„Jugend debattiert“ über eine Dienstpflicht für junge und alte Menschen

Am 21.01.2026 fand an der FOS Friedberg der Wettbewerb „Jugend debattiert“ statt. Viele Schülerinnen und Schüler nahmen daran teil und zeigten, wie gut sie diskutieren und argumentieren können.

Der Wettbewerb war in drei Runden gegliedert, in denen aktuelle und gesellschaftlich relevante Themen diskutiert wurden. Dabei fanden jeweils drei Debatten gleichzeitig statt. Die Jury bestand überwiegend aus Schülerinnen und Schülern, die die Beiträge aufmerksam verfolgten und nach festen Kriterien bewerteten.

In der ersten Runde debattierten die Teilnehmenden darüber, ob in Deutschland eine allgemeine Dienstpflicht für junge Menschen eingeführt werden sollte. Darunter kann man eine Wehrpflicht oder einen sozialen Pflichtdienst verstehen. Bereits hier zeigte sich ein hohes Diskussionsniveau und eine große Vielfalt an Argumenten.

v.l.n.r.: Aemilia, Julia, Elisa und Alessandro; Foto: Monika Uhlemair

In der zweiten Runde wurde darüber gesprochen, ob Schülerinnen und Schüler ihre Schule selbst putzen sollten. Dieses Thema führte zu vielen unterschiedlichen Meinungen und spannenden Diskussionen.

Das Finale war besonders aufregend. Dort wurde die Frage diskutiert, ob Rentnerinnen und Rentner ebenso eine Dienstleistung für die Gesellschaft erbringen sollten. Die Finaldebatte fand vor einem größeren Publikum statt und sorgte für eine besonders gespannte Atmosphäre.

Die Plätze wurden wie folgt vergeben:
1. Platz: Elisa Haas
2. Platz: Aemilia Schreiber
3. Platz: Alessandro Koroll
4. Platz: Julia Maletzky

Nach dem Wettbewerb wurden die vier Gewinnerinnen und Gewinner gefragt, wie ihnen „Jugend debattiert“ gefallen hat. Alle sagten, dass sie viel Spaß hatten, auch wenn sie am Anfang sehr nervös gewesen waren.

Die vier Erstplatzierten werden unsere Schule beim Regionalwettbewerb in Augsburg vertreten. Diese Debatten finden jedes Jahr statt. Wer dort erfolgreich ist, kann sich sogar für das Landesfinale qualifizieren.

Falls ihr selbst Interesse habt, könnt ihr euch auch nächstes Jahr anmelden und mitmachen. Ansprechpartner ist Herr Fürst.

Text: Sila T., Elena N., Anastasiya M.

Die Maske fällt – „Open-Mind-Night 2026“

Die diesjährige „Open-Mind-Night“ fand am 12. Februar mit dem Motto „Mask Off“ statt und konnte dem Publikum erneut erfolgreich zeigen, wie individuell verschieden und doch insgesamt enorm talentiert unsere Schulgemeinschaft an der FOSBOS Friedberg ist. 

Organisiert und begleitet von unserem „Schule ohne Rassismus“-Team haben die Teilnehmer ihre Talente mit Musik, Gedichten oder auch Tänzen auf eine Bühne gebracht und dadurch jeden einzelnen von uns Zuschauern begeistert. Inspiriert vom Thema „Mask Off“ wurden uns die Schattenseiten des gesellschaftlichen Drucks gezeigt. 

Mein persönliches Highlight war die Lehrerband, wobei mir die Auswahl zwischen den zahlreichen Darbietungen auch nicht leicht gefallen ist.

Die diesjährige „Open-Mind-Night“ wurde von jedem Gast wertgeschätzt und begeistert aufgenommen. Wir vom „SoR“-Team bedanken uns herzlich bei den talentierten Teilnehmern und bei allen, die geholfen haben, dass solch ein solch schöner Abend erst möglich gewesen ist. 

Text/Fotos: Martin P.

NEU NEU NEU – Das Schülercafé der FOS/BOS Friedberg

Nicht nur Schülerinnen und Schüler, sondern auch viele Lehrkräfte besuchen täglich das Schülercafé der FOS/BOS Friedberg. Besonders groß ist der Andrang während der Pausen. Doch auch zwischen den Unterrichtsstunden sowie in Freistunden bleiben die zwei zuständigen Verkäuferinnen in der Schulküche beschäftigt.

Der Arbeitsbeginn und die Vorbereitung

Hinter dem Pausenverkauf steht die Firma „Kulturküche Augsburg GmbH“, ein zuverlässiger und mehrfach ausgezeichneter Partner für Kindergarten- und Schulcatering. Der Arbeitstag der Mitarbeiterinnen beginnt bereits um 6:30 Uhr in der Firma. Dort werden die Lebensmittel hergerichtet und abgeholt. Gegen sieben Uhr trifft die Lieferung vom Bäcker Schwab ein.
Anschließend beginnen die Vorbereitungen für den Verkauf: Der Kaffee wird aufgesetzt, Brezen werden bestrichen und belegte Brote frisch zubereitet. Viele Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte kaufen sich ihre Mahlzeit bereits vor der Pause. Deshalb muss bis zum Unterrichtsbeginn um 8:15 Uhr alles verkaufsbereit sein.

Der Verkauf während der Pausen

Um 10:30 Uhr beginnt die lang ersehnte Pause – für die Verkäuferinnen bedeutet das Hochbetrieb. Hungrige Schüler und Lehrer müssen schnell versorgt und abkassiert werden. Doch auch nach der Pause bleibt noch Arbeit übrig: Vielleicht ist der Kaffee leer oder der Ketchup muss nachgefüllt werden. Zusätzlich fällt das Reinigen der Küche an, das ebenfalls von den Mitarbeiterinnen übernommen wird.
Nach der zweiten Pause um 13:10 Uhr wiederholt sich dieser Ablauf. Zwischendurch werden außerdem die Bestellungen für den nächsten Tag aufgegeben.

Organisation, Preise und Planung

Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Firma ist vertraglich geregelt. Dabei wird festgelegt, wie viele Lebensmittel täglich geliefert werden. Preise und Menü werden vom Chef der Firma bestimmt.
Wer Vorschläge für das Angebot hat, kann sich gerne an die Kulturküche wenden. Ob ein Vorschlag umgesetzt wird, hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab: vom zeitlichen Aufwand, von den technischen Möglichkeiten in der Schulküche sowie vom Preis. Nicht alle Schülerinnen und Schüler sind bereit, sechs Euro für ein aufwendiges warmes Essen zu bezahlen – viele weichen daher lieber auf günstigere Angebote aus, etwa bei Edeka oder doch die selbst zubereitete Brotzeit von Zuhause.
Der Arbeitstag der Verkäuferinnen endet gegen 15:00 Uhr. Übrig gebliebenes Essen wird zurück zur Firma gebracht und dort entweder als Mittagessen für die Mitarbeitenden genutzt oder verteilt.

Herausforderungen und Verkaufszahlen

Eine große Herausforderung für das Schülercafé ist der Kleingeldmangel sowie die Vermeidung von Überproduktion. Mittlerweile gelingt es den Verkäuferinnen jedoch gut, die Mengen realistisch zu planen, sodass kaum noch Ware übrig bleibt.
Ein Beispiel: Zu Beginn wurden täglich etwa 20 Croissants vorbereitet. Da über längere Zeit einige davon nicht verkauft wurden, setzte man die Produktionsmenge auf zehn bis fünfzehn Stück pro Tag herab.

Zum Schluss ein Ranking der angebotenen Produkte:
Letzter Platz: Salat – aufgrund des vergleichsweise hohen Preises wird er am wenigsten gekauft.
Zweiter Platz: Schnitzelsemmel – trotz eines Preises von 3,20 € sehr beliebt.
Erster Platz: Butterbreze – der Klassiker macht satt, ist günstig und kann schnell gegessen werden.

Dieser Einblick hinter die Kulissen des Pausenverkaufs zeigt, wie viel Organisation, Zeit und Arbeit hinter dem Angebot steckt. Viele fragen sich, warum die Preise vergleichsweise hoch sind. Doch im Gegensatz zu großen Supermärkten wie Edeka oder einer Bäckerei wie Ihle, handelt es sich hier nicht um Massenproduktion. Der Aufwand von der Beschaffung bis zur Präsentation in der Verkaufsvitrine ist deutlich höher. Daher sollte man die Preise auch im Zusammenhang mit dem Arbeitsaufwand betrachten – und dankbar sein, dass man sich nach und während jeder Schulstunde unkompliziert und vor Ort etwas zu essen kaufen kann. Schließlich schafft man es nicht immer rechtzeitig in den Supermarkt und sich eine Brotzeit zu machen, oder?

Text, Bilder und Interview: Victoria H.

„Auerhaus“ im Feinschliff

Foto: J. Badde

Drei Tage kein Unterricht – dafür voll mit Proben, Kreativität, Filmen und Pizza. Unsere Theatergruppe, die dieses Jahr „Auerhaus“ auf die Bühne bringen wird, machte sich am Mittwoch auf den Weg nach Oberwittelsbach in das Jugendhaus „Emmaus“, um tatkräftig an dem Stück zu arbeiten. Ziel war es, Abläufe zu festigen und auch alles drum herum voranzubringen. Schon am ersten Tag wurde klar, dass die Theatertage kein Ausflug, sondern echte Arbeitszeit werden würden. Der Tagesplan war dicht, die Proben lang und die Erwartungen entsprechend hoch.

Im Mittelpunkt standen natürlich die Proben. Szenen wurden mehrfach gespielt, Kleinigkeiten verändert und die Übergänge verbessert. Dabei wurde nicht nur auf Texte geachtet, sondern auch auf Körpersprache, Timing und auf die Wirkung der Musik. Besonders hilfreich war die Möglichkeit, das Stück in einem Zug komplett durchspielen zu können. Gerade bei einem Stück wie „Auerhaus“, das manche mit „Gefühlschaos“ beschreiben würden, war es wichtig, die Figuren mit der benötigten Tiefe darzustellen. Diese Zeit half dabei, dass die Schauspieler sich besser in ihre Rollen einfühlen und die Gruppe als Team zusammenwachsen konnte. Besonders die Hauptdarsteller waren mit Proben von früh bis spät beschäftigt.

Der Rest der 26-köpfigen Gruppe war nicht untätig. Es wurde gefilmt und Interviews wurden geführt, um euch auf Instagram stets auf dem aktuellem Stand zu halten. Auch der Sneak Peak für die Open Mind Night am 12.2. stellte ein zentrales Thema dar (Kommt vorbei und seht selbst, ob dieser gelungen ist…). Die kreativen Köpfe der Gruppe machten sich Gedanken über die Gestaltung der Programmhefte, außerdem musste die Bühne dem Stück angepasst werden. Hier fielen auch ein paar T-Shirts den Farben zum Opfer. Deutlich wurde dabei, wie viel Arbeit hinter einer Theateraufführung steckt, die das Publikum später kaum wahrnimmt. Insgesamt wurde also niemandem langweilig, und wenn doch wurden helfende Hände immer bei Herrn Badde in der Küche benötigt.

Trotz der vielen Arbeit hatte die Gruppe die Möglichkeit, enger zusammenzuwachsen, beim Essen und in den Pause wurde viel gelacht. Dieser starke Zusammenhalt lässt sich auch auf der Bühne sehen, Theater funktioniert eben nur, wenn Vertrauen und Zusammenarbeit stimmen. Rückblickend waren die Theatertage nicht nur eine Vorbereitung auf die Aufführungen, sondern auch eine Erfahrung, die die Gruppe nachhaltig positiv geprägt hat.

Am Ende der drei Tage waren alle müde, aber auch zufrieden und stolz. „Auerhaus“ hatte sichtbar an Struktur gewonnen, ebenso ist die Orga ein beachtliches Stück weitergekommen. Die Theatertage haben gezeigt, wie viel durch richtige Zusammenarbeit und genug Kaffee in so einer kurzen Zeit möglich ist. Die Theatergruppe blickt nun gespannt und motiviert auf die nächsten Wochen und vor allem auf die Aufführungen. Seid dabei!

25. und 26. März: AUERHAUS

Text: Julia Maletzky

Zwischen Schulaufgaben und Podcasts – Alternative Leistungsnachweise

Leistungsnachweise müssen nicht immer aus Schulaufgaben und Kurzarbeiten bestehen. In vielen Fächern werden inzwischen Podcasts, Erklärvideos, Referate oder Portfolios als Alternativen eingesetzt.

Empfinden Schülerinnen und Schüler diese Form der Leistungsbewertung als fairer und einfacher oder eher als zusätzliche Belastung? Und wie bewerten eigentlich Lehrkräfte diese Entwicklung?


Viele der befragten Schülerinnen und Schüler stehen den alternativen Leistungs-nachweisen grundsätzlich positiv gegenüber. Besonders geschätzt wird, dass Formate wie Präsentationen, Podcasts oder Portfolios mehr Raum für eigene Ideen lassen und dadurch abwechslungsreicher sind als klassische Schulaufgaben. Einige berichteten zudem, dass diese Form der Leistungsbewertung weniger stressig sein kann, da nicht ausschließlich unter Zeitdruck gelernt und abgefragt wird und man seine Kreativität besser ausleben kann. Gleichzeitig wurde deutlich, dass alternative Leistungsnachweise nur dann als entlastend empfunden werden, wenn sie gut verteilt sind. Häufen sich Projekte, Referate und Präsentationen in mehreren Fächern und kommen zusätzlich Schulaufgaben hinzu, steigt der Stress deutlich an. Kritisch angemerkt wurde außerdem, dass nicht alle Schülerinnen und Schüler unter denselben Voraussetzungen arbeiten. Besonders sichere Vortragende hätten teilweise Vorteile, während andere mehr Überwindung benötigten. Trotzdem wurde die Bewertung der verschiedenen Projekte zum Großteil als fair und transparent wahrgenommen, da hierbei mit Protokollen gearbeitet wird, die von den Schülern selbst ausgefüllt werden.


Auch aus Sicht der Lehrkräfte gewinnen alternative Leistungsnachweise zunehmend an Bedeutung. Zwei befragte Lehrerinnen erklärten, dass solche Formate nicht nur für mehr Abwechslung sorgen, sondern auch vom Kultus-ministerium unterstützt werden. Neben klassischen Schulaufgaben sollen daher bewusst kreativere Leistungsnachweise eingesetzt werden. Ein weiterer befragter Lehrer betonte, dass alternative Leistungsnachweise immer aktueller würden und einen klaren Vorteil gegenüber klassischen Kurzarbeiten hätten. Statt einer einmaligen Leistungssituation erhielten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich über einen längeren Zeitraum mit einem Thema auseinanderzusetzen und ihre Ergebnisse anschließend zu präsentieren. Dadurch rücke das reine Auswendig-lernen stärker in den Hintergrund. Zudem sehe er in Gruppenprojekten eine sinnvolle Vorbereitung auf die spätere Arbeitswelt, in der Teamarbeit eine wichtige Rolle spiele. Gleichzeitig verwies er aber auf Schwierigkeiten bei der Bewertung. Besonders bei Gruppenarbeiten sei es herausfordernd, die individuelle Leistung einzelner Schülerinnen und Schüler objektiv zu erfassen. Außerdem bestehe die Gefahr, dass Noten teilweise besser ausfielen, als es dem tatsächlichen Wissens-stand entspreche. Klassische Schulaufgaben und Kurzarbeiten würden seiner Ansicht nach das eigenständige Verständnis deutlicher widerspiegeln, da dort beispielsweise diskussionsorientierte Fragestellungen das tatsächliche Verstehen sichtbar machten. Auch eine weitere Lehrerin äußerte sich eher kritisch. Am Beispiel des Deutschunterrichts erklärte sie, dass bei Gruppenarbeiten zu literarischen Epochen einzelne Themen sehr vertieft behandelt würden, während andere Bereiche weniger Beachtung fänden. So könne es vorkommen, dass Schülerinnen und Schüler in einem bestimmten Teilgebiet über detailliertes Wissen verfügten, jedoch kein gleichmäßig ausgeprägtes Gesamtverständnis besäßen. Zudem entstehe teilweise ein unverhältnismäßig großer Arbeitsaufwand für kleinere Themenbereiche, was die Leistungsbewertung verzerren könne. Ähnlich wie der zuvor befragte Lehrer sieht sie die Gefahr, dass Noten in solchen Formaten tendenziell besser ausfallen und damit nicht immer das tatsächliche Leistungs- niveau widerspiegeln. Insgesamt steht sie klassischen Leistungsnachweisen daher eher positiver gegenüber, auch wenn sie einräumt, dass kreative Formate in der Korrektur mitunter angenehmer seien. Alternative Formate wie Portfolios, Präsentationen oder Podcasts ermöglichen es aber, sich intensiver mit Themen auseinanderzusetzen, anstatt sie nur kurzfristig auswendig zu lernen. Gleichzeitig erfordert ihre Bewertung klare Kriterien und Transparenz. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz stellt dabei eine besondere Herausforderung dar, da es nicht immer eindeutig ist, wie Eigenleistung und KI-Unterstützung voneinander zu unterscheiden sind und wie sich die Gruppen- und die Einzelleistung der Schülerinnen und Schüler voneinander abgrenzen lassen. Der zusätzliche Aufwand für Lehrkräfte liegt vor allem im organisatorischen Bereich, etwa bei der Archivierung oder dem Datenschutz. Die eigentliche Bewertung wird hingegen nicht unbedingt als aufwendiger empfunden. Im Gegenteil: Beide Lehrerinnen beschrieben es als angenehm und abwechslungsreich, auch kreative Arbeiten zu bewerten, anstatt ausschließlich ähnliche Schulaufgaben zu korrigieren. Mit Blick auf die Zukunft gehen sie davon aus, dass alternative Leistungsnachweise weiter an Bedeutung gewinnen werden. Gerade im Zusammenhang mit KI sei es notwendig, Prüfungsformate weiterzuentwickeln und an den aktuellen Zeitgeist anzupassen, ohne dabei das Leistungsniveau zu senken.

Text: Melek A.

Apokalypse und Aufbruch – Unsere Begegnung mit OPUS 45

Am 21. November 2025 hatten wir als Mitglieder des „Schule ohne Rassismus“-Teams die besondere Gelegenheit, an einer inszenierten musikalischen Lesung im Wittelsbacher Schloss in Friedberg teilzunehmen. Organisiert von unserem SOR-Team der Beruflichen Oberschule Friedberg bot die Veranstaltung einen eindrucksvollen Einblick in die Zeit unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

Auf der Bühne stand der Schauspieler Roman Knižka mit dem Bläserquintett OPUS 45.
Wie Deutsch-Lehrerin Frau Pecher im Vorfeld betonte, sind eigentlich dramatische Texte dafür geschaffen, auf der Bühne zu leben, während epische Texte mehr einer Erzählung dienen.  
Dadurch, dass die Vorstellung einen erzählenden Charakter besitzte, konnte der epische Text dennoch flüssig vorgetragen werden.

OPUS 45 verbindet klassische Musik verschiedener Epochen mit literarischen Texten aus den Jahren 1945 bis 1949. Die Texte stammen unter anderem von Wolfgang Borchert, Bertolt Brecht und Nelly Sachs und erzählen von den tiefen Widersprüchen der Nachkriegszeit: von Hoffnung und Hunger, von Befreiung und Schuld, von Heimkehrern und Vertriebenen. Frau Pecher bemerkte auch, dass bei der Bühnenvorstellung epischer Texte oft gekürzt wird. Dies zeigte sich auch bei der Vorstellung: Manche Passagen wurden leicht gekürzt oder ausgelassen – ein typisches Problem, wenn Literatur zur Bühnenkunst wird.

Das Programm „Dass ein gutes Deutschland blühe …“ nahm uns mit auf eine Zeitreise in ein Land zwischen Ruinen, politischem Neubeginn und kulturellem Aufbruch. Es ging um historische Zentralmomente, aber auch um Fragen der Entnazifizierung und um das Bedürfnis vieler Menschen nach Ablenkung.

Gerade der Wechsel zwischen musikalischer Intensität und literarischer Schwere machte die Aufführung besonders eindringlich.

Neben der historischen Perspektive bekam die Veranstaltung auch eine aktuelle Bedeutung: Roman Knižka und OPUS 45 wurden 2025 mit dem Hans-Frankenthal-Preis ausgezeichnet. Ihr Projekt „Deutschland, siehst du das nicht?“ erinnert an das Scheitern der Weimarer Republik und mahnt damit vor den Gefahren rechter Ideologien – ein Thema, das angesichts heutiger politischer Entwicklungen kaum aktueller sein könnte

Die Lesung von Roman Knižka und OPUS 45 war weit mehr als ein Konzert oder eine Theaterstunde. Sie war ein eindrucksvoller Blick zurück in eine Zeit, die unsere Geschichte bis heute prägt – und zugleich ein Appell, wachsam zu bleiben, Verantwortung zu übernehmen und demokratische Werte zu schützen.

Text: Jessica M.

Interview mit Frau Hoffman über das „Schule ohne Rassismus“-Team und die „Open-Mind-Night“

Das „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“-Team trägt maßgeblich zu unserer Schulgemeinschaft innerhalb der FOSBOS Friedberg bei. So organisiert das Team regelmäßig Aktionen, wie beispielsweise die Ausstellung zum „Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen“, die Spendenaktion zum „Welt-Aids-Tag“ oder auch die bevorstehende „Open-Mind-Night“ am 12. Februar 2026 um 19 Uhr.

Bei der „Open-Mind-Night“ (OMN) handelt es sich um eine besondere Veranstaltung der Beruflichen Oberschule, wo engagierten Schüler*innen die Möglichkeit gegeben wird, ihre Talente zu zeigen. Das Thema für dieses Jahr ist „Mask Off“. Jeder ist dazu eingeladen, sein eigenes Talent darzustellen oder den Schüler*Innen dabei zuzuschauen.

„Eigentlich ist unser Team unser größter Stolz in jedem Jahr und die Aktionen nur die Sichtbarkeit der tollen Leute, die dahinter stehen.“

Um das Schule ohne Rassismus Team und ihre Tätigkeiten näher kennenzulernen, habe ich ein Interview mit Organisatorin und Lehrerin Frau Berit Hoffmann geführt. Sie unterrichtet Deutsch, Geschichte und Ethik und ist nebenbei noch im SoR-Team engagiert.

Friedo: Wie kam es dazu, dass das „Schule ohne Rassismus“-Team an unserer Schule gegründet wurde?

Frau Hoffmann: „Das Schule ohne Rassismus/Schule mit Courage-Zertifikat hat mein Kollege Peter Fischer bei uns an die Schule geholt. Er hat sich am Anfang mit Vorträgen und Einladungen viele Gedanken gemacht und tolle Projekte gestartet. Allerdings war er dann mit anderen Arbeiten eingebunden, so dass lange Zeit nur die Plakette in der Aula hing. Ein paar Schüler kamen dann auf die Idee, dass man hier was machen müsste, und da war das Lehrerteam um Frau Binner, Frau Hilse, Frau Holzmann und ich sofort dabei. Seit diesem Jahr macht auch Frau Pauly mit.“

Friedo: Welche konkreten Projekte oder Aktionen organisiert das „Schule ohne Rassismus“-Team?

Frau Hoffmann: „Zunächst haben wir uns nur mit Themen aus dem Umfeld des schulischen Rassismus engagiert. Dazu wurde ein QR-Code ausgehängt, unter dem man dem Team von Rassismus-Erfahrungen in der Schule berichten konnte. Oder es gab Aktionen, bei denen wir uns mit Vorurteilen beschäftigt haben und ein Transparent in der Aula entstand. Wir haben über „Ufuq“ (anerkannter Träger der freien Jugendhilfe und politischer Bildung im Themenbereich Islam, antimuslimischer Rassismus und Islamismus) auch Workshops für die Klassensprecher zu antimuslimischem Rassismus organisiert und eben auch aus diesem Grund die erste Open-Mind-Night ins Leben gerufen. Erst kürzlich fand unsere Aktion zum Welt-Aids-Tag statt. Hier zählen wir noch die Einnahmen durch unsere Punsch-Aktion und die Spenden, die eingegangen sind. Dieser Tag war wirklich ein großer Erfolg und wir freuen uns, dass wir Jugendliche in Kapstadt so unterstützen können.“

Friedo: Gab es bereits Veranstaltungen oder Aktionen, auf die Sie besonders stolz waren?

Frau Hoffmann: „Natürlich ist die OMN immer das Highlight unserer Jahres, aber dieses Jahr konnten wir auch das Konzert mit Roman Knizka realisieren, waren bei den Zukunftsdialogen in Aichach und hatten in diesem Schuljahr noch eine Ausstellung im Haus zum Thema ,Häusliche Gewalt‘“. Außerdem freuen wir uns sehr, dass wir wieder die Medienstelle Augsburg mit an Bord haben und das Team mit uns und der Vorklasse einen Film erstellen wird.“

Friedo: Was ist das wichtigste Ziel des Teams?

Frau Hoffmann: „Das Schulleben aktiv mitzugestalten. Auch wenn wir immer wieder das Team neu aufbauen müssen, weil unsere Schüler und Schülerinnen leider nur so ,kurz‘ bei uns sind, freuen wir uns, dass jedes Mal kreative und innovative Schüler und Schülerinnen mit dabei sind, denen es wichtig ist, ihre Schule mitzugestalten und etwas für das Miteinander zu tun. Eigentlich ist unser Team unser größter Stolz in jedem Jahr und die Aktionen nur die Sichtbarkeit der tollen Leute, die dahinter stehen.“

Friedo: Mit welchen Herausforderungen wurdet ihr bereits konfrontiert?

Frau Hoffmann: „Eigentlich ist das Schwierigste, die Mitschüler zu motivieren, an unseren Aktionen teilzunehmen und uns als Team sichtbar zu machen. Ansonsten gibt es immer viel zu organisieren und manchmal müssen wir uns hier von Lehrerseite auch erstmal einarbeiten, wie man so große Events organisiert. Außerdem ist es schwierig, zeitlich immer alles unter einen Hut zu bekommen. Alle haben volle Stundenpläne und der Prüfungsdruck ist oft auch hoch für die Schüler und Schülerinnen.“

Das Interview mit Frau Hoffmann zeigt, wie viel Engagement, Organisation und Herzblut hinter dem „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“-Team an der FOSBOS Friedberg steckt. Insbesondere die „Open-Mind-Night“ ist jedes Jahr aufs Neue ein Highlight für viele Schüler*Innen. Damit leistet das SoR-Team einen wertvollen Beitrag für unsere Schulgemeinschaft und setzt ein starkes Zeichen für Toleranz und Zusammenhalt.

Das Interview führte Martin P.

Abschalten in der Adventszeit: Entdecke den „Raum der Stille“!

Hey Leute,

die Adventszeit ist da! Überall Lichter, Plätzchen – aber mal ehrlich, auch ganz schön viel Stress, oder? Hausaufgaben, Klausuren, der ganze Trubel…

Genau deshalb haben sich ein paar echt coole Köpfe etwas Wunderbares ausgedacht, um mal kurz auf die Bremse zu treten: Sie haben den „Raum der Stille“ ins Leben gerufen!

Was ist das?
Der „Raum der Stille“ ist euer neuer persönlicher Fluchtpunkt. Die Idee dahinter ist super simpel: Mitten im oft stressigen Schultag bieten wir euch einen Ort, an dem ihr bewusst Innehalten könnt. Nur für ein paar Minuten.

Es ist ein offenes Angebot. Egal, ob du einfach nur deine Ruhe brauchst oder dich aktiv entspannen möchtest – du bist herzlich willkommen!

Was erwartet dich im Raum der Stille?
Hier geht es darum, den Kopf freizukriegen:

– Meditative Musik zum Abschalten

– Materialien zum Mandala-Malen.

– Anti-Stress-Basteln: Je nach Termin gibt es kleine, beruhigende Bastelangebote.

Wann geht’s los?
Hol deinen Kalender raus und kreuz das Datum an!

Der letzte Termin, um dem Vorweihnachtsstress zu entfliehen, ist am:

Mittwoch, 17. Dezember 2025 in E100

Wir sehen uns dort – entspannt und stressfrei!

Text und Angebot: Catharina Hubl

Wusstet ihr eigentlich dass…

… unser Physik- und Mathelehrer Herr Hämmerle


… schon immer Lehrer werden wollte,


… Pop als Lieblingsmusikgenre hat,


… verschiedene Genres liest – zuletzt einen Krimi,


… in den Ferien oft Zeit mit seiner Familie verbringt,


… eine Katze und ein paar Hasen hat,


… als Superkraft „negative Gravitation“ wählen würde,


… seine Lieblingsfilme die von Quentin Tarantino sind,


… sein Lieblingsessen Kartoffel Buns sind,


… sein Lieblingsgetränk Rotwein ist,


… sein Lebensmotto „Nachts ist es kälter als draußen“ lautet,


… seine Lieblingsjahreszeit der Winter ist?

Interview: Anastasiya, M., Sila T., Elena N.

Ein Interview mit unserem Verbindungslehrer Herr Meier

Unser Verbindungslehrer Herr Meier unterrichtet an unserer Schule die Fächer Englisch, Geschichte und PuG. Seit fünf Jahren ist er schon an der Beruflichen Oberschule Friedberg.

Als Verbindungslehrer ist Hermann Meier ein wichtiger Ansprechpartner für die Schülerschaft und das Lehrerkollegium. Im Interview spricht er über sich selbst und seine Rolle als Verbindungslehrerkraft.

Foto: Jana G.

Was macht eine Verbindungslehrkraft?

Herr Meier: „Eine Verbindungslehrkraft macht sich für die Anliegen der Schülerschaft stark, unterstützt bei Projekten und ist vor allem die Brücke zwischen Schülern, Lehrkräften und der Schulleitung, wenn es mal hakt.“

Warum haben Sie sich für das Amt der Verbindungslehrkraft beworben?

Herr Meier: „Weil ich es interessant finde zu sehen, was die Schüler bewegt und es mir wichtig ist, dass die Schüler und Schülerinnen ihre Ideen umsetzen können und ich gerne dabei unterstützen möchte.“

Gibt es etwas, das Sie als Lehrkraft gelernt haben, aber in der Rolle als Verbindungslehrkraft anders sehen?

Herr Meier: „Dass man Dinge, die wir Lehrkräfte als selbstverständlich wahrnehmen, aus Schülersicht oft anders wirken. Für diesen Perspektivenwechsel bin ich sehr dankbar.“

Wie würden Sie Ihren Umgang mit Konflikten beschreiben?

Herr Meier:

„Frau Hefele meint: souverän, empathisch und deeskalierend.“

„Frau Hilse sagt: offen für Problemlösungen.“

„Und laut Frau Borchert bin ich diplomatisch.“

Hat Ihnen Ihr Unterricht geholfen, ein besseres Gefühl dafür zu bekommen, was die junge Generation bewegt?

Herr Meier: „Ehrlich gesagt fühle ich mich gar nicht alt – aber ja, der Unterricht zeigt mir immer wieder, was Ihre Generation wichtig findet und ich lerne immer dazu.“

Wenn Sie einen Tag lang Schüler wären, was würden Sie verändern oder ausprobieren?

Herr Meier: „Wie lange ich auf der Toilette bleiben und meinen Wasserkrug auffüllen kann, bis es auffällt.“

Welchen Zweig hätten Sie gewählt, wenn Sie heute Schüler wären?

Herr Meier: „Ich wäre wahrscheinlich nicht an der FOS Friedberg, sondern vielleicht an einer Gestalter-FOS oder würde Internationale Wirtschaft oder ABU wählen. Ich finde es mega spannend, wie viele unterschiedliche Fachrichtungen es mittlerweile gibt. Als ich Schüler an der BOS war, war die Auswahlmöglichkeit noch sehr beschränkt.“

Wenn Ihr Job als Lehrer ein Song wäre, welcher wäre es?

Herr Meier: „Trude Herr – Morgens bin ich immer müde.“

Welches Fach in der FOS hätte Sie am meisten interessiert?

Herr Meier: „Italienisch.“

Wie entspannen Sie sich nach einem anstrengenden Schultag?

Herr Meier: „Mit gutem Essen und aktuell der dritten Staffel ‚Loot‘.“

Was wünschen Sie sich von den Schülern, um Ihre Arbeit zu erleichtern?

Herr Meier: „Ein bisschen Eigeninitiative und dass man miteinander spricht, das macht vieles einfacher.“

Was möchten Sie den Schülern auf den Weg geben?

Herr Meier: „Habt den Mut, ihr selbst zu sein und nicht nur das zu tun, was andere von euch erwarten. Schule ist wichtig, aber sie ist nicht alles. Und nehmt euch selbst nicht zu ernst. Die Schauspielerin Maggie Smith hat einmal gesagt: „Life is a game, where the player must appear ridiculous.“ Manchmal macht man sich eben ein bisschen zum Deppen, aber genau daraus lernt man und es entstehen die besten Momente.“

Interview: Jana G.