friedo - Die Schülerzeitung der Beruflichen Oberschule Friedberg

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KI im Fremdsprachenunterricht: Wie praktisch ist Künstliche Intelligenz für unser Sprachenlernen?

Künstliche Intelligenz ist etwas, was wir mittlerweile alle tagtäglich benutzen. Wir benutzen es, um zum Beispiel schnelle Antworten zu bekommen oder um eine einfachere Erklärung zu erhalten, um ein gewisses Thema besser zu verstehen. KI wird ebenfalls von vielen Schülern benutzt, um zum Beispiel besser zu lernen, beziehungsweise um einen sinnvollen Lernplan oder Karteikarten erstellen zu lassen. Schüler benutzen Programme wie ChatGPT auch um Informationen für ein Referat zu erhalten. Mittlerweile wird KI auch im Fremdsprachenunterricht genutzt. Die Künstliche Intelligenz entwickelt sich auch immer weiter und wird auch immer praktischer.

Jeder reagiert allerdings anders auf die heutige Form einer KI. Jeder besitzt seine eigene Meinung über KI, besonders im Fremdsprachenunterricht. Dazu äußerte sich unser Deutsch- und Englisch-Lehrer Leonhard Fürst: „Ich sehe KI im Fremdsprachenunterricht grundsätzlich positiv. Beim Üben von Wortschatz und vor allem beim Schreiben kann KI eine wirklich sinnvolle Ergänzung sein. KI kann aber nie den Austausch mit Menschen ersetzen, was ja der Sinn von Sprache ist. Und als Ersatz für Eigenleistung darf KI natürlich auch nicht herhalten. Entscheidend ist ein reflektierter, überlegter und verantwortungsvoller Umgang. Wenn das gelingt, ist KI absolut eine Bereicherung!“ Er beschreibt die KI als etwas Sinnvolles, wenn man sie richtig anwendet. Und nicht als etwas das einem die Aufgaben abnimmt, damit man selber nichts tun muss. Er erklärt deutlich, dass man die KI zu seinem Vorteil nutzen kann, wenn man sie richtig benutzt und nicht nur verschwendet.

Die Autorin dieses Textes hat das Bild mit dem Programm „ibis Paint X“ erstellt.

Unser Geschichts- und Englisch-Lehrer Julian Botzenhardt äußerte sich ebenfalls zum Thema „KI im Fremdsprachenunterricht“. Er meint, KI sei eine sinnvolle Unterstützung, ersetze aber weder Lehrkräfte noch das eigene Lernen. Er erklärt, dass Vorteile individuelles Lernen und schnelles Feedback zu direkten Fragen und Problemen seien. Als Nachteil nennt er eine mögliche Abhängigkeit sowie die Gefahr von Fehlern der KI, die insbesondere bei schlechteren Schülern eventuell nicht bemerkt würden. Er gibt an, die KI könnte Erklärungen und Feedback noch präziser gestalten. Echte Kommunikation und pädagogische Begleitung könne sie jedoch nicht ersetzten. Er führt aus, dass es grandios praktisch sei, sich innerhalb von Sekunden von der KI Übungen zu Vokabeln, Grammatik, Schreiben und Sprechen erstellen zu lassen sowie eigene Texte hochzuladen, um sich dort gemachte Fehler erklären zu lassen. Wenn sie allerdings zum einfachen Abschreiben genutzt oder missbraucht werde, bringe es leider gar nichts.

Die KI ist praktisch und hilft den Schülern sehr. Man kann sie gut zum Lernen benutzen, zum Beispiel von Vokabeln oder Grammatikfragen. Man kann sich auch ganz leicht von der KI abfragen lassen und das hilft vielen Schülern sehr. Jedoch wird klar, dass die KI keine Lehrkraft ersetzen kann. Die KI ist ebenfalls auch nur praktisch, falls man zum Beispiel Texte hochlädt, um sie überprüfen zu lassen. KI sollte nicht nur dazu dienen, die Antworten abzuschreiben, sondern auch helfen, um seine Fehler zu erkennen und aus diesen zu lernen, um das nächste Mal besser zu werden.

Text/Bild: Sila T.

Erasmus+ Dublin 2026 1. Woche

Sonntag, 12. Juli 2026

Nachdem wir in Dublin angekommen waren und erfolgreich unser Gepäck entgegengenommen hatten, teilten wir uns auf verschiedene Taxis auf. Da wir alle gut in der Unterkunft angekommen und hungrig waren, gingen wir als Gruppe zum Essen. Die meisten hatten sich dazu entschieden, in die Unterkunft zurückzukehren und erst einmal anzukommen. Ein anderer Teil hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die Stadt zu erkunden. Sehenswürdigkeiten wie die Temple Bar und die Statue von Molly Malone wurden besichtigt. Am Abend verabredeten wir uns noch gemeinsam zu ein paar Runden Werwolf.

Montag, 13. Juli 2026

Nach einer Einführung in die Dublin Business School ging es in die erste Unterrichtsstunde „Enterprise Projects“. In dieser Stunde überlegten wir uns Themen für die Projekte, die wir in drei Wochen vorstellen müssen. Danach hatten wir eine Stunde „Enterprise in Dublin“. Hierbei setzten wir uns mit großen Tech-Firmen auseinander und durften mehr darüber lernen. Danach wurden weitere Teile der Stadt erkundet und noch Einkäufe für die Woche getätigt. Am Abend trafen wir uns alle zu einer Runde Werwolf.

Dienstag, 14. Juli 2026

In den ersten zwei Stunden mussten wir uns im Fach „Enterprise Projects“ mit unserem Projekt auseinandersetzen, da wir am Donnerstag eine kurze Präsentation halten sollten. Ein paar verbrachten die Pause im St. Stephen’s Green. Außerdem waren einige nach der Schule noch in der St. Stephen’s Mall shoppen. Am Abend gingen wir alle noch in ein Pub, um das erste Halbfinale der WM anzuschauen.

Mittwoch, 15. Juli 2026

Am Morgen bekamen wir eine Führung durch die Bibliothek und durften anschließend weiter an unserem Projekt arbeiten. Am Abend ging es dann noch zum Public Viewing in ein Pub, um das nächste Halbfinalspiel anzuschauen.

Donnerstag, 16. Juli 2026

Am Morgen wurden die Präsentationen gehalten und der aktuelle Stand des Projekts vorgestellt. Daraufhin wurden Zutaten für den gemeinsamen Pizzaabend gekauft, und anschließend wurde die Pizza gemeinsam belegt. Danach wurde die Pizza auf der Terrasse gegessen. Außerdem wurde ein Kickerturnier veranstaltet, unter anderem mit Teilnehmern aus anderen Nationen wie Frankreich, Spanien, Irland und Amerika sowie uns.

Freitag, 17. Juli 2026

Ausgeschlafen gingen wir zu einem interessanten Vortrag über künstliche Intelligenz. Einige besuchten das Archäologische Museum von Dublin. Andere machten eine von der Schule organisierte Bustour. Am späten Nachmittag ging es zu einer Party der Schule und anschließend mal wieder in ein Pub.

Samstag, 18. Juli 2026

Am frühen Morgen fuhren die meisten mit dem DART nach Howth. Nachdem sich alle für Fish and Chips entschieden hatten, wurden diese gemeinsam auf einer Wiese verspeist. Danach teilten sich die Gruppen auf. Einige gingen zum Strand, andere wiederum machten eine abenteuerliche Wanderung entlang der Klippen. Am Abend gingen einige noch in eine Bar, während andere den Abend entspannt in der Unterkunft verbrachten.

Sonntag, 19. Juli 2026

Um sechs Uhr morgens machten sich vier von uns auf einen Tagesausflug zu den Cliffs of Moher. Bei einem Stopp in Galway wurde das Mittagessen genossen, und danach ging es weiter. Nachdem die anderen ausgeschlafen und einen entspannten Tag verbracht hatten, ging es am Abend für das spannende WM-Finale in verschiedene Pubs.

Text/Fotos: Max Sch.

Meine Erwartungen an die 11. Klasse und das Praktikum an der FOS (Sozialzweig)

Mit der 11. Klasse an der Fachoberschule beginnt für mich ein neuer Abschnitt, auf den ich mich freue, der mich aber auch etwas nervös macht. Ich weiß, dass die Anforderungen höher sein werden als in der Vorklasse,deshalb erwarte ich, dass die 11. Klasse zwar anstrengend wird, mir aber gleichzeitig die Möglichkeit gibt, mich weiterzuentwickeln und neue Erfahrungen zu sammeln.

Außerdem freue ich mich darauf, viele neue Menschen kennenzulernen. Da Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Schulen zusammenkommen, hoffe ich, neue Freundschaften zu schließen und eine Klasse zu haben, in der man sich gegenseitig unterstützt und gut zusammenarbeitet. Ich denke, dass eine gute Klassenatmosphäre den Schulalltag viel angenehmer macht. Außerdem wünsche ich mir verständnisvolle und engagierte Lehrerinnen und Lehrer, die den Unterricht interessant gestalten, bei Fragen helfen und ihre Schülerinnen und Schüler motivieren.

Foto: Anastasiya M.

Besonders gespannt bin ich auf das Praktikum. Ich finde es gut, dass man nicht nur im Klassenzimmer lernt, sondern auch die Gelegenheit bekommt, den Arbeitsalltag in einer sozialen Einrichtung kennenzulernen. Am meisten würde ich mich über einen Praktikumsplatz in einem Kindergarten oder einer Förderschule freuen, weil ich gerne mit Kindern arbeite und herausfinden möchte, ob dieser Beruf zu mir passt. Ich erwarte, dass ich dort einen realistischen Einblick in soziale Berufe bekomme und herausfinde, welche Aufgaben zu diesem Berufsfeld gehören. Mir ist bewusst, dass die Arbeit nicht immer einfach sein wird und dass Geduld, Verantwortung und Einfühlungsvermögen eine wichtige Rolle spielen.

Ich hoffe, dass ich während des Praktikums selbstständiger werde, lerne, besser mit verschiedenen Menschen umzugehen und auch in schwierigen Situationen ruhig und verantwortungsbewusst zu handeln. Gleichzeitig möchte ich meine Kommunikationsfähigkeit stärken und mehr Selbstvertrauen gewinnen. Ich denke, dass das Praktikum mir dabei helfen wird, meine eigenen Stärken und Schwächen besser kennenzulernen.

Natürlich habe ich auch ein paar Sorgen. Ich weiß, dass die FOS anspruchsvoll ist und ich mich an ein höheres Lerntempo gewöhnen muss. Besonders vor dem Fach Deutsch habe ich etwas Angst, da es mir nicht immer leichtfällt. Trotzdem möchte ich mein Bestes geben und bei Schwierigkeiten nicht aufgeben, sondern fleißig lernen und mir Hilfe holen, wenn ich sie brauche.

Mein Ziel ist es, das Fachabitur erfolgreich zu schaffen und dann später noch das Allgemeine Abitur zu machen. Ein höherer Schulabschluss ist mir wichtig, weil ich Psychologie studieren möchte und auch falls ich mich doch noch umentscheide, trotzdem mehr Möglichkeiten bei der Berufswahl oder für ein Studium habe.

Insgesamt wünsche ich mir, dass ich die 11. Klasse erfolgreich meistere, viele neue Erfahrungen sammle und mich sowohl schulisch als auch persönlich weiterentwickle. Ich hoffe außerdem, dass ich durch das Praktikum herausfinde, ob ein sozialer Beruf wirklich zu mir passt und ich dadurch eine bessere Vorstellung von meiner beruflichen Zukunft bekomme.

Text: Anastasiya M.

„HeyLife-Workshop“ an der FOS Friedberg: Wie achte ich auf meine psychische Gesundheit?

Stress ist etwas, von dem viele Leute betroffen sind. Viele Leute haben ein Problem mit diesem Stress umzugehen beziehungsweise ein Problem bei Freunden und Familien den Stress zu erkennen. Dieser Stress kann sich ebenfalls auch noch verschlimmern, wenn man sich nicht richtig darum kümmert. Aus diesem Grund fand im Juni 2026 ein „HeyLife-Workshop“ zum Thema psychische Gesundheit bei der Vorklasse 10a der FOS Friedberg statt. Dort lernten die Schülerinnen und Schüler wie gewisse Warnzeichen aussehen könnten und wie man mit diesem Alltag Stress umgehen kann.

Es gibt bestimmte Warnzeichen, die bei den meisten Menschen deutlich wahrzunehmen sind; Foto: Sila T.

Je nach Person kann Stress anders auf einen wirken, das verkompliziert es für Freunde und Familien diesen dann zu erkennen. Obwohl jeder Mensch anders auf Stress reagiert, gibt es immer noch bestimmte Warnzeichen, die bei den meisten Menschen deutlich wahrzunehmen sind. Diese Warnzeichen für psychische Belastung setzen sich aus dem Wort „Warnung“ zusammen:

W            Weinen

A             Aggressivität

R             Rückzug

N             Niedergeschlagenheit

U             Unlust

N             Notenverschlechterung

G            Gedanken zur sterben

Eine Person ist psychisch belastet, wenn sie über einen längeren Zeitraum die genannten Warnzeichen zeigt, sie unter dem Stress leidet, sie sich plötzlich anders verhält als sonst oder wenn sie ihren gewohnten Alltag nicht mehr wie gewohnt bewältigen kann. Anhand solcher Verhaltensmuster kann eine außenstehende Person oder Freunde, Familie oder einer selbst bemerken, ob ein Bekannter Hilfe benötigt.

In Situationen, wo dies der Fall ist, fragen sich viele Leute, was sie tun könnten, um dem Bekannten zu helfen. Wenn jemand offen mit einem redet, sollte man es immer ernst nehmen, denn es könnte sein, dass die Person schon zu stark von dem Stress betroffen ist und dringend Hilfe benötigt. Bei einem solchen Fall sollte man die Person fragen, wie es Ihr geht, aufmerksam zuhören, Mitgefühl und Verständnis zeigen, der Person zeigen, dass sie nicht alleine ist und wenn möglich, Hilfe von Erwachsen in Anspruch nehmen.

Wenn man selber unter diesem Stress leidet, wäre es gut, sich Hilfe von Freunden und Familien zu nehmen. Es kann aber auch dazu kommen, dass man es anderen aber nicht sagen möchte. Also was tun?

Es gibt viele verschiedene Arten, mit diesem Stress umzugehen. Man könnte zum Beispiel Zeit mit Freunden und Familie verbringen, Musik hören, Sport machen, Spazieren oder Joggen gehen, ein Buch lesen, einen neuen Film oder Serie anschauen, einfach mal weinen und loslassen, eine eigene Geschichte schreiben, anderen Menschen helfen, zum Beispiel im Ehrenamt, ausgiebig schlafen, Hobbys nachgehen, usw. Je nachdem wie eine Person darauf reagiert, kann sie unterschiedlich damit umgehen.

Wenn man aber selber damit nicht mehr umgehen kann und man sich auch nicht traut, mit Freunden und Familie darüber zu reden, gibt es auch Hilfsorganisationen, die einem viel weiterhelfen können. Mann kann selber entscheiden, ob man sich mit díesen persönlich, telefonisch, per E-Mail oder über einen Chat unterhalten möchte.

Fazit: Dieser Workshop war sehr praktisch und man lernte viele neue Dinge. Er hat denn Schülern deutlich gezeigt, dass es viele unterschiedliche Wege gibt, mit dem Stress umzugehen und nicht nur den einen Weg. Es zeigte uns auch, dass wir nicht alleine sind mit dem Stress und wir uns nicht darüber schämen müssen, wenn wir nicht alles ohne fremde Hilfe hinbekommen. Der Workshop war für die Schülerinnen und Schüler eine tolle Erfahrung.

Text: Sila T.

Religionsunterricht in der Zukunft – Wünsche und Erfahrungen von Anna-Nicole Heinrich, Präses der evangelischen Kirche in Deutschland

Am 1. April diesen Jahres war das Team unserer Schülerzeitung bei der Sendung „Jetzt red i“ des Bayerischen Rundfunks zu Gast. Vor Ort in Friedberg wurde über das Thema „Kirchen in der Krise – Fallen wir vom Glauben ab?“ diskutiert, ein Thema, das gerade an den Feiertagen und in Anbetracht der steigenden Kirchenaustritte eine große Rolle spielt. Zu Gast waren Rainer Maria Schließler, katholischer Stadtpfarrer in München, und Anna-Nicole Heinrich, Vorsitzende des höchsten Kirchenparlaments (Synode) der evangelischen Kirche in Deutschland.

Nach der Sendung hatten wir von Friedo die Gelegenheit, mit Anna-Nicole Heinrich zu sprechen, die Teil der Diskussionsrunde war. Uns hat vor allem interessiert, wie sie sich den Religionsunterricht in der Schule der Zukunft vorstellt.

Sie erzählte, dass sie selbst aus keiner christlichen Familie kommt und ihren ersten Berührungspunkt mit Religion in der Schule hatte. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihr ein spielerischer Zugang in den ersten Jahren. Später konnte sie sowohl den katholischen als auch den evangelischen Religionsunterricht kennenlernen. Dabei fiel ihr vor allem auf, dass der evangelische Unterricht stärker auf Austausch und Diskussion ausgelegt war. Genau das habe ihr geholfen, sich wirklich mit bestimmten Themen auseinanderzusetzen. Sie hatte nie das Gefühl, dass ihr etwas aufgezwungen wird.


Für die Zukunft wünscht sie sich, dass Religionsunterricht ein Ort bleibt, an dem offen diskutiert wird. Themen, die im Alltag oft zu kurz kommen, sollen dort Raum bekommen. Sie nennt als Beispiel gesellschaftliche Fragen wie die Wehrpflicht oder ethische Perspektiven auf aktuelle Entwicklungen.

Außerdem betont sie, dass es weniger um reines Auswendiglernen gehen sollte. Stattdessen sollte der Fokus stärker auf dem Erleben liegen. Schülerinnen und Schüler sollen die Möglichkeit haben, sich aktiv einzubringen und gemeinsam über unterschiedliche Sichtweisen zu sprechen. Gerade im Austausch liege viel Potenzial, um voneinander zu lernen und neue Perspektiven zu entdecken.

Auch das gemeinsame Erleben von Religion sieht sie als wichtigen Punkt. Religionsunterricht könne ein Raum sein, in dem man nicht nur über Glauben spricht, sondern auch versteht, wie Menschen ihren Glauben im Alltag leben.

Das Gespräch hat gezeigt, dass Religionsunterricht mehr sein kann als ein klassisches Schulfach. Er kann ein Raum für Austausch, Diskussion und persönliche Entwicklung sein. Gerade im Hinblick auf die „Schule der Zukunft“ bleibt damit die Frage offen, wie solche Ansätze stärker in den Schulalltag integriert werden können.

Text: Julia M.

Umweltschule: Nachhaltiges Schulleben, Mitbestimmung und Mitgestaltung

Erweiterung der Hausordnung

Letztes Jahr haben die Umweltbeauftragten der FOS/BOS Friedberg abgestimmt, um die Hausordnung zu erweitern und dafür Ideen ausformuliert. Diese Ideen wurden dieses Jahr von den Umweltbeauftragten noch einmal überarbeitet und um den Aspekt ergänzt, dass ALLE sich einbringen sollen/dürfen. Danach haben alle Umweltbeauftragten (d.h. Vertreter aus ALLEN Klassen) abgestimmt, welche der Versionen in die Hausordnung aufgenommen werden sollen. Nach der Abstimmung wurden die Ideen dem Schulforum zur Abstimmung vorgestellt. Das Schulforum (Vertreter von Lehrern, Eltern, Schülern) hat dafür gestimmt und hat sich ganz deutlich für das herausragende Engagement der Schüler bedankt und angesprochen, dass dieses entsprechend gewürdigt werden soll.

Mülltrennung

Alle Mitglieder der Schulgemeinschaft sind aufgefordert, Müll konsequent zu trennen und damit aktiv zum Ressourcenschutz beizutragen. Hierfür sind die bereitgestellten Wertstoff- und Trennsysteme in den Klassenzimmern und auf dem Schulgelände zu nutzen. Durch bewusste Mülltrennung und -vermeidung übernehmen wir gemeinsam Verantwortung für eine nachhaltige Schulumwelt.

Ressourcen- und Umweltschutz

Zum Schutz von Umwelt und Ressourcen achten wir auf sparsamen Energie- und Wasserverbrauch. Die Umweltbeauftragten der Klassen übernehmen dabei eine besondere Rolle: Sie achten zum Beispiel auf das Ausschalten von Beamern, PCs und Licht, auf richtiges Lüften sowie die konsequente Mülltrennung und erinnern an diese Maßnahmen. Umweltschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe: Die Verantwortung liegt bei jedem Einzelnen, diese Maßnahmen im Schulalltag konsequent umzusetzen und die Umweltbeauftragten aktiv zu unterstützen.

Mitbestimmung des Pausenverkaufs

Das Umweltteam hat mit dem Personal und Catering des Pausenverkaufs geredet und sich die Erlaubnis eingeholt, die Schulgemeinschaft zu fragen, welche Wünsche bezüglich des Angebots des Pausenverkaufs bestehen. Daraufhin wurde eine Durchsage gemacht und eine Kiste in die Aula gestellt. Alle Schüler und Lehrer wurden eingeladen, Wünsche auf Zettel zu schreiben und in die Kiste zu legen.

Die Wünsche wurden vom Umweltteam unter Leitung von Lehrerin Catharina Hubl ausgewertet, gebündelt und in einem Ranking zusammengefasst. Diese Liste wurde an die verantwortlichen Verkäuferinnnen des Kiosks übergeben. Aktuell befinden sie sich hierzu im Austausch mit dem Caterer, um zu prüfen, welche Vorschläge realistisch umsetzbar sind.

Die Schulgemeinschaft kann dann über die umsetzbaren Vorschläge abstimmen, eventuell werden drei Ideen zur Wahl stehen.

Dreiteilung der Mülleimer in Rest-Plastik-Papiermüll

Das Umweltteam hat sich für neue Mülleimer, die eine Dreiteilung in Rest-, Plastik- und Papiermüll haben, eingesetzt. Die Mülleimer für die Aula wurden geliefert, aufgebaut und sind im Einsatz. Die Mülleimer für die Klassenzimmer wurden ebenfalls geliefert. Der Aufbau fand gemeinsam mit dem Hausmeister und den Umweltbeauftragten der Klassen statt. Danach wurden sie in die jeweiligen Klassenräume verteilt. Das Umweltteam hat drei Layouts für die Mülleimerbeschriftung entworfen als Kennzeichnung und zur Unterscheidung der Mülleimer. Die gesamte Schulgemeinschaft hat abgestimmt, welche Version gedruckt werden soll. Sticker „Version drei“ hat gewonnen und ist bereits bestellt.

Die Bilder zeigen die Sticker „Version drei“:

Raum der Stille

Das Umweltteam organisierte an drei Mittwochs-Pausen vor Weihnachten einen sogenannten „Raum der Stille“. Der Raum E100 wurde von einer Gruppe Schülern dekoriert und hergerichtet. Das Ziel dahinter, war zu entspannen und abzuschalten vom stressigen Schulalltag. Es ging aber auch um Achtsamkeit und ein nachhaltiges Schulleben im Sinne von „Der Mensch steht im Mittelpunkt, nicht nur der Unterricht mit Leistung“. Das Angebot wurde mit großem Interesse genutzt, der Raum war immer voll.

Was konnte man tun? Entspannen, Musik hören, Meditationen und Mandalas ausmalen. Die Mandalas wurden vom Umweltteam jede Woche thematisch ausgesucht. Die Themen waren: Natur, Blumen, Tiere und Weihnachtsmotive. Zudem haben die Schüler für jede Woche Bastelaktionen vorbereitet. Als Weihnachtsgeschenk einmal Rentiergesichter und einmal Fensterweihnachtssterne. Ein anderes Mal wurden Kressebecher gebastelt, die in der Schule am Fenster oder zu Hause wachsen konnten.

Die Schüler waren motiviert und haben sich gefreut, ihren monotonen Alltag ein wenig aufzurütteln. Das Angebot war für die gesamte Schulgemeinschaft (Schüler, Lehrer und andere Personen).

Die Rückmeldung war allgemein sehr gut. Der Wunsch besteht, es nächstes Jahr wieder anzubieten.

Auf dem Bild kann man die gebastelten Rentiergesichter sehen:

Auf diesen Bildern sieht man die gebastelten Kressebecher mit Kressesamen:

Text: Jana G., Fotos: Catharina Hubl, Lehrerin an der Beruflichen Oberschule Friedberg

Umweltschule: Nachhaltige Ernährung ist wichtig!

Plätzchen-Verzierung am Weihnachtsaktionstag

Am Freitag, den 19.12.2025, fand der Weihnachtsaktionstag an unserer Schule statt. Das Umweltteam der FOS/BOS Friedberg unter der Leitung von Lehrerin Catharina Hubl bot eine Aktion zum Thema nachhaltige Ernährung an. Dort konnte man gegen eine Spende nachhaltig (also biologisch, regional und mit kurzem Fahrtweg) gebackene Plätzchen kaufen und dann verzieren (mit Streuseln oder Schokolade). Dafür wurde Fairtrade-Schokolade vom Eine-Welt-Laden Aichach gespendet. Die Plätzchen wurden vom Umweltteam gebacken. Der Erlös wurde an verschiedene Organisationen gespendet.

Hier sieht man Informationen zum Sponsor der Schokolade:

Das Plakat erklärt, worauf das Umweltteam beim Backen der Plätzchen geachtet hat:

Auf dem Bild kann man die verzierten Plätzchen sehen:

Muffin-Verkauf an der Open-Mind-Night

Am Donnerstag, den 12.02.2026, fand die Open-Mind-Night statt. Dort verkaufte das Umweltteam nachhaltige Muffins. Das Geld wurde dann an das Open-Mind-Night Team weitergegeben. Dieses hat es dann an verschiedene Organisationen gespendet.

Auf dem Bild sieht man, wie das Umweltteam die Muffins backt:

Text: Jana G., Fotos: Catharina Hubl, Lehrerin an der Beruflichen Oberschule Friedberg

Schülerzeitungskongress 2026: Journalistin Janina Bauer von CORRECTIV im Podcast-Interview

Wie wird man eigentlich Investigativjournalistin? Und welche Tipps hat eine erfahrene Journalistin für junge Menschen, die selbst schreiben möchten?
Diesen und weiteren Fragen sind wir beim Schülerzeitungskongress 2026 in Berlin nachgegangen. Dort hatten wir die Gelegenheit, mit Janina Bauer, Investigativjournalistin bei CORRECTIV, zu sprechen. Im Podcast-Interview erzählt sie von ihrem Weg in den Journalismus, spannenden Recherchen und davon, welche Verantwortung Journalistinnen und Journalisten tragen. Außerdem gibt sie Einblicke in die Chancen, aber auch in die Herausforderungen investigativer Arbeit.

Das Gespräch mit Janina Bauer von CORRECTIV führte unsere Autorin Lirjona (links im Bild) in der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin; Foto: Justin A.

Interview: Lirjona K.

Comic: Danke, dass du zugehört hast!

Unsere Autorin Anastasiya hat sich zum Thema „Mentale Gesundheit“ Gedanken gemacht und dabei einen kleinen Comic entworfen. Sie hat mit dem Programm „Canva“ gearbeitet und sagt selbst: „Mein Comic zeigt, dass man psychische Belastungen oft nicht von außen erkennen kann. Die Hauptfigur wirkt glücklich, trägt aber innerlich viele Sorgen mit sich. Erst als eine Freundin ehrlich nachfragt und zuhört, fühlt sich die Person besser. Die Botschaft lautet: Man sollte nicht vorschnell urteilen und füreinander da sein, denn man weiß nie, was jemand gerade durchmacht.“

Idee/Design: Anastasiya M.

Schule der Zukunft: Gemeinschaft und Demokratie

In dieser Serie zu unserem aktuellen Spitzenthema „Schule der Zukunft“ nimmt unser Autor Justin verschiedene Bereiche der Schule und des Lernens unter die Lupe und bezieht Stellung.

Mitbestimmung/Demokratie

Mitspracherecht im Schulalltag

In einer Schule der Zukunft sollen die Schüler stärker in Entscheidungen einbezogen werden, die ihren Schulalltag beeinflussen. Darunter fallen etwa die Schulregeln, Essensangebote in der Cafeteria oder Planung von neuen Aktionen oder auch die Gestaltung des Pausenraums.

Stärkung der Schülervertretung

In der Schule der Vergangenheit ist die Schülervertretung häufig eher Symbolpolitik. In einer Schule der Zukunft sollen Schülervertreter stärker in Entscheidungen miteinbezogen werden. Die Schülervertretung übernimmt eine wichtige Rolle bei der Durchsetzung neuer Schulregeln oder Planung von Schulveranstaltung – so sollen Schüler nicht nur verstehen, wie unser politisches System funktioniert, sondern auch Verantwortung übernehmen.

Demokratie praktisch erleben

Eine Mitbestimmung vermittelt wichtige demokratische Werte, die über den regulären Schulalltag hinaus gehen. Schüler lernen, ihre Meinung zu sachlich zu vertreten, Kompromisse zu finden und andere Sichtweisen zu respektieren. Die Schule wird somit nicht nur ein Ort des Lernens, sondern zu einem Ort, an dem demokratisches Handeln erlebt und geübt wird.

Soziales Miteinander

Respekt und wertschätzender Umgang

Eine Schule der Zukunft soll ein Ort sein, an dem alle Schülerinnen und Schüler respektvoll miteinander umgehen. Mobbing und Ausgrenzung dürfen keinen Platz haben, da sie zu psychischen Belastungen, Schulangst und Leistungsproblemen führen können. Besonders durch soziale Medien findet Mobbing heute oft im Verborgenen statt und wird von Lehrkräften oder Eltern nicht immer erkannt. Deshalb sollte die Schule vermitteln, wie man Konflikte friedlich löst, andere Meinungen akzeptiert und respektvoll miteinander kommuniziert. Dabei geht es nicht darum, dass alle befreundet sein müssen, sondern dass jeder mit Würde und Respekt behandelt wird.

Gemeinschaft und Zusammenhalt

Der Zusammenhalt innerhalb der Schule sollte aktiv gefördert werden. Gemeinsame Aktivitäten wie zum Beispiel Klassenfahrten oder schulische Veranstaltungen stärken das Gemeinschaftsgefühl. Wenn Schüler regelmäßig in Kontakt kommen, entsteht ein starkes Wir-Gefühl, allerdings darf der Unterricht natürlich nicht zu kurz kommen.

Umgang mit Konflikten

Konflikte sind im Schulalltag unvermeidlich, sie sollten jedoch konstruktiv gelöst werden. Streitschlichterprogramme und Vertrauenslehrkräfte, sowie Gesprächsangebote können helfen, Konflikte frühzeitig zu erkennen und effizienter zu lösen bevor sie eskalieren.

Inklusion und Vielfalt

Schülerinnen und Schüler offenbaren verschiedene Fähigkeiten, Stärken, Hintergründe und Bedürfnisse. In einer Schule der Zukunft lernen Schüler von Schülern und unterstützen sich gegenseitig.

Text: Justin A.

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