherfans

Je öfter wir uns verändern, desto größer scheint die Chance, am Abend vielleicht nicht mehr in den Seiten eines Buches zu versinken. Wem in der Kindheit selten vorgelesen wird, der wird auch in seinen späteren Jahren wahrscheinlich keine gedruckten Worte lesen. Doch es gibt Menschen, für welche Bücher und Geschichten und die ständige Lektüre ein fester Bestandteil geworden sind.

Viele von ihnen teilen ihre Leidenschaft niemandem mit, andere schon. Letztere sind häufig in vielen Social Media-Plattformen zu sehen, wie auf TikTok oder eben Instagram. Aber diese Communitys nennen sich dann natürlich: Booktok und Bookstagram.

Jetzt aber zur wichtigsten Frage: Warum sollte man Bilder von Büchern machen, auf Decken und mit Kerzen, Blumen und Perlen dekoriert? Alles nur für ein paar Likes? Nun ja. Das ist den Menschen dort nicht so wichtig. Der Austausch wird groß geschrieben. Ich bin selbst Teil davon und weiß genau, wie herzlich man aufgenommen wird. Die Likes sagen nichts aus, man unterhält sich trotzdem mit jedem, der vielleicht nur zwanzig davon hat.

Man macht Bilder und stellt sie hoch. Und dann? Dann stehen einem viele Wege offen: Entweder man schreibt eine Rezension zu einem Buch, das man gerade gelesen hat. Schreibt eine Leseempfehlung oder schwärmt über einen Neuzugang (= Ein neues Buch. Es ist keine Seltenheit, dass man während der Zeit mehrere Bücher ansammeln wird, ich spreche aus Erfahrung). Oder, ganz beliebt, man beschwert sich über seinen SuB (= seinen Stapel ungelesener Bücher. Auch der wird nicht gerade geringer ausfallen, sobald man beitritt). Um Bücher wirklich zu lieben, muss man kein „Bookstagrammer“ sein. Trotzdem ist der Austausch gerade das Wichtige daran. Man unterhält sich, beschwert sich und versucht sich an einem neuen Genre.

Das wohl coolste Erlebnis, das man haben kann, ist, wenn der Autor selbst über die Bilder stolpert und sich mit einem Kommentar verewigt. Für Verlage oder Selfpublisher-Autoren (Autoren, die ohne Verlag ihre Bücher veröffentlichen) ist Bookstagram häufig eine gute, kostenlose Werbung für ihre Bücher (Ich will nicht wissen, wie viele Bücher ich mir nur dank Bookstagram geholt habe).

Mittlerweile sind es Millionen von Beitägen, verteilt auf #Bookstagram oder #Bookoftheday oder #Shelfie. Viele Nutzer kommen täglich dazu und probieren es aus. Man braucht kein teures Equipment, es reicht völlig, wenn der eigene Stil durch Ausprobieren erforscht wird.

Es geht also nicht darum, einfach wahllos Bücher in die Kamera zu halten, sondern darum, seine Leidenschaft für Bücher zu teilen. Wer Interesse hat, sollte es sich unbedingt mal anschauen und einfach die Hashtags eingeben.

Text: Vanessa S.

John Lennon bis Lady Gaga – Die Geburt des Mainstreams

Wo wir uns bewegen und wo wir gerade stehen, hat immer einen Ursprung. Genauso ist es bei den Medien, die bis jetzt die starken Einflüsse der 1960er, 80er und 90er-Jahre nutzen.

Den Pop könnte man als „Unterhaltungskultur für die Masse“ definieren, vor allem, weil in dieser Zeit die wirkliche Massenproduktion ihren Anfang gefunden hat. Bücher, Filme, Musik, Sexualität, alles wurde von dieser Welle mitgerissen, die bis jetzt in der heutigen Gesellschaft verankert ist. Die Geburt des Mainstreams eben. Ist auch verständlich; etwas, das in der breiten Masse vertreten und nachgefragt wird, begeistert täglich mehr und mehr Menschen. Bekommt mehr Fans und wird tritt häufiger in den Mittelpunkt.

Bob Dylan beispielsweise verknüpfte die Politik geschickt mit der Musik. John Lennon schaffte es mit dem Song „Imagine“ eine philosophische Idee zu untermauern. So setzen sie erste Schritte in der Popkultur und zahlreiche andere Sänger*innen treten in ihre Fußstapfen.

Inzwischen gibt es viele Kategorien, die sich mit der Popmusik verbinden; beispielsweise Rap-Pop, Country-Pop oder Rock-Pop. Künster darunter gibt es reichlich. Sie landen in den Charts und werden Millionen Male im Radio gehört, sie erhöhen die Nachfrage und schaffen es, die Popkultur weiterhin fortbestehen zu lassen.

Doch was ist das Geheimnis daran? Lieber erschaffen, was es schon tausende Mal in einer anderen Farbe gibt oder eine Marktlücke schließen? Nun, die Musik passt sich gewissermaßen an die Menschen an, wagt wenig Risiken und überlässt talentierten Künstlern den Vordergrund.

Dabei hat die Popkultur viele Wandel durchlebt. Die wirkliche Entstehung war um 1950, doch über die Jahre hat sie sich angepasst. Der Pop von heute ist nicht das, was vor Jahren Pop war. Er verändert sich, bleibt aber bestehen. Eine Masse wird es immer geben, sie unterscheidet sich nur in dem, was sie hört. Und wer weiß, welche Musik später einmal genau das repräsentierten wird, wovon niemand genug bekommen kann?

Text: Vanessa S.

Poem: “Running in the deep dark that feels like home“

A flower in the field all alone may not be the one to grow.

She is trying hard to achieve the one important thing in her life, but all she has is the past that hurts and makes her cry.

The one thing in her life everyone tells her around is to be the good flower that grows till she dies.

She listens and obeys everyone around, but herself, she wants to grow, wants to show that she can be the biggest flower around.

What she doesn’t realize is that she’s slowly falling apart, losing herself, her own words, trying not to give up and disappoint everyone else.

What this little big flower doesn’t realize is that these words are made up by herself; she’s the one trying to impress everyone else – all the other flowers that don’t even know.

She’s trying to cover up her scars from the past by improving her own self, trying to grow to the sky not understanding it’s hurting herself.

She’s trying to hide from her own thoughts, not listening to her mind that tells her it’s enough; she’s running away, running away from her own, escaping the light that is right behind her, running in the deep dark that feels like home.

That flower that is lost in her own, that doesn’t want to perceive all the others around, wanting to help, wanting to show that she’s expecting too much, wanting to get herself back on the ground, feeling helpless cause all she sees is the failure she doesn’t want to come. 

All the love and trust she gets, not wanting to disappoint them, wanting to show the other flowers that she’s able to get above everyone else – herself not being aware of how much she’s destroying herself, not realizing that she will never reach the sky if she keeps pushing like that.

The one flower in the field that feels all alone, stuck in her own thoughts and expectations not being able to grow. 

She’s her own biggest enemy, trying to hide her face, scars and thoughts not showing her weaknesses, her failure she deep down has.

That one flower that has all the help to grow: the sun, the rain, the soil and still: feels like she has to do it on her own.

This stupid flower that deep down knows it’s enough, that she’s doing good, that she will reach the sky if she just wouldn’t hide in the dark.

That broken flower that will never be able to grow cause she’s standing right in front of her own, inhibiting her own silhouette, forgetting all the happiness she truly has.

Keeping her own expectations high, lost in her thoughts, losing her own self just because she wants to be bigger than everyone else. 

The flower that won’t grow as long as she doesn’t see the problem that’s surrounding herself, the darkness that she is in that will never let her go.

That one little, big flower that may seem all alone not realizing that if she would know, would become the biggest flower and help others to grow. 

the end.

text by michele h. 

Amanda Gorman – Die Stimme von 2021?

„That is the promise to glade, the hill we climb, if only we dare.“ – Worte von einer Zweiundzwanzigjährigen an den Präsidenten. An die Nation. Und allen voran an die Zukunft.

Wir leben in den goldenen Jahren des weltweiten Medienkonsums.
Doch tatsächlich entschied man sich, eine junge Frau ein selbstgeschriebenes Gedicht performen zu lassen. Mit Versen, in denen sie sich vor allem auf den Sturm des Kapitols am 6. Januars bezog: „Wir haben eine Kraft gesehen, die unsere Nation erschüttert“.

Amanda Gorman ist eine Schriftstellerin, die es geschafft hat, mit der puren Kraft von Worten alle Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Wie konnte man auch bei der selbstbewussten Stimme und dieser starken Message weghören?

Sie ist zusammen mit ihrer Mutter und ihrer Zwillingsschwester aufgewachsen. Im Alter von 16 Jahren erhielt sie ihren ersten Lyrikpreis. Man kann also sagen, dass sie tatsächlich weiß, was geschrieben und was gesagt werden muss. Sie ist ehrlich (in dem sie zum Beispiel in The Hill We Climb sagte: „a nation that isn’t broken but simply unfinished“. Sie ist ist direkt und zieht sich sogar selbst in den Text mit ein („skinny black girl“).

Ihr Mut, für ein ganzes Land zu sprechen – nein, sagen wir mal, für eines der einflussreichsten Länder der Welt – ist bewunderswert. Also keine wirkliche Überraschung, dass sie sich jetzt vor Verlagsanfragen kaum noch retten kann. Selbst ihr Twitteracount und ihr Instagram gewannen an Zuwachs. Und das nur, weil sie ehrlich war.

Am 07.02.2021 wird sie beim Super Bowl ein weiteres Gedicht performen und weltweit sind alle gespannt, was die junge Lyrikerin als nächstes vortragen wird. Lassen wir uns von ihrer Leidenschaft und ihrem Talent überraschen.

Eines ist sicher: Wenn sie es bei der Inauguration Joe Bidens geschafft hat, altmodisch mit Stift und Papier zu begeistern, wird sie es auch dieses Mal.

Text: Vanessa S.

„Taylor Swift is the music industry“ – und ich erkläre euch wieso | Wie sie die 2010er geprägt hat

Reiche, selbstgefällige und vor allem scheinheilige junge Frau, die nichts besser im Kopf hat, als Songs über Liebeskummer zu schreiben und nebenbei mit ihren Model-Freundinnen Cocktails zu schlürfen. Am Besten beides gleichzeitig, bezahlt von den über dreihundert Milionen Dollar auf ihrem Konto. Untermauert mit ihrer absoluten, abgrundtiefen Talentlosigkeit.

Im Vergangenen Jahrzehnt war das teilweise Taylor Swifts Image in der Öffentlichkeit. Und viele Menschen kauften den Medien das Bild ab, weil ihr niemand glauben wollte oder sich intensiv mit ihrer Musik befasste. Sie ist eine Pop-Ikone, die zwar Stadion für Stadion füllt und mit ihren Alben massenhafte Rekorde bricht, aber wen interessierten schon Erfolge, wenn ihr Privatleben viel pikanter ist? Mit wem ist sie zusammen ist, über wen sie die Songs schreibt und was sie mit der Kohle anfängt.


Dass sie aber im Alter von 16 (!) ein eigenes Country-Album herausgebracht hat (Debüttitel „Taylor Swift“) wissen die wenigsten, genauso dass ausschließlich sie diejenige ist, die die Lieder schreibt. Ihr drittes Album „Speak Now“ ist ohne Co-Songwriter entstanden. Und das hört man. Und die eine Millionen Käufer in der ersten Woche der Veröffentlichung bestätige das auch.

Es gibt viele Dinge, die sie unbeschreiblich machen. An erster Stelle ihr Songwriting – wie schon erwähnt – eine Rarität vor allem im Genre Country (ihrem Debütgenre) und ihrem berühmteren, bekannteren und gängigeren Genre Pop-Musik. Außerdem das Talent, eine Bandbreite an Fans über mehrere Jahre mit neuen Songs und Genres zu überraschen – und jedes Mal gibt sie ihnen eine persönliche Note. Denn man muss sich eingestehen: selbst ihre größten Hater kennen ihre Songs.

Aber die Faszination an Taylor Swift ist, dass sie als einzelne Sängerin, die mit Vorurteilen überhäuft wird und noch dazu einen gebrochen Ruf hat, die Popkultur von 2010 so geprägt hat, wie kein anderer Sänger oder keine andere Sängerin. Ihr Album 1989 (Ihr wisst schon, das mit „Shake It Off“ – ich bezweifle nämlich, dass jemand die Titel der Alben tatsächlich kennt) ist der komplette Durchbruch ihrer Karriere gewesen. Plötzlich war sie im Mittelpunkt: ihre Songs posaunten aus allen Radios und ihre YouTube-Videos wurden mittlerweile 21.185.076.701 geklickt. Bekomm das mal als herkömmliches, verträumtes Mädchen aus Pennsylvania hin.

Sie hat eine enge Beziehung zu ihren Fans (lädt diese sogar in ihr Haus ein, sie selbst nennt das die „Secret Sessions“) und versteckt regelmäßig Easter Eggs in ihren Posts, Videos und den Lyrics selbst. Ihr Einfluss ist bemerkenswert. Und andere Stars wie Ariana Grande übernehmen ihre Art, geheime Botschaften zu verstecken.

Taylor hinterließ und hinterlässt auch weiterhin Fußabdrücke in der Popkultur. Nicht nur in der Popkultur, sondern in der gesamten Musikindustrie. Sie fing mit Country an, zog zu Pop, überquerte kurzzeitig düsteren Pop mit Dubstep-Elementen, machte eine kurze Rückkehr zu Country und befindet sich zurzeit in dem Genre Indie/Folk. Sie kann es sich erlauben, ihre loyalen Fans wissen genau, was sie von Taylor erwarten können und sie selbst weiß es zu nutzen.

Für viele Menschen sorgt Taylor Swift für einen bitteren Nachgeschmack. Für andere ist sie eine Sängerin, Billboards „Woman of the decade“ und für andere ein Idol. Für wieder andere eine Tochter und Freundin. Am wichtigsten ist es, wer sie für sich selbst ist, denn in ihren Songs spiegelt sie genau das wieder.

P.S. In „Miss Americana“ auf Netflix sieht man ihre Perspektive. Ihren Alltag und ihre emotionalsten Momente (Auf jeden Fall eine Empfehlung, wenn ihr mir das Fazit dieses Textes immer noch nicht abkaufen könnt).

Kommentar von Vanessa S.

Slam-Poetry: “I fell for you“

Love

I didn’t fall in love with you
It’s the feeling of loneliness that brought me to you
the feeling of getting heard and lost in your eyes
It’s the feeling of you being by my side that made me realize that I didn’t fall for you


The feeling of getting healed by simple words that made my heart feel alive again
the feeling of you looking at me like I’m from another universe seeing the sparkle of losing control right in front of me
It’s the feeling in disguise that made me realize that I didn’t fall for you

It’s the feeling of you in my head that keeps me awake at night trying not to think about what you said to make me feel right
You telling me everything will be alright even though I know deep down that I will only be okay with you by my side, but let me tell you this: I didn’t fall for you

It’s your words that are in my head, playing with my mind, keeping me on my brighter side even though I would want to hide from the feeling I have deep inside
It’s the darkness that keeps coming close to me because I would really want to promise me that I didn’t fall for the feelings I have inside of me

It’s your trust that you gave me in my darkest times, knowing everything that made me cry. It’s your arms that would make me feel like home but I know that if I would tell you so you would let me go down in my tears alone trying to run from the truth that‘s surrounding you

The time seems to stop when I keep looking at you me seeing myself with you in your eyes holding back the emotions you want to hide because we know deep down it’s the only way to prove that I didn’t fall in love with you

I can’t stop thinking about you
You are here, listening, understanding
and I still know that it’s nothing I can control
my feelings towards you are things I would never be able to explain, but I can promise you one thing: I didn’t fall in love with you

My heart beating faster everytime you cross my mind, making me aware of my feelings I have to hide
Wanting to lay on your chest, listening to your heartbeat telling you how much I miss you and trying not to get lost in my thoughts I have because of you

And let’s be honest I’m trying really hard to make you aware of my feelings I don’t have, but please just listen to me, don’t ever stop looking at me the way you do right now giving me all the warmth I tried to forget making me feel alright, making me feel loved even though we both know it’s not the way to go

it’s the feeling of butterflies in my stomach that you give me everytime you make one of your silly jokes trying to make me laugh, but you are unaware of what you really do because deep down the feelings towards you just get stronger everytime I talk to you

I would really want to promise you that I didn’t fall in love with you, but the way you make me feel doesn’t help me to forget you
I want to be with you, holding you close to me, telling you how much more you are than I will ever be able to say to you
I want the feeling of you close by my side, starring at your eyes realizing that all of this is the only thing that matters right at this time

So even though I don’t know how to tell you:
but I think I fell for you

Poem by Michele H. (12GD)

„Emotionen und therapeutische Kraft“: Die Vielfalt der Musik

Rap, Metal, Hip-Hop. Dies sind alles verschiedene Musikgenres – und es gibt noch viele, viele mehr. Beinahe alle Jugendlichen, aber auch Erwachsene lassen sich heutzutage in ihrem Alltag von Klängen und Rhythmen beschallen. Dabei hat jeder einen unterschiedlichen Geschmack bei der Wahl der verschiedenen Songs. Die Songproduktion ist in unserer Zeit dominiert von verschiedenen Tools wie Synthesizern oder Autotune. Vielleicht einfach, weil es „modern“ ist.

In unserer Welt sind wir allerdings nicht nur passiver Zuhörer, sondern selbst aktiver Produzent von Tönen und Klängen. Denn beispielsweise beim Sprechen erzeugen wir Schallwellen, die beim Gegenüber ankommen. Quasi als Musik in Form von Sprache – wenn man so will.

Produzenten von „richtiger“ Musik, von Liedern und Songs, sind viele von uns, da sie ein Musikinstrument spielen. Das Gegenteil vom Hören elektronisch-produzierter Musik also.

Der Fokus dieses Artikels soll primär auf dem Muszieren in einem Orchester liegen. Klingt vermutlich im ersten Moment für einige Leserinnen und Leser total langweilig. Man denkt dabei vielleicht an Blasmusik, vielleicht auch an Streichmusik. In der klassischen Blasmusik existiert nach Meinung vieler Laien nur Marschmusik, während Streicher oft in der Klassik unterwegs sind.

Aber so einfältig sind die meisten Musikvereine und deren Orchester nicht. Arrangements für Blas- und Streichorchester gibt es in allen verschiedenen Varianten: Arrangements von modernen Popsongs wie beispielsweise Perfect (Ed Sheeran) bis hin zu Hard-Rock-Versionen wie Crazy Train (Ozzy Osbourne).

Bei einer ausreichend großen Besetzung mit möglichst vielen, verschiedenen Instrumenten kann man annähernd jedes Arrangement spielen, denn es gibt diese natürlich (fast) immer in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen, sodass selbst schon junge Musiker eine Version von „Pirates of the Caribbean“ oder „Harry Potter“, eher zwei anspruchsvollere Stücke, spielen können.

Als Musiker in einem Orchester ist man Teil eines großen Ganzen. Man knüpft dort Freundschaften, hat Spaß am gemeinsamen Musizieren und tut in seiner Freizeit etwas Sinnvolles. Denn das Spielen eines Instrumentes fördert zum Beispiel das Gefühl für Rhythmen und Klänge – gerade in einem Orchester ist man darauf angewiesen, auf die anderen zu hören und unter Umständen am eigenen Ton und Klang zu arbeiten, sodass man beim Zusammenspiel harmoniert.

Außerdem macht es unheimlich viel Freude zusammen an verschiedenen Stücken zu proben bis die beste Version daraus entsteht – vor allem, wenn man auf unterschiedliche Projekte oder auch Konzerte hin arbeitet. Dies gibt den Musikern ein Ziel, einen Anreiz für das Üben zuhause. Die meisten Orchester nehmen beispielsweise auch an Wettbewerben teil, um sich in der jeweiligen Stufe mit anderen zu messen und Rückmeldung zu erhalten.

Und auch die individuellen Künstler können sich verschiedenen Prüfungen unterziehen, die nicht nur praktisches, sondern auch theoretisches Wissen prüfen. Damit können Musiker ihre Fähigkeiten beweisen, was oft nötig ist, um einem Orchester beitreten zu dürfen. Solche Prüfungen oder Vorspiele sorgen dann für ganz besonderen Nervenkitzel unter den Musikanten und lässt diese mächtig stolz sein, wenn sie nach langem Proben und Üben ein gutes Ergebnis erzielen. Denn die Vorbereitung für eine solche „Bläser- bzw. Instrumentalprüfung“ startet meist circa ein halbes Jahr vorher, und optimaler Weise sollte man fast täglich über 30 Minuten üben, um letztendlich gut abzuschneiden. Natürlich hängt die investierte Zeit auch vom musikalischen Niveau und Talent des Musikers ab, wobei es beispielsweise im Bayerischen Blasmusikverband drei unterschiedliche Prüfungen gibt, die alle vorschriftsgemäß mit einem gewissen Alter abgelegt werden müssen.

Des Weiteren besitzt Musik aber auch eine Art therapeutische Kraft, denn sie hat auf jeden Menschen eine ganz besondere Wirkung, da Klänge mit Emotionen verknüpft sind. Dieses Thema ist allerdings bisher wenig erforscht, obwohl klar ist, dass Musik auf allen Ebenen des Gehirns wirkt und sogar bewiesenermaßen Schmerzen lindern kann, aber auch Freude unterstützt und fördert.

Vielleicht hören deshalb so viele Personen täglich Musik. Sie drückt unsere Gefühle aus, kann Trost spenden und sorgt auch dafür, dass wir uns in unseren glücklichen Phasen noch besser fühlen.

Text: Johanna S.