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Monat: August 2026

Erasmus+ Dublin 3. Woche

Montag, 27.07.2026
Am Morgen hatten wir von 11:00 Uhr bis 14:30 Uhr Unterricht. Dabei erklärte uns der Lehrer, dass wir am nächsten Tag unsere Abschlusspräsentation halten mussten. Wir dachten, dass wir bis Freitag Zeit hätten, weshalb wir etwas überrascht und auch ein bisschen gestresst waren. Deshalb verbrachte ein Großteil der Gruppe den Nachmittag damit, die Präsentationen fertigzustellen, und einige von uns gingen zu einem Buchladen in der Innenstadt von Dublin, um nach irischen Büchern zu suchen. Am Abend kochte ein Teil der Gruppe Ofenkartoffeln und schaute einen Film in unserem Wohnzimmer.

Dienstag, 28.07.2026
Am Dienstag hielten die meisten von uns ihre Präsentation in der Schule. Diese sollte 15 Minuten dauern und handelte von den Start-ups, die wir uns in unseren Teilgruppen entwickelt hatten. Danach waren wir erleichtert, dass wir diesen Teil der Prüfung bereits hinter uns hatten. Nachmittags arbeiteten die meisten an dem Bericht zu der Präsentation, in dem wir über das gleiche Thema schreiben sollten. Dabei musste jede Gruppe 1.500 Wörter schreiben. Zusätzlich dazu sollte jeder eine kurze individuelle Reflexion zu der Gruppenarbeit und dem Projekt erstellen. Am Abend kochte ein Teil der Gruppe zusammen Tacos und schaute noch mal einen Film.

Mittwoch, 29.07.2026
Am Morgen kauften wir uns Zimtschnecken bei einem Laden, an dem wir jeden Tag auf dem Weg zur Schule vorbeigegangen waren. Dies hatten sich viele von uns schon von Anfang an vorgenommen. Danach besuchten wir mit der Schule die Docklands und im Anschluss war es noch möglich, sich das EPIC Museum anzusehen. Dabei hatten wir eine Führung entlang des Flusses, bei der uns mehr über die Geschichte Irlands erklärt wurde. In dem Museum ging es um die Auswanderung der Iren in die ganze Welt. Diese wurde in verschiedenen Räumen mithilfe von Videos und interaktiven Elementen dargestellt. Abends gingen wir zusammen in den Pub, um in den Geburtstag eines Mitglieds unserer Gruppe hineinzufeiern. Um Mitternacht sangen wir gemeinsam „Happy Birthday“ und es wurde ein Geschenk überreicht.

Donnerstag, 30.07.2026
An unserem letzten regulären Schultag bereiteten wir uns auf unsere Abschlussprüfung am Freitag vor. Diese war am nächsten Tag und viele von uns hatten davor noch nicht die Zeit gefunden, sich darauf vorzubereiten. Nach der Schule sah sich ein Teil der Gruppe die Temple Bar von außen an und ging danach in das Fitnessstudio unseres Studentenwohnheims. Am Abend kochte ein Teil der Gruppe zusammen und schaute einen Film. Dabei wiederholten wir den Stoff, der am nächsten Tag abgefragt wurde.

Freitag, 31.07.2026
Am Freitag mussten wir erst um 11:30 Uhr bei der DBS sein, um die Abschlussarbeit zu schreiben. Dabei mussten wir aus insgesamt sieben Fragen drei auswählen und innerhalb von zwei Stunden jeweils 300 bis 500 Wörter pro Frage verfassen. Viele Schülerinnen und Schüler gaben ihre Arbeiten bereits frühzeitig ab. Die ersten waren sogar schon nach 45 Minuten fertig.
Insgesamt war der Test einfacher als erwartet, da die Fragen bereits im Unterricht besprochen worden waren und daher nur noch schriftlich beantwortet werden mussten. Nach dem Test machten wir zunächst eine Pause. Einige nutzten die freie Zeit, um durch die Stadt zu spazieren, den Park zu besuchen oder noch einmal shoppen zu gehen, bevor wir uns pünktlich zur von der DBS organisierten Pizza-Party trafen. Dort verabschiedeten wir uns von den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften. Anschließend trafen wir uns noch einmal als Klasse, um die verbleibende Zeit bei einem gemeinsamen Abendessen zu genießen.

Interview mit Chemielehrer Herr Keller: Welchen potentiellen Nutzen hat KI im Unterricht?

Redaktion: Welche Entwicklungen haben Sie in Bezug auf den Chemieunterricht in den letzten Jahren besonders erstaunt?

Keller: Der neue Lehrplan Plus. Inhalte und Kompetenzen werden hier explizit formuliert. Früher gab es hier nur die Inhalte.

Redaktion: Welche Kompetenzen sollten Schüler im naturwissenschaftlichen Unterricht der Zukunft Ihrer Meinung nach unbedingt erwerben?

Keller: Mit Hilfe von Literatur und Internet, auch KI, bestimmte Inhalte erarbeiten und verstehen.

Redaktion: Wie wird sich die Rolle von Lehrkräften Ihrer Meinung nach in den kommenden Jahren verändern?

Keller: Bei der Erarbeitung von Lerninhalten eher hin zu einem Lernbegleiter, bei der Chemieübung wird sich da nichts ändern, da ja hier die Verantwortung für die Sicherheit nach wie vor beim Lehrer liegt. Schulung der Schüler hinsichtlich Prompt-Erstellung im Fach Chemie.

Redaktion: Welche Bedeutung messen Sie der Digitalisierung bei?

Keller: Messwerterfassung, Simulationen, KI-Nutzung spielen in der Chemie eine wichtige Rolle.

Redaktion: Der Chemieunterricht wird häufig als wenig innovativ beschrieben. Teilen Sie diese Einschätzung?

Keller: Da es sich vorwiegend um Grundlagenvermittlung handelt, gibt es allenfalls in der Benutzung von Lern-Apps und KI zur Übung Innovationen.

Redaktion: Welche Rolle spielen strukturelle Rahmenbedingungen wie Ausstattung oder Lehrpläne?

Keller: Strukturelle Rahmenbedingungen haben einen großen Einfluss, da sie bestimmen, was gemacht werden kann.

Redaktion: Inwiefern sind klassische Unterrichtsformen im Fach Chemie noch zeitgemäß?

Keller: Grundlagen werden in der Chemie am besten gerade in einer Chemieübung vermittelt.

Redaktion: Welche neuen Unterrichtsformate könnten Sie in der Zukunft sehen?

Keller: Noch mehr Schülerexperimente wären sinnvoll, scheitern aber sehr oft an der Gruppengröße. Aus Sicherheitsgründen sollte diese Gruppengröße höchstens aus 16 Schülern bestehen.

Redaktion: Welche potenziellen Boni und Mali sehen Sie darin?

Keller: Boni: Lerneffekt ist bei Schülerexperimenten hoch. Mali: Erhöhter organisatorischer Aufwand, zum Beispiel Teilung von Klassen, zusätzliche Lehrkräfte, mehr Übungsräume.

Redaktion: Welche Voraussetzungen müssen Schulen erfüllen, um mit dem Fortschritt der Technik mitzuhalten?

Keller: Immer wissen, was gerade in der Technik geforscht wird. Dies ist aber schwierig, da die Lehrpläne hier zeitlich nicht Schritt halten können. Außerdem müsste es hier eine übergeordnete Stelle geben, die alle Schulen immer auf dem neuesten Stand hält.

Redaktion: Welche Kompetenzen benötigen Lehrkräfte im Umgang mit modernen Werkzeugen wie zum Beispiel KI?

Keller: Konkrete Schulung zum Einsatz der KI im jeweiligen Fach, zum Beispiel für Aufgabenerstellung, Versuchsdurchführung, Simulationen und Bilder erstellen. Hier fehlt es momentan an fachspezifischen Fortbildungen.

Redaktion: Besteht die Gefahr, dass grundlegendes Verständnis verloren geht?

Keller: Wenn man die KI als Hilfsmittel und nicht als „Hausaufgabenersteller“ nutzt, würde das Verständnis im Fach Chemie eher ansteigen.

Redaktion: Wie kann Chancengleichheit beim Zugang zu neuen Technologien sichergestellt werden?

Keller: Indem man die KI anweist, Aufgaben und Lerntests auf dem jeweiligen Lernniveau zu erstellen. Dazu ist allerdings eine eingehende Schulung in der Erstellung eines entsprechenden Prompts notwendig.

Redaktion: Können virtuelle Labore reale Experimente sinnvoll ergänzen oder sogar ersetzen?

Keller: Das gibt es bereits in der browserbasierten App AK-Minilabor. Dieses ist in jedem Fall eine sinnvolle Ergänzung zum laufenden Unterricht. Ersetzen kann diese App einen realen Versuch auf keinen Fall, da hierzu ja auch motorische und sicherheitsrelevante Fähigkeiten geschult werden.

Redaktion: Wie kann KI helfen, abstrakte Inhalte verständlicher zu machen?

Keller: Indem man die KI anweist, diesen abstrakten Inhalt möglichst einfach zu erklären. Dafür ist ein entsprechender Prompt nötig.

Redaktion: Sehen Sie Potenzial, durch KI das Interesse von Schülern an Chemie zu steigern?

Lehrkraft: Kurzfristig ja, langfristig wird es immer zu einer Gewohnheit an das Medium (auch KI) geben, die dann zwangsläufig zu weniger Interesse führt.

Keller: Welche Erfahrungen haben Sie bisher mit KI im Unterricht gemacht?

Keller: Bisher nur im Wahlfach Info, wo die Schüler einen Quellcode mithilfe von KI erstellen sollten. Das hat überraschenderweise sehr gut funktioniert und den Schülern auch, so glaube ich, Spaß gemacht.

Redaktion: Wo liegen aus Ihrer Sicht die Grenzen oder Risiken beim Einsatz von KI?

Lehrkraft: Die Antworten der KI müssen immer auf ihre Richtigkeit überprüft werden. Es muss jedem bewusst sein, dass die KI keine eigenständigen, überprüften Antworten gibt, sondern nur auf Quellen des Internets zurückgreift. Da kann es auch zu erheblichen Fehlern kommen.

Redaktion: Vielen Dank für das Gespräch!

Interview: Tom E.

Die Fragen dieses Interviews so wie dessen Bearbeitung wurden von K.I. unterstützt.