Sechs Schüler und eine Schülerin der 13. Klasse unserer Schule nehmen am dreiwöchigen Kurs „Kaufmann International“ in Dublin teil. Der Kurs wird von der Europäischen Union kofinanziert über das Programm Erasmus+ . Hier berichten sie über die erste Woche (8.7.2024-14.7.2024):
Anreise – Glück gehabt!
Viele der Flüge von Air Lingus wurden am Hinreisetag aufgrund von Streiks gecancelt. Unserer nicht. Keine Verspätung, ein schöner Blick während dem Flug auf den Sonnenuntergang und eine wirklich sanfte Landung. Munter am Flughafen Dublin angekommen und gespannt, was die kommenden 3 Wochen auf uns zu kommt, buchen wir uns ein Taxi zur Unterkunft. Auch wieder Glück gehabt: Ein „echter“, alt eingesessener Ire fuhr uns zu unserer Unterkunft 15 Wexfordstreet. Anbei bekommen wir gleich noch eine kleine Stadttour und genaueste Anweisungen, wo man spät abends besser nicht mehr unterwegs sein sollte.
Unterkunft – man kann nicht klagen!
Man kann wirklich nicht klagen. Gut, die Zimmer sind klein und auf das Mindeste (Schrank, Tisch, Bett) reduziert. Trotzdem hat jeder sein eigenes Badezimmer mit großer Dusche. Das Gemeinschaftszimmer mit Küche ist ebenfalls recht geräumig. Die Zimmer wurden auch von jedem von uns sauber vorgefunden. Wir sind alle im gleichen Gebäude und alle bis auf einer auch im gleichen Stock untergebracht.
Dublin Business School – ungewohnt, aber cool! (bis jetzt zumindest^^)
Der erste Tag ist ein Einführungstag, danach geht es aber schon direkt los: Englisch, und zwar non-stop, wobei wir alle damit deutlich weniger Probleme haben als erwartet. Die Lehrer sprechen alle ein wirklich schönes Englisch und interagieren mit uns so, dass wir sie ohne Mühe verstehen und es uns leicht fällt zu folgen. Auffällig ist, dass es wirklich keine negative Kritik gibt und deren Kommunikation darauf ausgelegt ist uns anzuspornen und selbstbewusst zu machen. Jeder Lehrer stellt sich auch mit Vornamen vor und man redet eher auf einer sehr relaxten Ebene zwischen Schüler und Lehrern. Manches der Unterrichtsinhalte ist zwar selbsterklärend, aber das meiste hören wir zum ersten Mal. Zudem ergänzen sich die unterschiedlichen Fächer zum einen sehr gut und zum anderen geben sie einen wirklich interessanten Einblick in die Business-Welt. Man kann sagen, wir werden aufgefordert, neue Wege zu denken, kreativ zu sein und Sachverhalte aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.
Dublin – durchmischt!
Wortwörtlich – Die Menschen von Dublin sind facettenreich und verschieden.
Dublin selbst auch: Ein wunderschön verziertes, riesiges, sehr altes Gebäude, direkt daneben ein nagelneues mattschwarzes Hochhaus und direkt daneben ein extrem heruntergekommenes, unbewohntes und mit Graffiti besprühtes Gebäude. Dublin besitzt sehr schöne Spots wie beispielsweise auch beeindruckende Parks und Gärten, genauso aber auch sehr hässliche Orte. Definitiv kann man sagen, dass die Leute hier anders ticken. Sie sind bei weitem offener, stimmungsvoller und feierlustiger, was sich auch an den unzähligen Pubs widerspiegelt. Auch gibt es sprachliche Eigenheiten, die wir lernen müssen. Beispielsweise wird hier „how are you“ als einfaches „Hello“ verwendet und nicht als ernstgemeinte Frage.
Lorenz G., Julia D, David M.
Odyssée culturelle en France: Klassenfahrt nach Dijon
Wieder einmal, wie jedes Jahr machte der Französischzweig eine Klassenfahrt nach Frankreich. War es im Jahr zuvor Straßburg, ist es dieses Jahr Dijon in der Bourgogne, zu deutsch: Burgund. Geplant waren fünf Tage in Dijon, was sich allerdings schon am ersten Tag der Reise als unrealistisch herausstellen sollte.
Montag, 3. Juni 2024
Morgens. Der Tag beginnt wie jeder Tag unter der Schulzeit um sechs Uhr morgens, sodass mich mein Wecker mit klassischer Musik begrüßt. Heute Bachs Toccata und Fuge, die einen sofort an Dracula denken lässt. Nicht schlecht eigentlich. Aber kein gutes Omen. Durch das Hochwasser, den andauernden Regen und den penetranten sowie einfältigen Versuch durch Maximalbebauung und Bodenversiegelung der Natur Einhalt zu gebieten, sind bekanntlich einige Flüsse über die Ufer getreten und haben vor allem, wie könnte es auch anders sein, das deutsche Bahnnetz und der gelobten deutschen Pünktlichkeit der Bahn nachhaltig geschadet.
Aber der Reihe nach.
Koffer wurden schon am Tag zuvor gepackt, gefrühstückt wird noch, Brotzeit ist eingepackt und da wir in einem Studio im Adagio-Aparthotel wohnen, also in einer Art Studentenwohnung mit Bett und kleiner Küchenzeile, auch Gewürze. Zum Frühstück, um nicht jeden Tag etwas kaufen zu müssen, auch etwas Brot mit hausgemachter Wildmirabellenmarmelade.
Treffen um kurz vor 9 Uhr am Hauptbahnhof in Augsburg. Bis dahin lief noch alles nach Plan.
Danach… Naja.
Die geplante Abfahrtszeit unseres Zuges betrug 9:18 Uhr. Geplant.
Ironischerweise war dieser Zeitplan um 9:20 noch nicht realisiert.
Der fiel nämlich wegen bekannter Problematiken aus. Abfahrt daher erst um 9:40 Uhr. Mit diesem Zug dann über Mannheim und Memmingen nach Straßburg und dann nach Dijon. Wegen Hochwassers aber ein Stopp in Sontheim bei Mannheim in der Nähe. Kein Weg nach vorne, aber auch keiner zurück. Bisher.
Mache erstmal Brotzeit, ist ja bekanntlich die schönste Zeit.
Fahren dann zurück nach Mannheim. Zwischenstopp in Kempten im Allgäu. Warten drei Stunden auf Busse, die von der Deutschen Bahn organisiert werden sollten. Wobei organisiert, wohl das falsche Wort ist. Man ist der Gnade eines unwilligen deutschen Beamten ausgesetzt ,dessen Lebensinhalt wohl eher darauf ausgelegt ist, auf seinem Stuhl Wurzeln zu schlagen und sich so wenig wie möglich zu bewegen. Denn auch hier, vor allem bei der Deutschen Bahn scheint, was Ersatz anbelangt, das Credo zu gelten: Wer sich zuerst bewegt, verliert.
Von Kempten dann irgendwann nach Ulm. Um 16:23 Uhr waren wir dann in Esslingen. Voraussichtliche Ankunft in Dijon 23 Uhr am selben Tag oder mit Pech 7 Uhr morgens, am Tag darauf. Dann Stuttgart und von Stuttgart, dem Herren und allen Göttern des Schienenverkehrs sei gedankt, zwei Dämonenbeschwörungen und eine Invokation aus dem „Grimorium Verum“ später, waren wir dann endlich gegen 18 Uhr in Karlsruhe. Und dann ab nach Straßburg.
Aaaaaah Straßbourg. Une ville très belle, une ville vivante. Ooohh, mon dieu, ces souvenirs magnifiques…
Jedoch, der nächste Streich, der folgt sogleich.
Man glaubt es kaum, doch es ist wahr, der nächste Zug, er fährt nicht nach Dijon.
Eine kurze Erklärung hierzu. In Frankreich fahren TGVs, das Äquivalent zum deutschen ICE, nur eben schneller und sauberer, nach Buchungszahlen. Man muss also Plätze buchen und nur, wenn genügend Plätze zusammenkommen, fährt der Zug. Der TGV von Straßburg nach Dijon hatte aber nicht genügend Plätze, um eine Fahrt zu rechtfertigen, also mussten wir nach Paris weiterfahren.
Ankunft Paris 21 Uhr. Kein Hotel. Keinen Plan. Also erstmal am Bahnhof ankommen und ein Hotel suchen. Hätten auch fast eines reserviert, dann kam allerdings ein Schaffner von der französischen Bahngesellschaft vorbei und hat uns angeboten, wegen den Ausfällen und Problemen etwas zu buchen. So sind wir dann um 23:30 Uhr in Paris ins „Mercure“ gekommen. Einem 4-Sterne-Hotel. Mit Frühstück! Alles bezahlt von der französischen Bahngesellschaft. Da lobe ich mir die Franzosen. Bei der DB hätten wir wahrscheinlich heute noch nichts und hätten in Stuttgart unter der Brücke schlafen müssen.
Bis 12 Uhr Zimmer beziehen und etwas Zeit, um sich frisch zu machen und dann auf den Schock, dass wir jetzt in Paris sind, noch einen Absacker in einer kleinen Bar.
Das „1664 Blanche“, eine Art französisches Radler ist übrigens sehr zu empfehlen.
Der Großteil der Gruppe hat dann noch versucht den Eiffelturm zu erreichen, nach eineinhalb Stunden und mehreren zwielichtigen Franzosen haben sie dann die Pont Neuf erreicht, konnten den Eiffelturm aber leider nur aus der Ferne betrachten.
Rückkehr der Reisenden um 5 Uhr ins Hotel.
Also eine Stunde Schlaf für sie. Für mich vier.
Dienstag, 4. Juni 2024
Vier Stunden später.
Ein Meer aus Melatonin scheint mich davon abhalten zu wollen, aus dem Bett zu steigen und drückt mich zurück in die Kissen.
Aber ein Frühstück muss her. Außerdem müssen wir ja noch weiter nach Dijon.
Also auf zum Frühstück.
Das hat der Chef wohl selbst mit vorbereitet. Folgendes gab es:
Käse, Schinken, Speck, Brot, Croissants, Pain au chocolat, Crêpes, Pfannkuchen, diverse Marmeladen, und damit meine ich nicht verarbeitetes Obst undefinierbaren Geschlechts, Tee, Kaffee, Joghurt, Obst, Fruchtsäfte und semmelartige Gebilde.
In guter Qualität und immer noch alles von der französischen Bahngesellschaft bezahlt. Hätte es bei der Deutschen Bahn nicht gegeben.
Dann wieder rein in das krasse Pferd, frei nach „Der Schuh des Manitu“.
Eineinhalb Stunden später in Dijon. Um 10:44 Uhr ins Hotel Adagio eingecheckt.
Und gleich der erste Schock. Strom nur à la carte. Übertragen bedeutet das, nach dem Öffnen der Zimmertür mit der Schlüsselkarte muss diese in eine eigens dafür vorgesehene Haltevorrichtung eingeführt werden, um im Zimmer die Stromversorgung herzustellen. Lustigerweise geht auch eine ganz normale Visitenkarte oder Kreditkarte.
Welcher Italiener, denn niemand anderes kann es bei dem Namen „Adagio“ sein, hat sich das im Grappa-Rausch denn ausgedacht? Das ist doch total umständlich!!!
Das Kissen außerdem! Mon dieu!
Ist es beim darauflegen noch hart wie ein Brett, sodass man denkt, man wache am nächsten Morgen mit einem blauen Fleck am Hinterkopf auf, der wahrhaft biblische Ausmaße annimmt, so gibt es nach zwei Sekunden unter dem Kopf nach, sodass der Eindruck entsteht, man hätte sich mit dem Kopf auf eine Packung Moor zum Mitnehmen gelegt, die jetzt, wie es dem Moor zu eigen ist, den Kopf langsam einsinken lässt, sodass man meint, man würde bald unter brackigem Wasser aufwachen und wegen Luftmangels ersticken. Ein eher geringeres Vergnügen, nichts desto weniger aber ein Bett.
Aber genug vom Zimmer.
Nach einer kurzen Pause, man bedenke eine bis vier Stunden Schlaf, ging es dann auf zu einer Stadterkundung.
Diese wurde von dem in Dijon ansässigen Rheinland-Pfalz-Haus organisiert, jedoch nicht in Form einer Führung, sondern einer Rallye.
Beginn dieser um etwa 14 Uhr. Ende dieser um 14:55 Uhr.
Leider, und das führte dazu, dass man sich meiner Meinung nach nicht viel ansehen und genießen konnte, war es ein Wettbewerb und vergleichsweise wenig Zeit, sich Dijon anzusehen und kennenzulernen. Man konzentrierte sich mehr auf das Gewinnen der Rallye als auf die Erkundung der Stadt.
Gewonnen hat zuletzt meine Gruppe, da aufgrund eines Unentschiedens eine Stichfrage beantwortet werden musste, die wir für uns entscheiden konnten.
Im Anschluss eigene Wege durch die Stadt, in meinem Fall etwas Ausruhen im Zimmer und dann die Suche nach etwas Essbarem.
Fündig wurden wir in der Innenstadt bei einem asiatischen Restaurant, das japanische, peruanische und thailändische Gerichte zur Auswahl stellte.
Mit 16,90 € für eine normale Portion ein stolzer Preis, aber asiatische Küche ist ja immer etwas teurer.
Das Essen war gut. Eine Hürde gab es aber dennoch, das Rückgeld.
Man glaubt kaum wie schwierig es sein kann, Rückgeld zu bekommen, aber nach 15 Minuten, mehreren Versuchen mit der Bedienung und einem Gespräch mit dem Chef, der sich dann der Sache annahm, hat es dann doch funktioniert.
Dann noch Butter kaufen, nach Hause und Schlafen.





























Mittwoch, 5. Juni 2024
Aufstehen um kurz vor acht. Zum Frühstück das selbstgebackene Brot von zu Hause und dazu Marmelade. Dann um etwa 10 Uhr auf zum „Gare de Dijon“ um nach Beaune zu fahren und dort ein wenig die Stadt zu besichtigen und einen Ausflug in die Weinberge zu machen.
Am Bahnhof gilt es noch Wartezeit zu überbrücken, die wir größtenteils mit Gesprächen bestreiten. Außerdem war in dem Bahnhof auch ein Klavier aufgestellt, auf dem man frei nach Lust, Laune und Belieben spielen konnte.
Das haben wir natürlich ausgenutzt und uns und anderen Franzosen die Wartezeit vergnüglicher gemacht. Wir, die wir Klavier spielen konnten, waren sogar so gut, dass man uns fast gar nicht mehr weggelassen hätte.
Wir konnten uns dann doch noch losreißen und schließlich nach Beaune fahren. Dort angekommen, entschieden wir uns das sogenannte „Hôtel de Dieu“, also wörtlich übersetzt das „Hotel Gottes“, zu besuchen. Jenes Hotel ist jedoch nicht, wie der Name vermuten lässt, ein Hotel, in dem Gäste beliebig übernachten können und in dem man so gut isst, wie Gott in Frankreich, es ist ein ehemaliges Kloster, das ebenfalls ein Hospital für die arme und bedürftige Bevölkerung war.
Gegründet wurde es 1443 und sogar bis 1971 als Hospital genutzt.
Der Hauptsaal war für die kranke, ärmliche Bevölkerung reserviert, in der die Kranken gepflegt wurden. Mit einer Art Holzwand als Abtrennung folgte im selben Raum ein Altar, der den Gottesdiensten der Klosterschwestern vorbehalten war, aber so, dass die Kranken die Gesänge mitbekamen und ebenfalls zu einem gewissen Teil am Leben mit Gott Anteil hatten. Darüber hinaus gab es natürlich eine Küche, einen Klostergarten, in dem verschiedene Heilkräuter angebaut wurden, eine Apotheke und eine Rezeptur, wie der Apotheker den Ort der Herstellung von Arzneimitteln nennt.
Darüber hinaus konnten reichere Bürger und Adelige gegen ein gewisses Entgelt in Form von Spenden eine weitreichendere und komfortablere Behandlung und Pflege im Alter in separaten Räumlichkeiten erhalten.
Neben den natürlichen Räumlichkeiten wurden auch einiges an Operationsbesteck, Spritzen und Einrichtungsgegenständen und Truhen beziehungsweise Kästchen für Kleidung und Schmuck ausgestellt, die, wie es für Mittelalter, Renaissance und andere Epochen üblich war, mit Schnitzereien verziert waren.
Natürlich gab es auch einen Souvenir-Laden, aber das einzige Interessante waren Teppiche und Wandteppiche mit schönen Bildern darauf, die aber zum einen mit über 1000 Euro jenseits meiner Gehaltsklasse waren und außerdem, was schwerer wog, ziemlich schlecht zu transportieren waren, wenn man nicht mit dem Auto da ist.
Natürlich gab es auch davor noch Souvenir-Läden, aber da hat mich persönlich auch nichts angesprochen, es gab Geschirrtücher und Tischdecken.
Bis zum Treffen zum Spaziergang in den Weinbergen blieb noch viel Zeit, und es war kurz vor 13 Uhr. Und was macht man? Natürlich ein Restaurant für das Mittagessen suchen.
Diesmal wurden wir im „Bistrot des Halles – Le Baltard“ fündig.
Dort kam ich in den Genuss eines außergewöhnlich guten Boeuf Bourgignon mit einem dazu passenden Rotwein. Sehr empfehlenswert.
Danach mussten wir nur noch den Ort finden, an dem wir uns zum Beginn des Spaziergangs verabredet hatten.
Alle anderen waren schon vorgegangen, nur Frau Pauly, Herr Widmayr und ich, die wir unser Mittagessen in dem Restaurant genossen haben, mussten noch hinfinden.
Im Gegensatz zu den ganzen anderen digitalen Menschen, die nicht mal eine Karte lesen können, haben wir uns mit einem Stadtplan zurechtgefunden.
Allerdings hatten wir doch ein zwei Schwierigkeiten, aber wir sind dann an dem See angekommen, der den Beginn unseres Spaziergangs eingeleitet hat.
Der Spaziergang zog sich über eine Strecke von sechs Kilometern, bei dessen Beginn schon einige der Damen mit lauten Unmutsbekundungen kundtaten, dass ihnen der Weg doch etwas zu beschwerlich sei. Andere versuchten krampfhaft den Jungs, also uns zu verkaufen, dass wir ihre Trinkflaschen den ganzen Weg tragen sollten, weil sie schlecht ausgerüstet waren und bei über 27°C nur eine Handtasche dabei hatten, aber nichts, in dem man etwas zu trinken hätte unterbringen können.
Der Spaziergang, der dann doch ungefähr drei Stunden in Anspruch nahm, bot einige Möglichkeiten wunderschöne Ausblicke zu genießen.
Hier ein paar Aufnahmen der Weinberge und der Gegend:
Nach etwa drei Stunden näherten wir uns wieder der Stadt Beaune. Am Stadtrand, noch in den Weinbergen, begegneten wir dann einer 90-jährigen Französin, die uns dazu aufforderte, die Kirschen am Wegrand zu probieren, denn diese seien zum einen sehr gut, saftig und süß, zum anderen sei es erlaubt und niemand anderes würde sie ernten, außer denen, die auf Spaziergängen vorbeikämen.
Wieder in Beaune, kauften sich alle noch eine große Flasche Wasser, um nicht zu dehydrieren, woraufhin wir zum Bahnhof gingen und wieder zurück nach Dijon fuhren.
Zu Abend für meinen Zimmergenossen einen Döner, für mich diesmal Brot mit Marmelade und Butter.
Auf dem Rückweg fragten uns dann die Damen, ob wir sie nicht in eine Bar begleiten wollten, um etwas zu feiern.
Besagte Bar war das „Bodega“. Es als Bar zu bezeichnen, erwies sich jedoch als äußerst unpassend, denn kein Begriff war so weit davon entfernt, dieses Etablissement zu beschreiben wie der Begriff „Bar“.
Es ähnelte viel mehr einem Klub. Noch dazu ein Klub, der meiner Meinung nach in dem Stadtbild vollkommen überflüssig war, denn jede Bar bietet bessere und günstigere Getränke sowie erhebliche bessere Musik, bei der man nicht, wie viele meinen, in spastische Zuckungen verfallen muss, sondern zu der man sich auch wirklich bewegen kann. Herumhampeln kann jeder, den verzweifelten Versuch, sich rhythmisch zu bewegen, haben viele meiner Mitfahrerinnen versucht… Jedoch, es sollte nur bei einem Versuch bleiben. Nicht mehr und nicht weniger. Darüber hinaus unterlag das innere besagter „Bar“, eine Schande für jede Bar dieses Gebilde so zu nennen, einem Lautstärkepegel der, milde gesagt, als ungünstig und gesprächsvereitelnd beschrieben werden kann.
DOMINE SALVA ME!!!
In diesem Fall hat der Herr meinen Ausruf auch erhört, in Form meines Zimmergenossen, der, es wie ich nicht länger in der „Bar“ aushielt.
So sind wir dann nach einem Drink wieder abgezogen und, um in bayerische Mundart zu verfallen: „Grad schee war’s!“
So endete Tag drei.
Donnerstag, 6. Juni 2024
Der jüngste Tag ist angebrochen, nur noch heute und am Freitag wieder abreisen.
Erst mal frisch machen, dann frühstücken.
Um 10 Uhr sollen wir uns im Empfangsbereich treffen um dann gemeinsam in „Musée des Beaux-Arts“ zu gehen. Eintritt frei.
Anstatt mich in Langen Beschreibungen zu ergehen, lasse ich hier lieber die Kunstwerke für sich selbst sprechen.
Das Einzige, was man sich an dem Museum sparen kann, ist der dritte Stock.
Zeitgenössische Kunst, wobei Kunst wohl etwas übertrieben ist.
Was die Hersteller und vor allem die Kritiker geraucht haben, um so etwas als künstlerisches Können zu beschreiben und als Kunst gelten zu lassen, ist wohl wie die Drogen in Rauch aufgegangen.
Ein flacher Stein wird mit den richtigen Pilzen schnell zum Gesicht in Profilansicht mit einer Mütze. Aber nur mit genügend Psilocybin im Organismus, von dem man schöne Halluzinationen bekommen soll. Ein Stein bleibt, ohne Bildhauerei, immer noch und unwiderruflich, ein Stein. Nicht weniger und vor allem nicht mehr.
Aber genug davon.
Und wenn man schon in Dijon ist, muss man natürlich auch noch Senf kaufen.
In diesem Fall, den berühmten Senf von Edmond Fallot, der ist die örtliche Marke und außerdem sehr gut. Es gibt ihn mit Estragon, Weißwein, Nüssen, Brot, Pinot Noir…
Und natürlich den ganz normalen Senf aus der Bourgogne.
Die Probiergläser kosten auch nur 3,50 – 4 Euro und sind damit relativ preiswert.
Blöderweise ist im Supermarkt zwei Blocks weiter ein und derselbe Senf etwa 50 Cent günstiger. Ärgerlich.. Aber gut, für das nächste mal wissen wir es ja jetzt.
Noch ein bisschen in der Stadt rumspazieren, einen Kaffee trinken und Brotzeit machen.
Und dann raus aus der Hitze und ins Zimmer. Am Abend dann noch ein letztes Abendessen mit allen zusammen.
Auf der Karte gab es einiges an Auswahl auch zu ziemlichen Preisen, manchmal ungerechtfertigt, auch wenn die Qualität gut war, aber fünf dünne Scheiben Käse für 11 Euro? Doch etwas teuer oder?
Und von den Portionen wurde man nicht direkt satt. Aber gut war es schon.
Im Anschluss an das Abendessen gingen wir dann noch feiern.
Der Großteil der Damen in besagtes „Bodega“, wir haben uns eher an gemütliche Bars gehalten.
Bis 2 Uhr am Freitag waren wir unterwegs, und dann sind wir nach Hause.
Freitag, 7. Juni 2024
Heimfahrt: Da lässt sich eigentlich nicht viel sagen. In Frankreich gab es keine Verspätungen von den Zügen her. In Deutschland schon. Wie könnte es auch anders sein, auch wenn die Überschwemmungen eigentlich ausgestanden waren.
So sind wir um 18 Uhr, mit 2 Stunden Verspätung, in Augsburg Hbf, an unserem Ausgangspunkt angekommen. Und das war es dann auch.
Fin.
Reisebericht: Gabriel T.
Demokratie, Sozialismus und Kapitalismus: Stärken und Schwächen
Demokratie in der westlichen Welt, speziell in Deutschland, ist sehr stark durch den Kapitalismus geführt und geprägt.
Sozialismus stellt die Weltanschauung dar, in welcher es eine egalitäre Gesellschaft gibt und solidarisch die Freiheit und Gleichheit der Menschen im Vordergrund steht. Eine Demokratie stellt eine Herrschaftsform dar, in welcher das Volk die Macht über die politischen Entscheidungen hat und jede Stimme gleich zählt.
In Deutschland gibt es in moderner Zeit eine soziale Marktwirtschaft. Das bedeutet, dass die freie Wirtschaft den Markt reguliert, jedoch durch soziale Strukturen eine Extremisierung der sozialen Ungerechtigkeit verhindert wird.
Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm vor allem Amerika als Siegermacht die Verantwortung für einen großen Teil Deutschlands. Es wurde eine neue Form der Wirtschaft in das Land gebracht: der Kapitalismus. Die soziale Marktwirtschaft ist das Resultat eines ausgeprägten Kapitalismus in Kombination mit sozialen Elementen.
Sozialismus, welcher die Freiheit und Gleichheit der Individuen darstellt und der Kapitalismus, welcher die Machtunterschiede in allen Aspekte der Wirtschaft fördert, harmonieren nicht sonderlich gut miteinander. Durch das Leistungsprinzip gibt es immer Gewinner und Verlierer, ganz nach dem Sprichwort „Es gibt immer Einen, der ist besser als du“. Menschen, die nicht arbeiten wollen oder nicht genug leisten, verfallen in die Arbeitslosigkeit. In der DDR wurde durch die Planwirtschaft die Leistung aller gleich bewertet und Ressourcen gleich aufgeteilt – was aber auch zu großen Problemen und Staatsbankrott geführt hat.
Kommentar: Fine H.
Das Wahlrecht ab 16 Jahren: Neue Chancen und Herausforderungen für die Demokratie
Die Frage des Wahlrechts für 16-Jährige ist ein umstrittenes Thema, das unterschiedliche Meinungen und Argumente hervorruft. Die Befürworter dieses Vorschlags betonen, dass Jugendliche in diesem Alter bereits viele Rechte und Pflichten haben, wie zum Beispiel die Möglichkeiten, eine Berufsausbildung zu absolvieren oder Steuern zu zahlen. Sie argumentieren, dass Jugendliche ab 16 Jahren auch in der Lage sein sollten, ihre politischen Vertreter zu wählen und so an demokratischen Entscheidungen teilzunehmen.
Die Europawahlen in diesem Jahr sind dabei ein gutes Beispiel, da 16-Jährige das Wahlrecht erhielten und dadurch Einfluss auf die Wahlergebnisse nehmen konnten. Folglich stellt sich die Frage: Warum dann nicht bei den Bundestagswahlen umsetzen?
Viele Jugendliche interessieren sich für Politik und zeigen Engagement. Unter ihnen nehmen viele an politischen Schulprojekten und Demonstrationen teil und möchten somit Ihre Stimmen und Meinungen in die Politik einbringen.
Kommentar: Koray Z.
Wahlrecht ab 16 Jahren: Zukunft mitgestalten
Das Wahlrecht ab 16 Jahren ist ein kontroverses Thema, das in Deutschland intensiv diskutiert wird. Viele argumentieren damit, dass eine Absenkung des Wahlalters das Interesse der Jugendlichen an der Politik steigern kann.
In einigen Bundesländern wie Bremen, Hamburg und Brandenburg ist das Wahlalter für Kommunal- und Landtagswahlen bereits auf 16 Jahren gesenkt worden, da junge Menschen ab 16 Jahren angeblich bereits über ausreichend politische Reife verfügen und ein Maß an Verantwortungsbewusstsein besitzen.
Eine Studie der Bertelsmann Stiftung zeigte auf, dass Jugendliche im Allgemeinen politisch sehr interessiert sind und die Chance sehen, ihre eigene Zukunft mitzugestalten.
Kommentar: Musa B.
KI in der Politik – eine künstliche Demokratie?
Künstliche Intelligenz oder kurz KI nimmt eine zunehmend größer werdende Rolle in unserem Alltag ein. Dies betrifft nicht nur das Schul- und Arbeitsumfeld, sondern auch die Politik.
Laut dem Fraunhofer Institut ist eine KI (Künstliche Intelligenz) „ein Programm, welches Maschinen mit Fähigkeiten, die vergleichbar mit denen des Menschen sind, ausstattet“. Es werden also Problemlösemethoden, darunter Logik und Planungsverfahren, die für die menschliche Intelligenz erforderlich wären, zusammengefasst. Somit werden Computern und Maschinen menschliche Züge verliehen.
Auch wenn die KI Gutes mit sich bringt und uns helfen kann, Informationen und Daten zu be- und verarbeiten, gibt es jedoch auch einige Gefahren, die ebenfalls berücksichtigt werden sollten: vor allem Manipulation, Desinformation, Propaganda.
Text: Amalia D.
China-TikTok – Schlecht für unsere Demokratie?
TikTok ist eine Videoplattform für Kurzvideos, welche von einem chinesischen Konzern betrieben wird. Kaum ein Thema in den sozialen Medien ist so verzerrt wiedergegeben wie Politik. Es beeinflusst vor allem in Deutschland junge Menschen in ihrer politischen Entscheidung.
Die Plattform könnte potenziell zur Verbreitung von Desinformation und Propaganda genutzt werden. Algorithmen, die entscheiden, welche Inhalte angezeigt werden, können beeinflusst werden, um bestimmte Narrative zu fördern oder zu unterdrücken. Etwa wird behauptet, dass die App Inhalte, die die Volksrepublik China kritisieren, schlechter verbreiten lässt oder gar zensiert. Somit wird die Demokratie im eigenen Land angegriffen.
Ein TikTok-Verbot wäre in Deutschland eine sinnvolle Maßnahme, um die Demokratie langfristig aufrechtzuerhalten und sich von der chinesischen Regierung nicht beeinflussen zu lassen.
Kommentar: Emanuel K.
„Polit-Propaganda“: ein neuer TikTok -Trend?
Über 14,8 Millionen Deutsche sind auf der Social Media-Plattform TikTok angemeldet und schauen sich täglich über Stunden hinweg Videos an. Es ist nicht unbekannt, dass die Plattform einen Algorithmus besitzt, der jedem Nutzer personalisierten Content zeigt. Vor allem anti-demokratische oder populistische Parteien verschaffen sich einen Nutzen daraus, um für ihre Partei zu werben.
Ein Beispiel hierfür ist aktuell vor allem die AfD. Trotz stark umstrittener Aussagen gegenüber anderen Parteien und Menschengruppen wie: ,,Die Grünen hassen Deutschland!“, ,,Die Grünen sind die gefährlichste Partei!“ oder ,,Migrantengewalt gegen Deutsche“, bekommen sie zahlreiche Aufmerksamkeit von den Usern. Durch die große Überschrift bei den Videos, die einen Blickfang darstellt, gucken sich die Leute interessehalber die Videos zu den heiklen Themen an. Da der Algorithmus dies wahrnimmt, werden den Nutzern mehr und mehr Videos über oder von der AfD angezeigt.
Auch aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass sich die AfD vor allem auf TikTok stark von anderen Parteien abhebt, da von keinen anderen Parteien so viel zu sehen ist und verbreitet wird. Auch in der Kommentarfunktion vieler Parteien und unter unabhängigen Videos werden blaue Herzen, Sprüche und anderweitige Hassreden kommentiert. Dort werden kurze Videos geteilt, die oft mit Musik oder speziellen Effekten unterlegt sind. Die AfD nutzt diese Features, um ihre politischen Botschaften auf unterhaltsame und ansprechende Weise zu präsentieren. Dabei werden Streitpunkte wie Migration, Sicherheit und nationale Identität in den Videos thematisiert.
Insgesamt zeigt die Präsenz der AfD auf TikTok, wie wichtig es ist, die Nutzung von sozialen Medien kritisch zu hinterfragen und sich bewusst zu machen, wie politische Propaganda auch auf diesen Plattformen verbreitet wird. Es liegt an den Nutzern, sich aktiv mit den Inhalten auseinanderzusetzen und eine informierte Meinung zu bilden.
Kommentar: Jennifer K.
Demokratie und Kommunismus im Vergleich: Wie wird Herrschaft organisiert?
Im Rahmen des aktuellen Projekttags „Demokratie“ habe ich mich dafür entschieden, über die Ideologien aufzuklären, einen Bericht über die Differenzen des Kommunismus und der Demokratie zu verfassen. Anschließend wird über die Parallelen der beiden Weltanschauungen berichtet. Zu Beginn ist es essentiell, beide Denkweisen zu verstehen, um sie im Anschluss richtig abwägen zu können.
Die Demokratie zeichnet sich vor allem durch das Prinzip der Volkssouveränität aus. Dabei wird das Volk als Träger der Staatsgewalt gesehen und darf in Form von politischen Wahlen oder Abstimmungen bei politischen Entscheidungen mitwirken. Andere wesentliche Merkmale einer Demokratie sind die Gewaltenteilung oder die Rechtsstaatlichkeit.
Die Gewaltenteilung ist ein wichtiger Teil der modernen Demokratie und beschreibt die Aufteilung der Staatsmacht auf verschiedene Gewalten, um Machtmissbrauch und Tyrannei vorzubeugen. Die Gewalten sind in der Regel in die Legislative (Gesetzgebung), die Exekutive (Regierung und Verwaltung) und die Judikative (das Gericht) unterteilt. Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass diese drei Gewalten zwar gemeinsam in einer parlamentarischen Republik sind, aber nicht gegeneinander arbeiten. Sie unterstützen sich gegenseitig und wägen gemeinsam gute oder schlechte Ideen ab. Viele Menschen sprechen zudem bei Medien auch von einer „vierten Gewalt“. Eng damit verbunden ist auch die Pressefreiheit, die in der Lage ist, einen Machtmissbrauch aufzudecken und somit einen großen Einfluss zu haben.
Der Kommunismus ist eine Ideologie, die sich als Ziel eine herrschaftslose und klassenlose Gemeinschaft setzt. Kommunisten wollen für eine gerechtere Gesellschaft sorgen, in welcher keine Gesellschaftsschicht ausgebeutet wird. Häufig wird das Wort „Kommunismus“ in Bezug auf die Sowjetunion oder die Volksrepublik China auch mit Diktaturen verbunden.
Der deutsche Philosoph Karl Marx veröffentlichte zusammen mit seinem Kollegen Friedrich Engels im Jahre 1848 das Werk „Das kommunistische Manifest“, in welchem die Entstehung einer gerechteren Gesellschaft durch den Sturz der Klassenherrschaft beschrieben wird. In der Theorie könne eine kommunistische Gesellschaft entstehen, in der es keinen Klassenkampf und keine Ausbeutung geben würde.
Im letzten Abschnitt des Manifests steht:
„Mögen die herrschenden Klassen vor einer kommunistischen Revolution zittern. Die Proletarier haben nichts in ihr zu verlieren als ihre Ketten. Sie haben eine Welt zu gewinnen. Proletarier aller Länder – vereinigt euch!“
Dies soll ein deutlicher Appell an alle Menschen sein, die den unteren Schichten angehören und sie dazu animieren, für eine klassenlose Gesellschaft zu kämpfen.
Einige Parallelen, der so unterschiedlich erscheinenden Denkweisen sind zum Beispiel das Streben nach einer Gesellschaftsform, in der die Interessen und Bedürfnisse aller Bürger und Bürgerinnen berücksichtigt und gleichberechtigt sind. Beide Ideologien streben nach sozialer Gerechtigkeit, Gleichheit und Solidarität. Der Kommunismus zeichnet sich dadurch aus, dass die Macht oft auf eine zentrale Autorität konzentriert wird, wobei in einer Demokratie die Macht auf die Bürger und Bürgerinnen als Kollektiv verteilt ist. Im Kommunismus wird oft auf eine klassenlose Gesellschaft hingearbeitet, während die Demokratie die Existenz verschiedener sozialer Schichten akzeptiert.
Insgesamt lassen sich also Parallelen zwischen Kommunismus und Demokratie darstellen, aber auch deutliche Unterschiede, die die beiden politischen Ausrichtungen klar voneinander abgrenzen. Schlussendlich kann jeder für sich selbst entscheiden, welche dieser politischen Denkweisen mehr mit den eigenen Werten übereinstimmt. Allerdings gibt es viele Gründe, weshalb der Kommunismus in der Vergangenheit nicht erfolgreich war. Dies liegt meistens daran, dass die Theorie des Kommunismus zwar einfach erscheint, aber in der Praxis oft zur Entmündigung der Bürger aufgrund der Regierung führt. Dies schränkt die individuelle Freiheit ein und geht oft mit Korruption und Machtmissbrauch einher. Auch ein fehlender Anreiz für individuelle Leistungen und Innovationen führt dazu, dass die kommunistische Planwirtschaft zusammenbricht und damit die Lebensqualität der Bürger sinkt.
(JJM)
Wählen ab 16 Jahren: Eine Revolution in der Politik
Die Einführung des Wahlalters ab 16 Jahren ist zum aktuellen Zeitpunkt des Klimawandels und der Festlegung wichtiger Entscheidungen für die zukünftige Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland, welche größtenteils vor allem die junge Generation betreffen wird, sinnvoll.
Dieses Thema wird immer mehr von Politikerinnen und Politikern angesprochen und diskutiert. Unter anderem hat sich zuletzt eine Kommission zur Reform des Wahlrechts und zur Modernisierung der Parlamentsarbeit des Bundestages beschäftigt. Bei dieser Entscheidung spielte auch das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes eine Rolle, welches festlegte, dass heutige politische Entscheidungen mit einer Sorgfaltspflicht für künftige Generationen verbunden sein sollten.
Daher ist ein frühes Mitspracherecht eine gute Lösung. Die Jugendlichen haben selbst die Möglichkeit, zu entscheiden, wie in ihren Augen die zukünftige Politik bestimmt wird. Somit beschließen sie selbst, wie sie unter Rücksicht auf den Klimawandel und andere Bedrohungen einmal leben wollen. Dabei liegt der Fokus vor allem auf dem Kohle-Ausstieg, erneuerbaren Energien, E-Mobilität, Cannabis Legalisierung und der Zuwanderung von Flüchtlingen. Themen, die uns vor Herausforderungen stellen, aber auch essentiell für eine gesicherte Zukunft sind. Diese Entscheidung kann ihnen kein Erwachsener oder zum Beispiel ein Rentner abnehmen, da diese oft den Großteil ihres Lebens hinter sich haben und mögliche negative Auswirkungen sie nicht mehr betreffen.
Im Gegenzug dazu steht aber auch die Gefahr, dass Jugendliche sich nicht informieren und ohne sich Gedanken zu machen, eine beliebige Partei wählen. Dagegen spricht: Dieses Verhalten kann durchaus auch bei Personen über 18 Jahren auftreten und ist unabhängig vom Alter.
Die Idee der Herabsetzung des Wahlalters hat also keine aussagekräftigen Nachteile, sondern klare Vorteile. Die Politik sollte zu einer endgültigen Lösung für die gesamte BRD kommen, da etwa in Baden-Württemberg ab 16 der Landtag gewählt werden darf und in Bayern erst ab 18 Jahren. Bei der Europawahl konnten dieses Jahr bereits in Deutschland und noch in ein paar anderen Ländern 16-Jährige wählen. Dabei zeigte sich bei einer Umfrage der ARD, dass Personen unter 25 eher vergleichsweise junge Parteien, wie die Grünen, die für Klimaschutz und neue Ideen stehen, wählten. Die älteren, konservativen Parteien wie die Union oder die SPD verloren dagegen einige Stimmen.
Kommentar: Michael D.