Interview mit Frau Hoffman über das „Schule ohne Rassismus“-Team und die „Open-Mind-Night“

Das „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“-Team trägt maßgeblich zu unserer Schulgemeinschaft innerhalb der FOSBOS Friedberg bei. So organisiert das Team regelmäßig Aktionen, wie beispielsweise die Ausstellung zum „Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen“, die Spendenaktion zum „Welt-Aids-Tag“ oder auch die bevorstehende „Open-Mind-Night“ am 12. Februar 2026 um 19 Uhr.

Bei der „Open-Mind-Night“ (OMN) handelt es sich um eine besondere Veranstaltung der Beruflichen Oberschule, wo engagierten Schüler*innen die Möglichkeit gegeben wird, ihre Talente zu zeigen. Das Thema für dieses Jahr ist „Mask Off“. Jeder ist dazu eingeladen, sein eigenes Talent darzustellen oder den Schüler*Innen dabei zuzuschauen.

„Eigentlich ist unser Team unser größter Stolz in jedem Jahr und die Aktionen nur die Sichtbarkeit der tollen Leute, die dahinter stehen.“

Um das Schule ohne Rassismus Team und ihre Tätigkeiten näher kennenzulernen, habe ich ein Interview mit Organisatorin und Lehrerin Frau Berit Hoffmann geführt. Sie unterrichtet Deutsch, Geschichte und Ethik und ist nebenbei noch im SoR-Team engagiert.

Friedo: Wie kam es dazu, dass das „Schule ohne Rassismus“-Team an unserer Schule gegründet wurde?

Frau Hoffmann: „Das Schule ohne Rassismus/Schule mit Courage-Zertifikat hat mein Kollege Peter Fischer bei uns an die Schule geholt. Er hat sich am Anfang mit Vorträgen und Einladungen viele Gedanken gemacht und tolle Projekte gestartet. Allerdings war er dann mit anderen Arbeiten eingebunden, so dass lange Zeit nur die Plakette in der Aula hing. Ein paar Schüler kamen dann auf die Idee, dass man hier was machen müsste, und da war das Lehrerteam um Frau Binner, Frau Hilse, Frau Holzmann und ich sofort dabei. Seit diesem Jahr macht auch Frau Pauly mit.“

Friedo: Welche konkreten Projekte oder Aktionen organisiert das „Schule ohne Rassismus“-Team?

Frau Hoffmann: „Zunächst haben wir uns nur mit Themen aus dem Umfeld des schulischen Rassismus engagiert. Dazu wurde ein QR-Code ausgehängt, unter dem man dem Team von Rassismus-Erfahrungen in der Schule berichten konnte. Oder es gab Aktionen, bei denen wir uns mit Vorurteilen beschäftigt haben und ein Transparent in der Aula entstand. Wir haben über „Ufuq“ (anerkannter Träger der freien Jugendhilfe und politischer Bildung im Themenbereich Islam, antimuslimischer Rassismus und Islamismus) auch Workshops für die Klassensprecher zu antimuslimischem Rassismus organisiert und eben auch aus diesem Grund die erste Open-Mind-Night ins Leben gerufen. Erst kürzlich fand unsere Aktion zum Welt-Aids-Tag statt. Hier zählen wir noch die Einnahmen durch unsere Punsch-Aktion und die Spenden, die eingegangen sind. Dieser Tag war wirklich ein großer Erfolg und wir freuen uns, dass wir Jugendliche in Kapstadt so unterstützen können.“

Friedo: Gab es bereits Veranstaltungen oder Aktionen, auf die Sie besonders stolz waren?

Frau Hoffmann: „Natürlich ist die OMN immer das Highlight unserer Jahres, aber dieses Jahr konnten wir auch das Konzert mit Roman Knizka realisieren, waren bei den Zukunftsdialogen in Aichach und hatten in diesem Schuljahr noch eine Ausstellung im Haus zum Thema ,Häusliche Gewalt‘“. Außerdem freuen wir uns sehr, dass wir wieder die Medienstelle Augsburg mit an Bord haben und das Team mit uns und der Vorklasse einen Film erstellen wird.“

Friedo: Was ist das wichtigste Ziel des Teams?

Frau Hoffmann: „Das Schulleben aktiv mitzugestalten. Auch wenn wir immer wieder das Team neu aufbauen müssen, weil unsere Schüler und Schülerinnen leider nur so ,kurz‘ bei uns sind, freuen wir uns, dass jedes Mal kreative und innovative Schüler und Schülerinnen mit dabei sind, denen es wichtig ist, ihre Schule mitzugestalten und etwas für das Miteinander zu tun. Eigentlich ist unser Team unser größter Stolz in jedem Jahr und die Aktionen nur die Sichtbarkeit der tollen Leute, die dahinter stehen.“

Friedo: Mit welchen Herausforderungen wurdet ihr bereits konfrontiert?

Frau Hoffmann: „Eigentlich ist das Schwierigste, die Mitschüler zu motivieren, an unseren Aktionen teilzunehmen und uns als Team sichtbar zu machen. Ansonsten gibt es immer viel zu organisieren und manchmal müssen wir uns hier von Lehrerseite auch erstmal einarbeiten, wie man so große Events organisiert. Außerdem ist es schwierig, zeitlich immer alles unter einen Hut zu bekommen. Alle haben volle Stundenpläne und der Prüfungsdruck ist oft auch hoch für die Schüler und Schülerinnen.“

Das Interview mit Frau Hoffmann zeigt, wie viel Engagement, Organisation und Herzblut hinter dem „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“-Team an der FOSBOS Friedberg steckt. Insbesondere die „Open-Mind-Night“ ist jedes Jahr aufs Neue ein Highlight für viele Schüler*Innen. Damit leistet das SoR-Team einen wertvollen Beitrag für unsere Schulgemeinschaft und setzt ein starkes Zeichen für Toleranz und Zusammenhalt.

Das Interview führte Martin P.

„Auerhaus“: Das FOSBOS-Theater geht in die nächste Runde

Am 25. und 26. März 2026 findet die neuste Aufführung der Theater AG unter Leitung von Iris Seemiller und Maria Wöhrl statt. Das 27-köpfige Team steckt bereits mitten in der Vorbereitungen, um der Schulgemeinschaft das Stück „Auerhaus“ präsentieren zu können.

Basierend auf den Roman von Bov Bjerg handelt es sich hierbei um eine Geschichte über eine Gruppe Jugendlicher, die zusammen in ein altes Haus ziehen, um sich gemeinsam um ihrem suizidgefährdeten Freund Frieder zu kümmern. Dabei geraten sie in Konflikt mit Eltern, dem Gesetz und sich selbst.

Das Theaterstück findet während des Kalten Krieges statt, wodurch das immer noch aktuelle Thema der Wehrpflicht eine zentrale Rolle spielt. Es handelt sich um eine humorvolle Geschichte über Mitgefühl, Zweifel und Freundschaft.

Einen ersten Einblick des Stückes kann man bei der diesjährigen Open-Mind-Night am 12. Februar gewinnen. Das Theater-Team freut sich auf euch!

Text: Martin P./Rosalie Peterneck

Wusstet ihr eigentlich, dass…

…unsere Englisch, Französisch und Spanisch Lehrerin Frau Häußler

… schon als Kind Lehrerin werden wollte, inspiriert von ihrer Tante, die mit Begeisterung Grundschullehrerin war,


… sich später aber auch für Sprachen und internationale Themen begeistert hat und nun beides miteinander verbindet,


… zu Hause Schnecken als Haustiere hat, da niemand in der Familie gegen sie allergisch ist,


… ihre Freizeit am liebsten mit der Familie verbringt und einmal pro Woche zum Zumba geht,


… noch ein bisschen Luxemburgisch spricht, da sie nach dem Abitur ein Jahr lang in einer Organisation für grenzüberschreitende Jugendbegegnungen gearbeitet hat,


… Frankreich und Spanien als besonders schöne Reiseziele empfindet, weil Frankreich sehr abwechslungsreich ist und man in Spanien schnell mit Einheimischen ins Gespräch kommt,


… außerdem gerne noch mehr von Mexiko kennenlernen möchte,


… mediterranes Essen liebt, gerne mit Ingwer und Chili kocht und grundsätzlich für viele Küchen offen ist,


… als Auswanderungsziel Kanada wählen würde,


… am meisten an ihrem Beruf schätzt, wenn sie Schülerinnen und Schüler auf neue Perspektiven stoßen kann,


… am wenigsten jedoch langwierige Korrekturen von schlechten Arbeiten mag,


… in Eichstätt und Augsburg studiert hat,


… besonders zufrieden mit ihrem Studium war und durch eine Kooperation mit Québec ihre Zulassungsarbeit über das français québécois geschrieben hat,


… für ihre Abschlussarbeit sogar nach Québec gereist ist,


… als nächstes gerne nach Schottland, Schweden oder auf die Halbinsel Yucatán reisen möchte, sie es aber es damit nicht eilig hat,


… und ihren Schülerinnen und Schülern den Rat gibt: „Durchhalten lohnt sich.“

Interview: Martin P.

Künstliche Intelligenz im Klassenzimmer – Interview mit Frau Zimmiak

1. Sehen Sie KI prinzipiell als positiv oder negativ?
Zimmiak: Ich sehe KI prinzipiell als positiv, denn sie bietet viele Möglichkeiten, unser Leben und Arbeiten zu erleichtern. Gleichzeitig ist es wichtig, verantwortungsvoll mit der Technologie umzugehen. Grundsätzlich denke ich, dass gute Menschen egal welches Tool – auch KI – nicht für schlechte Zwecke verwenden. Auch dieses Tool wird leider zu unseriösen Zwecken genutzt – und das wird wohl auch so bleiben.

2. Wie waren Ihre Ersteindrücke von KI?
Zimmiak: Meine Ersteindrücke waren beeindruckt und neugierig. KI erschien mir zunächst etwas futuristisch und abstrakt, aber schnell wurde mir klar, dass sie viele praktische Anwendungen hat. Heute verwende ich sie täglich.

3. Hat sich Ihre Einstellung zu KI mit der Zeit geändert?
Zimmiak: Da ich schnell den Wert von KI erkannt habe, hat sich meine Einstellung nicht verändert. Jedoch verstehe ich nun immer besser – beispielsweise durch besseres Prompten – wie KI sinnvoll eingesetzt werden kann und ich schneller ans Ziel komme.

4. Nutzen Sie KI, um ihren Beruf als Lehrerin zu vereinfachen? Wenn ja, wie, und welche?
Zimmiak: Ja, ich nutze KI-Tools, wie ChatGPT, zum Beispiel, um Texte zu analysieren, um Arbeitsblätter zu erstellen oder zur fairen, möglichst objektiven Bewertung von Arbeiten in zweiter Instanz. Das spart momentan noch nicht viel Zeit, da ich noch viel ausprobiere und gerne kreativ arbeite, aber hoffentlich ermöglicht es uns Lehrer*innen, uns künftig mehr auf die persönliche Betreuung zu konzentrieren.

5. Sehen Sie Möglichkeiten, KI in Ihrem Unterricht aktiv einzubinden?
Zimmiak: Auf jeden Fall! KI kann zum Beispiel helfen, individuelle Lernstände zu erfassen, personalisierte Übungen anzubieten oder kreative Projekte zu gestalten. So kann Lernen noch abwechslungsreicher und effektiver werden.  

6. Haben Sie Bedenken wegen der raschen Entwicklung von KI? Was könnten die Nachteile sein?
Zimmiak: Ich bin grundsätzlich kein ängstlicher oder pessimistischer Mensch. Aber ja, ich sehe auch Risiken im Bereich Datenschutz oder die Gefahr der Abhängigkeit von Technik. Ohne Akku auch keine KI! Ich sehe aber weniger die Gefahr, dass menschliche Fähigkeiten vernachlässigt werden, sondern vielmehr die Chance, soziale Kompetenzen auch in der Schule stärker zu gewichten.

7. Wie könnte KI den Schülern helfen bzw. schaden?
Zimmiak: KI kann Lernenden helfen, indem sie individuelles Feedback gibt oder Lerninhalte besser zugänglich macht. Schaden kann entstehen, wenn KI zu stark für reines Abschreiben genutzt wird und man sich nicht mehr mit dem Stoff auseinandersetzt. Hier gilt für uns Lehrkräfte, Arbeitsaufträge an die neue Technologie anzupassen.

8. Haben Sie Methoden, um KI in Schüleraufsätzen zu erkennen?
Zimmiak: Ja, ich erkenne es am Schreibstil, der inhaltlichen Tiefe und auch einfach an der Tatsache, dass ein Text fehlerfrei ist. Dann weiß ich oft: Hier war kein Mensch am Werk. Denn Fehler sind menschlich und übrigens auch ganz wichtig, damit wir Lehrende erkennen, was noch geübt werden muss.

Interview: Martin P.

Wusstet ihr eigentlich, dass…

… unser Mathe- und Religionslehrer Herr Dr. Mayer…

Foto: Martin P.

… in zwei Chören singt und selber Musik macht,

… ganz unterschiedliche Musik hört, nämlich „von Klassik über Schlager bis zum Rock“,

… am liebsten Schnitzel mit Pommes isst,

… keine Haustiere hat,

… sich von allen Tieren am ehesten mit dem Pferd identifiziert,

… er Kirchenorgel spielt und während des Studiums längere Zeit als Kirchenmusiker gearbeitet hat,

… wahrscheinlich Pfarrer wäre, wäre er kein Lehrer geworden,

… an seiner eigenen Schulzeit gute Noten am meisten und Nächte mit wenig Schlaf im Schullandheim am wenigsten gefallen haben,

… vor seinem Mathestudium katholische Theologie gelernt und in Augsburg und Wien studiert hat, wo er auch seinen Doktortitel erworben hat,

… und ihm am Beruf des Lehrers am meisten die Eigenständigkeit, die Flexibilität und der sichtbare Erfolg bei Schülerinnen und Schülern gefällt?

Interview: Martin P.