Sollte das Fachreferat abgeschafft werden?

Zunächst: Was ist das Fachreferat? Das Fachreferat ist ein Leistungsnachweis in Form eines etwa zwanzig Minuten dauernden Referats, das von den 12.-Klässlern an der Fachoberschule in Bayern gehalten wird.

Der Ablauf sieht wie folgt aus: Die Schüler suchen sich nach den Winterferien ein Fach aus, in dem sie ihr Fachreferat halten möchten. Jedes Fach stellt – entsprechend der Anzahl an Schulstunden – eine bestimmte Anzahl an Rahmenthemen bereit, also grobe Überbegriffe für das spätere Feinthema oder dessen Kategorie. Die Schüler wählen anschließend selbst einen Termin für das Halten des Referats aus. Vier Schulwochen vor diesem Termin gibt der Lehrer dem Schüler das Feinthema bekannt – das endgültige Thema für das Fachreferat. Viele Schüler entscheiden sich für einen Termin nach den Faschingsferien, da die Ferienwoche nicht zur Vorbereitungszeit zählt. Eine Woche vor dem Referatstermin wird das Handout dem Lehrer zugeschickt.

Was die Gewichtung angeht: Das Referat zählt als einzelne Note im Abitur und macht höchstens 15 von 600 Punkten aus. Das Halten und Vorbereiten findet mitten in der Klausurenphase statt und ist sehr aufwendig. Mittlerweile hat jeder Schüler sein Referat abgeschlossen. Offen bleibt schlussendlich dennoch die Frage: Soll das Fachreferat aufgrund des enormen Aufwands und des ungünstigen Timings abgeschafft werden?

Das Fachreferat bietet einen Einblick in die Arbeitswelt – man bekommt eine Aufgabe, die man bis zu einem bestimmten Termin erledigen muss. Aus diesem Grund ist es schwer festzulegen, ob es sinnvoll ist, das Fachreferat abzuschaffen. Es prüft viele Fähigkeiten eines Schülers, fordert jedoch zum Teil sehr heraus, da es inmitten der Klausurenphase gehalten wird. Vor allem, da das Schuljahr 2025/2026 für die künftigen Abiturienten kürzer als üblich ausfällt, ist die Vorbereitung umso stressiger. Aber: In der Arbeitswelt muss man sich ja auch auf ungewöhnliche Fristen einstellen, oder nicht?

In die Bewertung fließen Faktoren wie Vortrag, Inhalt und Gestaltung des finalen Referats ein. Die einzelnen Fächer haben einen eigenen Bewertungsbogen, anhand dessen die Lehrkräfte schließlich die Note festlegen. Die Fächer Mathe und Physik sind beispielsweise in der Bewertung identisch, da sie sich denselben Erwartungshorizont teilen. Geachtet wird nicht nur auf sachliche Richtigkeit sowie Argumentation, sondern auch auf den Einstieg, den Schluss und den Umgang mit Medien. Außerdem gibt es sogar einen Bewertungspunkt zur Reflexion und Diskussion, wobei die Kompetenz im Beantworten von Fragen geprüft wird. Dabei stellen entweder Schüler und/oder die Lehrkraft Fragen zum Referat, um einerseits auszuschließen, dass es einfach von KI erstellt wurde oder dass es sich um ein Plagiat handelt – grundsätzlich also, um zu überprüfen, ob sich der Schüler wirklich mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Somit lässt sich sagen, dass wichtige Kompetenzen gefordert werden, wie beispielsweise Souveränität, Strukturierungsfähigkeit sowie eigenständige Auseinandersetzung.

Was meine eigene Erfahrung betrifft: Ich wählte das Rahmenthema „Anwendungen physikalischer Zusammenhänge“ im Fach Physik und erhielt schließlich das Feinthema „Dämpfung mechanischer Schwingungen“. Hierbei sieht man, dass das Rahmenthema wirklich nur im geringsten Maße auf eines der vielen möglichen Themen hinweist und sich die Schüler zuvor gut überlegen müssen, ob sie fast „blind“ in das Fachreferat gehen möchten – so wie ich es getan habe. Für mich persönlich spielt Interesse eine sehr große Rolle. Also entschied ich mich für die Herausforderung, Physik als Fach und dieses Thema zu wählen, anstatt etwas eher Biografisches zu nehmen, da mir dies als spannende Herausforderung vorkam, die ich unbedingt mit Interesse angehen wollte – für mich war das eine bewusste Entscheidung. Wenn ich schon so viel für maximal 15 von 600 Punkten meines Abiturs leisten muss, dann möchte ich das mit möglichst viel Entusiasmus tun, anstatt ein einfaches Thema zu wählen, bei dem man „nur“ Informationen zusammenträgt und vorträgt. Für mich wäre das zu monoton gewesen, weshalb ich mich für ein Thema und Fach entschieden habe, bei dem ich mir selbst etwas beibringen musste. Das war im Nachhinein kein Fehler – auch wenn ich das zu Beginn vor lauter Verzweiflung anders gesehen habe.

Für die zukünftigen 12.-Klässler, die eventuell noch das Fachreferat halten müssen: Essenziell ist es, sich ein Thema auszusuchen, für das man sich zumindest ansatzweise interessieren kann, um die Vorbereitung deutlich einfacher und interessanter zu gestalten.

Zurück zur Frage, ob das Fachreferat abgeschafft werden sollte: Ob man dieses wirklich abschaffen sollte, lässt sich meiner Meinung nach nicht eindeutig entscheiden. Das Fachreferat bietet eine Möglichkeit, sich selbst zu herauszufordern, da man sich hier weitgehend ohne Lehrervorgaben vorbereitet – wobei dies auch je nach Lehrkraft variieren kann. Ja, das Fachreferat kann stressig sein, vor allem in der Klausurenphase. Genau deswegen ist es wichtig, für sich einen passenden Termin zu wählen, um den Zeitdruck in der Vorbereitung zu reduzieren. Zeitmanagement ist also ebenfalls eine Fähigkeit, die hier gelernt werden kann.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Fachreferat aufgrund seiner Anforderungen wichtige Fähigkeiten für die spätere Karriere fördert. Es sollte vielmehr als Chance statt als verpflichtende Arbeit gesehen werden. Daher könnte ein alternativer Lösungsansatz darin bestehen, das Fachreferat freiwillig zu gestalten und es im Vorfeld von den Lehrern als attraktive Möglichkeit zu bewerben. Somit könnte mehr Zeit für den regulären Unterricht gewonnen werden, da einige Schüler diese Möglichkeit vermutlich nicht nutzen würden, und gleichzeitig könnte das Zeitfenster für das Halten der Referate flexibler gestaltet werden. Außerdem würde das Referat dann nicht mehr in das Abitur einfließen, sondern als eigenständige Leistung im Zeugnis hervorgehoben werden.

Ob dieser Lösungsansatz umsetzbar ist, liegt letztlich bei den Lehrkräften und beim Kultusministerium – er könnte jedoch vielen Schülern einen Teil des Stresses im Abijahr nehmen.

Text: Victoria H.

NEU NEU NEU – Das Schülercafé der FOS/BOS Friedberg

Nicht nur Schülerinnen und Schüler, sondern auch viele Lehrkräfte besuchen täglich das Schülercafé der FOS/BOS Friedberg. Besonders groß ist der Andrang während der Pausen. Doch auch zwischen den Unterrichtsstunden sowie in Freistunden bleiben die zwei zuständigen Verkäuferinnen in der Schulküche beschäftigt.

Der Arbeitsbeginn und die Vorbereitung

Hinter dem Pausenverkauf steht die Firma „Kulturküche Augsburg GmbH“, ein zuverlässiger und mehrfach ausgezeichneter Partner für Kindergarten- und Schulcatering. Der Arbeitstag der Mitarbeiterinnen beginnt bereits um 6:30 Uhr in der Firma. Dort werden die Lebensmittel hergerichtet und abgeholt. Gegen sieben Uhr trifft die Lieferung vom Bäcker Schwab ein.
Anschließend beginnen die Vorbereitungen für den Verkauf: Der Kaffee wird aufgesetzt, Brezen werden bestrichen und belegte Brote frisch zubereitet. Viele Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte kaufen sich ihre Mahlzeit bereits vor der Pause. Deshalb muss bis zum Unterrichtsbeginn um 8:15 Uhr alles verkaufsbereit sein.

Der Verkauf während der Pausen

Um 10:30 Uhr beginnt die lang ersehnte Pause – für die Verkäuferinnen bedeutet das Hochbetrieb. Hungrige Schüler und Lehrer müssen schnell versorgt und abkassiert werden. Doch auch nach der Pause bleibt noch Arbeit übrig: Vielleicht ist der Kaffee leer oder der Ketchup muss nachgefüllt werden. Zusätzlich fällt das Reinigen der Küche an, das ebenfalls von den Mitarbeiterinnen übernommen wird.
Nach der zweiten Pause um 13:10 Uhr wiederholt sich dieser Ablauf. Zwischendurch werden außerdem die Bestellungen für den nächsten Tag aufgegeben.

Organisation, Preise und Planung

Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Firma ist vertraglich geregelt. Dabei wird festgelegt, wie viele Lebensmittel täglich geliefert werden. Preise und Menü werden vom Chef der Firma bestimmt.
Wer Vorschläge für das Angebot hat, kann sich gerne an die Kulturküche wenden. Ob ein Vorschlag umgesetzt wird, hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab: vom zeitlichen Aufwand, von den technischen Möglichkeiten in der Schulküche sowie vom Preis. Nicht alle Schülerinnen und Schüler sind bereit, sechs Euro für ein aufwendiges warmes Essen zu bezahlen – viele weichen daher lieber auf günstigere Angebote aus, etwa bei Edeka oder doch die selbst zubereitete Brotzeit von Zuhause.
Der Arbeitstag der Verkäuferinnen endet gegen 15:00 Uhr. Übrig gebliebenes Essen wird zurück zur Firma gebracht und dort entweder als Mittagessen für die Mitarbeitenden genutzt oder verteilt.

Herausforderungen und Verkaufszahlen

Eine große Herausforderung für das Schülercafé ist der Kleingeldmangel sowie die Vermeidung von Überproduktion. Mittlerweile gelingt es den Verkäuferinnen jedoch gut, die Mengen realistisch zu planen, sodass kaum noch Ware übrig bleibt.
Ein Beispiel: Zu Beginn wurden täglich etwa 20 Croissants vorbereitet. Da über längere Zeit einige davon nicht verkauft wurden, setzte man die Produktionsmenge auf zehn bis fünfzehn Stück pro Tag herab.

Zum Schluss ein Ranking der angebotenen Produkte:
Letzter Platz: Salat – aufgrund des vergleichsweise hohen Preises wird er am wenigsten gekauft.
Zweiter Platz: Schnitzelsemmel – trotz eines Preises von 3,20 € sehr beliebt.
Erster Platz: Butterbreze – der Klassiker macht satt, ist günstig und kann schnell gegessen werden.

Dieser Einblick hinter die Kulissen des Pausenverkaufs zeigt, wie viel Organisation, Zeit und Arbeit hinter dem Angebot steckt. Viele fragen sich, warum die Preise vergleichsweise hoch sind. Doch im Gegensatz zu großen Supermärkten wie Edeka oder einer Bäckerei wie Ihle, handelt es sich hier nicht um Massenproduktion. Der Aufwand von der Beschaffung bis zur Präsentation in der Verkaufsvitrine ist deutlich höher. Daher sollte man die Preise auch im Zusammenhang mit dem Arbeitsaufwand betrachten – und dankbar sein, dass man sich nach und während jeder Schulstunde unkompliziert und vor Ort etwas zu essen kaufen kann. Schließlich schafft man es nicht immer rechtzeitig in den Supermarkt und sich eine Brotzeit zu machen, oder?

Text, Bilder und Interview: Victoria H.

School-Life-Balance — Der Retter in der Not

Sogar achtjährige Schüler sagen, dass ihnen Schule keinen Spaß mehr bereitet, dass Schule anstrengend ist und dass ihnen die Schule Freizeit raubt. Außerdem weisen Statistiken auf alarmierende Werte im Bereich der mentalen Gesundheit hin. Was erwartet man auch bei Krisen, Kriegen und Ängsten – die verstörende Realität 2025? Selbstverständlich sehr gute Noten, nicht wahr, weil mit welchen Problemen können Kinder wohl sonst kämpfen? Mit dieser Einstellung entstehen dann auch noch sinkende Prozentzahlen bei der familiären Unterstützung – vor allem bei benachteiligten Familien. Dort entsteht ein starker Belastungsfaktor, der sich in Form von Ängstlichkeit und psychischen Auffälligkeiten äußert. Jedes dritte bis vierte Schulkind ist davon betroffen. Ist da denn nicht schleunigst zu handeln? Sollte die Blütezeit der Jugend in der Schule, wo man den halben Tag verbringt, nicht eigentlich etwas Schönes sein? Dafür ist der Ausgleich zwischen Schulzeit und Freizeit essentiell: School-Life-Balance – der Retter in der Not!

Statistiken schlagen mit ihren Zahlen längst Alarm seit der Corona-Pandemie. Zwei Drittel der Befragten leiden an starker Erschöpfung, ein Drittel an regelmäßigen Schlafproblemen und etwa ein Sechstel an Kopfschmerzen. Die Spitze des Eisbergs – 84 Prozent der Schüler haben eine niedrige oder moderate Gesundheitskompetenz – dies zeigt, dass die Problematik nicht nur psychische sondern auch physische Auswirkungen hat. Vor allem Mädchen leiden in ihren kritischen Entwicklungsphasen enorm: mangelnde Unterstützung, Übermengen an Stress. Stress ausgelöst bei beiden Geschlechtergruppen durch Sorgen, Angst, schlechte Noten und Leistungsdruck. Leistungsdruck erzeugt durch Lehrer, Eltern und eine hohe Anzahl an Leistungsnachweisen. Klar: man simuliert hiermit eine Situation, um Disziplin und Selbstorganisation beizubringen. Dennoch: psychische Gesundheit ist wesentlich wichtiger, vor allem in der Jugend. Eine ausgewogene School-Life-Balance sorgt für weniger Stress, Angstzustände und Depressionen. Für bessere Schulleistungen: Vermeidung eines Burnouts durch Überbelastung. Beispiel: DAK 2024 zeigte, dass Schüler mit einer ausgewogenen Balance sich gesünder fühlen. Das wirkt sich auch positiv auf Leistungs- und Persönlichkeitsentwicklung aus.

Zeichnung: Lirjona K.

Eine ausgewogene School-Life-Balance steht auch in Zusammenhang zu einer besseren Lernleistung. Wie bei einem Läufer nach einem Marathon, der Atemzug zum Durchschnaufen – so wirken auch die Pausen bei den Lernenden. Pausen fördern die Konzentration und das Gedächtnis. Erholte Schüler können Informationen schneller verarbeiten und somit steigert sich die Qualität und Quantität des Lernens – eventuell sogar auch der Spaß dabei. Das Gehirn ist ja bestimmt topfit um fünf Uhr Nachmittags zum Mathe lernen. Sicher: Zeitmanagement muss man lernen. Also: Wenn man das rechtzeitige Lernen versäumt hat, muss man mal auf die wohlverdiente Pause verzichten und lernen. Liebe Eltern und Lehrer, unterstützt das Kind dabei und wenn es mal nur die Drei oder mal die Vier in Mathe wird – fördert die Schüler und den Willen weiterhin! Aber in Balance.

School-Life-Balance sichert soziale Kompetenz. Soziale Kompetenz in Form von Freizeit mit Freunden stärkt soziale Fähigkeiten, die unerlässlich für das künftige Arbeitsleben sind. Ja: Druck und Stress ist ebenfalls eine Vorbereitung auf das Erwachsenenleben. Aber: Mathe kann man im Laufe der Schulzeit lernen und nachholen – soziale Kompetenzen lernt man überwiegend außerhalb der Schule. Familie und Hobbys fördern Teamarbeit, Empathie und Konfliktfähigkeit – Qualitäten eines Menschen. Schulische Leistungen reichen allein für eine gelungene persönliche Entwicklung nicht aus. Eltern sollen sich vor allem an dieser Stelle engagieren und eingreifen, denn Persönlichkeit überwiegt Leistung.

Um der Jugend eine schöne Schulzeit ermöglichen, müssen Lernbedingungen verbessert werden. Wieso fragt man die Schüler nicht selbst? Lehrer sollten Rückmeldungen geben, aber auch selbst annehmen. Der Wunsch von Schülern liegt bei der Verbesserung einer Schüler-Lehrer-Beziehung, die sie zu einem erfolgreichen Abschluss oder Abitur begleitet. Ohne aktive Veränderung von Inhaltsvermittlungen können auch alternative Prüfungsformate nicht umgesetzt werden. Bei den beispiellosen Herausforderungen, mit denen Heranwachsende zu kämpfen haben, sind alle guten Dinge drei: Erstens: Aufmerksamkeit. Zweitens: Wertschätzung. Das Beste kommt zum Schluss: School-Life-Balance. Also lasst uns Schule zu einem Ort machen, an dem Lernen und Leben im Gleichgewicht stehen.

Kommentar von Victoria H.

Praktikum, Pubs & Panorama – zwei Wochen in Irland

Im Frühjahr 2025 bekamen die frischgebackenen 11. Klässler der Wirtschafts- und Technikzweige der Fachoberschule Friedberg das Angebot, an einem zweiwöchigen Auslandspraktikum in Irland teilzunehmen – größtenteils finanziert durch Erasmus+. Dafür mussten die Interessenten eine Bewerbung und ihren Lebenslauf auf Englisch an Herrn Rettinger und Herrn Kretschmer schicken. In einem Auswahlverfahren wurden schließlich etwa zehn Schüler pro Zweig ausgewählt.

Nach monatelanger Organisation durch die Lehrkräfte, gemeinsam mit der Agentur „Your International Training“, war es am 17.07.2025 endlich so weit: Um 12:30 Uhr startete unser Bus am Schulparkplatz Richtung Flughafen München. Nach einem Flug nach Dublin und einer dreistündigen Busfahrt erreichten wir am Abend unsere Gastfamilien in Sligo.


Am nächsten Morgen gab es eine Einführung in der Agentur: Vorstellung der Ansprechpartner, wichtige Regeln, Infos zu Ausflügen und zur Arbeit. Anschließend wurden die Schüler zu ihren Praktikumsstellen gebracht, um das Team und die Arbeitszeiten kennenzulernen.

Am 19.07. fand schon der erste Ausflug mit unserem Tourguide Ry statt: Wir besuchten unter anderem Mullaghmore Castle and Harbour, Gleniff Horseshoe, den Glencar-Wasserfall und Creevykeel – eine Art „Mini-Stonehenge“. Einige Schüler ließen den Tag im beliebten Gracie’s Pub ausklingen. Wichtig zu wissen: In Irland dürfen unter 18-Jährige nach 21 Uhr keine Pubs mehr betreten und es gilt striktes Alkoholverbot.

Am nächsten Tag ging es zum Strand von Strandhill. Ein Surfkurs im kalten Atlantik sorgte für gemischte Reaktionen: von „Das war richtig cool!“ bis „Nie wieder!“. Danach begann die erste Arbeitswoche. Manche Schüler teilten sich eine Praktikumsstelle, andere fuhren mit Bus oder Zug, wieder andere wurden von der Agentur gebracht. Flexibilität war gefragt – aber die meisten waren am Ende der Woche sehr zufrieden.

In der Freizeit trafen sich Schüler zum Fußball-, Basketball- oder Billardspielen. Am 26.07. fuhren wir am frühen Morgen mit dem Zug eigenständig nach Dublin. In kleinen Gruppen erkundeten wir die Stadt, bevor es spät abends zurückging. Tags darauf stand ein Ausflug nach Galway auf dem Programm: kurze Stadtführung, Quiz und anschließend freie Zeit.

Die letzten drei Tage verbrachten wir noch einmal in unseren Praktikumsbetrieben. Einige bekamen sogar kleine Abschiedsgeschenke oder wurden zum Essen eingeladen. Am letzten Nachmittag überreichte uns die Agentur unsere Teilnahmeurkunden. Abends feierten wir im Gracie’s Pub noch den Geburtstag von Herrn Rettinger nach und überreichten ihm ebenfalls ein Geschenk. Das Packen war für einige an diesem Abend und am nächsten Morgen etwas mühsam, da sich manche ein zusätzliches Handgepäck besorgen mussten, um ohne Übergewicht ihre eigenen sowie eingekauften Sachen zu verstauen.

Am 31.07.2025 hieß es Abschied nehmen: Nach Busfahrten und dem Rückflug nach München kamen wir nachts um ein Uhr am Schulparkplatz an, wo Herr Kretschmer und unsere Familien schon warteten. Mit der Zeugnisvergabe endete nicht nur die Reise, sondern auch unser erstes Schuljahr an der FOS Friedberg.

Slán go fóill! (Irisch: „Auf Wiedersehen für jetzt!“)

Victoria Hapanovich, 12TC