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Schlagwort: FOSBOS Friedberg

„ReFashion MINT“: Wie eine KI Kleider sortiert

Das Projekt „ReFashion MINT“ wird durch den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) ermöglicht. Es fand für die teilnehmenden Schüler und Schülerinnen der FOS am 23. September 2026 und 24. September 2026 statt.

Am ersten Tag wurden die ersten zwei Module im Recycling-Atelier des ITA (Institut für Textiltechnik Augsburg) durchgeführt. Das erste Modul fand von 8:15 Uhr bis 10:30 Uhr und das zweite Modul von 10:55 Uhr bis 13:10 Uhr statt. Wir erhielten eine Führung durch die Anlage, eine Einführung in die Produktionskette sowie eine Erklärung des Recyclingvorgangs von Stoffen. Außerdem bekamen wir eine Prognose für die Textilindustrie in Deutschland, wie sich das Recycling von Textilien in Zukunft voraussichtlich weiterentwickeln wird und an welchen Vorgängen dafür gerade gearbeitet wird.

Am zweiten Tag wurden die letzten zwei Module bei uns an der FOS Friedberg durchgeführt. Das vierte Modul fand von 8:15 Uhr bis 13:10 Uhr und das fünfte Modul von 13:35 Uhr bis 15:05 Uhr statt. Als erstes wurden uns die wichtigsten Möglichkeiten, zum Beispiel wie Künstliche Intelligenz den aktuellen Recyclingprozess verbessern kann, vorgestellt. Danach konnten wir mit VR-Brillen den Recyclingsprozess des Ateliers selber nachspielen und durften eine KI für die Kleidersortierung programmieren. Am Ende wurde noch ein Planspiel durchgeführt.

Das Projekt war eine coole und interessante Möglichkeit für Schülerinnen und Schüler mehr über ein auch in Zukunft wichtiges Thema zu lernen und eine andere Perspektive dazu zu sehen.

Auf diesem Bild sieht man den Vortrag zur KI:

Auf diesem Bild sieht man unsere Autorin Jana mit VR-Brille, wie sie den Recyclingsprozess des Ateliers nachspielt:

Auf diesem Bild trainieren Schüler eine KI für die Kleidersortierung:

Text: Jana G.

Fotos: Catharina Hubl

Zwischen Schulaufgaben und Podcasts – Alternative Leistungsnachweise

Leistungsnachweise müssen nicht immer aus Schulaufgaben und Kurzarbeiten bestehen. In vielen Fächern werden inzwischen Podcasts, Erklärvideos, Referate oder Portfolios als Alternativen eingesetzt.

Empfinden Schülerinnen und Schüler diese Form der Leistungsbewertung als fairer und einfacher oder eher als zusätzliche Belastung? Und wie bewerten eigentlich Lehrkräfte diese Entwicklung?


Viele der befragten Schülerinnen und Schüler stehen den alternativen Leistungs-nachweisen grundsätzlich positiv gegenüber. Besonders geschätzt wird, dass Formate wie Präsentationen, Podcasts oder Portfolios mehr Raum für eigene Ideen lassen und dadurch abwechslungsreicher sind als klassische Schulaufgaben. Einige berichteten zudem, dass diese Form der Leistungsbewertung weniger stressig sein kann, da nicht ausschließlich unter Zeitdruck gelernt und abgefragt wird und man seine Kreativität besser ausleben kann. Gleichzeitig wurde deutlich, dass alternative Leistungsnachweise nur dann als entlastend empfunden werden, wenn sie gut verteilt sind. Häufen sich Projekte, Referate und Präsentationen in mehreren Fächern und kommen zusätzlich Schulaufgaben hinzu, steigt der Stress deutlich an. Kritisch angemerkt wurde außerdem, dass nicht alle Schülerinnen und Schüler unter denselben Voraussetzungen arbeiten. Besonders sichere Vortragende hätten teilweise Vorteile, während andere mehr Überwindung benötigten. Trotzdem wurde die Bewertung der verschiedenen Projekte zum Großteil als fair und transparent wahrgenommen, da hierbei mit Protokollen gearbeitet wird, die von den Schülern selbst ausgefüllt werden.


Auch aus Sicht der Lehrkräfte gewinnen alternative Leistungsnachweise zunehmend an Bedeutung. Zwei befragte Lehrerinnen erklärten, dass solche Formate nicht nur für mehr Abwechslung sorgen, sondern auch vom Kultus-ministerium unterstützt werden. Neben klassischen Schulaufgaben sollen daher bewusst kreativere Leistungsnachweise eingesetzt werden. Ein weiterer befragter Lehrer betonte, dass alternative Leistungsnachweise immer aktueller würden und einen klaren Vorteil gegenüber klassischen Kurzarbeiten hätten. Statt einer einmaligen Leistungssituation erhielten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich über einen längeren Zeitraum mit einem Thema auseinanderzusetzen und ihre Ergebnisse anschließend zu präsentieren. Dadurch rücke das reine Auswendig-lernen stärker in den Hintergrund. Zudem sehe er in Gruppenprojekten eine sinnvolle Vorbereitung auf die spätere Arbeitswelt, in der Teamarbeit eine wichtige Rolle spiele. Gleichzeitig verwies er aber auf Schwierigkeiten bei der Bewertung. Besonders bei Gruppenarbeiten sei es herausfordernd, die individuelle Leistung einzelner Schülerinnen und Schüler objektiv zu erfassen. Außerdem bestehe die Gefahr, dass Noten teilweise besser ausfielen, als es dem tatsächlichen Wissens-stand entspreche. Klassische Schulaufgaben und Kurzarbeiten würden seiner Ansicht nach das eigenständige Verständnis deutlicher widerspiegeln, da dort beispielsweise diskussionsorientierte Fragestellungen das tatsächliche Verstehen sichtbar machten. Auch eine weitere Lehrerin äußerte sich eher kritisch. Am Beispiel des Deutschunterrichts erklärte sie, dass bei Gruppenarbeiten zu literarischen Epochen einzelne Themen sehr vertieft behandelt würden, während andere Bereiche weniger Beachtung fänden. So könne es vorkommen, dass Schülerinnen und Schüler in einem bestimmten Teilgebiet über detailliertes Wissen verfügten, jedoch kein gleichmäßig ausgeprägtes Gesamtverständnis besäßen. Zudem entstehe teilweise ein unverhältnismäßig großer Arbeitsaufwand für kleinere Themenbereiche, was die Leistungsbewertung verzerren könne. Ähnlich wie der zuvor befragte Lehrer sieht sie die Gefahr, dass Noten in solchen Formaten tendenziell besser ausfallen und damit nicht immer das tatsächliche Leistungs- niveau widerspiegeln. Insgesamt steht sie klassischen Leistungsnachweisen daher eher positiver gegenüber, auch wenn sie einräumt, dass kreative Formate in der Korrektur mitunter angenehmer seien. Alternative Formate wie Portfolios, Präsentationen oder Podcasts ermöglichen es aber, sich intensiver mit Themen auseinanderzusetzen, anstatt sie nur kurzfristig auswendig zu lernen. Gleichzeitig erfordert ihre Bewertung klare Kriterien und Transparenz. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz stellt dabei eine besondere Herausforderung dar, da es nicht immer eindeutig ist, wie Eigenleistung und KI-Unterstützung voneinander zu unterscheiden sind und wie sich die Gruppen- und die Einzelleistung der Schülerinnen und Schüler voneinander abgrenzen lassen. Der zusätzliche Aufwand für Lehrkräfte liegt vor allem im organisatorischen Bereich, etwa bei der Archivierung oder dem Datenschutz. Die eigentliche Bewertung wird hingegen nicht unbedingt als aufwendiger empfunden. Im Gegenteil: Beide Lehrerinnen beschrieben es als angenehm und abwechslungsreich, auch kreative Arbeiten zu bewerten, anstatt ausschließlich ähnliche Schulaufgaben zu korrigieren. Mit Blick auf die Zukunft gehen sie davon aus, dass alternative Leistungsnachweise weiter an Bedeutung gewinnen werden. Gerade im Zusammenhang mit KI sei es notwendig, Prüfungsformate weiterzuentwickeln und an den aktuellen Zeitgeist anzupassen, ohne dabei das Leistungsniveau zu senken.

Text: Melek A.

3. Woche Dublin Erasmus+ Ende Juli 2024

Die letzte Woche hat begonnen und nach den ganzen Ausflügen geht es jetzt ans Lernen. In 3er bis 4er Gruppen haben wir seit Beginn dieses Aufenthalts die Aufgabe, uns ein Start-Up-Unternehmen auszudenken, darüber müssen wir eine 20minütige  Präsentation halten, einen ausführlichen Report von mind. 1500 Wörtern schreiben und zusätzlich schreiben wir auch noch eine Abschlussprüfung, die aus 3 Fragen, die man jeweils mit 300 bis 400 Wörtern beantworten muss, besteht. Und wie man es sich denken kann, ist heute Montag der letzten Woche und wir haben nicht wirklich etwas dafür gemacht – es wird höchste Zeit.

Ach super, jetzt sind auch noch alle krank geworden. 

In der letzten Woche haben wir am wenigsten Unterricht, da wir alle an unserem Projekt arbeiten müssen – wir brauchen die Zeit aber eher zum schleunigst gesund werden, weil wirklich jeder einzelne richtig krank geworden ist – Auswahl hatten wir zwischen Husten, Kopfweh, Fieber, Schnupfen, Gliederschmerzen – super Timing. 

Also Tipp für euch: Passt im Unterricht aktiv auf, dann reicht die letzte Woche, wenn ihr die Sache ernst nehmt – ansonsten schadet früher anfangen tatsächlich auch nicht .

Abschließend können wir sagen, dass alles gut hingehauen hat, aber der Aufwand (wenn die Sache einem wichtig ist) nicht gering ist!

Wir sind wirklich sehr dankbar, diese Erfahrung mitzunehmen! Nach diesen 3 Wochen haben wir definitiv viele viele neue Blickwinkel und Sichtweisen auf das Leben generell, das Arbeitsleben und Möglichkeiten, die einem offen stehen, an die man vor 3 Wochen noch gar nicht gedacht hat, bekommen. Ein paar von uns sind auch sicher, nicht das letzte Mal dagewesen zu sein 🙂 Auch miteinbezogen, was der Kurs normalerweise kosten würde, lohnt es sich definitiv, an diesem von Erasmus+ kofinanzierten Aufenthalt teilzunehmen!

Julia D., Lorenz G., David M.