Religionsunterricht in der Zukunft – Wünsche und Erfahrungen von Anna-Nicole Heinrich, Präses der evangelischen Kirche in Deutschland

Am 1. April diesen Jahres war das Team unserer Schülerzeitung bei der Sendung „Jetzt red i“ des Bayerischen Rundfunks zu Gast. Vor Ort in Friedberg wurde über das Thema „Kirchen in der Krise – Fallen wir vom Glauben ab?“ diskutiert, ein Thema, das gerade an den Feiertagen und in Anbetracht der steigenden Kirchenaustritte eine große Rolle spielt. Zu Gast waren Rainer Maria Schließler, katholischer Stadtpfarrer in München, und Anna-Nicole Heinrich, Vorsitzende des höchsten Kirchenparlaments (Synode) der evangelischen Kirche in Deutschland.

Nach der Sendung hatten wir von Friedo die Gelegenheit, mit Anna-Nicole Heinrich zu sprechen, die Teil der Diskussionsrunde war. Uns hat vor allem interessiert, wie sie sich den Religionsunterricht in der Schule der Zukunft vorstellt.

Sie erzählte, dass sie selbst aus keiner christlichen Familie kommt und ihren ersten Berührungspunkt mit Religion in der Schule hatte. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihr ein spielerischer Zugang in den ersten Jahren. Später konnte sie sowohl den katholischen als auch den evangelischen Religionsunterricht kennenlernen. Dabei fiel ihr vor allem auf, dass der evangelische Unterricht stärker auf Austausch und Diskussion ausgelegt war. Genau das habe ihr geholfen, sich wirklich mit bestimmten Themen auseinanderzusetzen. Sie hatte nie das Gefühl, dass ihr etwas aufgezwungen wird.


Für die Zukunft wünscht sie sich, dass Religionsunterricht ein Ort bleibt, an dem offen diskutiert wird. Themen, die im Alltag oft zu kurz kommen, sollen dort Raum bekommen. Sie nennt als Beispiel gesellschaftliche Fragen wie die Wehrpflicht oder ethische Perspektiven auf aktuelle Entwicklungen.

Außerdem betont sie, dass es weniger um reines Auswendiglernen gehen sollte. Stattdessen sollte der Fokus stärker auf dem Erleben liegen. Schülerinnen und Schüler sollen die Möglichkeit haben, sich aktiv einzubringen und gemeinsam über unterschiedliche Sichtweisen zu sprechen. Gerade im Austausch liege viel Potenzial, um voneinander zu lernen und neue Perspektiven zu entdecken.

Auch das gemeinsame Erleben von Religion sieht sie als wichtigen Punkt. Religionsunterricht könne ein Raum sein, in dem man nicht nur über Glauben spricht, sondern auch versteht, wie Menschen ihren Glauben im Alltag leben.

Das Gespräch hat gezeigt, dass Religionsunterricht mehr sein kann als ein klassisches Schulfach. Er kann ein Raum für Austausch, Diskussion und persönliche Entwicklung sein. Gerade im Hinblick auf die „Schule der Zukunft“ bleibt damit die Frage offen, wie solche Ansätze stärker in den Schulalltag integriert werden können.

Text: Julia M.

Wusstet ihr eigentlich, dass…

unsere Englisch -und Spanischlehrerin Frau Zimmiak,

… ein Faible für historische Romane hat und die zehn Teile der „Highlander“-Saga von Diana Gabaldon regelrecht verschlungen hat,

… „Grey’s Anatomy“ zu einer ihrer Lieblingsserien gehört ,

… in einem Beruf mit „Workcation“ arbeiten würde, wenn sie nicht Lehrerin geworden wäre, 

… „“Me-Time“ als Mami beim Kraftsport und Tennis mit ihren besten Freundinnen genießt, 

…gerne eine Superkraft hätte, mit der man Hass und Wut mit einem Blick verpuffen lassen könnte, 

… sehr gerne Bossa Nova, R&B, HipHop, Afro Beats und sowas wie Fleetwood Mac hört, 

… es hasst, wenn Menschen andere Menschen nicht leben und lieben lassen können, oder auch Engstirnigkeit und Spießbürgertum sowie das Genderverbot an bayerischen Behörden und Schulen nicht gut findet,  

… sich spaßeshalber als „Rudeltier“ bezeichnet, 

… meist nicht die Fächer, sondern den ein oder anderen Lehrkörper fatal fand,

… und auf Nachfrage als Weißweinschorle eisgekühlt serviert werden möchte? 

Interview: Justin A.

Foto: privat

Impressionen des Ballspieltags 2019 an der FOS/BOS Friedberg

Ein gelungener Sporttag in Friedberg! Nach langen Vorbereitungen fand am 16. Oktober 2019 der schon längst erwartete Ballspieltag statt. Neun Berufliche Oberschulen aus ganz Schwaben traten in den vier großen Ballsportarten Volleyball, Basketball, Handball und Fußball gegeneinander an. Acht Pokale blieben am Ende des Tages in Friedberg!

Fotos: Silan Purç