„Schule als Ort des sozialen Miteinanders und Schutzraum“: Interview mit unserem neuen stellvertretenden Schulleiter Jakob Scholze

In diesem Schuljahr hat unsere Schule, die FOSBOS Friedberg, einen neuen stellvertretenden Schulleiter bekommen: Herrn Jakob Scholze.

Für unsere Schülerzeitung „Friedo“ habe ich mit ihm über seinen beruflichen Werdegang, seine Ziele an unserer Schule und seine Sicht auf „die Schule der Zukunft“ gesprochen.

Foto: Melek A.

Friedo: Könnten Sie sich bitte kurz vorstellen und uns etwas über Ihren bisherigen beruflichen Werdegang erzählen?

Scholze: Mein Name ist Jakob Scholze. Ich bin verheiratet und habe drei wunderbare Kinder. Die letzten Jahre waren beruflich sehr abwechslungsreich: Ich habe in Bamberg studiert und anschließend an der FOSBOS in Hof gearbeitet. Danach war ich mehrere Jahre an einer Berufs- und Berufsfachschule für Kinderpflege und Sozialpflege tätig. Dort durfte ich bereits an Schulentwicklungsprozessen mitwirken und die Schulleitung unterstützen. Anschließend bekam ich die Möglichkeit, im Kultusministerium zu arbeiten. Dort war ich fünf Jahre lang in der beruflichen Abteilung tätig und konnte viele Einblicke in die Organisation und Verwaltung beruflicher Schulen in Bayern gewinnen. Dies war auch sehr spannend, da man dort mal die andere Perspektive gesehen hat.

Friedo: Was genau haben Sie im Kultusministerium gemacht?

Scholze: Die Berufliche Abteilung im Kultusministerium ist für alle Beruflichen Schulen und deren Lehrkräfte in Bayern zuständig. Das umfasst über 1.500 Schulen und rund 400.000 Schülerinnen und Schüler. Ich habe dort mit dem Abteilungsleiter zusammengearbeitet und mich unter anderem mit Statistik, organisatorischen Fragen sowie der Zusammenarbeit mit der Kultusministerkonferenz beschäftigt. Die Arbeit war sehr abwechslungsreich, weil täglich neue Themen und Herausforderungen dazukamen.

Friedo: Welche Fächer unterrichten Sie aktuell, beziehungsweise haben Sie zuvor unterrichtet?

Scholze: Aktuell unterrichte ich Kommunikation und Interaktion (KUI) und in den nächsten Schuljahren Pädagogik und Psychologie – „PäPsy“. In der Vergangenheit habe ich auch Pädagogik und Psychologie und Deutsch unterrichtet. Besonders an den Berufsfachschulen war ich viel im fachlichen Unterricht der Kinderpflege und Sozialpflege tätig. In Bamberg habe ich also Sozialpädagogik und Deutsch studiert.

Friedo: Was hat Sie dazu motiviert, die Position als stellvertretender Schulleiter an unserer Schule zu übernehmen und konnten Sie sich die Schulen aussuchen?

Scholze: Schon vor meiner Zeit im Ministerium habe ich gemerkt, dass mir neben dem Unterrichten auch organisatorische und leitende Aufgaben Spaß machen. Die Kombination aus Unterricht und Verantwortung finde ich sehr spannend. Nach meiner Zeit im Ministerium wollte ich gerne wieder an eine Schule zurückkehren. Diese Schulen sind jedoch ausgeschrieben und man muss sich für sie bewerben. Unsere Schule hat mich dabei besonders angesprochen, sowohl durch die offene Atmosphäre, das Kollegium als auch durch die Gespräche mit der Schulleiterin. Außerdem ist die Schule für mich auch örtlich gut erreichbar, da ich in Aichach wohne.

Friedo: Wie waren Ihre ersten Eindrücke von unserer Schule?

Scholze: Ich habe die Schule von Anfang an als einen Ort wahrgenommen, an dem Menschen offen und freundlich miteinander umgehen. Das habe ich sowohl bei den Lehrkräften als auch bei den Schülerinnen und Schülern erlebt. Natürlich kenne ich nach den ersten Wochen noch nicht alles, aber mein erster Eindruck war sehr positiv.

Friedo: Wie definieren Sie Ihre Rolle als Konrektor im Schulalltag?

Scholze: Im Moment ist mein wichtigstes Ziel zunächst, die Schule, die Schülerinnen und Schüler sowie das Kollegium kennenzulernen. Erst wenn man versteht, wie Prozesse funktionieren, kann man sinnvoll einschätzen, wo und wie man sich gut einbringen kann.
Grundsätzlich ist mir wichtig, dass Schule ein Ort des sozialen Miteinanders ist, ein Schutzraum, in dem man Fehler machen darf, kann und soll und in dem Schülerinnen und Schüler nicht nur als Gruppe, sondern auch als einzelne Persönlichkeiten wahrgenommen werden.

Friedo: Welche Rolle spielt Digitalisierung, insbesondere Künstliche Intelligenz, Ihrer Meinung nach im Schulalltag?

Scholze: Digitalisierung entwickelt sich unglaublich schnell und Schule muss Schülerinnen und Schüler darauf vorbereiten, damit umgehen zu können. Digitale Werkzeuge können viele Dinge erleichtern, beispielsweise Kommunikation oder individuelles Lernen.
Auch KI kann dabei sehr hilfreich sein. Besonders im Bereich individuelles Feedback bietet sie große Möglichkeiten. Schülerinnen und Schüler können Unterstützung bekommen, die Lehrkräfte zeitlich oft gar nicht in diesem Umfang leisten könnten. Trotzdem ist wichtig, KI mit Augenmaß zu nutzen. Man darf sich nicht komplett auf sie verlassen. Erst wenn Grundlagen verstanden wurden, sollte KI unterstützend eingesetzt werden.

Friedo: Glauben Sie, dass die KI Lehrkräfte irgendwann ersetzen könnte?

Scholze: Nein, das glaube ich nicht. Lehrkräfte werden weiterhin eine zentrale Rolle spielen. Was sich verändern wird, ist vermutlich die Art des Unterrichtens. Lehrkräfte könnten künftig noch stärker als „Lernbegleiter“, beziehungsweise als eine Art Coach arbeiten. Schule bleibt aber immer auch ein sozialer Ort, an dem Menschen miteinander lernen und sich begegnen. Es braucht immer einen Lehrer und es braucht immer einen Schüler.

Friedo: Was ist Ihnen im Umgang mit Schülerinnen und Schülern besonders wichtig?

Scholze: Respekt und Empathie sind für mich die Grundlage jeder guten Zusammenarbeit mit jedem Menschen. Egal, ob Schulleitung, Lehrkraft oder Schülerin, beziehungsweise Schüler. Am Ende sind wir alle Menschen, die miteinander umgehen. Mir ist wichtig, dass man offen, respektvoll und menschlich miteinander spricht.

Friedo: Welche Entwicklungen wünschen Sie sich für Schulen in den kommenden Jahren?

Scholze: Ich finde, Schulentwicklung sollte immer auf Reflexion und Feedback beruhen. Es ist wichtig, allen Beteiligten die Möglichkeit zu geben, ihre Sichtweisen und Meinungen einzubringen. Außerdem denke ich, dass unser Schulsystem in Bayern viele Chancen bietet, weil verschiedene Bildungswege möglich sind und Entscheidungen nicht endgültig nach der Grundschule festgelegt werden.

Friedo: Was verstehen Sie persönlich unter einer „Schule der Zukunft“?

Scholze: Für mich steht bei der Schule der Zukunft vor allem die Kompetenzvermittlung im Mittelpunkt. Wissen verändert sich heute sehr schnell. Deshalb wird es immer wichtiger, Kompetenzen zu entwickeln, zum Beispiel kritisch zu denken, Informationen zu bewerten, Probleme zu lösen und mit anderen zusammenzuarbeiten. Gleichzeitig sollte Schule immer auch ein Ort der Wertevermittlung bleiben. Demokratie, Gleichberechtigung und soziales Miteinander sind für mich zentrale Werte, die in der Schule immer ganz hoch geschrieben werden müssen.

Interview: Melek A.

Wie gehen unsere Lehrer mit Stress im Alltag um?

Während der Schulzeit werden viele Schüler mit Stress konfrontiert. Um mit diesem Stress umzugehen, machen einige Schüler Sport, verbringen Zeit mit Freunden und Familie, lesen, malen und vieles mehr. Nicht nur wir Schüler sind von diesem Stress betroffen, sondern ebenfalls auch unsere Lehrer. Aus diesem Grund haben wir sie befragt, wie sie denn mit Stress und Belastungen in ihrem Alltag umgehen.

Dazu haben wir unseren Lehrern folgende Fragen gestellt:

  1. Wie gehen sie mit Stress um?
  2. Was machen sie gegen den Stress?
  3. Wie stark betrifft der Stress ihr privates Leben? (Sie können mit „ja“ für „stark“ und „nein“ für „schwach“ diese Frage beantworten. Und wenn sie nicht wollen müssen sie nicht.)
  4. Wie stark belastet der Schulalltag sie?
  5. Was würden sie den Schülern als Rat geben, wie sie mit schulischem und privatem Stress umgehen sollten?

Unser Biologie und Chemie-Lehrer Herr Fischer antwortete auf die genannten Fragen wie folgt:

Zu 1: Ich versuche meinen Alltag möglichst vorausschauend zu planen, damit gar nicht erst Stress aufkommt. Das klappt natürlich nicht immer.

Zu 2: Wenn ich gestresst bin, dann hilft mir meistens Sport, Musik hören oder nach draußen gehen.

zu 3: Ich würde sagen mittelstark. Es gibt ja auch positiven Stress oder Freizeit-Stress. Aber gerade mit kleinem Kind ist der Alltag schon definitiv stressiger geworden als davor.

Zu 4: Ich versuche mich nicht zu sehr vom Stress belasten zu lassen. Aber gerade in den Prüfungsphasen, in denen man als Lehrer daheim viel korrigieren muss, kann es dann schon mal etwas belastend sein.

Zu 5: Ich würde allen Schülerinnen und Schülern raten, im Leben möglichst klare Prioritäten zu setzen. Manchmal kann man nicht alles gleichzeitig machen, und muss sich für eine Sache entscheiden. Das kann helfen, sich nicht so leicht stressen zu lassen.

Unser Deutsch- und Englisch-Lehrer Herr Fürst antwortete auf unsere Fragen wie folgt:

Zu 1: Am besten nicht aufkommen lassen.

Zu 2: Sport machen, Zeit mit meinen Kindern verbringen!

Zu 3: Zum Glück nicht sonderlich, dementsprechend bin ich da auch nicht davon belastet.

Zu 5: Schulischer Stress lässt sich vermeiden, wenn man den Stellenwert von zum Beispiel Prüfungen realistisch einordnet und sich nicht so unter Druck setzt.

FOS-Lehrer Herr Fürst bei der Korrektur von Schülerarbeiten; Foto: Elena N.

Unser Mathe- und Physik-Lehrer Herr Hämmerle antwortete auf unsere Fragen so:

Zu 1: Ich baue meinen Stress ab.

Zu 2: Ich versuche es möglichst mit Sport auszugleichen.

Zu 3: In meinem persönliches Leben ist Stress immer da.

Zu 4: Ich kann meinen Stress noch ertragen.

Zu 5: Ich würde den Schülerinnen und Schülern raten, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden.

An den Antworten erkennt man, dass nicht nur Schüler, sondern auch Lehrer von Stress betroffen sind. Und das sie ebenfalls wie wir unterschiedliche Methoden haben, mit diesem Stress umzugehen.

Interviews: Elena N.

Mask Off: Ein Abend zwischen Mut, Chaos und echtem Gefühl – Ein Erfahrungsbericht von der „Open-Mind-Night 2026“.

Das Licht geht aus. Für einen kurzen Moment ist es still. Dann setzt Applaus ein. Hinter der
Bühne wird noch schnell etwas geflüstert, jemand sucht nach Moderationskarten, ein letzter
Blick in den Spiegel. Und mittendrin dieses Kribbeln, das man nicht ganz los wird, egal wie
oft man schon auf der Bühne stand.

Am 12. Februar 2026 fand an unserer Schule die diesjährige „Open-Mind-Night“ statt. Ein
Abend, an dem Schülerinnen und Schüler ihre Talente präsentieren konnten. Von Gesang
über Tanz bis hin zu einem Film und Poetry Slam war alles dabei. Das Motto in diesem Jahr lautete „Mask off“. Es ging darum, das auszusprechen, was man sonst oft für sich behält. Gedanken, Gefühle und Seiten von sich selbst, die im Alltag eher verborgen bleiben.

Dass hinter so einem Abend viel mehr steckt als nur die Auftritte, merkt man vor allem hinter
den Kulissen. Schon seit Oktober des Vorjahres wurde geplant, diskutiert und organisiert. Vom Finden des Themas, das laut Organisationsteam eine der größten Herausforderungen ist, bis hin zur Verteilung der Aufgaben. Moderation, Technik, Ablauf, Verkauf in der Pause. Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte arbeiteten gemeinsam daran, aus einer Idee ein funktionierendes Event zu machen.

Backstage zeigte sich dann eine andere Seite des Abends. Zwischen Technikchecks, schnellen Absprachen und kleinen Pannen entstand eine Atmosphäre, die gleichzeitig chaotisch und richtig gut war. Hier wurden Moderationskarten gesucht, dort musste spontan ein Outfitproblem gelöst werden. Gleichzeitig lief vieles erstaunlich strukturiert ab. Man hat
gemerkt, wie viel Planung hinter allem steckt. Auch die Technik spielte eine große Rolle.
Licht, Mikrofone und Timing mussten stimmen, damit auf der Bühne alles funktioniert.

Auf der Bühne selbst verschwimmt davon vieles. Das Licht ist hell, das Publikum kaum zu
erkennen. Was bleibt, ist die eigene Stimme und dieser eine Moment. Auch nach mehreren
Auftritten verschwindet die Nervosität nicht wirklich. Sie gehört dazu. Kurz bevor es losgeht,
wird selbst das Atmen bewusster und die Stimme fühlt sich am Anfang vielleicht noch etwas
unsicher an. Doch sobald die ersten Worte gesprochen sind, verändert sich etwas. Man kommt rein, findet seinen Flow und plötzlich fühlt sich alles fließend und richtig an. Der eigene Text wirkt intensiver als je zuvor.

Gerade die Poetry Slams haben den Abend besonders geprägt. Sie bewegten sich zwischen Humor und Ernst, zwischen Leichtigkeit und Tiefe. Manche brachten das Publikum zum Lachen, andere sorgten für Momente, in denen es ganz still wurde.

Einer dieser Momente war der Slam von Justin Andersen, der sich auf humorvolle und
gleichzeitig ehrliche Weise mit dem Motto des Abends auseinandersetzte:


JUSTIN:
„Ich stehe hier,
und heute ist der Tag,
an dem ich meine Maske abnehme.
Also… die metaphorische.
Die echte FFP2 hab ich schon im Bus verloren.
Auf dem Sitz.
Neben einem alten Kaugummi,
der mehr erlebt hat als ich.

‚Maske off‘, sagen sie.
Klingt mega dramatisch.
So Held*innenfilm-mäßig.
So: Ich reiße mir die Maske vom Gesicht und enthülle meine wahre Macht.
Tja.
Bei mir drunter:
Pickel, Augenringe,
und ein Gesichtsausdruck,
der sagt:
Ich wollte eigentlich nur kurz schlafen.

Aber gut,
wenn schon Maske off,
dann bitte richtig:
RUNTER damit,
auf den Tisch,
neben die Illusion,
dass ich jemals einen Plan habe.
Maske off,
und plötzlich sieht jeder,
dass ich eigentlich ein wandelnder Fehlermeldungsbildschirm bin.
So innerlich ständig:
404: Motivation not found.

Und wisst ihr,
eigentlich trage ich jeden Tag tausend Masken:
Die „Ich bin immer gut gelaunt“-Maske,
die „Ich bin super produktiv“-Maske,
die „Ich weiß was ich hier mache“-Maske,
… die rutscht am schnellsten.

Aber heute sag‘ ich:
Schluss damit!

Heute gibt’s das ungeschminkte ich.
Und ja,
das ist manchmal etwas verstörend.
So wie eine Katze,
die versucht, einen Salto zu machen
und dann merkt:
Nein.
Falsches Tier.
Falsche Idee.
Lass es einfach.

‚Maske off‘ heißt:
Ich darf zugeben,
dass ich manchmal in der Küche stehe
und vergesse warum.
Dass ich beim Telefonieren herumrenne,
als würde ich Satelliten manuell ausrichten.
Dass meine innere Ruhe
ungefähr so stabil ist
wie ein Kartenhaus im Orkan.

Aber immerhin:
Wenn die Maske fällt,
kannst du wenigstens lachen.
Über mich.
Mit mir.
Keine Ahnung.
Hauptsache jemand lacht.
Denn Humor ist die einzige Superkraft,
die ich habe.
Neben der Fähigkeit,
immer genau dann zu stolpern,
wenn jemand hinschaut.

Also gut:
‚Maske off‘.
Nehmt mich, wie ich bin.
Unverkleidet, unperfekt,
leicht chaotisch
und zu 70 Prozent bestehend aus Kaffee.

Und wenn ihr mein Gesicht seht und denkt:
Oh je.
Dann sage ich:
Keine Sorge.
Unter der Maske sah’s nicht besser aus.“

Mein eigener Poetry Slam war ein Versuch, solche leisen Gefühle einzufangen. Es ging um
Dankbarkeit, um Menschen, die Spuren hinterlassen, ohne es zu merken, und um dieses leicht nostalgische Gefühl für Momente, die noch gar nicht vorbei sind:

MELEK:
„Ich bin manchmal so nostalgisch.
Nostalgisch über Momente, die noch gar nicht vorbei sind.

Es gibt dieses Ziehen,
wenn etwas sich dem Ende neigt,
obwohl ich noch mittendrin bin.

Wie eine Sommernacht,
die endlich abkühlt und die Wolken langsam lila werden,
aber keiner möchte, dass sie endet.

Ich merke, wie manche Menschen wie Sonnenstrahlen in mein Leben fallen,
nicht laut, nicht fordernd.
Eher wie ein leichter Wind, der durch mein Zimmer weht,
der Dinge bewegt, die ich vorher nicht gesehen habe.

Sie sagen vielleicht gar nicht viel,
vielleicht wissen sie nicht mal,
wie sehr sie etwas in mir bewegen.

Aber irgendwas bleibt hängen.
Ein Satz, der meine Gedanken streift,
Ein Lächeln, welches mir Kraft gibt,
welches mir das Gefühl gibt, dass ich mehr kann,
Ein Moment, der mir sagt, dass alles okay ist und dass ich wertvoll bin.

Ich lache, ich staune,
Ich nehme mir Dinge vor,
Ich gehe ein Stück weiter,
alles, weil sie da waren, ohne dass sie es merken.

Ich weiß nicht, wie lange das noch geht.
Ich weiß nicht, ob diese Spuren bleiben,
wenn das Jahr endet, wenn die Wege auseinandergehen.

Und trotzdem fühle ich sie jetzt,
diese leisen Wirkungen, die warm durch mich ziehen,
wie der letzte Sonnenstrahl,
der sich durch die Blätter drängt,
kurz bevor die Nacht alles verschluckt.

Ich will festhalten, was ich fühle,
doch ich weiß, dass manche Dinge
nicht festgehalten werden müssen.

Vielleicht reicht es, dass ich spüre,
dass ich gesehen wurde,
dass ich lachen durfte,
dass ich inspiriert wurde,
dass ich wachsen durfte,
ohne dass ich es greifen muss.

Und wenn ich später daran zurückdenke,
werde ich die Wärme erinnern,
das Ziehen, das Weite,
die Sommernacht, die sich dem Ende neigt,
obwohl ich wünschte, dass sie nicht enden muss.

Und ich werde wissen, dass diese Momente nur mir gehören,
dass ich sie getragen habe,
still, leise und trotzdem unvergesslich.“


Nach dem Auftritt bleibt nicht nur Erleichterung. Es ist eher ein Gefühl, das sich schwer
beschreiben lässt. Irgendwo zwischen Euphorie und einem fast schon berauschenden Zustand. Die Knie fühlen sich vielleicht etwas weich an, während im Kopf noch alles nachklingt. Auf der Bühne selbst nimmt man das Publikum kaum wahr. Es ist hell, ruhig und jeder hört zu. Genau das macht diesen Moment so intensiv.

Die „Open-Mind-Night 2026“ hat gezeigt, wie viel entstehen kann, wenn Menschen bereit sind, ihre Maske abzulegen. Es geht nicht darum, perfekt zu sein, sondern ehrlich. Für einen kurzen Moment einfach das zu zeigen, was sonst oft verborgen bleibt.

Vielleicht ist es genau das, was diesen Abend so besonders macht. Ein Raum, in dem man
sich traut, gesehen zu werden

Text: Melek A., Justin A.

Schulprojekt: Stimmen gegen Rassismus

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus hat die 10. Klasse der FOS Friedberg ein spannendes Projekt durchgeführt – in Kooperation mit dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und mit Unterstützung der freien Medienpädagogin Miriam Artmann von der Medienstelle Augsburg. Beteiligt waren neben dem „Schule ohne Rassismus“-Team auch die beiden Lehrkräfte Berit Hoffmann und Leonhard Fürst.
In kreativen Workshops sind Podcasts, Videos und Plakate entstanden, die sich mit den Themen Rassismus, Vielfalt und Zivilcourage auseinandersetzen.
Die Ergebnisse möchten wir hier mit euch teilen. Schaut rein, hört zu und lasst euch zum Nachdenken anregen – für mehr Respekt, Offenheit und ein starkes Miteinander. ✊🌍

Umweltschule: Die FOSBOS Friedberg geht Müll sammeln

Am Freitag, den 27. März 2026, haben wir von der Beruflichen Oberschule Friedberg an der Aktion „Saubere Stadt“ teilgenommen. Insgesamt waren elf Klassen dabei und haben gemeinsam ein Zeichen für Umweltschutz gesetzt.

Zwischen der ersten und sechsten Stunde sind wir klassenweise in unsere zugeteilten Gebiete gegangen und haben Müll gesammelt. Ausgestattet mit Müllsäcken, die von der Stadt gestellt und von Organisatorin Frau Hubl verteilt wurden, haben wir Straßenränder, Grünflächen und Gehwege sauber gemacht. Jede Klasse war etwa 45 bis 90 Minuten unterwegs.

Dabei wurde schnell klar, wie viel Müll sich im Alltag ansammelt. Vor allem Verpackungen, Plastik und Zigarettenreste lagen überall herum. Die Aktion hat also nicht nur dafür gesorgt, dass es sauberer wurde, sondern auch gezeigt, wie groß das Problem eigentlich ist.

Denn Müll entsteht nicht erst draußen, sondern schon beim Konsum. Wer bewusster einkauft und nur das kauft, was wirklich gebraucht wird, produziert automatisch weniger Abfall. Genau darauf hat die Aktion aufmerksam gemacht. Es ging nicht nur ums Aufräumen, sondern auch darum, das eigene Verhalten zu hinterfragen.

Neben dem Umweltaspekt war die Aktion natürlich auch eine willkommene Abwechslung zum normalen Unterricht im Klassenzimmer. Für einen kleinen Snack danach war auch gesorgt, Frau Hubl hat Brezen und Apfelschorle verteilt.

Die Teilnahme war freiwillig, trotzdem haben viele Klassen mitgemacht. Das Team
der Umweltbeauftragten bedankt sich hiermit bei allen Klassen die mitgewirkt haben. Danke an die 11GA, 12TC, 12WD, 12WE, 12GB, 12SC, 12SD, 13G, 13SA, 13SB, B13 und an alle Lehrkräfte, die ihren Unterricht dafür geopfert haben! Selbstverständlich gilt unser Dank auch Frau Hubl, ohne die die ganze Aktion nicht möglich gewesen wäre, und natürlich auch dem Hausmeister Richard Lindermeir, der wie immer tatkräftig unterstützt hat!

Text: Julia M.

Auerhaus: alles nur Theater?

„Our house, in the middle of our street“: So begann nicht nur der bekannte Song von Madness, sondern auch das Theaterstück „Auerhaus“, aufgeführt von der Theatergruppe der FOS Friedberg. Am 25. und 26. März diesen Jahres brachte die Gruppe um Frau Seemiller und Frau Wöhrl das Stück auf die Bühne und nahm das Publikum mit in die Lebenswelt einer ungewöhnlichen WG.

Im Zentrum standen Themen, die kaum unterschiedlicher hätten sein können: Freundschaft und Suizid. Eine Freundesgruppe zieht gemeinsam in ein Haus, um ihren selbstmordgefährdeten Freund Frieder zu unterstützen. Ihr Ziel war klar: Sie wollten ihm helfen. Doch der Alltag stellte sie vor Herausforderungen, die sie an ihre Grenzen gebracht haben. Die Handlung wirkte auf den ersten Blick ruhig, entwickelte aber schnell eine emotionale Spannung.

Es ging um Freundschaft, Verantwortung und die Frage, wie viel ein Mensch für einen anderen tragen kann. Es wurde deutlich, dass jede Figur mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen hatte und niemand fehlerfrei gehandelt hat. Genau das machte die Geschichte so greifbar.



Obwohl es sich bei den Schauspielern um Anfänger handelte, konnten sie das gesamte Publikum in ihren Bann ziehen. Die Darsteller wirkten alle authentisch und brachten die unterschiedlichen Charaktere zur Geltung. Viele der Szenen bleiben auch nach dem Stück im Gedächtnis, vor allem die, in denen stille Momente mehr gesagt haben als große Worte.

Hinter der Aufführung steckte für alle Beteiligten viel Arbeit: Nicht nur mussten die Schauspieler ihren Text, Körpersprache und Mimik lernen, auch das Bühnenumbau-Team, die Künstler und die Techniker kamen nach monatelangen Proben an ihre Grenzen. Doch der Einsatz hat sich ausgezahlt und war für das gesamte Publikum erkennbar, denn die zahlreichen Gespräche am Ende zeigten, dass die Zuschauer begeistert von den talentierten Mitgliedern der Theater Gruppe waren.

„Auerhaus“ war kein leichtes Stück. Es behandelte mehrere sensible Themen, schaffte es aber mit jeden einzelnen davon respektvoll und nachvollziehbar umzugehen. Die Theatergruppe der FOS Friedberg schaffte es, die Geschichte ehrlich und authentisch zu erzählen und das Publikum zum Nachdenken zu bringen. Die Aufführung richtete sich insbesondere an jene, die sich für tiefere Themen interessierten, auch ohne ein klischeehaftes „Happy End“ leben können, und bereit waren sich auf eine emotionale, tiefgründige Geschichte einzulassen. Insgesamt war es eine gelungene Inszenierung, welche gezeigt hat, wie viel durch Zusammenarbeit zwischen Schülern und engagierten Lehrkräften möglich ist.

Text: Julia M.

„Jugend debattiert“ über eine Dienstpflicht für junge und alte Menschen

Am 21.01.2026 fand an der FOS Friedberg der Wettbewerb „Jugend debattiert“ statt. Viele Schülerinnen und Schüler nahmen daran teil und zeigten, wie gut sie diskutieren und argumentieren können.

Der Wettbewerb war in drei Runden gegliedert, in denen aktuelle und gesellschaftlich relevante Themen diskutiert wurden. Dabei fanden jeweils drei Debatten gleichzeitig statt. Die Jury bestand überwiegend aus Schülerinnen und Schülern, die die Beiträge aufmerksam verfolgten und nach festen Kriterien bewerteten.

In der ersten Runde debattierten die Teilnehmenden darüber, ob in Deutschland eine allgemeine Dienstpflicht für junge Menschen eingeführt werden sollte. Darunter kann man eine Wehrpflicht oder einen sozialen Pflichtdienst verstehen. Bereits hier zeigte sich ein hohes Diskussionsniveau und eine große Vielfalt an Argumenten.

v.l.n.r.: Aemilia, Julia, Elisa und Alessandro; Foto: Monika Uhlemair

In der zweiten Runde wurde darüber gesprochen, ob Schülerinnen und Schüler ihre Schule selbst putzen sollten. Dieses Thema führte zu vielen unterschiedlichen Meinungen und spannenden Diskussionen.

Das Finale war besonders aufregend. Dort wurde die Frage diskutiert, ob Rentnerinnen und Rentner ebenso eine Dienstleistung für die Gesellschaft erbringen sollten. Die Finaldebatte fand vor einem größeren Publikum statt und sorgte für eine besonders gespannte Atmosphäre.

Die Plätze wurden wie folgt vergeben:
1. Platz: Elisa Haas
2. Platz: Aemilia Schreiber
3. Platz: Alessandro Koroll
4. Platz: Julia Maletzky

Nach dem Wettbewerb wurden die vier Gewinnerinnen und Gewinner gefragt, wie ihnen „Jugend debattiert“ gefallen hat. Alle sagten, dass sie viel Spaß hatten, auch wenn sie am Anfang sehr nervös gewesen waren.

Die vier Erstplatzierten werden unsere Schule beim Regionalwettbewerb in Augsburg vertreten. Diese Debatten finden jedes Jahr statt. Wer dort erfolgreich ist, kann sich sogar für das Landesfinale qualifizieren.

Falls ihr selbst Interesse habt, könnt ihr euch auch nächstes Jahr anmelden und mitmachen. Ansprechpartner ist Herr Fürst.

Text: Sila T., Elena N., Anastasiya M.

Die Maske fällt – „Open-Mind-Night 2026“

Die diesjährige „Open-Mind-Night“ fand am 12. Februar mit dem Motto „Mask Off“ statt und konnte dem Publikum erneut erfolgreich zeigen, wie individuell verschieden und doch insgesamt enorm talentiert unsere Schulgemeinschaft an der FOSBOS Friedberg ist. 

Organisiert und begleitet von unserem „Schule ohne Rassismus“-Team haben die Teilnehmer ihre Talente mit Musik, Gedichten oder auch Tänzen auf eine Bühne gebracht und dadurch jeden einzelnen von uns Zuschauern begeistert. Inspiriert vom Thema „Mask Off“ wurden uns die Schattenseiten des gesellschaftlichen Drucks gezeigt. 

Mein persönliches Highlight war die Lehrerband, wobei mir die Auswahl zwischen den zahlreichen Darbietungen auch nicht leicht gefallen ist.

Die diesjährige „Open-Mind-Night“ wurde von jedem Gast wertgeschätzt und begeistert aufgenommen. Wir vom „SoR“-Team bedanken uns herzlich bei den talentierten Teilnehmern und bei allen, die geholfen haben, dass solch ein solch schöner Abend erst möglich gewesen ist. 

Text/Fotos: Martin P.

NEU NEU NEU – Das Schülercafé der FOS/BOS Friedberg

Nicht nur Schülerinnen und Schüler, sondern auch viele Lehrkräfte besuchen täglich das Schülercafé der FOS/BOS Friedberg. Besonders groß ist der Andrang während der Pausen. Doch auch zwischen den Unterrichtsstunden sowie in Freistunden bleiben die zwei zuständigen Verkäuferinnen in der Schulküche beschäftigt.

Der Arbeitsbeginn und die Vorbereitung

Hinter dem Pausenverkauf steht die Firma „Kulturküche Augsburg GmbH“, ein zuverlässiger und mehrfach ausgezeichneter Partner für Kindergarten- und Schulcatering. Der Arbeitstag der Mitarbeiterinnen beginnt bereits um 6:30 Uhr in der Firma. Dort werden die Lebensmittel hergerichtet und abgeholt. Gegen sieben Uhr trifft die Lieferung vom Bäcker Schwab ein.
Anschließend beginnen die Vorbereitungen für den Verkauf: Der Kaffee wird aufgesetzt, Brezen werden bestrichen und belegte Brote frisch zubereitet. Viele Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte kaufen sich ihre Mahlzeit bereits vor der Pause. Deshalb muss bis zum Unterrichtsbeginn um 8:15 Uhr alles verkaufsbereit sein.

Der Verkauf während der Pausen

Um 10:30 Uhr beginnt die lang ersehnte Pause – für die Verkäuferinnen bedeutet das Hochbetrieb. Hungrige Schüler und Lehrer müssen schnell versorgt und abkassiert werden. Doch auch nach der Pause bleibt noch Arbeit übrig: Vielleicht ist der Kaffee leer oder der Ketchup muss nachgefüllt werden. Zusätzlich fällt das Reinigen der Küche an, das ebenfalls von den Mitarbeiterinnen übernommen wird.
Nach der zweiten Pause um 13:10 Uhr wiederholt sich dieser Ablauf. Zwischendurch werden außerdem die Bestellungen für den nächsten Tag aufgegeben.

Organisation, Preise und Planung

Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Firma ist vertraglich geregelt. Dabei wird festgelegt, wie viele Lebensmittel täglich geliefert werden. Preise und Menü werden vom Chef der Firma bestimmt.
Wer Vorschläge für das Angebot hat, kann sich gerne an die Kulturküche wenden. Ob ein Vorschlag umgesetzt wird, hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab: vom zeitlichen Aufwand, von den technischen Möglichkeiten in der Schulküche sowie vom Preis. Nicht alle Schülerinnen und Schüler sind bereit, sechs Euro für ein aufwendiges warmes Essen zu bezahlen – viele weichen daher lieber auf günstigere Angebote aus, etwa bei Edeka oder doch die selbst zubereitete Brotzeit von Zuhause.
Der Arbeitstag der Verkäuferinnen endet gegen 15:00 Uhr. Übrig gebliebenes Essen wird zurück zur Firma gebracht und dort entweder als Mittagessen für die Mitarbeitenden genutzt oder verteilt.

Herausforderungen und Verkaufszahlen

Eine große Herausforderung für das Schülercafé ist der Kleingeldmangel sowie die Vermeidung von Überproduktion. Mittlerweile gelingt es den Verkäuferinnen jedoch gut, die Mengen realistisch zu planen, sodass kaum noch Ware übrig bleibt.
Ein Beispiel: Zu Beginn wurden täglich etwa 20 Croissants vorbereitet. Da über längere Zeit einige davon nicht verkauft wurden, setzte man die Produktionsmenge auf zehn bis fünfzehn Stück pro Tag herab.

Zum Schluss ein Ranking der angebotenen Produkte:
Letzter Platz: Salat – aufgrund des vergleichsweise hohen Preises wird er am wenigsten gekauft.
Zweiter Platz: Schnitzelsemmel – trotz eines Preises von 3,20 € sehr beliebt.
Erster Platz: Butterbreze – der Klassiker macht satt, ist günstig und kann schnell gegessen werden.

Dieser Einblick hinter die Kulissen des Pausenverkaufs zeigt, wie viel Organisation, Zeit und Arbeit hinter dem Angebot steckt. Viele fragen sich, warum die Preise vergleichsweise hoch sind. Doch im Gegensatz zu großen Supermärkten wie Edeka oder einer Bäckerei wie Ihle, handelt es sich hier nicht um Massenproduktion. Der Aufwand von der Beschaffung bis zur Präsentation in der Verkaufsvitrine ist deutlich höher. Daher sollte man die Preise auch im Zusammenhang mit dem Arbeitsaufwand betrachten – und dankbar sein, dass man sich nach und während jeder Schulstunde unkompliziert und vor Ort etwas zu essen kaufen kann. Schließlich schafft man es nicht immer rechtzeitig in den Supermarkt und sich eine Brotzeit zu machen, oder?

Text, Bilder und Interview: Victoria H.

„Auerhaus“ im Feinschliff

Foto: J. Badde

Drei Tage kein Unterricht – dafür voll mit Proben, Kreativität, Filmen und Pizza. Unsere Theatergruppe, die dieses Jahr „Auerhaus“ auf die Bühne bringen wird, machte sich am Mittwoch auf den Weg nach Oberwittelsbach in das Jugendhaus „Emmaus“, um tatkräftig an dem Stück zu arbeiten. Ziel war es, Abläufe zu festigen und auch alles drum herum voranzubringen. Schon am ersten Tag wurde klar, dass die Theatertage kein Ausflug, sondern echte Arbeitszeit werden würden. Der Tagesplan war dicht, die Proben lang und die Erwartungen entsprechend hoch.

Im Mittelpunkt standen natürlich die Proben. Szenen wurden mehrfach gespielt, Kleinigkeiten verändert und die Übergänge verbessert. Dabei wurde nicht nur auf Texte geachtet, sondern auch auf Körpersprache, Timing und auf die Wirkung der Musik. Besonders hilfreich war die Möglichkeit, das Stück in einem Zug komplett durchspielen zu können. Gerade bei einem Stück wie „Auerhaus“, das manche mit „Gefühlschaos“ beschreiben würden, war es wichtig, die Figuren mit der benötigten Tiefe darzustellen. Diese Zeit half dabei, dass die Schauspieler sich besser in ihre Rollen einfühlen und die Gruppe als Team zusammenwachsen konnte. Besonders die Hauptdarsteller waren mit Proben von früh bis spät beschäftigt.

Der Rest der 26-köpfigen Gruppe war nicht untätig. Es wurde gefilmt und Interviews wurden geführt, um euch auf Instagram stets auf dem aktuellem Stand zu halten. Auch der Sneak Peak für die Open Mind Night am 12.2. stellte ein zentrales Thema dar (Kommt vorbei und seht selbst, ob dieser gelungen ist…). Die kreativen Köpfe der Gruppe machten sich Gedanken über die Gestaltung der Programmhefte, außerdem musste die Bühne dem Stück angepasst werden. Hier fielen auch ein paar T-Shirts den Farben zum Opfer. Deutlich wurde dabei, wie viel Arbeit hinter einer Theateraufführung steckt, die das Publikum später kaum wahrnimmt. Insgesamt wurde also niemandem langweilig, und wenn doch wurden helfende Hände immer bei Herrn Badde in der Küche benötigt.

Trotz der vielen Arbeit hatte die Gruppe die Möglichkeit, enger zusammenzuwachsen, beim Essen und in den Pause wurde viel gelacht. Dieser starke Zusammenhalt lässt sich auch auf der Bühne sehen, Theater funktioniert eben nur, wenn Vertrauen und Zusammenarbeit stimmen. Rückblickend waren die Theatertage nicht nur eine Vorbereitung auf die Aufführungen, sondern auch eine Erfahrung, die die Gruppe nachhaltig positiv geprägt hat.

Am Ende der drei Tage waren alle müde, aber auch zufrieden und stolz. „Auerhaus“ hatte sichtbar an Struktur gewonnen, ebenso ist die Orga ein beachtliches Stück weitergekommen. Die Theatertage haben gezeigt, wie viel durch richtige Zusammenarbeit und genug Kaffee in so einer kurzen Zeit möglich ist. Die Theatergruppe blickt nun gespannt und motiviert auf die nächsten Wochen und vor allem auf die Aufführungen. Seid dabei!

25. und 26. März: AUERHAUS

Text: Julia Maletzky