Spitzenplatz für Lindner und die FDP: Die FOS/BOS Friedberg hat gewählt

Die Bundestagswahlen sind vorbei, Deutschland hat gewählt.

So gelingt der SPD mit dem Kanzlerkandiaten Olaf Scholz und 25,7% der Sprung an die Spitze. Knapp dahinter mit 24,1% beschert Armin Laschet der CDU/CSU das schlechteste Wahlergebnis aller Zeiten. Die Grünen und ihre Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock schaffen es auf den dritten Platz mit 14,8% – Das beste Wahlergebnis der Partei, doch in der Kanzler:innenfrage ist Baerbock nicht mehr im Rennen. Christian Lindner mit seiner FDP schafft es auf 11,5% und kommt bei den Erstwähler:innen prozentual sogar auf einen Spitzenplatz. 

Doch auch die FOSBOS Friedberg hat es sich nicht nehmen lassen, den Schüler:innen die Möglichkeit zu geben, ihre zwei Kreuze machen zu können. Dabei war das Alter und die Staatsangehörigkeit egal. 

Ziel dieser „Juniorwahl“ war es, einen Vergleich zur deutschlandweiten Bundestagswahl (BTW) ziehen zu können. Wie also hat die Schule abgestimmt?

Zuerst allerdings die vorläufigen Auszählungen und Hochrechnungen der BTW:

Die Wahlbeteiligung an der Schule lag bei 92,8% – also eine durchaus repräsentative Wahl.

Interessant ist, dass die Auszählung der Zweitstimmen ergeben hat, dass Christian Lindner als Parteichef seiner liberalen Partei insgesamt mit 23,6% auf Platz 1 gekommen ist. Mit mehr als 10% Unterschied zur Bundestagswahl ein ganz klares Ergebnis. Auf dem zweiten Platz liegen die Grünen mit 17,8%. Ein nicht allzu großer prozentualer Unterschied hätte in der Regierungsfrage in der richtigen Bundestagswahl allerdings durchaus etwas geändert. Die Union sowie die SPD liegen mit großem Abstand auf den hinteren Plätzen und sind mit ungefähr 13% doch weit unter dem vorläufigen Ergebnis der BTW.

Ebenfalls relevant ist, dass bei der schulinternen Wahl „Die PARTEI“ in den Bundestag ziehen würde. Mit 6,4% liegen die Politiker:innen sogar vor den Linken (5,4%) und über der „5%-Hürde“ und wären ab sofort im Bundestag vertreten.   Ebenfalls erwähnenswert ist, dass die AfD im Vergleich zur Bundestagswahl künftig nicht mehr im Bundestag sitzen würde. Schüler:innen haben die blaue Partei nur zu 3,5% gewählt. Ein sehr großer Unterschied im Vergleich zu den 10,8%, die aus der deutschen Bevölkerung an diese Partei gegangen sind. 

Bei den Erststimmen setzte sich Matthias Krause, Kandidat der FDP im Wahlkreis Augsburg-Land, mit 170 Stimmen knapp gegen den „Grünen“ Stefan Lindauer durch (167 Stimmen). Es folgen Hansjörg Durz (CSU, 141 Stimmen) und Heike Heubach (SPD, 112 Stimmen).

Die Schulwahl geht zwar in eine andere Richtung als die Bundestagswahl, bei der Frage der Regierungsbildung würde man sich allerdings nicht viel nehmen. Für eine Gelb/Grün-geführte Regierung würde es prozentual nicht reichen, für eine „GroKo“ allerdings erst recht nicht. Dies kann man durchaus als klares Zeichen gegen die beiden Volksparteien verstehen und doch würde selbst bei unserer Wahl eine Regierung mit Beteiligung von CDU/CSU oder SPD in Frage kommen. Also entweder „Jamaika“ oder „Ampel“. Der neue Bundeskanzler würde nach unseren Auszählungen aber Christian Lindner heißen und das ist durchaus ein sehr interessanter Gedanke.

Nach einem nervenaufreibenden Wahlkampf, mit unangebrachten Lachern in Krisengebieten, Plagiatsvorwürfen und Finanzskandalen ist die Wahl dann nun doch vorbei. Worüber wir uns an der Schule allerdings keine Sorgen machen müssen, sind die bereits erwähnten Koalitionsverhandlungen. Die werden die nächsten Wochen mit der Möglichkeit einer „Ampel“ (FDP, Grüne, SPD), „Jamaika“ (FDP, Grüne, Union) oder doch wieder einer „GroKo“ (Union, SPD) noch ziemlich bedeutend. Auch wer nun Kanzler wird, steht – anders als bei uns – noch in den Sternen. Die ersten Sondierungsgespräche zwischen FDP und Grünen laufen bereits. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Angela Merkel eine 17. Neujahresansprache halten wird. Schade, dabei hatte sie sich sicherlich schon auf ihre viele kommende freie Zeit gefreut.

So oder so, die nächste Regierung und der damit verbundene nächste Kanzler hat einige schwierige Aufgaben zu meistern. Wir werden sicherlich schon sehr bald sehen, wer uns durch die größten Krisen manövrieren wird.

Kommentar:

Dass die FDP an der Schule auf Platz 1 ist, ist keine sonderliche Überraschung. Christian Lindner geht mit Memes in den sozialen Netzwerken durch die Decke. Allerdings auch das wofür die Partei steht, nämlich Zukunftsdenken, Innovation ohne wirtschaftliche Verluste (besonders im Bezug auf die Klimakrise) und Digitalisierung sind Themen, die junge Menschen ansprechen – ganz einfach, weil diese die letzten Jahre unter der „GroKo“ auf der Strecke geblieben sind.

Außerdem hatten viele bei der Frage wer der/die nächste Kanzler:in sein würde, immer wieder von einer Entscheidung zwischen “Pest und Cholera” gesprochen. Nicht besonders vorteilhaft waren die Fehler, die sich die einen oder anderen während dem Wahlkampf geleistet haben. Für viele jüngere Wahlberechtigte war deshalb ein Ausweichen auf die „kleineren“ Parteien durchaus eine Möglichkeit.

Dass die Grünen bei der Juniorwahl auf den zweiten Platz gekommen sind, ist ein klares Signal – Steht diese Partei doch zentral für den Klimaschutz. Der internationale Klimastreik zwei Tage vor der Wahl hat nochmal verdeutlicht, wie wichtig das für so unglaublich viele Leute ist.

Junge Menschen wollen und sind bereit für Veränderung und das hat nicht nur die Wahl an unserer Schule gezeigt. In der Zeit während dem Wahlkampf durfte ich erleben, dass diese Ergebnisse nicht einfach aus „Jux und Tolerei“ entstehen. Die junge Generation beschäftigt sich mit der Politik und hat meist fundierte Argumente, die für oder gegen eine Entscheidung der Parteien spricht. Es ist erstaunlich, dass die Entscheidung der ü60-Jährigen, die immer noch häufig für die CSU/CDU stimmen in keinem Verhältnis dazu steht, was die jungen Menschen wirklich wollen. Viel zu dieser Meinung beigetragen haben bei den Jüngeren sicherlich auch die Videos von Rezo und der unprofessionellen Umgang der CDU/CSU damit. So spricht der Verkehrsminister Scheuer im Gespräch mit Maischberger davon, dass er „den Jungen nicht ernst nehmen kann“.

Es erschreckt mich zudem, dass die älteren Generationen in wichtigen Fragen (wie zum Beispiel beim Klimawandel) ein klares “Weiter so” signalisieren, indem sie die Parteien, die nicht bereit für eine Veränderung sind, auch weiterhin wählen. (Weil: „hab‘ die schon immer gewählt.“) Dabei betreffen die Folgen und Auswirkungen genau diese Generationen häufig wenig bis gar nicht. Ja, jede:r hat eine Stimme die man bei der Wahl auch bitte nutzen sollte und vor allem bei dieser Wahl war es unglaublich schwer, seine beiden Kreuze zu machen und ja, wir stecken in so viel mehr Themen drin, die nicht unbedingt leicht zu meistern sein werden – Mit Corona will ich gar nicht erst anfangen. Allerdings ist das Wahlergebnis ein großer Mittelfinger an die  Menschen, die die letzten Wochen ganz klar gemacht haben, was wichtig für sie ist! Es ist ein Mittelfinger an die Generation, die so dringend eine Veränderung will und bei der richtigen Bundestagswahl leider noch zu jung zum wählen ist, um über die eigene Zukunft mitentscheiden zu können.

Jetzt kann man nur hoffen, dass die Koalitonsverhandlungen so schnell wie möglich über die Bühne gehen und im Interesse nicht nur der Jüngeren, sondern der gesamten Bevölkerung, eine nächste Regierung gebildet wird. 

Kommentar: Michele H.

Der Kommentar gibt Ansichten und Meinungen der Autorinnen wieder und ist keine redaktionelle Meinungsäußerung.

„Mit Abstand die Besten“: 🎊Highlights des Schuljahres 2020/21✨ an der FOS/BOS Friedberg

Jährlich stellen Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen einen Jahresbericht zusammen, in dem sie nicht nur über sich selbst allerhand preisgeben, sondern auch über die Schule und ihre Lehrkräfte . Jeder kennt diese Berichte und auch wie viel Spaß es bereitet, die Einträge zu erstellen.

Doch die Lehrerinnen und Lehrer hatten bis jetzt kaum Möglichkeiten, irgendwelche Kommentare über das Schuljahr zu hinterlassen. Das will die Schülerzeitung Friedo ab diesem Jahr ändern! Lasst uns mal betrachten, was ein paar Lehrerkräfte der FOS/BOS Friedberg zum Schuljahr 2020/21 zu sagen haben: Es folgen Antworten der befragten Lehrerinnen und Lehrer auf die Frage „Was war ihr Highlight dieses Schuljahres?“

Hr. Zink: „Mottowoche, da sich viele verkleidet haben.“

Hr. Fischer: „Schweineaugen sezieren mit der 13G. Es war das erste Mal, dass ich dies durchführen konnte und ich empfand dies als eine gute Erfahrung.“

Fr. Fritsch: „Es ist schön zu sehen, wie Schülerinnen und Schüler, die gleichzeitig mit mir an die Schule kamen, jetzt ihr verdientes Abitur bekommen. Außerdem durfte ich dieses Schuljahr das erste Mal das Seminar machen und hatte viele witzige Momente in meiner Klassleitungs-Klasse. Ich bin auch stolz darauf, dass ich einige Schülerinnen und Schüler für Italienisch begeistern konnte, sodass sie sogar nach dem Abitur die Sprache vertiefen wollen.“

Hr. Hager: „Ein Schüler, der aus Verzweiflung am Aufgeben war, wird im Laufe des Schuljahres zu einem der Besten.“

Hr. Goj: „Ich war überrascht, wie gut der Wechselunterricht funktioniert hat. Da war ich ein bisschen zu pessimistisch am Anfang.“

Hr. Riegel: „Meine Schülerinnen und Schüler haben in Geschichte Blogeinträge zum Thema ,Heimatvertriebene und die große Flucht zu Ende des Zweiten Weltkrieges’ erstellt. Es war schön zu sehen, dass viele auch auf eigene Faust privat in den Familien recherchiert und zum Teil auch Zeitzeugengespräche geführt haben.“

Zurück zur Normalität? Covid-Tests an bayerischen Schulen

An bayerischen Schulen werden seit guten sechs Wochen von Schülerinnen und Schülern regelmäßige Covid-Selbsttests durchgeführt. Davon betroffen sind alle Schularten – von der Grundschule bis zu weiterführenden Schulen. Die Idee dahinter ist, Infektionen frühzeitig zu erkennen, sodass Ansteckungen verhindert und die Normalität langsam in die Schulhäuser zurückkehren kann.

Nach der Ankündigung, es solle Schnelltests auch an Schulen geben, herrschte große Verunsicherung seitens von Schüler*innen, Lehrer*innen, aber auch Eltern und Erziehungsberechtigten. Jede Partei hatte dabei andere Bedenken, Fragen und Sorgen, ausgelöst von diesen Schnelltests. Gerade Eltern von jüngeren Kindern hatten Sorge, ihre Mädchen und Buben seien noch gar nicht in der Lage, sich ein Stäbchen in die Nase zu führen, um eine Probe für die Pufferlösung zu entnehmen und diese dann auf den Teststreifen zu träufeln. Diese Bedenken waren und sind durchaus nachvollziehbar.

Genauso ist ebenfalls die teilweise Überforderung seitens der Lehrerkollegien und Schulleitungen verständlich gewesen. Für eine solche Testung sind Lehrkräfte nun einmal nicht ausgebildet worden. Außerdem bedeutet es zusätzliche Arbeit und Verantwortung. Und dann war da noch die Frage, was mit Schüler*innen passiert deren Test positiv ausgefallen war. Lange herrschte Unklarheit (vor allem unter den Schüler*innen) über die Regelungen, die gelten, da aus Sicht der Heranwachsenden meist zu wenig über die aktuellen Beschlüsse und Regelungen gesprochen und diskutiert wurde. Meist waren die aktuell geltenden Regeln auch seitens der politischen Entscheidungsträger wenig transparent, sodass man sie schlecht nachvollziehen konnte.

Nun, nach ein paar Wochen, kann man durchaus sagen, dass sich eine Routine entwickelt hat. Man hat sich an dieses Prozedere gewöhnt. Nachdem es zuerst zu einem großen, logistischen Aufwand kam und die Beteiligten erst einmal den Ablauf lernen mussten (was häufig mit Hilfe eines Videos des jeweiligen Test-Herstellers geschah), hat sich alles aber eigentlich gut eingependelt.

Ein typischer Ablauf an einem Testtag sieht in der Regel so aus, dass die Lehrkraft die nötigen Test-Kits mit in das Klassenzimmer bringt, in dem sie in der ersten Stunde unterrichtet. Meistens verbringt man die ersten 15 Minuten damit, die Tests zu machen. Je nach Marke des Kits muss der Lehrer vor Beginn der Testung die Pufferlösung in die Röhrchen geben und an die Schüler*innen austeilen. Zusätzlich erhält jeder einen Teststreifen und ein Stäbchen für den Abstrich.

Hier kann man schon einen gravierenden Kritikpunkt feststellen, der sich bei Testungen im Schulgebäude kaum vermeiden lässt: Verlorengehen von wichtiger Unterrichtszeit. Dadurch, dass die Abstriche Zeit in Anspruch nehmen und während dem Unterricht vollzogen werden, wird diese Zeit nicht für wertvolle Lerninhalte genutzt.

Eine mögliche Verbesserungsoption könnte das Testen zuhause sein. Dies würde vorbeugen, dass wichtige Zeit für den Unterricht verloren geht, der bei dem diesjährigen hohen Stundenausfall definitiv Gold wert ist. Falls ein Test positiv ausfallen sollte, könnte sich der Betroffene auch direkt isolieren, ohne sich bereits im Schulhaus zu befinden und die Ansteckungswahrscheinlichkeit damit zu erhöhen.

Man kann allerdings sagen, dass Testungen an Schulen dazu beitragen, Infektionen frühzeitig zu erkennen und Infektionsketten dadurch nachvollziehbarer bleiben als ohne Schnelltests. Höherer Schutz kann ebenfalls gewährleistet werden. Natürlich gab es eine große Umstellung für alle Beteiligten, doch mittlerweile gehört es zum Alltag dazu, weshalb man versuchen sollte sich anzupassen. Denn gegen Vorschriften kann man wenig tun. Nichtsdestotrotz gibt es immer Verbesserungspotential und gerade bei einer neuartigen Pandemie wie dieser sollte man das Beste tun, um dieses Potential auszuschöpfen.

Kommentar: Johanna S.

Interview ohne Worte mit Herrn Nawrath

Unsere Autorin Michele H. traf sich kurz vor Beginn der Abiturprüfungen an der FOS/BOS Friedberg mit Mathe- und Sportlehrer Michael Monty Nawrath zum „etwas anderen Interview“.

„Sie sind ja ein Naturmensch. Wie sehr freuen Sie sich, wenn Sie in den Wald gehen können?“

„Ihr Bruder ist, wie wir alle wissen, ein bekannter Biatleth. Er gewinnt die Weltmeisterschaft. Wie reagieren Sie?“

„Sie sind immer so motiviert, wenn Sie in der Schule sind. Aber wie viel Lust haben Sie wirklich, in der Früh in die Schule zu kommen?“

„Als Lehrer kommt man öfter in die Situation, dass man auch mal schlechte Noten vergeben muss. Aber was, wenn die ganze Klasse 0 Punkte geschrieben hat?“

„Sie arbeiten ja gerne mit Holz. Wie sieht ein Herr Nawrath aus, der sich Gedanken zu seinem nächsten Holzprojekt macht?“

„Nach einem langen Urlaub sehen Sie, dass alle Ihre geliebten Pflanzen gestorben sind:“

„Wie würden Sie reagieren, wenn aus dem nichts ein Reh an Ihnen vorbeilaufen würde?“

„Und wie bereiten Sie sich auf ein sonniges Wochenende vor?“

Interview: Michele H.

Carrera GO!!! © trifft Physik

Das Schuljahr neigt sich für die Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse dem Ende zu. Viele verabschieden sich und gehen den nächsten Schritt in Richtung Berufsleben. Andere bleiben der Schule erhalten und streben nach dem (allgemeinen) Abitur. Noch ein letztes Mal die Schulbank in der 13. Jahrgangsstufe drücken und noch ein allerletztes Mal nicht ganz erwachsen sein.

Herr Kinast hat sich für das Seminar etwas Besonderes einfallen lassen: Zwei Schülerinnen oder Schüler aus dem Technikzweig können in
der Seminarphase auch schulisch ihrem Spieltrieb nachgehen. Hierbei können die Schüler*innen die Carrera GO!!!-Bahn auf Herz und Nieren prüfen und den zukünftigen Einsatz der Bahn im Physikunterricht mitbestimmen.

Für alle, die sich beim Lesen dieser Zeilen angesprochen fühlen:
Wenn Sie Interesse am Experimentieren haben, den Physikunterricht mitgestalten wollen (auch didaktisch) und die Zusammenarbeit mit der Schülerzeitung nicht scheuen, dann melden Sie sich bitte vor der Wahl zum Seminarfach bei mir (persönlich in der Physikvorbereitung oder digital über TEAMS).

Text: B. Kinast, Physiklehrer an der FOS/BOS Friedberg

„Jugend debattiert“: Adriano überzeugt Juroren beim Landeswettbewerb

Am 26.04.2021 war es endlich soweit: Der langersehnte Landeswettbewerb von „Jugend debattiert“ fand digital über die Plattform „Alfaview“ statt.

Beim Landeswettbewerb kämpften die 12 besten Schülerinnen und Schüler aus ganz Bayern gegeneinander. Mit dabei: Adriano Franco aus unserer Schule, der FOS/BOS Friedberg, der im Regionalwettbewerb das Finale gewonnen hatte.

Ebenfalls mit von der Partie waren ich als Jurorin und unser Schulkoordinator Leonhard Fürst als fachliche, organisatorische Unterstützung.

Die zu debattierenden Themen waren unter anderem, ob der Erwerb sowie die Haltung exotischer Tiere verboten werden soll und ob die Kosten für Damenhygieneprodukte vom Staat übernommen werden sollen. In zwar hitzigen, aber auch konstruktiven Debatten diskutierten jeweils vier Schüler mit zufällig ausgewählten Positionen über diese Themen.

Nachdem sich alle 12 Schüler zwei unterschiedlichen Streitfragen gestellt hatten und die Punkte von den Juroren zusammengezählt wurden, war es auch schon Zeit, die Finalisten vom Landeswettbewerb zu küren. 

Im Finale mit dabei unser Adriano, der sich sein Weiterkommen erarbeitet und sich verdient bis dahin geschlagen hatte.

Ein Schritt näher zum Bundeswettbewerb! 

Jetzt war also nur noch eine Debatte übrig, in der es darum ging, ob die Reichskriegsflagge verboten werden soll.

Bevor sich Adriano aber mit seinen Konkurrenten um diese Streitfrage kümmern konnte, sprach noch unser Kultursminister Michael Piazolo und unsere Präsidentin des bayerischen Landtags Ilse Aigner.

Unter normalen Umständen hätte das auf einer großen Bühne vor Publikum stattgefunden – heute digital über eine Videoplattform. 

So oder so: Es war beeindruckend, die beiden in einem kleinen Gespräch zu erleben und nachdem beide den Finalisten viel Glück gewünscht hatten, ging es auch schon los.

Die Sekundarstufe 1 startete mit der Themenfrage, ob die Corona-Schutzimpfung für alle Bürgerinnen und Bürger verpflichtend werden soll, sobald ein allgemeines Impfen möglich sei.

Als Zuschauer musste ich mehrmals meinen imaginären Hut ziehen, da alle vier Finalisten unglaublich starke Persönlichkeiten waren, die wirklich nicht ohne Grund im Finale standen. Man hat einfach gemerkt, dass sich alle vier schon durch drei Wettbewerbe gekämpft und verdient gewonnen hatten.

Aber auch die Sekundarstufe 2 hatte mit der Streitfrage der Reichsflagge kein einfaches Thema.

Da wir uns mittlerweile im Finale befanden, legte die Jury extra viel Wert auf die Beiträge und hörte sehr genau hin, was genau von jedem Debattanten gesagt wurde. Definitiv keine leichte Aufgabe, sich durchzusetzen, wenn alle Parteien stark sind!

Sicherlich fragt ihr euch jetzt, wie Adriano sich geschlagen hat. 

Wir dürfen erneut gratulieren! 

Adriano hat den zweiten Platz im Landesfinale gemacht und wird mit der Siegerin Julia Finster vom Johann-Michael-Sailer-Gymnasium aus Dillingen zum Bundeswettbewerb fahren.

Unsere beiden besten bayerischen Debattanten werden dann also gegen die besten Schülerinnen und Schüler der anderen 15 Bundesländer debattieren. 

Wann, ist allerdings noch unklar. Bei uns erfahrt ihr aber sofort, wenn es weitergeht!

Wir freuen uns, dass wir einen Schüler der FOS/BOS Friedberg nun auch im Bundeswettbewerb unterstützen dürfen und drücken dir, lieber Adriano, weiterhin die Daumen!

Text: Michele H.

Sieg für die FOSBOS Friedberg bei „Jugend debattiert“ 2021!

Soll der Sportunterricht wegen der Pandemie bis Ende März ausgesetzt werden und sollen nicht notwendige private Reisen in ausgewiesene COVID-19-Risikogebiete verboten werden?

Im Schulwettbewerb „Jugend debattiert“ beschäftigten sich acht Debattantinnen und Debattanten der Beruflichen Oberschule Friedberg mit genau diesen Fragen, um in hitzigen Diskussionen ihren Standpunkt zu vertreten.

Bereits am 20. Januar 2021 fand der Schulwettbewerb unter besonderen Umständen statt. Alle Schüler, sowohl Debattanten, als auch Lehrer und Schüler-Juroren, verbrachten einen Nachmittag damit, den Wettbewerb über Teams stattfinden zu lassen, da coronabedingt die Veranstaltung nicht wie gewohnt im Schulgebäude stattfinden konnte. Unsere „Jugend debattiert“-Koordinatoren L. Fürst und M. Uhlemair haben dies möglich gemacht.  Von 13:10 bis ungefähr 15 Uhr diskutierten die Schüler über die oben gestellten Fragen und kamen, je nach Jurorenauswertung, eine Runde weiter.  Die besten 2 (+ Ersatzteilnehmer) kamen letztendlich in die zweite Runde: den Regionalwettbewerb!

Der Regionalwettbewerb, wie der Name schon sagt, umfasst Schulen Südbayerns, die dazu bereit sind, an dem Wettbewerb teilzunehmen (so auch das St. Anna Gymnasium, die FOS in Passau, das Deutschherren-Gymnasium in Aichach und das Gymnasium Friedberg).

Die FOS/BOS Friedberg wurde in SEK 2 von den Schülern Adriano Franco (F12GA), Marie Grabmann (F12SA) und Alexander Schiller (F11SE) als Debattanten und von Michele Hargesheimer (F12GD) als Jurorin vertreten.

Der Regionalwettbewerb fand über die Kommunikationsplattform “alfaview“ statt und obwohl noch niemand der Beteiligten Erfahrungen mit dieser Plattform gesammelt hatte, lief technisch und organisatorisch (meistens) alles sehr gut. 

Am 15. März 2021 gingen dann also die ersten Debatten parallel in verschiedenen Kanälen los. Die erste Streitfrage war, ob für Demonstrationen, die während der Unterrichtszeit stattfinden, geworben werden darf? Nach der Debatte haben sich dann die Juroren in den jeweiligen Kanälen zusammengesetzt und über die Punkteverteilung der jeweiligen Debattanten beraten. Ich, als Jurorin, kann sagen, dass es sicherlich keine leichte Aufgabe war, da die Schüler, über die ich jurieren durfte, alle sehr gut auf das Thema vorbereitet waren und so eine lebhafte Debatte zustande gekommen ist. 

Gegen 16 Uhr ging es darum, ob der Online-Handel verpflichtet werden sollte, Retouren wieder oder zumindest weiter zu verwerten. Auch in dieser Debatte bewiesen die Schüler gute Sachkenntnis. Die Pro- wie auch die Contraseite hatten beide sehr starke Argumente, die sie bis zum Schluss hartnäckig vertreten haben.

Schlussendlich wurden alle Punkte, die von den Juroren vergeben wurden, zusammengezählt. Wer an der Finaldebatte teilnimmt, entschieden die gesammelten Punkte, die jeder einzelne Schüler über eine Debatte hinweg in 5 Kategorien von 0-5 Bewertungseinheiten, die von den 3 Juroren + Zeitwächter verteilt werden,  bekommt. 

Um ungefähr 18:30 wurden dann also die Finalisten bekanntgegeben. Unter ihnen auch Adriano Franco aus unserer Schule! Nun musste Adriano sich also mit drei weiteren Schülerinnen und Schülern aus verschiedene Schulen, die Frage stellen, ob Krankenhäuser ohne Gewinnerzielungsabsicht betrieben werden sollen.

Aus Zuschauersicht ergab sich eine unglaublich starke und interessante Debatte, bei der jede Seite sehr gute Argumente hatte und die Streitfrage für die Zuhörer sehr interessant machte.

Nachdem die lebhafte Diskussion zu Ende war, berieten sich die ausgewählten Juroren in einem separaten Raum über lange 20 Minuten. Schließlich ging es um die Frage, wer den Wettbewerb gewonnen hatte und wer somit am Landesfinale, das am 26.04 auch digital stattfinden wird, teilnehmen würde.

In einer spannenden Platzierungsverkündung wurden dann endlich die erlösenden Worte gesagt: Adriano Franco hatte den 1. Platz gemacht und sich somit gegen 16 potenzielle Gewinner meisterhaft durchgesetzt.

Mehr als verdient!

Adriano steht nun also im Landesfinale – über was genau debattiert wird, ist noch unbekannt, aber die ganze Schule drückt die Daumen! 

Das ganze Team der Schülerzeitung Friedo sagt: Herzlichen Glückwunsch zum Sieg und weiterhin viel Erfolg!

Text von „Jugend debattiert“-Jurorin Michele H.

Krisenjahr 2020? | 20 gute Aspekte trotz Pandemie

Wenn wir irgendwann an Corona zurückdenken, werden die negativen Aspekte deutlich mehr wiegen als die positiven (nein, damit meine ich nicht die Corona-Tests). Es klingt zynisch, das zu sagen – Aber mal ganz ehrlich, wir sollten weder das Jahr 2020 per se zum „Albtraum-Jahr“ erklären, noch so darauf beharren, Tag für Tag nur noch das Schlimme in der aktuellen Krise zu sehen. Deshalb 20 gute Aspekte trotz Pandemie:

  1. Du hast vielleicht an deine Freunde/Verwandten gedacht, vielleicht mit ihnen telefoniert und geskypt und wieder Kontakt aufgenommen.
  2. Du hast dich vielleicht viel mehr für Politik interessiert als sonst und eher die Nachrichten verfolgt.
  3. Du hast bestimmt Zeit für dich selbst gehabt, was in stressigen Phasen die beste Medizin sein kann.
  4. Du hast vielleicht öfter etwas mit deiner Familie/ engsten Freunden (natürlich auf Abstand und mit Maske) unternehmen können.
  5. Du hast vielleicht nicht jeden Tag die Sonne gesehen, aber dich vielleicht dafür interessiert, warum sie scheint? Oder warum andere Dinge sind, wie sie sind, und „Dr. Google“ genutzt.
  6. Du hast vielleicht Sport gemacht (oder zugenommen. Was auch nicht schlimm ist, weil alles, sobald die Pandemie vorbei ist, schneller weg ist, als du denken kannst).
  7. Du hast vielleicht reflektieren können.
  8. Du bist vielleicht kreativer geworden.
  9. Und bestimmt hast du mehr geschlafen als sonst (Ja, ich auch).
  10. Du bist flexibler geworden, weil du zusehen musstest, deine Schule/Hobbys/Sonstiges auch ohne deinen normalen Alltag zu meistern.
  11. Du hast bestimmt etwas über dich herausgefunden, was du vorher nicht wusstest (oder über andere, wer weiß?).
  12. Du hast vielleicht Wege gefunden, dich trotzdem noch ausreichend an der frischen Luft zu bewegen.
  13. Du hast vielleicht eine neue Serie angefangen und bist richtig froh deswegen.
  14. Du konntest vielleicht Projekte umsetzen, für die du sonst keine Zeit gehabt hättest.
  15. Du hast bestimmt per Videochat oder Telefon mit deinen Freunden gequatscht und bist bis spät in die Nacht aufgeblieben, weil du ja nirgendwo hin musstest (Ja, ich auch).
  16. Du musstest zwar auf Umarmungen verzichten, kannst dich aber darauf freuen, deine Liebsten bald wieder in die Arme zu schließen.
  17. Du musstest Wege finden, deine Langeweile zu bekämpfen.
  18. Du kannst später über etwas Einzigartiges erzählen.
  19. Du bist selbstloser geworden, um kranke Menschen vor dem Tod zu schützen!
  20. Du weißt jetzt, was es heißt, monatelang allein zu sein und kannst stolz sein, es bis hierhin gemeistert zu haben!

Idee/Text: Vanessa S.

Isolation und Frustration statt Kreation und Kommunikation – Geraubte Jugend wegen COVID-19?

Was passiert dank Corona mit unserer Generation?

Menschen fällen in ihrer Jugend so viele Entscheidungen, merzen Fehler aus und versuchen bei dem Gedanken Erwachsen zu werden, nicht umzukippen. Die einzigen Momente, in denen wir durchschnaufen können, und nicht von Hormonen und Klausuren in einen unaufhaltsamen Sturm aus Chaos gezogen werden, sind doch zuhause.

Aber seit März sind wir an unseren Laptop gekettet und gezwungen, unsere eigenen vier Wände anzustarren. Also Netflix-Marathon neben dem Online-Unterricht für die richtige Work-Life-Balance?

Die Meinungen gehen weit auseinander; viele Menschen finden den Lockdown sinnvoll, andere haben andere Überzeugungen. Auf welcher Seite man letzten Endes steht, ist egal, wenn man sich ansieht, was Jugendliche in diesen Monaten an „echter Zeit“ oder Neudeutsch Quality Time verloren haben. Dafür braucht man keine Meinung oder Überzeugung, es ist ein Fakt.

Konzerte? Nein. Freunde treffen? Nein. Aus dem Haus verschwinden, um dort wenigstens durchschnaufen zu können? Nur mit Maske. Für Kinder ist der Lockdown eine Sache, die sie jetzt noch nicht nachvollziehen können. Die meisten finden Beschäftigungen, notfalls durch die Eltern oder durch von der Schule verteilte Aufgaben. Vielleicht sagt man ihnen, dass es nicht mehr lange dauert oder sie sich keine Sorgen machen müssen.

Ich bezweifle, dass Jugendliche solche Sätze wirklich „hören“. Die sollen mehr Verständnis haben, sich auf ihre Online-Kurse konzentrieren und am besten nicht auch noch durchdrehen. Sie treten an die Schwelle des Erwachsenwerdens und müssen einen kühlen Kopf bewahren.

Sowieso sind diese Jahre verrückt, ungeplant und an einigen Stellen schockierend. Man darf viel und doch nichts. Ins Kino gehen oder an heißen Sommernächten schwimmen gehen sind die besten Erinnerungen, neben den Schnispeln an die Schulzeit und die Freundschaften. Das fehlt uns allen.

Wir wollen Fehler machen. Die Welt genießen und dabei tausende Emotionen gleichzeitig spüren. Statt das Leben in Farben zu sehen, sehen wir es in Pixeln auf Bildschirmen.

Lasst uns trotzdem auf das Beste hoffen und die Zeit durchstehen. Unten findet ihr eine Telefon-Hotline, die darauf spezialisiert ist, Menschen in der Zeit der Pandemie beizustehen.

Wenn wir jetzt schon keine Erfahrung machen können, wie Süßigkeiten ins Kino zu schmuggeln oder die Hausaufgaben im Schulbus zu erledigen (Ok, geben wir es zu, vielleicht kurz bevor wir uns in den Konferenzraum schalten), bleibt uns eine Erfahrung erhalten, die unsere Generation mit am Stärksten erleben wird:

Was es wirklich heißt, komplett allein zu sein und die Tür des Erwachsenenlebens ohne Hilfe zu öffnen.

Kommentar von Vanessa S.

Info-Telefon Depression:

0800 / 33 44 533
Mo, Di, Do: 13:00 – 17:00 Uhr
Mi, Fr: 08:30 – 12:30 Uhr
(www.deutsche-depressionshilfe.de/corona)

„Lasst euch von Corona nicht unterkriegen!“ – Interview mit den Schülersprechern und der Schülersprecherin 2020/2021

Im aktuellen spannenden Schuljahr 2020/21 sind Marie Grabmann (F12SA), Felix Gal (F12WB), Michelle Hargersheimer (F12GD) und Thomas Berchtold (F13T) als Schülersprecher*innen gewählt geworden. Friedo meint: Herzlichen Glückwunsch!

In einem kurzen Interview beantworteten die Wahlsieger und die Wahlsiegerin Fragen von Autorin Silan P.

  1. Warum hast du dich als Schülersprecher*in aufstellen lassen?

Marie: Ich möchte die Interessen der Schüler vertreten, eine gute Kommunikationsbasis zwischen den Schülern und Lehrern schaffen und dazu beitragen, dass es ein legendäres Jahr wird. (Anmerkung der Autorin: 🤗🥳)

Felix: Ich wollte selbst an Projekten, die die SMV organisiert, mitwirken.

Michelle: Gute Frage. Auf gut Glück? Ich bin ehrlich gesagt nicht mit einer hohen Gewinnchance hingegangen, weil wirklich alle aufgestellten Kandidaten das Potenzial zum Schülersprecher*in gehabt hätten.
Ich wusste, dass meine Klasse zu „200%“ hinter mir steht; die Klasse hat dann letztendlich auch die Memes verteilt, damit mich auch ja genug Leute wählen.
Aber „basically“: ich bin ein Organisationsmensch und mag es Verantwortung zu übernehmen. Als Schülersprecherin hat man diese ganzen Sachen genügend. War wahrscheinlich auch die „Challenge“, die da dabei ist.

Thomas: Weil ich unheimlich gerne Verantwortung übernehme. Ich war in meiner Schullaufbahn bereits zwei Jahre aktiver Schülersprecher und auch sonst sehr engagiert – wenn ich das so von mir selbst behaupten darf. Aber vor allem will ich euch Schülerinnen und Schüler repräsentieren.

2. Ist das Amt so wie vorgestellt oder doch anders – wenn ja, wieso?

Marie: Joa, ich habe mir das Amt schon ungefähr so vorgestellt.

Felix: Nein, es ist etwas anstrengender als ich gedacht hab. Man muss sehr viel organisieren und sich mit den anderen Schülersprechern austauschen.

Michelle: Wusste ehrlich gesagt nicht, was auf mich zukommt. Hatte bisher noch nie wirklich was mit der SMV zutun. Aber es macht definitiv Spaß, in der Gruppe in der wir uns als SMV befinden, zu organisieren und über die verschiedensten Themen zu „brainstormen“.
Das Einzige, was mich vielleicht ein wenig überrascht hat, ist, dass wir als Schülersprecher tatsächlich so viel Mitspracherecht haben. Ist ziemlich cool.

Thomas: An sich so wie vorgestellt. Schade ist es, dass wir uns so sehr mit Corona rumschlagen müssen. Aber wenn ich mir noch etwas wünschen würde, dann wäre es, dass mehr Schülerinnen und Schüler auf uns zu kommen und Ideen sowie Wünsche an uns weiter geben.

3. Was machst du als Schülersprecher*in?

Marie: An verschiedenen Sitzungen und Treffen wie beispielsweise Bezirksaussprachetagung oder Schulforumssitzung teilnehmen. Außerdem überlegen wir uns, wie unterschiedliche Ideen und Aktionen umsetzbar sind. Wir freuen uns auch mega über eure Vorschläge! (Anmerkung der Autorin: 🥰🙌🏻)

Felix: Also eigentlich machen wir vier Schülersprecher und die zwei Verbindungslehrer Pütz und Binner alles gemeinsam. Wir teilen organisatorische Aufgaben auf, sodass jeder einen Teil macht. Zum Beispiel reden wir sehr viel mit der Schulleitung oder kümmern uns um Tage wie den Weihnachtsaktionstag.

Michelle: In unserem Team ist das nicht so, dass jeder eine bestimmte Aufgabe hat oder irgendjemand für etwas Bestimmtes verantwortlich ist. Die Kommunikation zwischen Verbindungslehrer und Schülersprecher ist deswegen echt wichtig. Wir besprechen aktuelle Themen, die die Schüler interessieren zusammen und versuchen, bestimmte Anliegen umzusetzen und versuchen, eigentlich viel für die Gemeinschaft zu organisieren. Der Dezember ist, glaube ich, ein gutes Beispiel dafür.

Thomas: Organisation und Schülervertretung. Im Dezember drehte sich viel um den Weihnachtsaktionstag, die Nikolausaktion und zuletzt Geschenke mit Herz. Wenn es größere Themen gibt wie die Handygarage oder die 2. Mittagspause letztes Jahr dann dürfen wir da auch mitreden.

4. Macht es dir Spaß Schülersprecher*in zu sein?

Marie: Jaaa, es macht mir echt richtig viel Spaß, denn allgemein ist das komplette SMV-Team wirklich eine richtig coole Truppe und ich bin mega froh, dass meine SMV-Kollegen so nette, liebe und engagierte Menschen sind. (Autorin: 😍)

Felix: Ja, weil die anderen Schülersprecher zusammen mit Herrn Pütz und Frau Binner extrem nett sind und es deshalb sehr viel Spaß macht, mit ihnen zu arbeiten.

Michelle: Definitiv. Es ist echt krass, wenn man weiß, dass man einer derjenigen ist, der quasi die Schüler in „Schülersachen“ und ihren Anliegen vertritt. Außerdem ist es cool zu wissen, dass Schüler mich bewusst gewählt haben, der Gedanke ist einfach crazy, aber stärkt auch so ein bisschen das Selbstbewusstsein.
Oh und ich liebe es Sachen zu organisieren und dann das Endergebnis davon zu sehen. Macht ziemlich Spaß, wenn man die meisten Leute dann damit zufriedenstellen kann. Vor allem, weil es halt so viel Zeit in Anspruch nimmt.

Thomas: Ja! Wie gesagt, übernehme ich sehr gerne Verantwortung und ich setze mich auch unheimlich gerne für bestimmte Interessen ein – und wenn sich diese mit meinen decken, ist das ja auch um so besser!

5. Was hast du als Schülersprecher*in vor, an unserer Schule zu verändern?

Marie: An der Schule direkt würde mir jetzt spontan gar nichts einfallen, was ich konkret verändern möchte. Jedoch möchte ich das pessimistische Denken, das in einigen Köpfen sehr stark verankert ist, verändern. Unser Ziel darf es nicht nur sein, die Schulzeit in der aktuell recht schwierigen Zeit irgendwie überstehen zu wollen. Stattdessen sollten wir die gemeinsame Zeit nutzen und versuchen, das Beste daraus zu machen. (Silan: ☺️✨)

Felix: Die Schule sollte ein Ort sein, wo jeder gerne hin gehen möchte. Sie ist schon sehr gut, aber man kann immer etwas verbessern.

Michelle: Also definitiv solche Sachen wie Gemeinschaft trotz Corona. Also Veranstaltungen, die trotz der schwierigen Zeit stattfinden können.
Ich hab ehrlich gesagt, ein Problem damit, konkrete Angaben zu machen, was ich ändern möchte. Wie in meiner Bewerbung schon erwähnt, finde ich das immer schwierig, so vorausschauend zu denken, vor allem was „Dinge verändern“ in der Schule angeht. Vor allem in so einer ungewissen Zeit. Es ist so, dass viele Aspekte für eine Umsetzung so einer Sache erstmal „approved“ werden müssen. Es ist deutlich schwerer, Dinge – auch organisatorisch – durchzusetzen als gedacht.

Thomas: Seine „Agenda“ sollte man nicht zu sehr preisgeben, aber ich will so viel schon mal „anteasern“: Herr Pütz hat da eine wundervolle Idee, die ich absolut unterstütze.

6. Etwas Positives/Negatives über die Schule

Marie: Ich finde es schade, dass es eigentlich unmöglich ist, jeden Schüler persönlich zu kennen, weil wir einfach so viele Schüler sind. Trotzdem denke ich, dass wir eine ziemlich gute Schulgemeinschaft haben. Wir können uns wirklich glücklich schätzen, auf so eine gute Schule gehen zu dürfen.

Felix: Ich will unsere Schulleitung loben. Man kann zum Beispiel mit Frau Scroggie sehr gut reden. Sie hört sich die Argumente von uns an und versucht, immer einen Kompromiss zu finden, der für alle passt. Und das seh nicht nur ich so, sondern auch die anderen Schülersprecher.

Michelle: Das Positive sind die Lehrer. Also, zumindest die, die ich kenne. Wir haben wirklich Glück an dieser Schule. Die meisten Lehrer sind sehr verständnisvoll, was Probleme oder Anliegen der Schüler angeht. Hab’ das Gefühl, dass das immer so klein von manchen Schülern gemacht wird oder einfach nicht gesehen wird, aber wir dürfen uns wirklich glücklich schätzen, dass wir überwiegend coole Lehrer an der Schule haben; manche würden da aber wahrscheinlich nicht so ganz zustimmen.
Etwas Negatives wäre vielleicht, dass es nicht immer warmes Wasser in der Toilette gibt, wird sich aber wahrscheinlich auch nicht ändern.

Thomas: Es ist eine wundervolle Schule! Die Schulart an sich, mit der hier vorhandenen Altersgruppe, ist schon unheimlich angenehm. Und dann noch die Lehrer, die ich unheimlich sympathisch finde. Was ich negativ finde… Schwer zu sagen, und ich will jetzt keinen „Beef“ anfangen. Sagen wir, dass manche Regelungen sehr streng sind.

7. Eine kleine Nachricht an die Schüler*innen

Marie: Es ist mir eine Ehre, dieses Jahr Schülersprecherin sein zu dürfen. Ich werde versuchen, immer positiv und motiviert an die Sache ran zu gehen, es hängt aber auch von euren Ideen und eurem Engagement ab, wie cool dieses Jahr wird. Danke im Voraus! (Silan: 🥰)

Felix: Lasst euch von Corona nicht unterkriegen. Wir müssen noch ein bisschen durchhalten bis alles wieder normal ist. Und denkt dran :
Ma hat Ma Glück,
Ma hat Ma Pech,
Mahatma Gandhi.

Michelle: Ein kluger Mann, dem ich sehr dankbar bin und mir sehr wichtig ist, hat mal zu mir gesagt: non scholae sed vitae discimus.
Musste dann googeln, um zu wissen, was er mir damit sagen wollte. Kann nämlich kein Lateinisch.
Im Endeffekt hat sich rausgestellt, dass er recht hatte.

Thomas: Bitte, kommt zu uns! Wir sind eure Stimme und der beste Weg für euch, etwas an dieser Schule zu ändern!

Das Interview führte unsere Autorin Silan P. Silan verwendet auch gerne Emoticons.