Berlin, Berlin, Wir fahren zum Schülerzeitungskongress nach Berlin!

Mitte Juni 2026 waren wir vom Friedo-Redaktionsteam auf Einladung der Jugendpresse in Berlin, nachdem wir beim Schülerwettbewerb der Länder den ersten Platz in der Kategorie „Online“ der Beruflichen Schulen gewonnen hatten. Obwohl wir nur wenig mehr als zwei Tage dort waren, fühlte sich die Zeit in Berlin mit Schülerzeitungskongress in der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Preisverleihung im Bundesrat wie eine ganze Woche an. Wir waren viel unterwegs, haben gelernt, wie vielfältig und umfangreich der Journalismus ist, und konnten spannende Einblicke in die Medienwelt gewinnen. Besonders beeindruckend war, dass wir die Möglichkeit hatten, mit professionellen Journalistinnen und Journalisten ins Gespräch zu kommen und uns mit anderen Schülerzeitungen auszutauschen.

Montag

Unsere Reise begann in Augsburg um 9:47 Uhr. Obwohl ich schon mehrere Male in Berlin war, hatte ich gefühlt tausend Sachen im Kopf, die ich gerne machen wollte: das Brandenburger Tor ansehen, den Checkpoint Charlie besuchen, einen Döner am Alexanderplatz essen und das Wichtigste: Inspirationen für unsere Schülerzeitung sammeln. Die Zeit auf dem Weg nach Berlin habe ich mit Zeichnen verbracht und mich auf die kommenden Tage gefreut.

Am Montagabend waren wir im Europäischen Haus in der Nähe des Brandenburger Tors. Dort wurde uns der Ablauf der kommenden Tage erklärt und wir haben gemeinsam mit dem ganzen Raum, der voll von anderen deutschen Gewinner-Redaktionen war, Kennenlernspiele gespielt. So wurde der Saal als Deutschlandkarte vorgestellt und unsere Aufgabe war es einzuschätzen, wo Friedberg liegt, des Weiteren wurde eine These rund um das journalistische Kerngeschäft in den Raum gestellt und wir mussten uns in die Ecke stellen je nachdem, ob wir dieser These zustimmen oder ablehnen und anschließend gab es zu Abendessen Kartoffelsalat, Gnocchi und vegane Currywurst.

Dienstag

Am Dienstag waren wir von 8:45 Uhr bis 16:30 Uhr in der Friedrich-Ebert-Stiftung. Im sogenannten „Erzählcafé“ unterhielten sich die Journalistinnen Pauline Reinhardt (freie Journalistin), Janina Bauer (Correctiv Schweiz), Susanne Memarnia (taz Berlin) und Dagmar Reim (ehemalige Intendantin des rbb) gemeinsam mit der Moderatorin Clara Hoheisel (Bundesvorstand der Jugendpresse Deutschland) über verschiedene Themen des Journalismus. Dabei ging es unter anderem um die Bedeutung des Lokaljournalismus und die Herausforderungen, vor denen Journalistinnen und Journalisten heute stehen.

Anschließend berichteten die Journalistinnen und Journalisten in kleineren Gesprächsrunden von ihrem persönlichen Weg in den Journalismus. Dabei hatten wir die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mehr über ihren Berufsalltag sowie ihre Erfahrungen zu lernen.

Danach wurden wir Workshops zugeteilt, die wir zuvor individuell auswählen konnten. Ich entschied mich für den Podcast Workshop unter der Leitung von Laura Vorsatz, die unter anderem den Podcast „Feminismus mit Vorsatz“ veröffentlicht, der auf Spotify und anderen Plattformen verfügbar ist. In diesem Workshop lernte ich, welches Equipment für die Produktion eines Podcast benötigt wird, wie eine Podcast-Folge sinnvoll strukturiert werden kann und wie man ein geeignetes Thema für einen Podcast findet.

Justin und Lirjona mit dem Schirmherr der Veranstaltung Andreas Bovenschulte, Präsident des Bundesrates; Foto: Bundesrat | Florian Gaertner

Mittwoch

Der Mittwoch war der aufregendste Tag der Reise, denn an diesem Tag fand die Preisverleihung des Schülerzeitungswettbewerbs der Länder statt. Die jungen Journalistinnen und Journalisten der Schülerzeitungen hatten die besondere Möglichkeit, im Plenarsaal des Bundesrates Platz zu nehmen – dort, wo normalerweise die Vertreterinnen und Vertreter der Bundesländer sitzen und über Gesetze abstimmen.

Anschließend wurden die Preisträgerinnen und Preisträger ausgezeichnet. Unsere Schülerzeitung Friedo erhielt den 1. Preis in der Kategorie „Online“ für Berufsschulen. Überreicht wurde die Auszeichnung von Andreas Bovenschulte (SPD), Präsident des Bundesrates und Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen.

In der Laudatio wurde unsere Redaktion für ihre verlässlichen Informationen, klaren Meinungen und ihre thematische Vielfalt gelobt. Besonders hervorgehoben wurden unser facettenreicher und kritischer Blick auf die Chancen und Risiken Künstlicher Intelligenz sowie die vielfältigen Einsatzfelder. Außerdem wurde gewürdigt, dass unsere Beiträge aktuelle Debatten aufgreifen und dabei stets einen Bezug zur Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler herstellen.

Fazit: Die Preisverleihung war ein unvergesslicher Höhepunkt unserer Reise nach Berlin.

Text: Justin A.